Die beliebtesten Fernreiseziele im Winter

Nebel, Kälte, Nieselwetter, Matsch und Schneeregen – und dazu noch die kürzer werdenden Tage. Wenn der Winter in Deutschland Einzug hält, wollen viele von uns dem Grau-in-Grau entfliehen und planen einen Winterurlaub in sonnigen Gefilden. Was sind die beliebtesten Fernreiseziele im Winter? Wohin zieht es die Deutschen? Was ist dabei zu beachten?

Sri Lanka – Teeplantagen und Elefantenwaisenhaus

Viele verbinden mit der im indischen Ozean gelegenen Insel nur eines: das dramatische Tsunami-Unglück vor 14 Jahren. Auch wenn hier und da die Folgen des Unglücks noch zu sehen sind, beeindruckt Sri Lanka – eines der beliebtesten Fernreiseziele – mit exotischer Flora und Fauna und kulinarischen Köstlichkeiten. Neben Reis und Gewürzen wird vor allem Tee angebaut. Touristen können sich übrigens selbst als Pflücker versuchen, um hautnah zu erleben, wie Tee kultiviert, geerntet und fermentiert wird. Im Hochland gedeiht der Tee am besten, rund um Nuwara Eliya. Besonders reizvoll ist eine Fahrt mit der Bahn durch die grün leuchtende Landschaft. Von Geckos über Schildkröten bis hin zu Elefanten – auch die Tierwelt der Insel beeindruckt. Ein Besuch eines Elefantenwaisenhauses oder einer Schildkrötenaufzucht lohnt sich auf jeden Fall und schenkt tolle Urlaubserinnerungen.

Reiseapotheke für Fernreiseziele

Gerade in den südostasiatischen Ländern ist es immer von Vorteil, sich vor der Reise über benötigte Impfungen schlau zu machen und die Reiseapotheke mit Hilfsmitteln zu füllen. Auf das Erscheinen folgender Beschwerden sollten Fernreisende vorbereitet sein:

• Magen-Darm-Erkrankungen
• Kopfschmerzen
• Halsschmerzen
• Erkältung

Auch ist es nie verkehrt, einen Schutz gegen Mücken in den Koffer zu packen, um die lästigen Insekten im Urlaub fernzuhalten.

Thailand – tropische Strände und beeindruckende Tempel

Ob Entspannung an traumhaften Sandstränden oder turbulentes Großstadtleben in der Metropole Bangkok: Thailand ist ebenfalls eines der beliebtesten   Fernreiseziele und besonders bei deutschen Urlaubern beliebt. Das südostasiatische Land hat außerdem noch einiges an Kultur zu bieten. Am beliebtesten sind hier die prachtvollen Tempel und Königspaläste, in denen Touristen ein Stück der buddhistischen Kultur kennenlernen können. Auch in Thailand ist es, wie in allen tropischen Ländern, wichtig, sich vorher über benötigte Impfungen und die richtige Zusammenstellung der Reiseapotheke zu informieren. Aufgrund der für uns fremden Küche und der geringeren Hygienestandards, sollten Mittel gegen Durchfall oder Sodbrennen Teil des Gepäcks sein.

Übrigens, mittlerweile verbringen viele Rentner auch ihren Ruhestand in Thailand und fühlen sich dort ganz wohl.

Florida – Karibik-Feeling im Sonnenschein-Staat

Florida überzeugt vor allem durch das ganzjährige warme Klima und der Kombination aus traumhaften Stränden und amerikanischer Lebensart. Nicht von ungefähr ist Florida ebenfalls eines der beliebtesten Fernreiseziele. In den Großstädten Miami und Orlando sorgen ausgiebige Shoppingtouren und die lateinamerikanische Kultur für einen abwechslungsreichen Urlaub. Die berühmten Florida Keys, eine Inselgruppe an der Südspitze des Bundesstaates, schenken Tauch- und Schnorchel-Begeisterten durch die lebenden Korallenriffe atemberaubende Erlebnisse. Auch Kinder können durch den Besuch der in Orlando gelegenen Themen- und Vergnügungsparks einen unvergesslichen Urlaub erleben.

