Wenn Alte zu Alkoholikern werden

Ein Bier am Abend oder ein Gläschen Wein gehört bei vielen von uns dazu. Nur, oft bleibt’s nicht bei dem einen Bierchen. Wo hört Genuss auf und wo fängt Alkoholismus bei uns Alten auf. Sind wir schon zu Alkoholikern geworden?

Alkohol enthemmt, das weiß jeder; Alkohol entspannt; Alkohol macht gesellig. Alles ok, aber Alkohol macht auch abhängig. Wer alt ist und einsam greift gern zur Flasche und genehmigt sich oft mehr als ein Glas Wein. Wer seine Impulse nicht im Griff hat, gleitet so schnell in die Sucht ab.

Schön, wer sagen kann: „Betrifft mich nicht“. Leider ist Alkoholismus mittlerweile ein sich ausbreitendes Phänomen. Bei den AOK-Versicherten ab 60 Jahre beispielsweise ist die Häufigkeit alkoholbedingter Störungen in den vergangenen fünf Jahren um jährlich 2,3 Prozent gestiegen, schreibt die „Schwäbische“. Der AOK-Studie zufolge waren in Baden-Württemberg 22 371 Versicherte ab 60 Jahren wegen Alkoholsucht in Behandlung.

Wenn Alte zu Alkoholikern werden

Es dürfte vermutlich niemand sondern wundern, dass vor allem Männer gefährdet sind. Von den Behandelten waren „nur“ 6081 Frauen, aber 16 290 Männer. Das hat vermutlich auch damit zu tun, dass Frauen die besseren Netzwerke haben, während Männer oft im Alter vereinsamen – und dann zur Flasche greifen. Einsamkeit spielt eine entscheidende Rolle, wenn jemand im Alter in den Alkoholismus abdriftet.

Sucht im Alter noch immer tabu

Wann beginnt die Sucht? Wer täglich wie selbstverständlich Alkohol trinkt, ist dem Alkoholismus schon ein Stückchen näher. Der Übergang vom normalen Alkoholkonsum zum Alkoholmissbrauch und schließlich zur Sucht ist schleichend. Alkohol ist gesellschaftsfähig und hat ein positives Image. Das erschwert es, das eigene Verhalten zu hinterfragen. „Das ist die Generation der Babyboomer, denen ging es immer gut; sie finden es ganz normal, zu Hause abends eine Flasche Wein aufzumachen oder dies nach der Arbeit im Stammlokal mit Freunden zu tun“, wird Steven Dooley in der „Zeit“ zitiert. Dooley beschäftigt sich an der Uniklinik Mannheim mit der Wirkung von Alkohol auf die Leber. Ein gutes Glas Wein gehöre zum Lebensstil und gelte als kultiviert, meint Alkohol-Experte Dooley.

Alkohol als Gesellschaftsdroge

Gefährlich wird es, wenn Alkohol nicht mehr als Genuss­mittel konsumiert, sondern als Hilfsmittel benutzt wird, schreibt der „Stern“. Alkohol weitet die Gefäße, lässt uns „runterkommen“ und den Stress vergessen. Damit betäuben wir Leere, Angst und Selbstzweifel. Wenn’s denn bei einem Gläschen bleibt, ist das durchaus in Ordnung, allerdings gewöhnen wir uns nur allzu leicht an Alkohol. Wer zwei oder drei Gläser Wein braucht oder ein halbes Dutzend Bierflaschen, hat die Grenze zum Missbrauch schon überschritten.

Wer in der Lage ist, auch mal einen Tag ohne Alkohol auszukommen, hat gute Chance, dem Teufelskreis zu entkommen. Wer nicht mehr dazu in der Lage ist, ist schon in die Sucht abgedriftet.

Wege raus aus der Sucht

Wer süchtig ist, kommt kaum noch allein aus der Sucht wieder heraus. Der Alkoholsüchtige ist leider schon psychisch abhängig. Wenn der Alkoholspiegel sinkt, wächst das Verlangen nach dem Suchtmittel. Der Tag ohne wird zur Qual. Der Alkoholsüchtige richtet sein ganzes Denken darauf aus, wieder an Stoff zu kommen. Alles andere rückt in den Hintergrund. Das hat natürlich Folgen für das soziale Umfeld. Der Weg ins Abseits ist vorgezeichnet.

Wie geht das Umfeld damit um?

Was heißt das aber für Familie und Freunde? Oft leidet die Familie unter Alkoholikern, denn sie vernachlässigen ihre Pflichten, driften ab oder werden sogar aggressiv, wenn sie ihr Quantum nicht bekommen. Es ist schwer, Trinker mit ihrem Handeln zu konfrontieren, weil sie abwiegeln oder revoltieren.

Wie der Sucht entkommen?

Aus der psychischen Abhängigkeit vom Alkohol wird auch die physische Abhängigkeit – bis am Ende Wahnvorstellungen auf den Trinker warten oder eine Leberzirrhose. Ganz abgesehen davon, dass Alkohol massenweise Gehirnzellen vernichtet.

Letztlich bleibt nur Entziehungskur und Selbsthilfegruppe, um dem Alkoholismus zu entkommen. Das ist schwierig, aber nicht unmöglich und erfordert eine enorme Kraftanstrengung. Nach dem Entzug ist Alkohol tabu – für immer, denn ein Schluck reicht als Trigger, der den Rückfall auslöst.

Bundesweit gibt es ein breites Angebot an Reha-Kliniken und Selbsthilfegruppen, an die sich Alkoholiker und ihre Angehörigen wenden können. Wer früh anfängt, hat gute Chance, den Alkoholismus zu entkommen.

Infos und Adressen:

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der Challenge von Nadine Becker, die zu „28 Days of Blogging“ aufgerufen hat. Das heißt, 28 Tage im Februar jeden Tag einen Blog-Post zu schreiben. Alle Blogger, die mitmachen, verlinken ihre Beiträge auf Facebook in der Gruppe 28 Days of Blogging, bei Pinterest und Instagram. Bin selbst gespannt, ob ich das in letzter Konsequenz durchhalte.  Also, bleibt neugierig – wo immer ihr auch mitlest und haltet Ausschau nach #28daysofblogging .

Wer noch alles mitmacht bei #28DaysofBlogging:




Taugt Kalorienzählen, um das Gewicht zu kontrollieren?

Zum Jahresanfang haben Diäten Hochkonjunktur. Wer zu viel Gewicht auf die Waage bringt, fühlt sich dick und will das ändern. Aber wie geht schlank? Runter mit den Kalorien, Sport bis zum Exzess? Es geht darum, beides vernünftig auszutarieren.

Die Deutschen überschätzen oft ihr Bewegungspensum – und wissen es oft nicht einmal, wie vor kurzem „Fit for Fun“ festgestellt hat. Wir bewegen uns zu wenig, das Magazin verweist dabei auf eine Studie. Sie glauben, sie hätten sich genug bewegt, um die Kalorien zu verdienen, die sie zu sich nehmen. Sie zählen die Kalorien, vergessen aber allzu oft, wie groß ihr tägliches Bewegungspensum war. Waren es 10 000 Schritte – oder doch deutlich weniger? Stimmt das Bewegungspensum zur  Kalorienzufuhr? Sie passen leider häufig die körperliche Aktivität nicht ihrem Bedarf an. Das Zählen der aufgenommenen Kalorien ist zwar ein guter Ansatz zur Gewichtsreduktion, allerdings sollten dabei noch einige andere Dinge bedacht werden.

Kalorien sind nicht alle gleich

Nicht jede Kalorie hat genau die gleiche Wirkung auf den Körper. So kommt es auch auf die Nahrungsmittel drauf an, die Kalorien liefern. 500 Kalorien grüner Salat sind sicher nicht 500 Kalorien Pommes Frites gleichzusetzen. So sollten diejenigen, die Kalorien zählen, unbedingt drauf achten, welche Nahrungsmittel sie zu sich nehmen. Ist die Ernährung nicht ausgewogen, könnte der eigene Körper dauerhaft geschwächt werden.

