Top-Ten der meistgeklickten Beiträge 2018

Was interessiert Leser des Blogs vorunruhestand.de am meisten? Auf alle Fälle ist es der Übergang vom Job in die Rente. Viele wollen mit 63 Jahren gehen. Aber wie geht das? Deswegen gehört „Kündigen zur Rente mit 63? Oder Aufhebungsvertrag“ zu den Top-Ten der meistgeklickten Beiträge 2018.

Das Thema Sexualität im Alter spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Insgesamt dominieren in der Top-Ten-Liste der meistgeklickten Beiträge aber Themen mit Rentenbezug. So beschäftigt viele die Erwerbsminderungs– und Mütterrente. Groß ist die Empörung über den Zugriff des Staats bei Betriebsrenten, weswegen entsprechende Posts in der Top-Ten-Liste auf den vorderen Plätzen stehen.

Top-Ten der Beträge

Erstaunlich ist die exponierte Stellung des Beitrags Wie ein orginal ungarisches Kesselgulasch am besten gelingt“. Die Beliebtheit kann ich mir selbst nicht ganz erklären. Vielleicht liegt’s am Bild oder daran, dass die Leser auf den Geschmack des Urtümlichen gekommen sind. Wer weiß? Feedback erwünscht.

Rentner und Ausland ist ebenfalls von besonderen Interesse. Wer die Statistiken liest, ist erstaunt, dass die beliebtesten Länder für Rentner andere sind als die günstigsten. Obwohl die Schweiz so teuer ist, leben dort am meisten der deutschen Rentner, umgekehrt ist Polen eines der günstigsten Länder für Rentner, aber dorthin sind nur ganz wenige umgesiedelt. Sprich, das Ergebnis weicht deutlich vom bisherigen Auswanderverhalten der Rentner ab.

Top-Ten-Liste der meisgeklickten Beiträge 2018

 

TitelAufrufe
Kündigen zur Rente mit 63? Oder Aufhebungsvertrag?121.790
Wie oft Männer und Frauen ab 60 noch Sex haben27.487
Um wie viel die Erwerbsminderungsrente ab 2018 steigt19.789
Warum die Mütterrente wieder Murks ist11.728
Warum die Betriebsrente ein Flop ist und bleibt8.860
Krankenkassen schröpfen Betriebsrentner – wie Geschädigte Widerspruch einlegen7.729
Wie ein original ungarisches Kesselgulasch am besten gelingt6.314
Wo lebt sich’s am besten als Rentner im Ausland?6.030
Wie lese ich meinen Rentenbescheid und was bedeutet das?5.543
Wie die Union Millionen um ihre Altersvorsorge bringt3.307



Müssen wir wegen ARD-Rentnern höhere Gebühren zahlen?

Weil die ARD überdurchschnittliche Betriebsrenten zahlt und die Pensionskasse wegen der Nullzinspolitik der Notenbank immer weniger erwirtschaftet, wollen die Öffentlich-Rechtlichen alle Bürger über höhere Rundfunkbeiträge zur Kasse bitten. ARD-Rentnern geht’s gut.

Bislang zahlen alle 17,50 Euro Monatsgebühr für Radio und Fernsehen. Dieser Beitrag soll um 85 Cent auf 18,35 Euro steigen, wenn es nach den Intendanten der Öffentlich-Rechtlichen geht. Die ARD-Pensionskasse, sprich die Baden-Badener Pensionskasse, ist wegen der Nullzinspolitik des EZB-Chefs (Europäische Zentralbank) Mario Draghi in Schieflage geraten. Ihr fehlen mittelfristig zwei Milliarden Euro. Das sollen die Beitragszahler ausgleichen. Jetzt ist die Draghis Saat aufgegangen.

ARD und ZDF als Raupe Nimmersatt

Die „Thüringer Allgemeine“ spricht von der „Nimmersatten Gebührenraupe“. Tatsächlich geht es um gewaltige Beträge, denn 85 Cent pro Haushalt summieren sich laut Statista bei 45 Millionen Haushalten, die Rundfunkgebühren zahlen auf 38 Millionen Euro mehr. Insgesamt kämen nach der Erhöhung Gebühreneinnahmen von 8,25 Milliarden Euro pro Jahr zusammen. Das Geld reicht den Anstalten dennoch nicht, dass sie ihren Beschäftigten in der Vergangenheit großzügige Renten versprochen haben, die sie jetzt wegen der Nullzinspolitik nicht mehr bedienen können. Der Pensionskasse fehlen der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) zufolge insgesamt mehr als zwei Milliarden für die betriebliche Altersvorsorge.  „Die Kommission erkennt für die betriebliche Altersversorgung 2017 bis 2020 insgesamt einen Nettoaufwand von 2.070,0 Millionen Euro an“, schreibt die KEF in ihrem Bericht vom Februar 2018. 2019 die Lücke sicher noch größer sein und dann lässt die KEF die Katze aus dem Sack, denn sie muss sich zur Beitragshöhe äußern.

ARD will mehr Geld von uns

Während andere Pensionskassen die Betriebsrenten schon eingedampft haben, will die Pensionskasse der ARD mehr Geld von ihrem Träger, sprich den Rundfunkanstalten – und damit von allen Gebührenzahlern, denn woher sonst soll das Geld kommen.

Wie gut die Beschäftigten der Öffentlich-Rechtlichen versorgt sind, belegt das Beispiel der MDR-Intendantin Karola Wille, die in einem Interview mit der Bild am Sonntag ihre Pensionsansprüchen bezifferte. Da kommt so einiges zusammen, denn sie bekommt maximal 75 Prozent ihres letzten Grundgehalts – und das sind 275 000 Euro im Jahr, was einem Anspruch von 206 250 Euro jährlich und 17187 Euro monatlich entspricht. Einem internen Bericht der ARD-Anstalten zufolge liegt sie damit der Lausitzer Allgemeinen Zeitung zufolge deutlich hinter ihren Kollegen  Tom Buhrow (399 000 Euro)vom WDR, Ulrich Wilhelm (367 000 Euro) vom BR und Lutz Marmor (348 000 Euro) vom NDR und Peter Boudgoust (338 000 Euro) vom SWR.

Höher Beiträge wegen ARD-Rentnern

Doch es seien nicht diese Spitzenverdienste, die am meisten Geld kosten, es sei die breite Masse, schreibt der „Versicherungsbote“ im September 2016.  Speziell in der Zeit vor 1993 seien den Journalisten und Angestellten teils hohe Renten versprochen worden. „So fließen große Summen des Rundfunkbeitrags nicht etwa in die Programmgestaltung, sondern in die Pensionen der früheren Mitarbeiter“, resümiert der „Versicherungsbote“, der schätzt, dass allein die ARD-Anstalten in den kommenden vier Jahren laut ihrer Finanzplanung knapp 1,4 Milliarden Euro an Pensionen auszahlen müssen und beruft sich dabei auf die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Die notwendigen Rückstellungen für künftige Rentner beziffere sich im selben Zeitraum auf weitere drei Milliarden Euro. Die FAZ hat es einmal hochgerechnet und kommt pro Bürger auf 13,50 Euro, die er allein für die Altersvorsorge der öffentlich-rechtlichen Beschäftigten zahlen muss.

Wie schlimm es um die betriebliche Altersvorsorge bei den Öffentlich-Rechtlichen steht, schildert „Tichys Einblick“: „Der Hessische Rundfunk etwa gibt jetzt schon mehr als halb so viel für die Altersversorgung seiner Mitarbeiter aus wie für Löhne und Gehälter.“ ARD und ZDF seien längst durch die Lasten der Vergangenheit blockiert, auch wenn sie vorsichtig Gewerkschaftlern und Pensionären Zusagen abrängen und, wie praktisch, aus der Rundfunkgebühr nicht mehr Programm, sondern Alterslasten finanziert würden.




Wie Sparer auf Nullzinsen reagieren können

Der Chef der europäischen Notenbank Mario Draghi hat keinen Hehl daraus gemacht, dass es auf absehbare Zeit bei Nullzinsen bleibt. Sparer müssen sich nach der Decke strecken. Wo es noch etwas zu holen gibt.