Außer den Standardimpfungen sind für dieses Fernreiseziel keine weiteren Schutzimpfungen vorgesehen. Die ärztliche Versorgung und die Verfügbarkeit von Medikamenten sollte ebenfalls kein Problem darstellen, dennoch ist es mit Sicherheit sinnvoll, auch hier Hilfsmittel wie den geeigneten Mückenschutz einzupacken.

Kuba – heiße Rhythmen und karibische Lebensfreude

Südlich von Florida gelegen, überzeugt die karibische Insel mit weißen Sandstränden und der besonderen Lebensfreude der Einheimischen. Durch die amerikanischen Oldtimer schafft das zum Weltkulturerbe ernannte Kuba einen ganz besonderen Flair, den es wahrscheinlich in dieser Form sonst nirgends gibt. Ob ein Abendprogramm mit Salsa-Tanzkursen oder mit Rum-Cocktails wie einem Cuba Libre in der Hand: Die Einzigartigkeit Kubas bleibt wohl den meisten Urlaubern unvergesslich. Kuba ist eines der Fernreiseziele, die gerade in den vergangenen Jahren immer beliebter wurden.




Wie jede auch mit 60plus noch umwerfend aussehen kann

Stil ist keine Frage des Alters. Auch mit 60plus noch umwerfend aussehen – ist durchaus möglich. Schauspielerinnen wie Helen Mirren, Meryl Streep, Catherine Deneuve und Iris Berben beweisen, dass Frauen ab 60 Stilikonen und sogar modische Vorbilder für jüngere Generationen sein können.

Natürlich steht hinter dem perfekten Aussehen der Stars eine ganze Entourage an Stylisten, ließe sich einwenden. Doch auch „normale“ Frauen im reifen Alter können ganz ohne persönliche Mode-Assistenten, Schönheits-OPs und Bildbearbeitung attraktiv aussehen. Wie geht das, mit 60plus noch umwerfend aussehen?

Seinen Typ kennen und Vorzüge betonen

Für viele sind Schönheit und Jugend ein unzertrennliches Paar. Doch guter Stil und ein attraktives Äußeres kennen kein Alter. Der Psychologe Frieder Lang erklärt sogar: „Wir wissen aus zahlreichen Studien: Wer mit 20 oder 30 mit dem eigenen Aussehen unzufrieden war, kann sich mit 50 oder 60 dann auf einmal doch sehr attraktiv fühlen“. Mit 60plus noch umwerfend auszusehen, ist längst kein Problem.

Mit 60plus noch umwerfend aussehen

Dazu ist es weder nötig, in den Kleiderschrank der Tochter zu greifen, noch tagein tagaus das klassische Twinset in Beige mit blickdichten Strumpfhosen und Pumps zu tragen. Älterwerden hat schließlich den Vorteil, sich selbst zu kennen. In dem Alter wissen die meisten Frauen, was ihnen steht und welche Vorzüge es gilt zu unterstreichen. Warum nicht auch mal etwas Neues ausprobieren? Wer hindert einen daran? Die Kategorien „altersgemäß“ oder „nicht-altersgemäß“ haben ausgedient.

Wer sich inspirieren lassen will – die Zeitschrift Bild der Frau hat Vorschläge für vier verschiedene Mode-Typen zusammengestellt, speziell für die Frau ab 50. Vermutlich erkennt sich jede Frau dieses Alters selbst wieder:

  • die Klassische fällt mit schlichter Eleganz auf und folgt nicht jedem Trend;
  • die Farbenfrohe weiß, wie man Farben und Muster richtig kombiniert;
  • die Entspannte liebt Bequemlichkeit, verzichtet dabei aber nicht auf gutes Aussehen;
  • und die Vintage-Liebhaberin experimentiert gern und kombiniert gekonnt neue Trends mit Klassikern zu einem einzigartigen Look.

Styling-Tipps für reife Frauen

Viele Frauen ab 60 trauen sich nicht, Neues und Ausgefallenes auszuprobieren, um nicht krampfhaft jugendlich zu wirken. Doch heutzutage gibt es kein Verfallsdatum für Jeans, kurze Röcke und mutige Farben. Auch im Alter ist Zurückhaltung kein Muss. Also, warum nicht einfach mal in den Farbtopf greifen und damit Akzente setzen in Kombination mit klassischen Kleidungsstücken in gedeckten Farben? Das heißt nicht, sich ausschließlich mit Basics zu kleiden. Warum nicht die eigenen Lieblings-Mode-Klassiker kombinieren mit aktuellen Mode-Trends? Wer sich nicht traut, nimmt im Zweifelsfall die Enkelin als Beraterin zum Einkaufen mit.