Mehr Bewegung, mehr Kalorien

Viele machen den Fehler, auf Gedeih und Verderb die Kalorienzufuhr gering zu halten, um ihren Tagesbedarf zu unterschreiten. Dieser Bedarf liegt bei einem erwachsenen Mann zwischen 2000 und 2500 kcal. Bei Frauen liegt der Wert etwas darunter. Diese Größe ist allerdings auch von der eigenen Verfassung, dem Alter und der täglichen Aktivität ab. So hat ein Bauarbeiter einen deutlich höheren Bedarf, als eine Bürokraft, wenn keiner einer zusätzlichen körperlichen Aktivität nachgeht. Die Zufuhr von Kalorien sollte an den Bedarf angepasst werden. Durch Sport kann der Kalorienbedarf um ein Vielfaches steigen. Ein olympischer Schwimmer nimmt, als Extrembeispiel, mehr als 10 000 Kalorien während intensiver Trainingstage zu sich. Schwimmen ist ein sehr gutes Beispiel, da dabei sehr viele Kalorien verbraucht werden und sich die Sportart gut für ältere Menschen eignet, da Sehnen und Gelenke durch die Bewegung im Wasser wenig belastet werden. Ideal ist auch Radfahren. Wer einige Wochen mit dem Rad unterwegs ist, kann ungeniert essen und nimmt trotzdem ab. Sportlich aktive Menschen sollten also ihre Zufuhr dem täglichen Bedarf anpassen, damit keine Mangelerscheinungen auftreten.

Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß

Das reine Kalorienzählen hat weitere Nachteile. Auch wenn relativ genau der Tagesbedarf zugeführt wird und so der Körper mit ausreichend Energie versorgt ist, kann Kalorienzählen falsch sein. Es kommt auch auf die richtige Zusammensetzung der Lebensmittel an. Neben der bekannten Ernährungspyramide, die als grobes Schema für eine ausgewogene Ernährung herangezogen werden kann, ist es zudem wichtig, das richtige Verhältnis von Fett, Kohlenhydraten und Eiweiß zu sich zu nehmen. Als grober Richtwert werden meist 30 Prozent Fett, 55 Prozent Kohlenhydrate und 15 Prozent Eiweiß aufgeführt.

Gewicht reduzieren – so geht’s

Das Kalorienzählen kann eine gute Hilfe sein, Gewicht zu reduzieren. Dabei muss aber deutlich mehr beachtet werden, als die reinen Kalorien, die ein Mensch zu sich nimmt. In Kombination mit Sport und einer ausgewogenen Ernährung hat es sich millionenfach bewährt. Es ist aber zu beachten, den täglichen Bedarf nie deutlich zu unterschreiten, da der Körper sonst Muskeln und Organe angreift, um Energie bereitzustellen.

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der Challenge von Nadine Becker, die zu „28 Days of Blogging“ aufgerufen hat. Das heißt, 28 Tage im Februar jeden Tag einen Blog-Post zu schreiben. Alle Blogger, die mitmachen, verlinken ihre Beiträge auf Facebook in der Gruppe 28 Days of Blogging, bei Pinterest und Instagram. Bin selbst gespannt, ob ich das in letzter Konsequenz durchhalte.  Also, bleibt neugierig – wo immer ihr auch mitlest und haltet Ausschau nach #28daysofblogging .

Foto: Unsplash –  Photo by i yunmai on Unsplash




Messen 2019 für die 50plus-Generation

Messen für die 50plus-Generation schießen wie die Pilze aus dem Boden. Mittlerweile gibt es bereits zwei Dutzend dieser Messen in Deutschland und Österreich mit Zigtausend Besuchern. Das Messejahr beginnt bereits im Januar und endet erst im November. Ein Überblick.

Die Messemacher haben sich längst auf die 50plus-Generation eingestellt. Die Münchner Messe hat extra ein Casting für Models initiiert, auf dem sie Damen und Herren ab 45 Jahren suchen. Denn auf ihrer Modeshow Anfang Mai zur Messe „Die66“ will Projektleiter Stefan Ostermeier „den Besuchern tragbare Mode für die Generation 50plus zu zeigen, die authentisch präsentiert wird“.

Zwei Dutzend Messen für Best-Ager

Mode ist aber nur eines der Themen, die auf den Best-Ager-Messen das Publikum anziehen. Es geht auch um Finanzen, Wellness, Gesundheit, Reisen und Lifestyle. „Die 66“ ist zwar die größte Messe ihrer Art, aber nicht die einzige. Mittlerweile haben sich auch in anderen Städten deutschlandweit und in Österreich etabliert. So findet in Nürnberg die „Inviva“ statt, in Bremen die „Invita“, in Erfurt die „Besser leben“ und in Stuttgart „Die besten Jahre“.

Übersicht über 50plus-Messen

TerminMesseOrtBeschreibung
12.1.-13.1.201950plus Freude am LebenRatingenWohnen, Vorsorge, Freizeit, Gesundheit
26.1.-27.1.201950plus Freude am LebenErkrathWohnen, Vorsorge, Freizeit, Gesundheit
5. January 1900afaAugsburgHeimat, Freitzeit, Gesundheit
3. March 1900Bleib aktiv!St. Pölten (A)Lifestyle, Gesundheit, Reisen
27.2.-3.3.2019 invivaNürnbergErlebnismesse Mitten im Leben
9.3.-10.3.201950plus Freude am LebenEuskirchenWohnen, Vorsorge, Freizeit, Gesundheit
6.4.-7.4.201950plus Freude am LebenHeinsbergWohnen, Vorsorge, Freizeit, Gesundheit
10.4.-13.4.2019LebenslustWien (A)Finanzen, Gesundheit, Reisen, Kultur
13.4.-14.4.201950plusRied (A)Gesundheit, Wohnen, Reise, Mode
3.5.-5.5.2019 Die 66München50plus-Messe
18.5.-19.5.201950plus Freude am LebenSolingenWohnen, Vorsorge, Freizeit, Gesundheit
28.5.-30.5.2019SeniorentagDortmundVeranstaltungen, Mitmach-Aktionen, Messe
14.9.-15.9.2019Besser lebenErfurtLifestyle-Messe
17.9-18.9.2019InvitaBremenFit & Aktiv im Alter
6. October 201950 plus - Fit + Aktiv TagAmbergAktive Lebensgestaltung 50plus
8.10.-9. 10. 2019Generation Plus/Alt werden war gesternWuppertalGesundheit, Wohnen, Reisen, Hobbys 
13. October 2019SeniorenmesseBurgdorfGesundheit, Wohnen
20. February 190050plus InfotageHeilbronnLeben, Wohnen, Fitness und Gesundheit
2.11.-3.11.201950plus Freude am LebenLangenfeldWohnen, Vorsorge, Freizeit, Gesundheit
9.11.-10.11.201950plus Freude am LebenHeinsbergWohnen, Vorsorge, Freizeit, Gesundheit
15.11.-17.11.2019senaktivInnsbruck (A)Hobby, Heim, Gesundheit, Wellness, Reisen
21.11.-24.11.2019Die besten JahreStuttgartAlter, Vorsorge, Gesundheit

Die Messen werden eingerahmt von Vorträgen und Mitmachprogrammen. In den Vorträgen geht es um Glück und Zufriedenheit im Alter, wie gelingendes Altern aussieht und die neue Kultur des Alterns. Die Herausforderung einer alternden Gesellschaft verlangen nach neuen Antworten, weil wir immer älter werden und – wir Alten – prozentual immer mehr.

Info, Mitmachen und Spaß im Programm

Natürlich geht es auf den Messen um Ernährung und Gesundheit, Reisen, Wellness, Kultur – und nicht zuletzt Mode. Finanzen ist ebenfalls ein wichtiges Thema und Wohnen. Die Erfurter Messe hat sich das Thema Genuss auf die Fahnen geschrieben und wird einen Live-cooking-Bereich mit regionalen Produkten einrichten.

Bilder von der „Inviva“ 2015


Die 50plus-Generation hat viele Fragen, deswegen laden die Messemacher zu Diskussionsrunde, Workshops und Promi-Gesprächen ein. Der Spaß kommt ebenfalls nicht zu kurz: Auf der „Die 66“ im vergangenen Jahr verzauberte beispielsweise die Mezzosopranistin Cornelia Lanz das.

 

Foto: meine-afa.de




Wie clever wohnen mit Smart Home funktioniert

Wir Vorruheständler – und Bereits-Rentner – sind mit dem Internet aufgewachsen. Warum es nicht auch stärker nutzen, um uns das Leben in den eigenen vier Wänden zu erleichtern? Mit Smart Home lässt sich vieles im Haus problemlos steuern. So funktioniert’s.

Smart Home? Nicht für uns! Doch gerade für uns! Die Technik, die dahinter steckt, erleichtert uns das Leben. Vieles im Haus lässt sich problemlos steuern, überwachen und vereinfachen. Der positive Effekt: Wir können mit Smart Home sogar länger in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben.