Bei einer Inflationsrate von zuletzt 1,7 Prozent (November 2,3) ist es geradezu sträflich, sein Geld auf dem Konto liegen zu lassen. Nur wie anlegen? Bei Sparkassen gibt es für Tagesgeld 0,0 Prozent Zinsen, für Festgeld 0,001 Prozent Zinsen, für Sparbriefe mit Bindung von sechs Jahren mit etwas Glück 0,25 Prozent. Es lohnt sich für Sparer also, sich umzusehen und auf Vergleichsportalen wie „weltsparen“ die Konditionen zu checken. Es ist schon erstaunlich, dass Bei Tages- und Festgeldvergleichen wie „Weltsparen“ Sparkassen und deutsche Banken schon gar nicht mehr vorkommen, weil sie absolut nichts bieten.

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Durchschnittlicher Zins für Neu-Anlagen    Quelle: weltsparen.de

Sein Geld bei der Sparkasse zu deponieren, ist aber keine Geldanlage. Sparer, die den Wert ihres Vermögens zumindest erhalten wollen, sollten über den Tellerrand blicken, sprich über die Landesgrenzen, wo höhere Zinsen gezahlt werden – und das mittlerweile, ohne ein Konto in dem jeweiligen Land eröffnen zu müssen. In anderen Ländern der Euro-Zone werden deutlich höhere Zinsen gezahlt für Tages- und Festgeld als hierzulande. Die Zinsen in Deutschland sind schon seit längerem nahe der Nullzone, woran sich auch so schnell nichts ändern wird, das hat Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) erst vor kurzem wieder verdeutlicht.

Schluss mit Nullzinsen

Angesichts dessen müsste eigentlicher jeder Konsequenzen ziehen und sein Geld nicht mehr festverzinslich anlegen, sondern in Aktien investieren. Viele fühlen sich aber von den erratischen Kursausschlägen an der Börse überfordert und gehen lieber auf Nummer sicher. Nicht von ungefähr sind von annähernd sechs Billionen Euro Geldvermögen der Deutschen laut Deutscher Bundesbank 2,3 Billionen oder 40 Prozent in Tages- und Festgeld sowie Sparbüchern und -briefen investiert – oder liegen als Bargeld zuhause und im Banktresor. Leider vertrauen immer noch viele auf ihre Sparkasse, statt sich nach lukrativeren Alternativen umzusehen – und die gibt es.

Vergleichen lohnt sich für Sparer

Ein Tagesgeldkonto hat den Vorteil, dass der Kunde flexibel reagieren kann. Festgeld ist in der Regel während der Laufzeit – meist ein Jahr oder länger – gebunden, wer vorzeitig kündigt, kann bei einigen Anbietern trotzdem an sein Kapital, muss sich dann jedoch mit einem deutlich niedrigerem Basiszins begnügen oder bekommt keine Zinsen, je nach Angebot. Deswegen lohnt, auf die Unterscheidung „Flexgeld“ und „Festgeld“ zu achten. Aber, ein Anlagezeitraum von einem Jahr ist durchaus überschaubar. Übrigens, sein Geld länger zu binden, bringt kaum höhere Zinsen. Wer sein Geld kürzer als ein Jahr festlegt, bekommt allerdings nur niedrigere Zinsen.

Wie sicher sind ausländische Banken?

Wie sieht es mit der Einlagensicherung aus? Mittlerweile hat sich selbst bei ausländischen Banken eine Einlagensicherung in Höhe von 100 000 Euro etabliert. Diese Absicherung gilt auch für deutsche Kunden, denn in ganz Europa ist die gesetzlich garantierte Einlagensicherung durch eine EG-Richtlinie geregelt. Wer sich einen Überblick verschaffen will über die Einlagensicherung einzelner Banken, kann sich bei „Weltsparen“ informieren. Der Sparer kann auf dem Portal die Festgeld-Angebote nach Zinssatz und Konditionen vergleichen, das gilt auch in punkto  Einlagensicherung. Übrigens, sollte tatsächlich eine EU-Bank zahlungsunfähig werden, zahlt der nationale Einlagensicherungsfonds. Und wer mehr als 100 000 Euro anlegen will? Der verteilt die Summe besser auf mehrere Banken.

Was die Wiederanlage betrifft, so sollte sich der Sparer die Konditionen der Bank durchlesen, manchmal verlängert sich die Geldanlage automatisch, manchmal muss der Kunde aktiv werden.

 

Disclaimer:

Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier enthaltenen Aussagen sind nicht als Angebot oder Empfehlung bestimmter Anlageprodukte zu verstehen. Dies gilt auch dann, wenn einzelne Wertpapiere oder Investments erwähnt werden. Der Beitrag soll lediglich einen Überblick über die Möglichkeiten geben und die selbständige Anlageentscheidung erleichtern.

Foto: weltsparen.de




Richtig sparen – fünf Tricks für den Alltag

Pensionskassen in Schieflage, Riester läuft aus dem Ruder, Ruhestandsplanung durch EZB ruiniert – die Nachrichten zum Thema Finanzen im Ruhestand sind zurzeit wenig erfreulich. Sie bestätigen nur aufs Neue, dass den meisten Menschen hierzulande im Rentenalter deutlich weniger Geld zur Verfügung steht. Also heißt es sparen – einige probate Spartricks.

1. Versicherungen checken

Was im Berufsleben wichtig war, kann im Rentenalter hinfällig werden. Deshalb lohnt es sich, einmal alle vorhandenen Versicherungspolicen auf den Prüfstand zu stellen: Welche sind noch notwendig, welche inzwischen überflüssig? Für Mitglieder einer privaten Krankenversicherung kann es sich zum Beispiel lohnen, in den sogenannten Basistarif zu wechseln. Der Tarif ist deutlich günstiger und gewährleistet die Grundversorgung. Auch etwaige Zusatzversicherungen wie eine Reise- oder Handyversicherung sind im Rentenalter oft nicht mehr notwendig. Zwar sind sie in der Regel nicht teuer, aber mal ehrlich, braucht es sie wirklich?

2. Sparen beim Einkauf

Preise vergleichen, Lebensmittel saisonal und Kleidung antizyklisch kaufen – mit dem richtigen Kaufverhalten lässt sich viel Geld sparen. Zudem locken das ganze Jahr über attraktive Rabatte, etwa im „Sale“ oder an Superverkaufstagen wie dem Black Friday. Wer  Lebensmitteln kauft, sollte sich immer am Kilopreis orientieren. Häufig enthält eine große Verpackung nur eine vergleichsweise geringe Menge des Produkts, oder eine 250-Gramm-Packung mit Gemüse wird als besonders günstig beworben, obwohl der Kilopreis deutlich über dem eines vergleichbaren Produkts liegt. Ein Vergleich der Kilopreise verschafft einen besseren Überblick.

Wer Schwierigkeiten hat einzuschätzen, ob eine Ware teuer oder günstig ist, kann den Umrechnungstrick anwenden. Das heißt, einfach den Produktpreis in Arbeitsstunden umrechnen. Würde ich für dieses Produkt die errechnete Stundenzahl arbeiten wollen? Zugegeben, dieser Trick ist sehr subjektiv, aber er eröffnet einem einen neuen Blick auf Preise. Damit stellt sich die Frage: Brauche ich das Produkt tatsächlich? Weniger ist manchmal mehr. 

3. Online ist oft günstiger

Keine Scheu vor dem Internet! Die Konkurrenz im Onlinehandel ist sogar noch größer ist als im stationären Einzelhandel. Wer etwas recherchiert, findet im Internet häufig günstigere Preise. Druckerpatronen, etwa für Brother-Drucker, bekommt ein cleverer Käufer hier beispielsweise wesentlich günstiger als in einem Fachgeschäft vor Ort. Allerdings ist zu beachten, dass die Preise im Onlinehandel stärker schwanken, mitunter mehrmals innerhalb weniger Tage. Wer das gewünschte Produkt nicht sofort benötigt, sollte die Preisentwicklung eine gewisse Zeit beobachten und auf alle Fälle mehrere Anbieter miteinander vergleichen.