Im Alter haben nur die wenigsten Frauen noch Kleidergröße 36/38. Zugegeben, das schränkt die Auswahl an passender modischer Kleidung ein. Aber dafür gibt’s ja das Internet. Wie wäre es mit einer der eleganten, klassischen Jacken aus dem Sortiment spezialisierter Anbieter für große Größen und sie mit einer modernen Jeans kombinieren?

Die Zeiten von obligatorischen Kurzhaarschnitten und Dauerwellen für Frauen ab 60 sind vorbei. Der Friseur darf ruhig mal eine Frisur vorschlagen, die den eigenen Gesichtszüge schmeichelt. Wer sagt überhaupt, dass lange Haare nicht altersgemäß sein können? Wichtig ist nur, sich damit wohl zu fühlen.

Wohlbefinden verleiht Attraktivität

So ein bisschen kann jede Frau etwas für sich tun, unabhängig von Modetrends und Stilfragen. Anti-Aging ist mehr als nur ein Wort. Wer sich gesund ernährt, sich viel bewegt, Stress aus seinem Leben so weit wie möglich verbannt und sich selbst nicht allzu ernst nimmt, fördert das seelische und körperliche Wohlbefinden. Das wirkt sich auf die Ausstrahlung aus. Auch Elke Krüsmann, Modeberaterin und Autorin des Buches „Endlich Lady! Älterwerden muss nicht beige sein“, ist der Meinung, dass Humor und Selbstironie wichtiger sind als ein ideales Outfit. Schließlich helfen sie gegen die „unangenehmste Begleiterscheinung des Älterwerdens“, nämlich die Verbitterung. Es ginge im Alter nicht mehr darum, modisch zu sein, sondern zu wissen, was einem steht und ob die Kleidung dem inneren Esprit entspricht.

Bildrechte: Flickr Helen Mirren „Woman In Gold“ at Opening Ceremony of the 28th Tokyo International Film Festival Dick Thomas Johnson CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten




Jahresrückblick 2017 – die wichtigsten Themen und Köpfe

Wie war 2017? Ein Jahresrückblick. Höchste Zeit, so kurz vor Silvester mit den besten Bildern und Beiträgen das Jahr Revue passieren zu lassen. Es war spannend, manchmal frustrierend und inspirierend. 2017 war sicher, so viel vorweg, ein Jahr des Umbruchs.

Der Jahresrückblick

Januar

Rente ist komplex, das haben viele, aber längst nicht alle begriffen. Deswegen startet 2017 mit einem Quiz. Reden wir über Demografie und Nachhaltigkeit …

Wie gut kennt ihr euch mit Rente aus? Das ultimative Renten-Quiz

 

Zum 1. Januar 2017 ist die Riester-Rente 15 Jahre alt geworden. Aber so jung sie auch ist, hat sie bereits ausgedient. Die ersten Versicherer steigen aus dem Riester-Geschäft aus – und die Zahl der Riester-Verträge stagniert schon seit 2013.

Die Riester-Rente hat ausgedient – Versicherer steigen aus

Der Chef der Europäischen Zentralban (EZB), Mario Draghi, enteignet die Deutschen – und die können nur wütende die Faust ballen. Draghi zuckt nur mit den Schultern: “selber schuld”, so sein Kommentar. Zinsen sind abgeschafft, wer’s nicht begreift, spart sich arm.

Wie Draghi die Deutschen systematisch enteignet

Das Buch von Ingrid Meyer-Legrand in ihrem Buch „Die Kraft der Kriegsenkel“ lässt eine ganze Generation aufhorchen. Wir, die wir Mitte der 50er und Anfang der 60er-Jahre geboren wurden, werden uns und unserer Geschichte bewusst. Wie sind wir geworden, was wir sind?

Kriegsenkel, Babyboomer, Generation X – wer sind wir und was steckt in uns?