Was ist Smart Home und wie funktioniert es? Die meisten von uns sind mit den Internet aufgewachsen, kennen sich einigermaßen aus und erledigen das meisten online. Kurzum, wir sind eine internetaffine Generation. Wir sind offen für Neues – und Smart Home gehört dazu. Die Idee von Smart Home: Prozesse und Abläufe im Alltag unkompliziert zu automatisieren, um uns das Leben zu erleichtern. Wie werden die Systeme gesteuert? Entweder mit Smartphone, per Fernbedienung oder sogar ganz ohne. Ein Smart-Home-System bietet uns mehr Komfort und mehr Sicherheit.

Digitale Helfer für den Alltag

Vielleicht klingt das alles etwas abstrakt, was heißt Smart Home konkret? Smart Home kann die Steuerung des Saugroboter sein, des Kühlschranks, der Wasch- und Kaffeemaschine. Wer aktuell noch auf der Suche nach einem passenden Saugroboter für das smarte Zuhause ist, der schaut am besten beim praktischen Saugroboter Testvergleich rein. Auf dem Vergleichsportal gibt es Entscheidungshilfe mit vielen hilfreichen Tipps und Informationen rund um die digitalen Reinemacher, die Hausarbeit deutlich erleichtern. Um möglichst lange und ohne fremde Hilfe im eigenen Wohnhaus zu bleiben, sind die funktionalen Smart-Home-Vernetzungen für den Alltag eine perfekte Lösung.

Smart Home ist aber noch mehr als nur Saugroboter und intelligenter Kühlschrank. Dazu gehört auch das komplette Unterhaltungsangebot. Ob Smart TV oder Blu-Ray-Player – sie sind unkompliziert steuerbar. Das Leben mit Smart Home wird ein ganzes Stück komfortabler. Smart Home verspricht mehr Genuss sowie ein eigenbestimmtes Leben – und mehr Sicherheit. Per smarter Steckdose lassen sich Geräte auch von unterwegs ausschalten; intelligente Tür- und Fenstersicherungen erschweren Einbrechern das Leben.

Energiesparen leicht gemacht

Das Smart Home erkennt Stromfresser und Energieräuber. Nach einer Analyse sind Beleuchtung und Heizung daher individuell regelbar. Das ist nicht nur in puncto Energiesparen von Vorteil, sondern auch, wenn die Temperatur über Nacht stark abfällt. So lässt sich die Heizung wettergerecht programmieren. Mit smarter Technik lässt sich die Beleuchtung stromsparend und clever auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen. Automatische Bewegungssensoren erkennen, wenn jemand den Raum betritt – und das Licht geht an. Beim Verlassen kümmert sich die Technik darum, es zu löschen.

Smart Home für mehr Sicherheit

Dem Smart Home Monitor aus dem Jahr 2017 zufolge sind die drei wichtigsten Gründe für den Kauf von smarter Technik: Komfort, Sicherheit und Spaß. Vielleicht sollten wir uns das Kürzel ALL merken – ALL heißt Ambient Assisted Living und meint so viel wie altersgerechte Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben. Wir Älteren wollen möglichst lang in den eigenen Wänden wohnen. Die vertraute Umgebung zu verlassen, ist oft der letzte Schritt. Mit Smart Home verlängern wir die Spanne des selbstbestimmten Lebens in den eigenen vier Wänden. Die Kinder werden per beispielsweise Smartphone informiert, wenn es zu Unregelmäßigkeiten kommt und sich die Eltern länger nicht melden.

Schon mal von Notrufknopf oder -armband gehört? Das Notrufarmband wird direkt um das Handgelenk getragen. Dank dessen lässt sich in Notsituationen ein Notruf an eine im System gespeicherte Nummer absetzen. Es ist gerade für Verwandte von Alleinlebenden ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass sie im Notfall jederzeit informiert werden, wenn es Oma oder Opa, Tante oder Onkel schlecht geht. Das Smart Home ist so intelligent zu erkennen, wenn sein Bewohner stürzt: Durch Sensoren, die bei Druck im Teppich betätigt werden, setzt das System automatisch einen Notruf ab. Auch die Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – „Zuhause im Alter“ – ist der Meinung, dass dank Technik viele länger in den vertrauten vier Wänden bleiben können und nicht ins Heim umziehen müssen.

Weitere Informationen zum Thema „Länger zuhause leben“ gibt es auf dem Internetportal Wegweiser für das Wohnen im Alter vom BMFSFJ und der Initiative „Zuhause im Alter“.

pixabay.com © Pixaline (CC0 Creative Commons)




Jahresrückblick 2018 – Themen, Trends und Temperamente

Wie war 2018? Ein Jahresrückblick. Höchste Zeit, so kurz vor Silvester das Jahr Revue passieren zu lassen mit den besten Bildern und Beiträgen. Es war ein turbulentes Jahr, in dem einige Weichen neu gestellt wurden, es war ein politisches Jahr, das ins kommende Jahr ausstrahlt, es war heißes Jahr mit neuen Temperaturrekorden.

Das war 2018

Januar

3. Januar
Riester ist Murks und die betriebliche Altersvorsorge steckt voller Ungereimtheiten – das dämmert immer mehr, die selbstverantwortlich fürs Alter vorsorgen.  Die Versorgungslücke lässt sich so nicht füllen, weil die Kosten die Rendite auffressen. Mehr dazu …

25. Januar
Auch Männer kommen in die Wechseljahre. Jeder zehnte Mann ist davon betroffen. Was das heißt und wie entgegenwirken?
Mehr dazu …

26. Januar

28. Januar
Das Ringen um die Mütterrente hat begonnen. Sie ist Murks und Mogelpackung. Mütter fühlen sich ungerecht behandelt und begehren auf. Mehr dazu …

Februar

11. Februar
Der Koalitionsvertrag ist für Rentner und Krankenversicherte eine Mogelpackung und Etikettenschwindel. Das Ziel von Union und SPD, die Rente „für alle Generationen gerecht und zuverlässig“ zu gestalten, ist nichts anderes als Augenwischerei. Von Anerkennung der Lebensleistung oder Generationengerechtigkeit kann keine Rede sein. Und die Millionen von Direktversicherten wurden wieder von der CDU/CSU über den Tisch gezogen. Mehr dazu …

18. Februar
Wie gelingt ein original ungarisches Kesselgulasch am besten? Eigentlich ist das ganz einfach. Wobei es auf das „eigentlich“ ankommt. Beim Kesselgulasch kommt es auf den Kessel an und das Dreibein – und natürlich auf die Feuerstelle. Das Rezept ist vergleichsweise simpel. Ein bisschen Geduld sollte der Koch freilich mitbringen. Wie gesagt, Kesselgulasch ist Männersache. Mehr dazu …

20. Februar

27. Februar
Forderungen nach einem Kinderbonus bei der Rente werden laut? Die CSU will einen „Kinderbonus“ erstreiten. Es wird wieder über die Erziehungsleistung von Eltern gesprochen. Mehr dazu …

März

5. März
Das Kriegsende liegt 73 Jahre zurück, dennoch beschäftigt uns dieser kollektive Wahnsinn immer noch – uns Kriegsenkel. Der Krieg prägt uns Kriegsenkel, die wir zwischen 1950 und 1975 geboren wurden, ob wir es wollen oder nicht. Mehr dazu …

6. März

11. März
Zum 1. Januar 2018 ist das Betriebsrentenstärkungsgesetz in Kraft getreten. CDU/CSU und SPD haben leider die Chance vertan, die Betriebsrente zu reformieren. Das Betriebsrentenstärkungsgesetz ist eher ein Betriebsrentenschwächungsgesetz. Wer fürs Alter vorsorgen will, sollte das besser privat und eigenverantwortlich tun. Er sollte sich nicht auf die Politik verlassen – aus 13 gewichtigen Gründen.  Mehr dazu …

25. März
Am 14. Oktober 2018 wählen die Bayern ihren Landtag. Es wird Zeit, die CSU daran zu erinnern, was sie Millionen angetan hat, die eigenverantwortlich fürs Alter vorsorgen. Deswegen trafen sich Ende die Direktversicherungsgeschädigten zum 1. Münchner Stammtisch der Direktversicherungsgeschädigten. „Erst angelockt, dann abgezockt“ – damit muss Schluss sein. Das finden immer mehr, die per Entgeltumwandlung fürs Alter vorgesorgt haben und am Ende, wenn sie in Rente gehen knapp ein Fünftel an die Krankenversicherung abdrücken müssen. Mehr dazu …