4. Zahlungsweise anpassen

Fast alle Banken erheben mittlerweile Gebühren, wenn man Überweisungen per Überweisungsschein vornimmt. Es spart viel Geld, auf automatische Abbuchung umzustellen. Vor allem regelmäßige Zahlungen wie Miete, Strom- oder Fernsehgebühren lassen sich einfach per Dauerauftrag vornehmen. Dies verringert nicht nur die Kosten, sondern auch den Aufwand. Bei anderen Anbietern – Versicherungen etwa – spart, wer die Beiträge jährlich statt quartalsweise oder monatlich zahlt.

5. Leistungen der Bank prüfen

Es lohnt sich, die Leistungen seiner Hausbank zu überprüfen. In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Banken die Preise für ihre Girokonten geändert. Viele erheben inzwischen Grundgebühren, und zahlreiche bisher kostenlose Leistungen sind mittlerweile nur gegen Aufpreis erhältlich. Es gibt aber immer noch Banken, die ein Girokonto vergleichsweise günstig oder gänzlich kostenlos anbieten. Wer in den Ruhestand geht, sollte beispielsweise bedenken, dass das bislang kostenlose Konto eventuell Geld kostet, wenn ein bestimmter monatlicher Mindesteingang unterschritten wird. Deswegen: Vorab ausrechnen, wie hoch die monatliche Rente nach allen Abzügen ist und gegebenenfalls die Hausbank wechseln, wenn der geforderte Mindestgeldeingang nicht erreicht wird.

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Die Angst vor Altersarmut wächst

Die Angst vor Altersarmut rückt stärker als andere Themen ins Bewusstsein der Deutschen. Sie machen sich „große“ Sorgen um ihr Auskommen im Alter – und das mit gutem Grund, denn die Rente reicht immer weniger.

Mehr als die Hälfte der Deutschen sorgt sich um die finanzielle Absicherung im Alter, das ergab eine aktuelle Umfrage der Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY). Nur Umweltverschmutzung und Krankheit treibt die Deutschen noch mehr um. Tatsächlich wird die gesetzliche Rente für einen auskömmlichen Ruhestand nicht reichen. Zurzeit ignorieren das noch viele, das ändert sich aber, wie die Studie belegt. Die Angst, im Alter zu verarmen, hatte in der Studie mit 18 Prozent (im Vergleich zum Vorjahr) die höchste Zuwachsrate in der Angstskala. Keine andere Sorge habe für die Deutschen so sehr an Bedeutung gewonnen, stellen die Autoren der Studie fest.

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Die Angst vor Altersarmut an Position eins der Skala

Angst vor Altersarmut wächst

Mittlerweile hat sich auch bei den Jüngeren herumgesprochen, dass es im Alter mau aussehen wird. „Die Rente ist aus Sicht vieler Deutscher keineswegs mehr sicher, über die Hälfte der Bürger fürchten, im Alter finanziell deutlich kürzer treten zu müssen“, so das Resümee von Bernhard Lorentz, Leiter des Bereiches Government and Public Sector bei EY. Das ist ein doppeltes Problem, denn angesichts der aktuellen Nullzinsphase können die Jungen auch kein Vermögen aufbauen, außer, sie investieren in Aktien und Immobilien, wovon aber viele nichts wissen wollen.

Rentner sind zunehmend unzufrieden

Auch die heutigen Rentner sind mit ihrer finanzielle Situation im Vergleich zu den jüngeren Generationen deutlich unzufriedener. „Nur jeder Dritte Verbraucher über 65 ist mit seiner finanziellen Situation zufrieden“, sagt die Studie. Verbesserung dürfte auch 2019 nicht in Sicht sein. „2018 spürten die Konsumenten eine unerwartet hohe Inflation; Öl und Benzin, aber auch einige Lebensmittel waren teils deutlich teurer als vor einem Jahr“, kommentiert Thomas Harms, Leiter des Bereichs Consumer Products & Retail bei EY die Zahlen. Entsprechend bleibe bei den Bürgern trotzt Lohnerhöhung und Rentensteigerung am Ende weniger Geld im Portemonnaie übrig als vor einem Jahr. Tatsächlich stieg die Inflationsrate im November auf 2,3 Prozent und war im Dezember immer noch bei 1,7 Prozent.

Angst vor Altersarmut – Wenn die Rente nicht mehr reicht – Betroffene bei Peter Hahne – ZDF

Was Wunder, dass die Leute ihr Geld künftig vorsichtiger ausgeben werden. Sparen ist angesagt – und das laut Studie besonders bei Unterhaltungselektronik wie Smartphones und Tablets. Größere Einzelanschaffungen wie Autos oder Küchen sowie Haus- und Wohnungsrenovierungen werden zurückgestellt. Nur beim Urlaub wollen die Deutschen nicht sparen.

Dazu ein Kommentar von Heike Jahberg im „Tagesspiegel“




Was wir von Norwegen lernen können

Anders als die Deutschen setzen die Norweger auf den Kapitalmarkt für die Altersvorsorge – und fahren deutlich besser damit. Norweger haben ein Guthaben, Deutsche Schulden pro Kopf. Die norwegische Zentralbank kümmert sich um den Reichtum der Nation und künftiger Generationen. Das können wir von den Norwegen lernen.

In 50 Jahren sind die Ölfelder in der Nordsee erschöpft – für die Zeit danach hat Norwegen vorgesorgt dank der Umsicht früherer Generationen, die das Geld nicht verplempert haben. Die norwegische Staatsbank (Norges Bank) hat das Geld in Aktien und Immobilien weltweit in einem Pensionsfonds angelegt. Mittlerweile hat dieser Fonds ein Volumen von weit mehr als 8,23 Billionen norwegischer Kronen oder umgerechnet 825 Milliarden Euro. Der norwegische Pensionsfonds wird nur von 550 Leute organisiert – alles Spezialisten und entsprechend gut bezahlt. Die Kosten sind mit sechs Prozent vergleichsweise hoch, die Wertentwicklung des Fonds aber auch. Allein in den vergangenen zehn Jahren hat der globale Pensionsfonds eine durchschnittliche jährliche Rendite von mehr als 13 Prozent erreicht, in den vergangenen 20 Jahren sogar 21 Prozent pro Jahr. Selbst nach Abzug der Kosten bleibt immer noch genug übrig für die Norweger. Wer will kann das alles selbst online nachrechnen, dafür gibt’s den Aktienrechner – einfach Kauf- und Verkaufskurs eingeben und Anlagedauer, auf „Berechnen“ klicken“ und die Rendite ablesen.

Von Norwegen lernen

Was haben Norwegens Rentner davon? Das Geld aus dem Pensionsfonds finanziert den Wohlfahrtsstaat, dazu gehören die Krankenkasse und die Mindestrente von umgerechnet annähernd 1600 Euro. Wie viel Geld generiert der Fonds? Von April bis Ende Juni 2018 erzielte der Fonds beispielsweise einen Gewinn von umgerechnet 17 Milliarden Euro, nur mal so als Beispiel. 17 Milliarden geteilt durch 5,25 Millionen Norweger ergibt 3238 Euro pro Einwohner. Wer’s nicht glaubt, kann das jederzeit online auf den Seiten des Norges Bank Investment Management nachlesen. Da steht auch, wie viel der Fonds aktuell wert ist, wo wieviel Geld investiert wird und wie sich der Fonds in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Mittlerweile ist jeder Norweger dank des Pensionsfonds ein Kronen-Millionär.

Mindestrente ist keine

Allerdings ruhen sich die Norweger nicht auf der Mindestrente aus, denn die reicht auch im teuren Norwegen nicht weit. Wer Kinder großzieht, bekommt automatisch drei Rentenpunkte pro Jahr, um die Grundrente aufzustocken. Für Norweger ist es auch selbstverständlich, mit einer Betriebsrente fürs Alter vorzusorgen. Norweger können laut Deutscher Rentenversicherung schon mit 62 Jahren in Rente gehen, wenn sie entsprechen Rentenpunkte gesammelt haben. Reguläres Rentenalter ist allerdings 67 Jahre. Tatsächlich arbeitet rund ein Fünftel der Norweger noch nach 65 Jahren, weil sie Rente und Arbeit miteinander verbinden können. Um das zu ermöglichen, bietet der Staat einiges an Hilfen an, was er sich dank des Pensionsfonds auch locker leisten kann.