April

11. April
Das Euro-System ist eine WG-Kasse, aus der sich einige ungeniert bedienen und die anderen blechen. Das ist die wichtigste Erkenntnis des einflussreichsten Volkswirtschaftlers Hans-Werner Sinn, der am 7. März 2018 runde 70 wurde und in dem Buch „Auf der Suche nach der Wahrheit“ seine Lebensgeschichte aufgeschrieben hat. Er zeigt, wie die EZB mit dem Euro Rentner schleichend enteignet – und viele andere auch. Mehr dazu …  

17. April
Ruhestand ist nicht mehr – die Generation 50plus ist heute fitter als früher. Sie will nicht einfach nur Enkel hüten und sich die Abende mit Kartenspielen vertreiben. Die Bestager treibt es hinaus. Sie wollen etwas erleben, reisen, sich weiterbilden und sich fit halten. Diesen Bedürfnissen kommt „Die 66“ nach – „Deutschlands größte 50plus Messe“ (O-Ton Messe München). Mehr dazu …

18. April
Schönheit kennt kein Alter, doch jugendlich frisches Aussehen ist der Inbegriff von Attraktivität. Verschiedene Alterserscheinungen treten im fortgeschrittenen Alter Zeit immer deutlicher hervor. Gerade Frauen fragen sich mit dem Einsetzen der Wechseljahre, wie sie den Veränderungen entgegenwirken können. Die besten Schönheitstipps für Frauen ab 50. Mehr dazu …

25. April
170, 160, 150, 140 Euro – darf’s noch etwas weniger sein? Von Jahr zu Jahr fallen die Versprechungen der Anbieter von Riester-Renten. Und dann wundern sich die Versicherer, dass keiner mehr Riestern will. Riestern lohnt sich nur noch für Minimal-Verdiener mit vielen Kindern. Alle anderen sollten davon besser die Finger lassen – und da hilft auch das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz nichts, das Anfang des Jahres in Kraft trat. Mehr dazu …

Mai

Wegen meiner Reise in den Westen der USA, von Salt Lake City nach San Francisco, ist es von Ende April bis Mitte Juni stillgeworden auf meinem Blog. Deswegen hier einige Bilder aus Utah, Idaho, Wyoming, Nevada, Arizona und Kalifornien.

Von Salt Lake City nach San Francisco


Juni

14. Juni
Zum 1. Juli 2018 bekommen die rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner mehr Rente. Um wie viel die Rente steigt? Im Westen um 3,22 Prozent, im Osten um 3,37 Prozent. Die Infos über Rentenerhöhung sind bereits versandt oder werden in den kommenden Tagen versandt. Mehr dazu ...

20. Juni
Allen ist klar, die gesetzliche Rente muss reformiert werden, wenn sie auf Dauer funktionieren soll. Die von der Regierung eingesetzte Rentenkommission soll’s richten. Dumm nur, dass die jüngere Generation in dieser Rentenkommission komplett fehlt. Was ist von einer solchen Rentenkommission zu erwarten? Mehr dazu …

23. Juni
Am 18. Juni 2017 endete „meine“ Tour de France in Bordeaux. Schon damals hatte ich mir geschworen, die Tour wieder dort fortzusetzen, wo ich sie 2017 beendet hatte. Jetzt war es so weit. Am 29. Juni machte ich mich auf den Weg nach Bordeaux. Lest selbst, was ich in den Folgewochen alles erlebt habe. Mehr dazu …

30. Juni
Tag 33 meiner Tour de France – „Accès Vendée/Routes Barrées – le Samedi 7 Juillet de 9h à 16h“, heißt es auf dem Schild am Straßenrand bei Bourg-Chapon nördlich von La Rochelle. Hier kommt also die Tour de France durch wie schon mal 1955. Wie ich der Tour hautnah gekommen bin. Wow, schon 33 Tage en Route. Mehr dazu …

Juli

15. Juli
Tag 48 meiner Tour de France – „Bravo les Bleus“ titelt sogar Google. Frankreich ist Fußball-Weltmeister – verdient, oder? Die Franzosen feiern den Weltmeister gebührend mit Auto-Corso, tanzen und singen. Die Franzosen haben die Kroaten mit 4:2 geschlagen und sind damit Fußball-Weltmeister. Was hat das mit meiner Tour de France zu tun? Na, ich bin in Sainte-Ménehould – 44 Kilometer von Verdun entfernt und erlebe die Siegesfeier hautnah mit. Mehr dazu …

19. Juli
Tag 52 meiner Tour de France – und das Ende. Dieses Mal endet sie ganz geplant in Straßburg. Von Bordeaux bis Straßburg sind es 1634 Kilometer, 12 255 Meter Steigung, 69 329 verbrauchte Kalorien. Übrigens, insgesamt habe ich in den 52 Tagen auf meiner Tour de France 3494 Kilometer zurückgelegt. Mehr dazu …

22. Juli
Der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) reformiert seine Tarife. Leider geht die MVV-Tarifreform zu Lasten der Rentner, besonders die aus dem Umland. Wer als Senior öffentlich fährt, wird bestraft. Gelten soll das ab 9. Juni 2019. Die Isarcard 65 für das Gesamtnetz (M+6) als Monatskarte wird dann mit 89,40 Euro sage-und-schreibe 29,4 Prozent mehr kosten als die bisherige vergleichbare Isarcard mit 69,10 Euro. Mehr dazu …

30. Juli

31. Juli
In punkto Radfreundlichkeit hinkt Deutschland hinterher – Holland, Dänemark und selbst Frankreich sind weiter. Deutschland muss Radland werden, nur so können wir dem Klimawandel entgegenwirken. Jetzt ist die Zeit zum Handeln. Mehr dazu …

August

2. August
Warum Altersarmut weiblich ist – weil vor allem Frauen Kinder großziehen, Lücken in ihrer Erwerbsbiografie haben und in schlecht bezahlten Berufen arbeiten. In München kommen dazu noch hohe Lebenshaltungskosten, was ihre Lage verschlimmert. Deswegen hat sich das „Münchner Bündnis gegen Frauenaltersarmut“ zusammengetan. „In München gibt es 60 000 arme Frauen“, weiß Wilhelm Kling, Vorsitzender des Seniorenausschusses München. Vermutlich sind es noch wesentlich mehr, denn viele arme Frauen schämen sich, zum Amt zu gehen. Sie empfinden es entwürdigend, um Hilfe zu betteln, die doch ihr gutes Recht ist. Mehr dazu …

9. August
Die Landtagswahl in Bayern wirft ihre Schatten voraus. Am Sonntag, den 14. Oktober 2018 wählen die Bayern ihren Landtag mit 180 Abgeordneten. Was dürfen Bayerns Rentner von den Parteien erwarten? Was darf der erwarten, der fürs Alter vorsorgt? Ein Vergleich der Wahlprogramme bringt Licht ins Dunkel. Mehr dazu …

16. August
Der alte Mann, das unbekannte Wesen – ist das so? Was wissen wir über alte Männer? Wenig. Wie bewältigen Männer das Alter? Warum sterben Männer früher als Frauen? Eine Gebrauchsanweisung ist überfällig. Mehr dazu …

20. August
Die Tabellenergebnisse der Bundesliga können viele aus dem Effeff herunterbeten, wenn sie aber nach dem Rentenniveau gefragt werden, versagen viele komplett, sprich, sie haben keine Ahnung von Rente. Dabei geht es doch um ihr Auskommen im Alter.
Mehr dazu …

28. August
Dieses Jahr ist durch den heißen Sommer alles früher dran – auch die Zwetschgen. Also beginnt jetzt die Datschi-Saison. Wie gelingt ein original Augsburger Zwetschgendatschi am besten? Zwetschgen sind keine Pflaumen und ein Zwetschgendatschi kein Pflaumenkuchen, soviel vorweg. Der süß-säuerliche Geschmack eines Zwetschgendatschi ist was ganz Besonderes – und die Krönung von Spätsommer und Frühherbst. Mehr dazu …

29. August

September

5. September

8. September
Wie gut haben es Rentner? Der Vermögensverwalter Natixis bewertet jedes Jahr die Bedingungen für Ruheständler in 43 Ländern. Deutschland ist im Renten-Ranking vom 7. auf den 13. Platz zurückgefallen. Mehr dazu …