Die Schaltzentrale der norwegischen Pensionsfonds

Chancen des Kapitalmarkts

Allein die Zahlen sind schon beeindruckend. Wäre das nicht auch ein Modell für Deutschland? Natürlich! Aber deutsche Politiker arbeiten eher gegen eine kapitalgestützte Zusatzrente. Norbert Blüm hat den Deutschen den Blick mit seinem Spruch „die Rente ist sicher“ vernebelt, Riester hat die kapitalgestützte Vorsorge torpediert und Ulla Schmidt (SPD) sowie Horst Seehofer (CSU) haben alle, die eigenverantwortlich per Direktversicherung fürs Alter vorgesorgt haben – und immer noch vorsorgen – mit dem 2004 eingeführten Gesundheitsmodernisierungsgesetzt (GMG)  schlichtweg enteignet, indem sie ihnen doppelte Krankenversicherungsbeiträge aufgebrummt haben. Der Hype um die vermeintliche Volksaktie Telekom – erinnert sei nur an die Werbung mit Manfred Krug alias Liebling Kreuzberg – und ihr desaströser Absturz haben ebenfalls dazu beigetragen, dass den Deutschen die Lust auf Aktien gründlich vermiest wurde.

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Wertentwicklung des norwegischen Pensionsfonds seit 1998

Keine Angst vor Altersarmut

Wer über Altersarmut redet, muss auch darüber reden, wie deutsche Politiker den Deutschen die Chancen des Kapitalmarkts gründlich madig gemacht und sie durch gesetzgeberische Maßnahme davon abgehalten haben. Wenn einer wie Friedrich Merz, der ums Amt des CDU-Vorsitzenden kandidierte, wegen seines Vorschlags, mit Aktien fürs Alter vorzusorgen, sofort in die Lobbyisten-Ecke gestellt wird, sagt das alles aus über die Aktien-Antipathie der Deutschen. Das rächt sich jetzt leider. Denn wir Deutsche müssen Angst vor dem Alter haben, anders als die Norweger.

Transparenz als Voraussetzung

Leider kann der Einzelne die Anlagepolitik des „Statens pensjonsfond utland“ mangels Masse nicht unmittelbar umsetzen. Lässt sich trotzdem von den norwegischen Finanzverwaltern lernen? Die Norweger streuen das Vermögen weltweit, um das Risiko zu minimieren, sie verteilen das Geld auf Anleihen (29,7 Prozent), Aktien (67,6 Prozent) und Immobilien (2,7 Prozent) – und investieren langfristig. Risk-adjusted-Return, sprich möglichst hohe Rendite bei möglichst geringem Risiko propagiert Fondschef Yngve Slyngstad. Transparenz und Verantwortung gehören ebenfalls zu den Leitlinien – und dazu gehört, dass jeder Norweger jederzeit weiß, wie viel der Fonds wert ist und in was er investiert. Auf der Einstiegsseite des Fonds läuft eine Vermögensuhr, die den aktuellen Marktwert des Fonds in Bruchteilen von Sekunden ausrechnet.

Besser als der Index

Letztlich orientieren sich die norwegischen Fondsmanager natürlich an einer Richtgröße – und das ist der FTSE Global All Cap Index, ein Korb von 8000 Aktien von größeren Unternehmen weltweit, gewichtet nach ihrem Börsenwert. Daraus errechnet sich ein Durchschnitt, der Index eben. Den Korb zusammengestellt hat FTSE Russell, eine Tochter der Londoner Börse, wobei die Abkürzung FTSE für Financial Times Stock Exchange steht. Privatanleger wären langfristig allerdings mit dem konkurrierenden MSCI World besser gefahren – und mit dem MSCI World Minimum Volatility noch besser. Beides sind ebenfalls Körbe von Tausenden Unternehmen weltweit. „Korb-Macher“ ist MSCI (vormals Morgan Stanley Capital International), ein in New York ansässiger Finanzdienstleister, der Indizes zusammenstellt und anderen gegen Geld erlaubt, diesen Index zu benutzen. Die Fondsbranche hat sich darauf eingeschossen und eine Vielzahl von entsprechenden Index-Fonds entwickelt, darunter auch die beiden genannten.

Norwegen wird immer reicher

Das Konzept der Norwegen scheint zu stimmen, denn auf Dauer wächst das Vermögen des Fonds zum Wohl künftiger Generationen. Sie haben ihren Öl- und Gas-Schatz sinnvoll genutzt, um für die Zukunft vorzusorgen. Davon kann sich Deutschland eine Scheibe abschneiden.

Aber so lange Aktienbesitz hierzulande verteufelt und die Aktienkultur mit Füßen getreten wird, bleibt es beim sehnsuchtsvollen Blick nach Norden. Die Folge wird sein, dass sich Altersarmut weiter ausbreitet und der Verteilungskampf nach 2025 erst so richtig losgeht.

Disclaimer:

Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier enthaltenen Aussagen sind nicht als Angebot oder Empfehlung bestimmter Anlageprodukte zu verstehen. Dies gilt auch dann, wenn einzelne Wertpapiere oder Investments erwähnt werden. Der Beitrag soll lediglich einen Überblick über die Möglichkeiten geben und die selbständige Anlageentscheidung erleichtern.




Jahresrückblick 2018 – Themen, Trends und Temperamente

Wie war 2018? Ein Jahresrückblick. Höchste Zeit, so kurz vor Silvester das Jahr Revue passieren zu lassen mit den besten Bildern und Beiträgen. Es war ein turbulentes Jahr, in dem einige Weichen neu gestellt wurden, es war ein politisches Jahr, das ins kommende Jahr ausstrahlt, es war heißes Jahr mit neuen Temperaturrekorden.

Das war 2018

Januar

3. Januar
Riester ist Murks und die betriebliche Altersvorsorge steckt voller Ungereimtheiten – das dämmert immer mehr, die selbstverantwortlich fürs Alter vorsorgen.  Die Versorgungslücke lässt sich so nicht füllen, weil die Kosten die Rendite auffressen. Mehr dazu …

25. Januar
Auch Männer kommen in die Wechseljahre. Jeder zehnte Mann ist davon betroffen. Was das heißt und wie entgegenwirken?
Mehr dazu …

26. Januar

28. Januar
Das Ringen um die Mütterrente hat begonnen. Sie ist Murks und Mogelpackung. Mütter fühlen sich ungerecht behandelt und begehren auf. Mehr dazu …

Februar

11. Februar
Der Koalitionsvertrag ist für Rentner und Krankenversicherte eine Mogelpackung und Etikettenschwindel. Das Ziel von Union und SPD, die Rente „für alle Generationen gerecht und zuverlässig“ zu gestalten, ist nichts anderes als Augenwischerei. Von Anerkennung der Lebensleistung oder Generationengerechtigkeit kann keine Rede sein. Und die Millionen von Direktversicherten wurden wieder von der CDU/CSU über den Tisch gezogen. Mehr dazu …

18. Februar
Wie gelingt ein original ungarisches Kesselgulasch am besten? Eigentlich ist das ganz einfach. Wobei es auf das „eigentlich“ ankommt. Beim Kesselgulasch kommt es auf den Kessel an und das Dreibein – und natürlich auf die Feuerstelle. Das Rezept ist vergleichsweise simpel. Ein bisschen Geduld sollte der Koch freilich mitbringen. Wie gesagt, Kesselgulasch ist Männersache. Mehr dazu …

20. Februar

27. Februar
Forderungen nach einem Kinderbonus bei der Rente werden laut? Die CSU will einen „Kinderbonus“ erstreiten. Es wird wieder über die Erziehungsleistung von Eltern gesprochen. Mehr dazu …

März

5. März
Das Kriegsende liegt 73 Jahre zurück, dennoch beschäftigt uns dieser kollektive Wahnsinn immer noch – uns Kriegsenkel. Der Krieg prägt uns Kriegsenkel, die wir zwischen 1950 und 1975 geboren wurden, ob wir es wollen oder nicht. Mehr dazu …

6. März

11. März
Zum 1. Januar 2018 ist das Betriebsrentenstärkungsgesetz in Kraft getreten. CDU/CSU und SPD haben leider die Chance vertan, die Betriebsrente zu reformieren. Das Betriebsrentenstärkungsgesetz ist eher ein Betriebsrentenschwächungsgesetz. Wer fürs Alter vorsorgen will, sollte das besser privat und eigenverantwortlich tun. Er sollte sich nicht auf die Politik verlassen – aus 13 gewichtigen Gründen.  Mehr dazu …