11. September
Rente soll für Beamte kein Tabu mehr sein – Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will auch Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einbeziehen. Das deutete er bei der Auftaktveranstaltung „Zukunftsdialog“ an. Das heißt, Heil kann sich eine Erwerbstätigenversicherung vorstellen, wie es sie in Österreich schon längst gibt. Auch in der Schweiz zahlen alle ein, sprich Angestellte, Selbstständige und Beamte.  Mit gesetzlicher und betrieblicher Rente kommen die Schweizer auf ein Sicherungsniveau von 60 Prozent. Davon können deutsche Rentner nur träumen. Mehr dazu …

27. September
„Wer Rentner quält, wird nicht gewählt“ – das war der Schlachtruf von weit mehr als 200 Direktversicherungsgeschädigten auf dem Münchner Marienplatz am 27. September 2018 auf der Demo gegen Abzocke. Die von Politik und Krankenkassen Abgezockten wollen das Unrecht der Doppelverbeitragung nicht länger hinnehmen und gehen auf die Straße. Mehr dazu …

Erfolgreiche Demo gegen Abzocke durch Krankenkassen

Erfolgreiche Demo gegen Abzocke durch Krankenkassen

Oktober

1. Oktober
Mittlerweile lebt jeder 14ste Rentner im Ausland. Ihre Zahl steigt – von 2000 bis 2017 von 1,1 auf 1,5 Millionen. Die meisten Renten werden nach Italien überwiesen, gefolgt von Spanien und Österreich. Mehr dazu …

8. Oktober
Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts – sie ist das wichtigste Gut. Und dafür lässt sich etwas tun. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung und regelmäßig altersgerechter Sport. Aber, dazu gehören auch Konsequenz und Ausdauer, gepaart mit etwas Spaß. Mehr dazu …

9. Oktober
Riester-Rentner zahlen keine Krankenversicherungsbeiträge, Betriebsrentner aber schon – und zwar doppelt. Diesen Irrsinn von Politik und Krankenkassen versteht kein vernünftiger Mensch. Den Krankenkassen dämmert, wie wütend viele Betriebsrentner sind und lenken ein. Ob das die Union auch begreift, deren Politiker im Gesundheitsausschuss sitzen? Ob sie die Verbeitragung fallen lassen?
Mehr dazu …

15. Oktober

31. Oktober
Wer ist wann wie alt? 60 ist das neue 40 und 70 das neue 50. Wir fühlen uns jünger als wir altersmäßig sind. Wir 60plus-Generation werden anders alt. Warum grau das neue Pink ist – die Antwort darauf liefert eine Ausstellung im Frankfurter Museum der Weltkulturen. Mehr dazu …

November

3. November
Das Rentenpaket soll ganz schnell im Bundestag durchgepeitscht werden. Kapiert haben es die wenigsten Abgeordneten, aber sie werden wegen des Fraktionszwangs brav zustimmen. Die Rentenformel wird damit reine Willkür – Beitrags- und Steuerzahler werden zur Kasse gebeten. Mehr dazu …

4. November
Das Rentenpaket bringt auch etwas für die Mütter. Ab 2019 bekommen Mütter – und Väter –, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, dank Mütterrente II mehr Geld. Allerdings gibt’s nur einen halben Rentenpunkt. Mehr dazu …

12. November
Bislang weigert sich die Union, das Unrecht der Doppelverbeitragung abzuschaffen. Es scheint sich jedoch innerhalb der Partei ein Sinneswandel zu vollziehen, denn Bundesgesundheitsmininster Jens Spahn will die abgezockten Betriebsrenter zumindest entlasten. Kippt die Doppelverbeitragung? Mehr dazu …

13. November
Wie mehrere Medien berichten, dürfte die Rentenerhöhung 2019 ordentlich ausfallen. Die Rede ist von 3,18 Prozent im Westen und 3,91 Prozent im Osten.  Der Rentenschätzerkreis kommt „onvista“ zufolge bei seinen Berechnungen auf eine Rentenerhöhung zum 1. Juli 2019 auf 3,18 Prozent im Westen und auf 3,91 Prozent im Osten. Mehr dazu …

15. November
Zahlen Eltern zu viel in die Rente ein? Ja! Und Kinderlosen zahlen zu wenig. Gesundheitsminister Jens Spahn hat das erkannt – und der Aufschrei ist groß. Die eine Möglichkeit wäre, die Rentenbeiträge der Eltern zu senken oder die der Kinderlosen zu erhöhen. Nur einmal angenommen, die heutige Generation bliebe kinderlos – wer sollten dann ihre Renten bezahlen? Es gäbe niemand, weil die gesetzliche Rente im Umlageverfahren funktioniert. Die Frage bleibt hypothetisch, weil es immer noch Paare gibt, die Kinder – damit künftige Beitragszahler großziehen – und somit das Umlageverfahren sichern. Dafür werden sie aber nicht belohnt, sondern bestraft. Sie schultern gleich zwei Lasten. Mehr dazu … 

16. November
Ab Januar 2019 bekommen Neu-Erwerbsminderungsrentner mehr Geld, denn die  sogenannten Zurechnungszeit steigt ab dem 1. Januar 2019 auf einen Schlag um drei Jahre und fünf Monate. Bestands-Erwerbsminderungsrentner bleiben außen vor. Openpetition will gleiche Erwerbsminderungsrente für alle. Die Große Koalition, kurz Groko, ist stolz darauf, dass sie die Erwerbsminderungsrente verbessert, dumm nur, dass Schwarz-Rot die bisherigen Erwerbsminderungsrentner vergessen hat. Mehr dazu …

17. November
SPD und Grüne sind sich in punkto Abschaffung von Hartz IV einig. Sie wollen ein Bürgergeld oder eine Art Bafög für alle, weil sie glauben, dass sie damit den sozialen Zusammenhalt fördern. Umgekehrt wird ein Schuh draus – bei einem hohen Gemeinsinn darf der Staat großzügiger sein. Zurzeit werden die Fliehkräfte aber eher größer als kleiner. Mehr dazu …

20. November
Durch die jüngste Rentenerhöhung liegen die Renten von annähernd fünf Millionen Rentner über dem Grundfreibetrag, entsprechend müssen sie Steuern zahlen. 2019 werden es weitere 48 000 sein, die erstmals steuerpflichtig werden. Mehr dazu …

26. November

Dezember

6. Dezember

17. Dezember
Die Deutschen sparen sich arm – richtig gehört. Die Inflation ist weit höher als die Zinsen. Unterm Strich steht somit ein Minus, das heißt, wer spart wird ärmer. Wer’s nicht glaubt, muss nur Zinsen und Inflation vergleichen. Das Realvermögen schrumpft schon seit Jahren. Ruhestandsplanung wird zum Minus-Geschäft. Mehr dazu …

18. Dezember
Riester ist eine Totgeburt – wer’s nicht glaubt, muss sich nur die Zahlen anschauen. Trotz Erhöhung der Zulage und die Befreiung der Sozialversicherungspflicht schrumpft die Zahl der Verträge. Aber viele haben das Gefühl, Riester ist zu kompliziert und bringt zu wenig. Deswegen läuft Riester aus dem Ruder. Mehr dazu …

19. Dezember
Heute drei, morgen Dutzende – Pensionskassen kommen wegen der Nullzinspolitik von EZB-Chef Mario Draghi in die Bredouille. Leidtragende sind deutsche Betriebsrentner, deren Altersvorsorge gefährdet ist. Mehr dazu …

 

Tote des Jahres

Mal ganz abgesehen von Rente, staatliche Abzocke, Niedrigzins und Gebühren sind 2018 einige Ikonen, Künstler, Politiker, Denker und Schauspieler unserer Jugend gegangen.

Januar

Im Januar sterben gleich zwei Franzosen, die unsere Jugendzeit begleitet haben – am 7. Januar ist es France Gall („Poupée de cire, poupée de son“) und am 20. Januar der Cuisine-Gott Paul Bocuse. Was wäre unsere Jugend ohne Ikea gewesen und dem Regal „Billy“?  Ikea-Begründer Ingvar Kamprad stirbt am 27. Januar.