25. März
Am 14. Oktober 2018 wählen die Bayern ihren Landtag. Es wird Zeit, die CSU daran zu erinnern, was sie Millionen angetan hat, die eigenverantwortlich fürs Alter vorsorgen. Deswegen trafen sich Ende die Direktversicherungsgeschädigten zum 1. Münchner Stammtisch der Direktversicherungsgeschädigten. „Erst angelockt, dann abgezockt“ – damit muss Schluss sein. Das finden immer mehr, die per Entgeltumwandlung fürs Alter vorgesorgt haben und am Ende, wenn sie in Rente gehen knapp ein Fünftel an die Krankenversicherung abdrücken müssen. Mehr dazu …

April

11. April
Das Euro-System ist eine WG-Kasse, aus der sich einige ungeniert bedienen und die anderen blechen. Das ist die wichtigste Erkenntnis des einflussreichsten Volkswirtschaftlers Hans-Werner Sinn, der am 7. März 2018 runde 70 wurde und in dem Buch „Auf der Suche nach der Wahrheit“ seine Lebensgeschichte aufgeschrieben hat. Er zeigt, wie die EZB mit dem Euro Rentner schleichend enteignet – und viele andere auch. Mehr dazu …  

17. April
Ruhestand ist nicht mehr – die Generation 50plus ist heute fitter als früher. Sie will nicht einfach nur Enkel hüten und sich die Abende mit Kartenspielen vertreiben. Die Bestager treibt es hinaus. Sie wollen etwas erleben, reisen, sich weiterbilden und sich fit halten. Diesen Bedürfnissen kommt „Die 66“ nach – „Deutschlands größte 50plus Messe“ (O-Ton Messe München). Mehr dazu …

18. April
Schönheit kennt kein Alter, doch jugendlich frisches Aussehen ist der Inbegriff von Attraktivität. Verschiedene Alterserscheinungen treten im fortgeschrittenen Alter Zeit immer deutlicher hervor. Gerade Frauen fragen sich mit dem Einsetzen der Wechseljahre, wie sie den Veränderungen entgegenwirken können. Die besten Schönheitstipps für Frauen ab 50. Mehr dazu …

25. April
170, 160, 150, 140 Euro – darf’s noch etwas weniger sein? Von Jahr zu Jahr fallen die Versprechungen der Anbieter von Riester-Renten. Und dann wundern sich die Versicherer, dass keiner mehr Riestern will. Riestern lohnt sich nur noch für Minimal-Verdiener mit vielen Kindern. Alle anderen sollten davon besser die Finger lassen – und da hilft auch das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz nichts, das Anfang des Jahres in Kraft trat. Mehr dazu …

Mai

Wegen meiner Reise in den Westen der USA, von Salt Lake City nach San Francisco, ist es von Ende April bis Mitte Juni stillgeworden auf meinem Blog. Deswegen hier einige Bilder aus Utah, Idaho, Wyoming, Nevada, Arizona und Kalifornien.

Von Salt Lake City nach San Francisco


Juni

14. Juni
Zum 1. Juli 2018 bekommen die rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner mehr Rente. Um wie viel die Rente steigt? Im Westen um 3,22 Prozent, im Osten um 3,37 Prozent. Die Infos über Rentenerhöhung sind bereits versandt oder werden in den kommenden Tagen versandt. Mehr dazu ...

20. Juni
Allen ist klar, die gesetzliche Rente muss reformiert werden, wenn sie auf Dauer funktionieren soll. Die von der Regierung eingesetzte Rentenkommission soll’s richten. Dumm nur, dass die jüngere Generation in dieser Rentenkommission komplett fehlt. Was ist von einer solchen Rentenkommission zu erwarten? Mehr dazu …

23. Juni
Am 18. Juni 2017 endete „meine“ Tour de France in Bordeaux. Schon damals hatte ich mir geschworen, die Tour wieder dort fortzusetzen, wo ich sie 2017 beendet hatte. Jetzt war es so weit. Am 29. Juni machte ich mich auf den Weg nach Bordeaux. Lest selbst, was ich in den Folgewochen alles erlebt habe. Mehr dazu …

30. Juni
Tag 33 meiner Tour de France – „Accès Vendée/Routes Barrées – le Samedi 7 Juillet de 9h à 16h“, heißt es auf dem Schild am Straßenrand bei Bourg-Chapon nördlich von La Rochelle. Hier kommt also die Tour de France durch wie schon mal 1955. Wie ich der Tour hautnah gekommen bin. Wow, schon 33 Tage en Route. Mehr dazu …

Juli

15. Juli
Tag 48 meiner Tour de France – „Bravo les Bleus“ titelt sogar Google. Frankreich ist Fußball-Weltmeister – verdient, oder? Die Franzosen feiern den Weltmeister gebührend mit Auto-Corso, tanzen und singen. Die Franzosen haben die Kroaten mit 4:2 geschlagen und sind damit Fußball-Weltmeister. Was hat das mit meiner Tour de France zu tun? Na, ich bin in Sainte-Ménehould – 44 Kilometer von Verdun entfernt und erlebe die Siegesfeier hautnah mit. Mehr dazu …

19. Juli
Tag 52 meiner Tour de France – und das Ende. Dieses Mal endet sie ganz geplant in Straßburg. Von Bordeaux bis Straßburg sind es 1634 Kilometer, 12 255 Meter Steigung, 69 329 verbrauchte Kalorien. Übrigens, insgesamt habe ich in den 52 Tagen auf meiner Tour de France 3494 Kilometer zurückgelegt. Mehr dazu …

22. Juli
Der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) reformiert seine Tarife. Leider geht die MVV-Tarifreform zu Lasten der Rentner, besonders die aus dem Umland. Wer als Senior öffentlich fährt, wird bestraft. Gelten soll das ab 9. Juni 2019. Die Isarcard 65 für das Gesamtnetz (M+6) als Monatskarte wird dann mit 89,40 Euro sage-und-schreibe 29,4 Prozent mehr kosten als die bisherige vergleichbare Isarcard mit 69,10 Euro. Mehr dazu …

30. Juli

31. Juli
In punkto Radfreundlichkeit hinkt Deutschland hinterher – Holland, Dänemark und selbst Frankreich sind weiter. Deutschland muss Radland werden, nur so können wir dem Klimawandel entgegenwirken. Jetzt ist die Zeit zum Handeln. Mehr dazu …

August

2. August
Warum Altersarmut weiblich ist – weil vor allem Frauen Kinder großziehen, Lücken in ihrer Erwerbsbiografie haben und in schlecht bezahlten Berufen arbeiten. In München kommen dazu noch hohe Lebenshaltungskosten, was ihre Lage verschlimmert. Deswegen hat sich das „Münchner Bündnis gegen Frauenaltersarmut“ zusammengetan. „In München gibt es 60 000 arme Frauen“, weiß Wilhelm Kling, Vorsitzender des Seniorenausschusses München. Vermutlich sind es noch wesentlich mehr, denn viele arme Frauen schämen sich, zum Amt zu gehen. Sie empfinden es entwürdigend, um Hilfe zu betteln, die doch ihr gutes Recht ist. Mehr dazu …

9. August
Die Landtagswahl in Bayern wirft ihre Schatten voraus. Am Sonntag, den 14. Oktober 2018 wählen die Bayern ihren Landtag mit 180 Abgeordneten. Was dürfen Bayerns Rentner von den Parteien erwarten? Was darf der erwarten, der fürs Alter vorsorgt? Ein Vergleich der Wahlprogramme bringt Licht ins Dunkel. Mehr dazu …

16. August
Der alte Mann, das unbekannte Wesen – ist das so? Was wissen wir über alte Männer? Wenig. Wie bewältigen Männer das Alter? Warum sterben Männer früher als Frauen? Eine Gebrauchsanweisung ist überfällig. Mehr dazu …

20. August
Die Tabellenergebnisse der Bundesliga können viele aus dem Effeff herunterbeten, wenn sie aber nach dem Rentenniveau gefragt werden, versagen viele komplett, sprich, sie haben keine Ahnung von Rente. Dabei geht es doch um ihr Auskommen im Alter.
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28. August
Dieses Jahr ist durch den heißen Sommer alles früher dran – auch die Zwetschgen. Also beginnt jetzt die Datschi-Saison. Wie gelingt ein original Augsburger Zwetschgendatschi am besten? Zwetschgen sind keine Pflaumen und ein Zwetschgendatschi kein Pflaumenkuchen, soviel vorweg. Der süß-säuerliche Geschmack eines Zwetschgendatschi ist was ganz Besonderes – und die Krönung von Spätsommer und Frühherbst. Mehr dazu …

29. August

September

5. September

8. September
Wie gut haben es Rentner? Der Vermögensverwalter Natixis bewertet jedes Jahr die Bedingungen für Ruheständler in 43 Ländern. Deutschland ist im Renten-Ranking vom 7. auf den 13. Platz zurückgefallen. Mehr dazu …

11. September
Rente soll für Beamte kein Tabu mehr sein – Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will auch Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einbeziehen. Das deutete er bei der Auftaktveranstaltung „Zukunftsdialog“ an. Das heißt, Heil kann sich eine Erwerbstätigenversicherung vorstellen, wie es sie in Österreich schon längst gibt. Auch in der Schweiz zahlen alle ein, sprich Angestellte, Selbstständige und Beamte.  Mit gesetzlicher und betrieblicher Rente kommen die Schweizer auf ein Sicherungsniveau von 60 Prozent. Davon können deutsche Rentner nur träumen. Mehr dazu …

27. September
„Wer Rentner quält, wird nicht gewählt“ – das war der Schlachtruf von weit mehr als 200 Direktversicherungsgeschädigten auf dem Münchner Marienplatz am 27. September 2018 auf der Demo gegen Abzocke. Die von Politik und Krankenkassen Abgezockten wollen das Unrecht der Doppelverbeitragung nicht länger hinnehmen und gehen auf die Straße. Mehr dazu …

Erfolgreiche Demo gegen Abzocke durch Krankenkassen

Erfolgreiche Demo gegen Abzocke durch Krankenkassen

Oktober

1. Oktober
Mittlerweile lebt jeder 14ste Rentner im Ausland. Ihre Zahl steigt – von 2000 bis 2017 von 1,1 auf 1,5 Millionen. Die meisten Renten werden nach Italien überwiesen, gefolgt von Spanien und Österreich. Mehr dazu …

8. Oktober
Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts – sie ist das wichtigste Gut. Und dafür lässt sich etwas tun. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung und regelmäßig altersgerechter Sport. Aber, dazu gehören auch Konsequenz und Ausdauer, gepaart mit etwas Spaß. Mehr dazu …

9. Oktober
Riester-Rentner zahlen keine Krankenversicherungsbeiträge, Betriebsrentner aber schon – und zwar doppelt. Diesen Irrsinn von Politik und Krankenkassen versteht kein vernünftiger Mensch. Den Krankenkassen dämmert, wie wütend viele Betriebsrentner sind und lenken ein. Ob das die Union auch begreift, deren Politiker im Gesundheitsausschuss sitzen? Ob sie die Verbeitragung fallen lassen?
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15. Oktober

31. Oktober
Wer ist wann wie alt? 60 ist das neue 40 und 70 das neue 50. Wir fühlen uns jünger als wir altersmäßig sind. Wir 60plus-Generation werden anders alt. Warum grau das neue Pink ist – die Antwort darauf liefert eine Ausstellung im Frankfurter Museum der Weltkulturen. Mehr dazu …

November

3. November
Das Rentenpaket soll ganz schnell im Bundestag durchgepeitscht werden. Kapiert haben es die wenigsten Abgeordneten, aber sie werden wegen des Fraktionszwangs brav zustimmen. Die Rentenformel wird damit reine Willkür – Beitrags- und Steuerzahler werden zur Kasse gebeten. Mehr dazu …

4. November
Das Rentenpaket bringt auch etwas für die Mütter. Ab 2019 bekommen Mütter – und Väter –, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, dank Mütterrente II mehr Geld. Allerdings gibt’s nur einen halben Rentenpunkt. Mehr dazu …

12. November
Bislang weigert sich die Union, das Unrecht der Doppelverbeitragung abzuschaffen. Es scheint sich jedoch innerhalb der Partei ein Sinneswandel zu vollziehen, denn Bundesgesundheitsmininster Jens Spahn will die abgezockten Betriebsrenter zumindest entlasten. Kippt die Doppelverbeitragung? Mehr dazu …

13. November
Wie mehrere Medien berichten, dürfte die Rentenerhöhung 2019 ordentlich ausfallen. Die Rede ist von 3,18 Prozent im Westen und 3,91 Prozent im Osten.  Der Rentenschätzerkreis kommt „onvista“ zufolge bei seinen Berechnungen auf eine Rentenerhöhung zum 1. Juli 2019 auf 3,18 Prozent im Westen und auf 3,91 Prozent im Osten. Mehr dazu …

15. November
Zahlen Eltern zu viel in die Rente ein? Ja! Und Kinderlosen zahlen zu wenig. Gesundheitsminister Jens Spahn hat das erkannt – und der Aufschrei ist groß. Die eine Möglichkeit wäre, die Rentenbeiträge der Eltern zu senken oder die der Kinderlosen zu erhöhen. Nur einmal angenommen, die heutige Generation bliebe kinderlos – wer sollten dann ihre Renten bezahlen? Es gäbe niemand, weil die gesetzliche Rente im Umlageverfahren funktioniert. Die Frage bleibt hypothetisch, weil es immer noch Paare gibt, die Kinder – damit künftige Beitragszahler großziehen – und somit das Umlageverfahren sichern. Dafür werden sie aber nicht belohnt, sondern bestraft. Sie schultern gleich zwei Lasten. Mehr dazu … 

16. November
Ab Januar 2019 bekommen Neu-Erwerbsminderungsrentner mehr Geld, denn die  sogenannten Zurechnungszeit steigt ab dem 1. Januar 2019 auf einen Schlag um drei Jahre und fünf Monate. Bestands-Erwerbsminderungsrentner bleiben außen vor. Openpetition will gleiche Erwerbsminderungsrente für alle. Die Große Koalition, kurz Groko, ist stolz darauf, dass sie die Erwerbsminderungsrente verbessert, dumm nur, dass Schwarz-Rot die bisherigen Erwerbsminderungsrentner vergessen hat. Mehr dazu …

17. November
SPD und Grüne sind sich in punkto Abschaffung von Hartz IV einig. Sie wollen ein Bürgergeld oder eine Art Bafög für alle, weil sie glauben, dass sie damit den sozialen Zusammenhalt fördern. Umgekehrt wird ein Schuh draus – bei einem hohen Gemeinsinn darf der Staat großzügiger sein. Zurzeit werden die Fliehkräfte aber eher größer als kleiner. Mehr dazu …

20. November
Durch die jüngste Rentenerhöhung liegen die Renten von annähernd fünf Millionen Rentner über dem Grundfreibetrag, entsprechend müssen sie Steuern zahlen. 2019 werden es weitere 48 000 sein, die erstmals steuerpflichtig werden. Mehr dazu …

26. November

Dezember

6. Dezember

17. Dezember
Die Deutschen sparen sich arm – richtig gehört. Die Inflation ist weit höher als die Zinsen. Unterm Strich steht somit ein Minus, das heißt, wer spart wird ärmer. Wer’s nicht glaubt, muss nur Zinsen und Inflation vergleichen. Das Realvermögen schrumpft schon seit Jahren. Ruhestandsplanung wird zum Minus-Geschäft. Mehr dazu …

18. Dezember
Riester ist eine Totgeburt – wer’s nicht glaubt, muss sich nur die Zahlen anschauen. Trotz Erhöhung der Zulage und die Befreiung der Sozialversicherungspflicht schrumpft die Zahl der Verträge. Aber viele haben das Gefühl, Riester ist zu kompliziert und bringt zu wenig. Deswegen läuft Riester aus dem Ruder. Mehr dazu …

19. Dezember
Heute drei, morgen Dutzende – Pensionskassen kommen wegen der Nullzinspolitik von EZB-Chef Mario Draghi in die Bredouille. Leidtragende sind deutsche Betriebsrentner, deren Altersvorsorge gefährdet ist. Mehr dazu …

 

Tote des Jahres

Mal ganz abgesehen von Rente, staatliche Abzocke, Niedrigzins und Gebühren sind 2018 einige Ikonen, Künstler, Politiker, Denker und Schauspieler unserer Jugend gegangen.