Februar

am 2. Februar stirbt der deutsche Schauspieler Rolf Zacher
am 8. Februar geht die deutsche Schauspielerin Marie Gruber („Go Trabi Go“)
am 21. Februar verlässt Ulrich Pleitgen die Bühne („Immer Ärger mit Opa Charly“)

März

am 11. März stirbt Kardinal Karl Lehmann, der frühere Bischof von Mainz
am 11. März verlässt Siegfried Rauch das „Traumschiff“ für immer
am 14. März endet das Leben des Mathematikers Stephan Hawking
am 22. März verklingt der Song der Jazz-Ikone Morgana King

April

Am 2. April verklingt die Stimme von Winnie Mandela
am 17. April stirbt die ehemalige First Lady Amerikas, Barbara Bush

Mai

am 4. Mai legt Abi Ofarim endgültig die Gitarre zur Seite
am 17. Mai stirbt Jürgen Marcus („Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“)

Juni

am 27. Juni stirbt Joe Jackson, Vater von Michael Jackson

Juli

am 9. Juli steigt Hans Günter Winkler das letzte Mal vom Pferd
am 13. Juli stirbt Christine Nöstlinger („Maikäfer flieg“)

August

am 16. August geht die „Queen of Soul“ Aretha Franklin
am 18. August tritt der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan für immer ab
am 23. August ist für Dieter Thomas Heck die Show zu Ende

September

Am 6. September stirbt US-Schauspieler Burt Reynolds
am 9. September stirbt Daniel Küblböck („Deutschand sucht den Superstar“)

Oktober

am 1. Oktober endet das Lied von Charles Aznavour
am 6. Oktober stirbt die Opernsängerin Montserrat Caballé

November

am 14. November verlässt Schauspieler Rolf Hoppe die Bühne
am 26. November stirbt Bernardo Bertolucci („Der letzte Tango“)
am 30. November stirbt George H. W. Bush

Dezember

am 13. Dezember stirbt Jazz-Größe Nancy Wilson




Früher war alles schlechter – uns geht’s heute besser

Die mediale Allgegenwärtigkeit hat uns ein bisschen die Optik verzerrt. Natürlich gibt es Altersarmut und Unrecht, aber ganz so schlimm ist es vielleicht doch nicht. Das will Guido Mingels mit seinem Buch „Früher war alles schlechter“ beweisen – zum mittlerweile zweiten Mal.

Mal ehrlich, wer schon jemals versucht hat, in den 80ern eine Opernkarte in München zu kaufen, weiß, was das für eine Tortur war. Wer nicht früh genug da war, ging leer aus – und stand da vielleicht schon stundenlang an. Mit Zeitung, Wurstbrot und Thermoskanne versorgt sowie einem Klappstühlchen saßen Operfans in der Schlange vor dem Schalter und warteten, bis die Klappe geöffnet wurde. Mittlerweile ist es etwas einfacher, aber nur etwas. Zum Glück gibt’s ja nicht nur die Live-Oper, sondern Kino-Versionen aus der Met und der Scala. Oper war damals nur jene, die viel Geld oder viel Zeit mitbrachten. Das hat sich geändert.

Wer von kultureller Verarmung spricht, sollte sich einmal die Statistik anschauen: „In der Spielzeit 1991/92 gab es 3387 Inszenierungen an öffentlich getragenen Theatern in Deutschland, 2014/15 waren es 5381“. Na, geht’s uns da heute nicht besser als früher? Das war nur ein Beispiel, Guido Mingels hat sage-und-schreibe 63 davon in seinem Buch „Früher war alles schlechter 2“ zusammengestellt.

Früher war alles schlechter

Trotz Kriegen, Krankheiten und Katastrophen geht es uns heute besser als früher. Vielleicht nicht in allem, aber in vielem. Von Weltuntergang zu reden, ist ziemlich daneben. Das heißt natürlich nicht, dass wir uns entspannt zurücklehnen können, aber ganz so übel wie viele meinen, ist die Gegenwart dann doch nicht, auch wenn uns Aktivisten das gerne weißmachen wollen. Ein anderes Beispiel ist die Genitalverstümmelung: „1985 waren in rund 30 Ländern, in denen die weibliche Genitalverstümmelung verbreitete Praxis ist, noch 51 Prozent der 15- bis 19-jährigen Mädchen betroffen, 2015 sind es 37 Prozent“. Um nicht missverstanden zu werden, das sind 37 Prozent zu viel, aber die Aufklärungsarbeit der Kenianerin Nice Leng’ete, Rugiatu Turay und Ann-Marie Caulker aus Sierra Leone hat offensichtlich dazu beigetragen, diesen Irrsinn einzudämmen.

60-Jährige laufen Marathon

Auch beim Ruhestand hat sich im Vergleich zu früher einiges verbessert. Wir sind, seien wir uns ehrlich, heute gesünder als früher – und sportlicher. Wir alten Knacker fahren eine Tour de France und wir nehmen am Berlin Marathon teil. „60 ist tatsächlich das neue 40, selbst die Zahl betagter deutscher Marathonläufer steigt“, schreibt Mingels. Bei den Männern habe sich der Anteil der über 60-jährigen Teilnehmer von 37 pro 1000 im Jahr 2003 auf heute 61 pro 1000 erhöht. Was die Bestzeiten betrifft, so leisten über 60-Jährige heute Fantastisches. „Die Bestzeit eines Deutschen in der Klasse über 60 im vergangenen Jahr (2017) beim Berlin Marathon: 2:59:31“, begeistert sich Mingels. Damit hätte derjenige sogar vor 50 Jahren manchen Olympioniken übertroffen.

4,7 Kinder statt 6,6 pro Frau

Besser ist allerdings manchmal immer noch nicht gut, wie Seite 62 belegt, auf der es um die „afrikanischen Geburtenraten“ geht. Einige arme Länder weisen Mingels Statistik zufolge immer noch Geburtenraten auf, „sie sie in Europa zuletzt im 19. Jahrhundert vorkamen“. Aber der Fortschritt ist eben manchmal eine Schnecke.

Früher war alles schlechter – uns geht’s heute besser

Früher war alles schlechter 2

Das Buch ist ein Augenöffner, was beispielsweise die „Morde an Kindern“ zeigt. „In der gesamten Geschichte der Menschheit war niemals jemand sicherer als ein siebenjähriges Kind in der heutigen westlichen Welt“, zitiert Mingels den englischen Risikoforscher David Spiegelhalter. Wir glauben, in Gewalt zu versinken, dabei ist das Gegenteil der Fall, so schrecklich jedes Einzelschicksal ist. Aber 1995 wurden 48 Kinder unter 14 Jahren ermordet, 2015 waren es 16.

Für Journalisten braucht es immer einen Aufhänger, weil Geschichten besser ankommen, wenn sie personalisiert sind. Das kann aber leicht die Wahrnehmung verzerren und den Eindruck vermitteln, die Welt sei grundböse. Mingels hat da ganz recht, wenn er kritisiert, dass Medien oft aus Sensationslust ein eindimensionales Bild zeichnen. Es fehlt die Einordnung. „Wir suchen das Haar in der Suppe und übersehen dabei die Suppe selbst“ – womit er nicht Unrecht hat. Journalisten, mich eingenommen, erzeugen dadurch ein Zerrbild der Wirklichkeit, die vielfältiger ist, als wir wahrhaben wollen und teils bewusst dagegen anschreiben.

„Früher war alles schlechter“ ist kein Schmöker, sondern eher ein Augenöffner und Entzerrer, den immer wieder in die Hand zu nehmen lohnt.

„Früher war alles schlechter 2“ von Guido Mingels.
erschienen 2018 bei DVA, München.
144 Seiten, Preis: 15,00 Euro
ISBN 978-3-421-04834-9
– ein  SPIEGEL-Buch –

Alle Buch-Rezensionen finden sich hier … 




Die richtige Kleidung für gesunde Haut

Etwa jeder zehnte Deutsche leidet unter empfindlicher Haut. Besonders Ältere sind davon betroffen, denn ihre Haut erneuert sich langsamer und sie reagiert empfindlicher auf Umweltreize. Entsprechend ist eine altersgerechte Feuchtigkeitspflege wichtig. Was viele nicht wissen, auch die Kleidung kann die Gesundheit der Haut beeinflussen – grobe Nähte, krankmachende Inhaltsstoffe in Farben oder raue Materialien können zu Reizungen, Jucken und sogar Entzündungen führen. Worauf bei der Kleiderwahl achten?

Allergene, Farbstoffe – ihre Wirkung auf die Haut

Modische Bluejeans, bunte Schuhe oder spitzenbesetzte Büstenhalter – auch im Alter möchten wir uns schick kleiden. Doch nicht immer sorgt die Kleidung für einen schönen Auftritt, wenn die Haut nach ein paar Stunden oder auch Tagen mit Rötungen oder Ausschlag reagiert. Denn leider befinden sich in den Textilien oft bedenkliche Chemikalien. Zwar sind schwer krankheitserregende Stoffe wie DMF (Dimethylformamid) mittlerweile in der EU verboten. Doch der Großteil der belasteten Kleidungsstücke kommt aus Asien. Dort sind Chemikalien wie Azo-Farben, Cadmium oder auch Formaldehyd frei erhältlich und werden bei der Textilproduktion trotz deutlichem Rückgang noch immer verwendet. Welche Wirkungen solche chemischen Stoffe auf den Menschen haben, ist bis heute nur zum Teil erforscht. Nachgewiesen ist aber, dass die Schadstoffe die Haut reizen und Kontaktallergien auslösen können. Inwieweit die Giftstoffe auch schwerwiegende Erkrankungen wie Nervenschäden oder Krebsleiden verursachen können, ist bis dato unklar.