Januar

Im Januar sterben gleich zwei Franzosen, die unsere Jugendzeit begleitet haben – am 7. Januar ist es France Gall („Poupée de cire, poupée de son“) und am 20. Januar der Cuisine-Gott Paul Bocuse. Was wäre unsere Jugend ohne Ikea gewesen und dem Regal „Billy“?  Ikea-Begründer Ingvar Kamprad stirbt am 27. Januar.

Februar

am 2. Februar stirbt der deutsche Schauspieler Rolf Zacher
am 8. Februar geht die deutsche Schauspielerin Marie Gruber („Go Trabi Go“)
am 21. Februar verlässt Ulrich Pleitgen die Bühne („Immer Ärger mit Opa Charly“)

März

am 11. März stirbt Kardinal Karl Lehmann, der frühere Bischof von Mainz
am 11. März verlässt Siegfried Rauch das „Traumschiff“ für immer
am 14. März endet das Leben des Mathematikers Stephan Hawking
am 22. März verklingt der Song der Jazz-Ikone Morgana King

April

Am 2. April verklingt die Stimme von Winnie Mandela
am 17. April stirbt die ehemalige First Lady Amerikas, Barbara Bush

Mai

am 4. Mai legt Abi Ofarim endgültig die Gitarre zur Seite
am 17. Mai stirbt Jürgen Marcus („Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“)

Juni

am 27. Juni stirbt Joe Jackson, Vater von Michael Jackson

Juli

am 9. Juli steigt Hans Günter Winkler das letzte Mal vom Pferd
am 13. Juli stirbt Christine Nöstlinger („Maikäfer flieg“)

August

am 16. August geht die „Queen of Soul“ Aretha Franklin
am 18. August tritt der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan für immer ab
am 23. August ist für Dieter Thomas Heck die Show zu Ende

September

Am 6. September stirbt US-Schauspieler Burt Reynolds
am 9. September stirbt Daniel Küblböck („Deutschand sucht den Superstar“)

Oktober

am 1. Oktober endet das Lied von Charles Aznavour
am 6. Oktober stirbt die Opernsängerin Montserrat Caballé

November

am 14. November verlässt Schauspieler Rolf Hoppe die Bühne
am 26. November stirbt Bernardo Bertolucci („Der letzte Tango“)
am 30. November stirbt George H. W. Bush

Dezember

am 13. Dezember stirbt Jazz-Größe Nancy Wilson




Selbstständigkeit im Alter – was es zu beachten gilt

Wer an Neugründungen oder Startups denkt, assoziiert meistens junge Menschen. Dabei sind annähernd zehn Prozent aller Gründer über 50 Jahre alt. Warum das Gründen im Alter eine gute Idee sein kann und was es bei der Selbstständigkeit zu beachten gilt.

Die Erfahrung macht’s

Viele junge Unternehmen scheitern an mangelnder Erfahrung der Gründer. Riskante Entscheidungen, schlechte Strukturen oder Fehler in der Personalführung bedeuten in vielen Fällen das Aus. Hier haben ältere Menschen die Nase vorn. Sie haben in ihrem Berufsleben schon eine ganze Menge mitgemacht und können auf einen umfangreichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Das gilt besonders für Personalführung und finanzielle Kalkulationen. Zu einer Gründung gehört aber auch immer der Mut zu riskanten Entscheidungen. Daher sollte man auch im Alter einfach mal auf sein Bauchgefühl hören.

Selbstständigkeit – ein hartes Pflaster…

Die Selbstständigkeit ist nicht immer ein Zuckerschlecken. Das sollte jedem bewusst sein, der mit der Überlegung spielt, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Unregelmäßige Arbeitszeiten, Stress und Rückschläge – damit muss sich jeder Gründer herumschlagen. Im jüngeren Alter steckt man solche Dinge oft besser weg. Daher sollten sich ältere Menschen, die sich selbstständig machen wollen, genau überlegen, ob Sie mit den Strapazen einer Unternehmensgründung zurechtkommen werden. Freunde und Familie können dabei eine wichtige Stütze sein.

Geschäftsidee und Businessplan müssen stimmen

Für eine Gründung entscheidend ist immer die richtige Geschäftsidee. Ein Gründer muss das passende Produkt zum richtigen Zeitpunkt für eine bestimmte Zielgruppe auf den Markt bringen, um erfolgreich wirtschaften zu können. Diese Überlegungen sollten im Businessplan festgehalten werden. Er sollte folgende Punkte beinhalten:

  • Unternehmensziele
  • Management und Gründer
  • Rechtsform des Unternehmens
  • Produkt/Dienstleistung
  • Zielgruppe
  • Produktion
  • Personalplanung
  • Marketing- und Vertriebsstrategie

Der Businessplan ist ein wichtiges Werkzeug. Er dient nicht nur der persönlichen Struktur, sondern auch als Referenz für die Gewährung von Krediten und für künftige Geschäftspartner und Lieferanten.

Software hilft bei täglicher Arbeit

Im Alter fällt es oft schwerer, neue Dinge zu erlernen. Das gilt auch für Dinge wie Buchhaltung und andere unternehmerische Tätigkeiten. Dabei können Softwarelösungen, die es von verschiedenen Anbietern gibt, unterstützen. Mit der Buchhaltungsapp von lexoffice beispielsweise, können Selbstständige problemlos auch von unterwegs aus arbeiten. Daneben gibt es zahlreiche weitere Softwarelösungen, die Unternehmern die Arbeit erleichtert.

Fazit

Auch ältere Menschen können sich selbständig machen. Wie bei jeder Gründung bedarf es dabei aber einer gründlichen Planung. Geschäftsidee und Businessplan sollten ausreichend strukturiert und durchgerechnet werden. Softwarelösungen können dabei helfen, die täglich anfallenden Verwaltungsarbeiten eines Unternehmers zu bewältigen.

Foto: pixabay; Creative Commons CC0




Wie die EZB den Deutschen die Ruhestandsplanung ruiniert

Die Deutschen sparen sich arm – richtig gehört. Die Inflation ist weit höher als die Zinsen. Unterm Strich steht somit ein Minus, das heißt, wer spart wird ärmer. Wer’s nicht glaubt, muss nur Zinsen und Inflation vergleichen. Das Realvermögen schrumpft schon seit Jahren. Ruhestandsplanung wird zum Minus-Geschäft.

Wer schon mal auf dem Münchner Oktoberfest war, weiß was Geldentwertung heißt. Bekam der Wiesn-Besucher die Maß 2008 noch für 8,30 Euro, so zahlt er 2018 bereits 11,50 Euro dafür. Das ist eine Inflationsrate von 3,3 Prozent. Anders ausgedrückt, seine 8,30 Euro von damals sind heute noch 5,99 Euro wert, also nur noch eine halbe Maß – und die gibt’s auf dem Oktoberfest nicht. Bei einer Inflation von zwei Prozent, so wie es die Europäische Zentralbank (EZB) anstrebt – und mittlerweile erreicht hat – sind in zehn Jahren aus einem Euro 82 Cent geworden. Übrigens, kann das jeder mit dem Inflationsrechner selbst ausrechnen. Im November betrug die Inflationsrate laut Statistischem Bundesamt sogar 2,3 Prozent. Niemand sollte angesichts der Probleme in der Euro-Zone hoffen, dass sich das so schnell ändert. Italien verschuldet sich immer höher, Frankreich auch – da kann eine EZB die Zinsen nicht erhöhen.