Kleiderauswahl mit Bedacht

Immer der Nase nach – wer beim Kleiderkauf unangenehme Gerüche wahrnimmt, sollte besser die Finger von dem Kleidungsstück lassen. Denn riecht das auserwählte Shirt etwa nach Plastik oder beißend nach Chemie, ist es vermutlich mit Textilhilfsmitteln behandelt worden. Ebenso vorsichtig sollten wir sein, wenn das gewünschte Kleidungsstück ausschließlich separat gewaschen werden soll. Oftmals liegt das an leicht löslichen Farbpartikeln, die sich beim Schwitzen auch auf der Haut ablösen können.

Kleidung besser aus Naturfasern

Wer trockene Haut hat, sollte Kleidungsstücke aus weichen Naturfasern tragen, denn diese reizen die Haut nicht. Das können Materialien wie Biobaumwolle, Seide, Leinen oder Kaschmir sein. Bei Kleidungsstücken, die direkt auf der Haut aufliegen, ist es ratsam, zu hellen Farben zu greifen, da sich in helleren Teilen in der Regel weniger Farbreste verstecken als bei dunkel gefärbter Kleidung. Diese Regel gilt sowohl für Unterwäsche als auch für Stoffhosen oder Oberhemden. Wer hierbei auf der sicheren Seite sein möchte, greift am besten zu Kleidungsstücken mit Siegeln wie „Öko-Tex 100“ oder „Global Organic Textile Standard“ – sie garantieren eine schadstoffarme Herstellung.

Bei Jacken kommt es vor allem auf die Atmungsaktivität an. Denn staut sich die Wärme, kann unsere Haut ebenso mit Rötungen und Juckreiz reagieren. Entsprechend sollten besonders wir Senioren zu Jacken aus klimaregulierenden Materialien greifen, wie sie beispielsweise im Herrensortiment von Walbusch zu finden sind.

Zu guter Letzt hilft bei sensibler Haut vor allem eins: Waschen. Je häufiger ein Kleidungsstück gewaschen wird, desto geringer sind die Spuren chemischer Bestandteile. So schonen wir unsere empfindliche Seniorenhaut und verhelfen ihr langfristig zu einem gesunden Hautbild.

Bildrechte: Flickr Happy couple Pedro Ribeiro Simões CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten




Auch im Alter jung bleiben – wie das funktioniert

Was mit der neugewonnenen Freiheit anfangen? Diese Frage stellen sich viele Senioren im Ruhestand. Es lohnt sich etwas Neues anzufangen, um im Alter jung zu bleiben. Nichtstun ist keine Alternative.

Aller Anfang ist schwer, zugegeben. Aber, wer nicht anfängt, hat schon aufgehört, den Alterungsprozess auszubremsen. „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an, mit 66 Jahren, da hat man Spaß daran …“ – in dem Lied von Udo Jürgens schimmert die Lust durch, die späte Freiheit zu nutzen, die sich uns „Ruheständler“ bietet. Allerdings, wer mit 66 Jahren erst in Schuss kommt, für den ist dann auch schon bald Schluss. Denn, wer alt werden will, muss früh anfangen.

Dem Leben eine Richtung geben

Einige Antworten auf die Frage, wie dem Leben eine neue Richtung geben – und die braucht es, denn die Rente ist der dritte Lebensabschnitt und der braucht eine Neuausrichtung. Wie die für den Einzelnen aussieht, muss jeder selbst entscheiden. Wer sich allerdings nicht entscheidet, entscheidet sich dafür, dass andere über ihn entscheiden – spätestens, wenn er im Seniorenheim landet.

Natürlich empfindet jeder das Älterwerden anders – wir alle müssen Einbußen akzeptieren. Wir sind nicht mehr so gelenkig, nicht mehr so flexibel, hören schlechter, sehen schlechter und sind nicht mehr so ausdauernd. Leider nimmt im Alter auch die Häufigkeit von Demenz zu. In Deutschland wird die Zahl der Menschen mit Demenzerkrankung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zufolge auf derzeit 1,7 Millionen geschätzt. Gesunde Lebensweise mit viel Bewegung, geistiger Forderung und befriedigenden sozialen Kontakten kann das Risiko zu erkranken, senken.

Nützliche Anti-Aging-Tipps

Also, regelmäßig bewegen, bewusst ernähren, begeistert lernen, vergnügt genießen und gelegentlich spielen – das sind nur einige Tipps, auch im Alter jung zu bleiben.

Panayiotis Mallis, Vice Chairman der Cyprus Adult Education Association (CAEA) glaubt, zehn Denk- und Verhaltensweisen gefunden zu haben, die einem helfen, mental und körperlich möglichst lang fit zu bleiben. Mallis weiß, wovon er redet: Er ist 83 Jahre alt.

Im Alter jung bleiben

1. „Strong appetite“ gehört für ihn dazu – und damit meint Mallis, sich gesund zu ernähren, seinem Magen nicht zu viel zuzumuten. Gerade gemäßigtes Hungern hilft anscheinend, das Altern zu verlangsamen. Nicht von ungefähr werden Bewohner der japanischen Insel Okinawa älter als die meisten anderen. Sie haben sich eine spezielle Regel auferlegt, das so genannte Hara hachi Bu“: „Der Magen soll bestenfalls zu 80 Prozent gefüllt werden – ein sublimes Hungergefühl gehört also auf Okinawa zur Esstradition“. Das Übergewicht raubt uns unsere Lebenszeit. Außerdem behauptet die Statistik, dass die ältesten Menschen der Erde ein niedriges Gewicht haben oder normalgewichtig sind.

2. Regelmäßiges Bewegen ist wohl einer wichtigsten Anti-Aging-Tipps. Tägliche Bewegung und körperliche Aktivität, wie Staubsaugen, Fenster putzen, Treppe steigen statt Aufzug zu nehmen und zu Fuß zum Einkaufen gehen statt mit dem Auto zu fahren, fördern unsere Gesundheit, trainieren unser Herz-Kreislaufsystem und aktivieren sogar unser Gehirn. Ganz abgesehen davon, dass gemeinsames Bewegen unseren Alltag auflockert und die sozialen Kontakte fördert.

3. „Always humour“ ist auch einer von Mallis‘ Tipps. Sich nicht allzu ernst zu nehmen, mal spielerisch herangehen und Fünfe gerade sein lassen. Spielen ist übrigens eine gute Übung, etwas mit Humor zu sehen, denn zum Spielen gehört auch das Verlieren. Spielen fordert unseren Geist, macht Spaß und fördert soziale Kontakte. Vielleicht war im Berufsleben nie die Zeit dafür, sich einmal mit den Kindern hinzusetzen und Halma oder Siedler von Catan zu spielen. Jetzt wäre die Zeit, sich mit den Enkeln zusammenzusetzen. Spielen hält uns geistig beweglich und schafft einen Ausgleich zum stressigen Alltag. Senioren von heute haben darüber hinaus dank Internet ganz andere Möglichkeiten als früher. Online finden sich leichter Mitspieler – und Spiele. Die Palette reicht von traditionellen Karten- und Brettspielen bis zum Eisenbahn-Simulator. Wer Poker, Bakkarat, Blackjack oder Roulette spielen will, geht in Casinos wie codeta. Dabei muss es eben nicht immer um Geld gehen. Spaß ist trotzdem garantiert.




Generation 65plus ist längst internetaffin

Jeder zweite über 65 ist ein Silversurfer, das heißt, die Zahl der Online-Senioren steigt. Die Alten haben das Internet schon längst für sich entdeckt und sie wissen es auch effektiv zu nutzen, sprich die Generation 65plus ist längst internetaffin.

Mindestens 50 Prozent der 65plus-Generation nutzt dem Statistischen Bundesamt (Destatis) zufolge das Internet – das sind deutlich mehr als vor 2012 (32 Prozent). Seit 2007 (19 Prozent) hat sich die Zahl der Silversurfer sogar mehr als verdoppelt. Viele haben ja schon in ihrem Berufsleben vieles per Internet erledigt, entsprechend niedrig sind auch die Berührungsängste. Das heißt, der prozentuale Anteil  der Silversurfer wird mit Sicherheit weiter steigen. 