Ruhestandsplanung im Eimer

Wenn die Inflation höher ist als die Zinsen, dann schrumpft das Realvermögen, sprich das, was sich Verbraucher dafür leisten können. Nominal hat der Sparer zwar morgen noch genau so viel auf dem Konto wie heute, nur kann er sich damit immer weniger kaufen. Also wird er immer ärmer. Klingt logisch, oder? Nicht für die Deutschen. Entweder können oder wollen sie nicht rechnen, denn wie anders lässt sich erklären, dass im dritten Quartal 2018 laut Bundesbank mehr als 2,37 Billionen Euro – in Ziffern 2 371 000 000 000 – unter Matratzen, auf Giro- und Tagesgeldkonten und Sparbüchern vor sich verkommen.

„Nur“ 640 Milliarden Euro waren in Aktien und 576 Milliarden in Fonds investiert. Das Vermögen zerrinnt den Deutschen Monat für Monat zwischen den Fingern, weil es für Sparguthaben und für Tagesgeld keine Zinsen mehr gibt. Dabei bräuchten sie das Geld so dringend im Alter, um die Versorgungslücke zu schließen, die sich durch die Absenkung des Rentenniveaus immer weiter öffnet.

Draghi lacht sich ins Fäustchen

Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) und damit Urheber dieser finanziellen Katastrophe, lacht sich ins Fäustchen. Warum sind die Deutschen auch so blöd, denkt er sich im Stillen. „Selber schuld“, so sein Kommentar, den er mittlerweile schon mehrfach geäußert hat. Ihm ist egal, dass die Deutschen durch die Minus-Zins-Politik der EZB enteignet werden.  Seit 2011, so hat die comdirect ausgerechnet, verlieren die Deutschen pro Jahr dieser systematischen Enteignung geschuldet mehr als 34 Milliarden Euro, umgerechnet auf jeden Haushalt sind das 872 Euro Realzinsverlust.

Sozialkassen werden durch EZB geschröpft

Das Perfide daran, auch die gesetzliche Rente ist von Draghis Enteignungspolitik betroffen, denn die Deutsche Rentenversicherung muss ihre Reserven bei der EZB parken, wo sie Strafzinsen zahlt. Das gleiche gilt für die anderen Kassen der Sozialversicherung. Vater Staat freut sich drüber, denn er bekommt Geld geschenkt, ja noch besser, Gläubiger zahlen ihn sogar dafür, dass sie ihm Geld leihen dürfen.

Betriebsrentner leiden unter Draghi

Selbst, wer eine Betriebsrente in Form einer Kapitallebensversicherung hat, wird am Ende deutlicher weniger bekommen, als er einmal gedacht hat. Denn die Versicherungskonzerne verlieren wegen Draghi ebenfalls Geld, da sie das Geld der Versicherten ja weitgehend in Staatsanleihen anlegen müssen, die nichts mehr bringen, zumindest die neueren.

Rentenniveau bei 48 Prozent eingefroren

Düstere Aussichten für die kommenden Jahre, in denen die Babyboomer-Generation in Rente geht, denn das Rentenniveau von derzeit 48 Prozent wird auf diesem Stand eingefroren – vorerst nur bis 2025, was danach passiert, kann sich jeder selbst ausrechnen. Der Staat muss angesichts der Babyboomer-Welle zwangsläufig das Rentenniveau senken, um die Renten zahlen zu können. Nachkommende Generationen schauen in die Röhre.

Leider wird sich daran auch so schnell nichts ändern, wie die Vermögensberater von Ypos meinen. Eine nachhaltige Wende der Geldpolitik in der Eurozone erscheine nur sehr schwer vorstellbar. „Die finanzielle Repression ist also heute in den Schlagzeilen kaum noch präsent, aber in den Auswirkungen auf die Vermögensentwicklung wirkungsvoller denn je“, so Ypos.

Systematischer Vermögensverzehr

Wie hoch der Vermögensverzehr ist, zeigt die Grafik von Ypos. Bei einer Inflationsrate von 2,3 Prozent verlieren Anleger mit fast allen Anlageformen Realvermögen, sprich Kaufkraft. Nur noch mit Schrottanleihen ist Geld zu verdienen, allerdings gehen Anleger damit eine extrem hohes Risiko ein.

ypos-inflationscheck

Der Inflationscheck von Ypos zeigt klar, dass sich mit den üblichen Sparformen das Vermögen nicht erhalten lässt. Wer sein Geld auf dem Sparbuch oder Tagesgeldkonto bunkert, verliert systematisch Kaufkraft. Quelle: Ypos




Crowdfunding – eine Alternative für den Ruhestand?

Auf dem Sparbuch gibt’s keine Zinsen mehr und für Staatsanleihe auch nicht. Wie also im Ruhestand Geld anlegen? Schon mal über die Alternative Crowdfunding nachgedacht? Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach – viele Kleine finanzieren ein größeres Projekt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) unter ihrem Chef Mario Draghi schmiert Anleger mit ihrer Nullzinspolitik aus. Crowdfunding ist eine Alternativen, um sich davon unabhängig zu machen – unkonventionell, aber durchaus lohnend.

Was ist Crowdfunding?

Crowdfunding ist in den letzten Jahren sehr beliebt geworden. Dabei investieren viele kleine Anleger in ein Projekt, um es zu realisieren. Diese Gruppenfinanzierung bietet sich für verschiedenen Bereiche an.

Immobilien als Chance

Besonders beliebt ist Crowdfunding bei Immobilien. In den vergangen zehn Jahren hat das Immobilien-Crowdfunding in Deutschland einen regelrechten Boom erfahren und liegt deutlich vor allen anderen Crowdfunding-Arten. Ein Grund dafür: Fast jeder kann sich etwas darunter vorstellen, deshalb liegen hier die Hürden des ersten Investments längst nicht so hoch. Interessant sind aber vor allen Dingen die kurzen Laufzeiten und die hohen Verzinsungen.

Wie funktioniert Immo-Crowdfunding?

Eine Crowdfunding-Plattform kümmert sich um alles, sprich um Finanzierung, Prüfung der Baugenehmigung und Abwicklung der Zahlung. Sie ist Mittler zwischen Investoren und Baufirma. Die Anleger erfahren, wie weit der Bau fortgeschritten ist und wie es um die Finanzierung steht. Die Crowdfunding-Plattform sucht die Projekte aus, schließlich muss sie den Kopf hinhalten, wenn etwas schief läuft. Für den Anleger ist es wichtig, sich die Crowding-Plattform genau anzuschauen. Wie die richtige Crowding-Plattform finden? Ein guter Anlaufpunkt für Kleinanleger ist sicherlich das Portal Exporo, das unter https://www.tagesgeldzinsen.com/ etwas genauer unter die Lupe genommen wird.

Hinter den eigentlichen Projekten stehen Baufirmen, die das Projekt und die Vertragsgestaltung vorstellen. Sie haben dann meist zwei bis sechs Wochen Zeit, um die gewünschte Summe zusammen zu bekommen. Das Geld kommt in dieser Zeit auf ein Treuhandkonto.

18 bis 36 Monate Laufzeit

Immobilien-Crowdfunding-Projekte laufen in der Regel über 18 bis 36 Monate, mit denen Investoren zwischen vier bis sechs Prozent jährlich verdienen können, wobei die Konditionen vom Projektgeber vorgeschlagen werden. Durch die ganze Struktur der Plattformen und der Verträgen, die beim Crowdfunding abgeschlossen werden, ist diese Anlagemöglichkeit relativ sicher. Dies ist sicher auch einer der Gründe, warum sie immer beliebter wird.

Wichtig zu wissen, bei den meisten Immobilienprojekten ist Crowdfunding nur ein Teil der Gesamtfinanzierung. Immobilienprojekte werden häufig zum größten Teil mit Bankkrediten finanziert. Dies bietet den Anlegern noch mehr Sicherheit. Durch das höhere Eigenkapital mit dem Crowdfunding können Bauunternehmer bessere Konditionen bei den Banken heraushandeln und das ganze Projekt effizienter abwickeln. Dadurch können dann auch Kleinanlegern höhere Zinserträge ausgezahlt werden. Eine gute Lösung für beide Parteien.

Disclaimer:

Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier enthaltenen Aussagen sind nicht als Angebot oder Empfehlung bestimmter Anlageprodukte zu verstehen. Dies gilt auch dann, wenn einzelne Wertpapiere oder Investments erwähnt werden. Der Beitrag soll lediglich einen Überblick über die Möglichkeiten geben und die selbständige Anlageentscheidung erleichtern.