Generation 65plus ist internetaffin

Wie nutzt die 65plus-Generation das Internet? 91 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer im Rentenalter senden und empfangen E-Mails – ähnlich häufig wie jüngere Internetsurfer. Bei Facebook & Co. halten sich die Silversurfer zurück: Nur 21 Prozent waren in sozialen Netzwerken aktiv. Silversurfer kaufen im Internet gern ein (86 Prozent) und informieren sich über Reisen oder buchen ihre Reise sogar per Internet (64 Prozent).

Senioren bleiben aktiv im Alter

Die Generation 65plus spielt dem Präsident des Statistischen Bundesamtes Georg Thiel zufolge eine immer bedeutendere Rolle, weswegen sie Statistiker das Schwerpunktthema „Aktiv im Alter“ kompakt zusammengefasst haben. Die Gesellschaft muss ihr Bild vom Alter wohl revidieren – bezogen auf die „demografischen Grunddaten als auch die Daten zu ihrer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“, so Thiel. Es gelte, das Alter als Chance zu sehen und die Fähigkeiten dieser Generation weiter zu nutzen und zu fördern.

Zwischen 1990 und 2017 hat sich die Zahl der Menschen ab 65 laut Destatis Jahren bundesweit um rund 5,8 Millionen auf 17,7 Millionen erhöht. Aktuell sei damit jede fünfte Person hierzulande im Seniorenalter (21 Prozent). Der Blick in die Zukunft zeige, dass die Bevölkerung künftig noch wesentlich stärker als heute von älteren Menschen geprägt sein werde. Die Statistiker haben in ihrer aktualisierten Fassung der 13. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung den Trend verlängert und errechnet, dass der Anteil der Generation 65plus im Jahr 2030 bei 26 Prozent und im Jahr 2060 bei 31 Prozent liegen wird. Wie gesagt, das sind Prognosen.

Länger Arbeiten im Trend

Ein Trend ist ebenfalls deutlich zu beobachten: Ältere Menschen sind laut Destatis immer häufiger erwerbstätig – entweder, weil sie müssen oder wollen. 2017 hat jeder sechste (16,1 Prozent) 65- bis 69-Jährige gearbeitet, 2007 war es lediglich jeder 14te (7,1 Prozent).

Ein Blick in die 67. Ausgabe des Statistischen Jahrbuchs lohnt sich also.  Alle Zahlen sind online verfügbar. Neben der kostenfreien Online-Version steht eine Print-Publikation zur Verfügung, die im Buchhandel erworben oder direkt über unser Bestellformular bestellt werden kann (Bestellnummer: 1010110-18700-1, ISBN: 978-3-8246-1074-7, 71 Euro). Mehr Daten gibt es auch auf der Webseite www.destatis.de. Wer sich vor allem für Infos rund um die Generation 65 plus interessiert, wird auf der Themenseite zum demografischen Wandel fündig.




Verbeitragung von Betriebsrenten könnte teilweise fallen

Riester-Rentner zahlen keine Krankenversicherungsbeiträge, Betriebsrentner aber schon – und zwar doppelt. Diesen Irrsinn von Politik und Krankenkassen versteht kein vernünftiger Mensch. Den Krankenkassen dämmert, wie wütend viele Betriebsrentner sind und lenken ein. Ob das die Union auch begreift, deren Politiker im Gesundheitsausschuss sitzen? Ob sie die Verbeitragung fallen lassen?

Betriebsrentner ist nicht gleich Betriebsrentner. Betriebliche Riester-Rentner zahlen seit Anfang des Jahres, als das Betriebsrentenstärkungsgesetz in Kraft trat, keine Krankenkassenbeiträge mehr. Wer eine Direktversicherung hat, die von Rot-Grün-Schwarz 2003 zwangsweise zur Betriebsrente gemacht wurde, zahlt gleich doppelt Krankenkassenbeiträge, nämlich den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeitrag plus Zusatzbeitrag plus Pflegebeitrag. Das macht summa-summarum 18,5 Prozent oder mehr. Für jeden einigermaßen rational denkenden Menschen ist klar, dass die Regelung Humbug ist. Alldieweil dieses Gesetz von damals, das als Wortmonster Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) daherkommt, auch noch rückwirkend eingeführt wurde – unter Negierung des juristischen Grundsatzes „Pacta sunt servanda“ oder „Verträge sind einzuhalten“. Ulla Schmidt (SPD) und Horst Seehofer haben den Vertrauensschutz mit Füßen getreten. „Wird ja wohl keiner merken“, dachten sich die beiden wohl in der „schönsten Nacht ihres Lebens“, wie sie selbst sagten.

Verbeitragung ist Vertrauensbruch

Seit dem müssen Direktversicherten jeden Monat blechen – und das 120 Monate lang. Hunderte Direktversicherungsgeschädigte haben sich durch alles Instanzen geklagt mit niederschmetterndem Erfolg. Die Richter haben sie jedes Mal auflaufen lassen. Den Richtern war der Grundsatz „pacta sunt servanda“ schlichtweg egal. Das Rückwirkungsverbot gelte beim Sozialrecht nicht, so ihr Argument.

Jedes Mal standen sich Krankenversicherte und Krankenversicherungen vor dem Kadi gegenüber. Die genervten Richter haben zuletzt sogar Mutwillgebühren angedroht, wenn die Betrogenen ihre Klagen nicht fallen lassen. So langsam wird’s sogar den Krankenversicherern zu viel. Sie zumindest wollen einlenken. Dabei gehen sie den Umweg über das Versichertenentlastungsgesetz – wieder so ein Wortmonster, das gerade beraten wird. Die Krankenversicherungen schlagen vor, den Beitragssatz zu halbieren und auf den Arbeitnehmeranteil zu beschränken. Das soll auch für den Zusatzbeitrag gelten. Hier die Begründung des Krankenkassen-Spitzenverbandes (GKV): „Über die gegenwärtig in den Parteien und im Parlament diskutierte Frage der künftigen Bemessung der Beiträge für die Empfänger von Versorgungsbezügen hat auch der Verwaltungsrat des GKV-Spitzenverbandes intensiv beraten. In seiner Sitzung am 30. August 2018 hat er sich in einem mehrheitlich gefassten Beschluss dahingehend positioniert, dass der GKV-Spitzenverband die Anwendung des halben allgemeinen Beitragssatzes für pflicht- und freiwillig versicherte Empfänger von Versorgungsbezügen befürwortet. Dies solle ab 2019 auch für die kassenindividuellen Zusatzbeiträge gelten. Eine entsprechende Neuregelung der Beitragsbemessung sowie eine notwendig werdende Regelung zur Kompensation der entgangenen Beiträge könnte der Gesetzgeber mit dem GKV-Versichertenentlastungsgesetz – GKV-VEG umsetzen.“

Spahn steht auf der Bremse

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU – und viele seiner Parteikollegen – wollen nicht einlenken, wie jüngst wieder ein Artikel in der „Münsterländischen Volkszeitung“ zu lesen war. Spahn ließ die „Münsterländische Volkszeitung“ über seinen Pressesprecher wissen, dass er zwar die Verärgerung verstehe und die Kritik auch ernst nehme, als Bundesgesundheitsminister
habe er aber auch die Pflicht, unser Gesundheitssystem finanzierbar zu erhalten und für Gerechtigkeit zwischen Alt und Jung zu
sorgen. „Wer die geltenden Beitragsregelungen in der betrieblichen verändern oder abschaffen will, muss ein tragfähiges und gerechtes Finanzierungskonzept vorlegen“, so der Kommentar aus dem Gesundheitsministerium. Das heißt, Spahn stemmt sich gegen die Abschaffung oder Reduzierung der Doppelverbeitrag. Klar dürfte auch sein, dass Millionen Betroffene die Union nicht wählen können.

Spahn und viele aus seiner Fraktion sabotieren damit die betriebliche Altersvorsorge, denn unterm Strich bleibt Betriebsrentner nichts mehr von ihrer Rendite, für einige wird die Betriebsrente sogar zum Minus-Geschäft. Wer selbstverantwortlich vorgesorgt hat, wird damit zum Deppen. Vertrauensschutz geht anders. Es ist verlogen, den Leuten zu predigen, sie sollen privat vorsorgen, wenn ihnen der Staat dann das Angesparte teilweise wieder wegnimmt.