Februar

SolidarrenteRentenniveauMindestlohn – der designierte Kanzlerkandidat der SPD, Martin Schulz, dreht am Sozialrad und will die Agenda 2010 von Ex-Kanzler Gerhard Schröder ein großes Stück zurückdrehen. Er wird – noch – gefeiert von seinen Genossen und der Presse.

Wie Kanzlerkandidat Schulz die Agenda 2010 zurückdrehen will

Forderungen nach einem Kinderbonus bei der Rente werden laut? Die CSU will einen „Kinderbonus“ erstreiten. Es wird wieder über die Erziehungsleistung von Eltern gesprochen.

Warum ein Kinderbonus für Eltern bei der Rente nötig ist

März

Die Babyboomer kommen langsam ins Rentenalter – und können sich schon mal mit ihrer jährlichen Renteninformation einstimmen. Was steht da drin und was bedeutet das?

Wie lese ich meinen Rentenbescheid und was bedeutet das?

Der Staat plündert die Rentner aus – das wird vielen so langsam bewusst. Besonders schlimm trifft es die Besitzer einer Direktversicherung und Mitglieder von Pensionskassen, denn ihnen nehmen Staat und Sozialversicherung annähernd ein Fünftel weg.

Wie der Staat Rentner um einen Teil der eigenen Altersvorsorge bringt

April

Finanzminister Wolfgang Schäuble will eine Grenze von 5000 Euro bei Barzahlungen einzuführen. Bürger empfinden das als Gängelung und Einschränkung ihrer Freiheit.

Fiskus will Bürger beim Bargeld gängeln

Die Renten steigen, weswegen immer mehr Rentner Steuern zahlen müssen. Viele fühlen sich damit überfordert und verstehen die Welt nicht mehr.

Was Rentner bei der Steuererklärung beachten sollten

Mai

Superfood ist derzeit im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde – von exotischen Goji-Beeren, Noni-Saft, Chia-Samen, Matcha, Quinoa bis zu Chia-Samen. Dabei können es heimische Früchte und Samen durchaus mit den Exoten aufnehmen. Was ist dran an Super-Food?

Was so super am Superfood Ingwer ist

Das war’s dann! Nach 37 Berufsjahren als Journalist endet mein Leben als angestellter Redakteur. 37 Jahre, die geprägt waren von Umbrüchen und Verwerfungen. Sie haben eine die Branche umgetrieben und treiben sie immer noch um. Keine Themenkonferenzen mehr, kein Scribbeln, kein Redaktionsschluss, kein Termindruck. Um dem Rentenschock zu entkommen, habe ich für mich beschlossen, die neue Phase mit einem Tapetenwechsel einzuleiten und zu verreisen. Das wird nicht irgendeine Reise – keine Weltreise, kein Segeltörn, kein Abtauchen in Südindien oder das Abmühen mit dem Jakobsweg, sondern eine ganz besondere: meine persönliche Tour de France. Am 20. Mai ging’s los.

Tapetenwechsel zum Abschied – Neubeginn zur Rente

Juni

Grenoble, Gap, Digne, Canne, Marseille, Aix-en-Provence, Avignon – über die Seealpen, an die Côte d’Azur, weiter Richtung Provence. Jeden Tag 70 bis hundert Kilometer radln. Hitze, Durst, Wadenkrämpfe, Hexenschuss – und die Suche nach einer Unterkunft. Mai und Juni sind geprägt von meiner persönlichen Tour de France, die mich auch ans Limit gebracht hat.

Tag 12 meiner Tour de France

Ich treffe mich mit meiner Ältesten und Schwiegersohn Moritz in Avignon. Wir radln gemeinsam am Mittelmeer entlang Richtung Barcarès nahe Perpignan. Es ist heiß, aber es macht ungemein Spaß. Freiheit auf zwei Rädern.

Tag 19 meiner Tour de France

Tag 22 meiner Tour de France Rund 1300 Kilometer liegen zwischen dem Col de La Faucille und Barcarès, ein verbogener Gepäckträger, zwei neue Fahrradmäntel, zwei neue Trinkflaschen, ein Hexenschuss, Lippenherpes und eine Magen-Darm-Infektion. Nicht zu vergessen ein Platten, viele Tausende verbrauchter Kalorien sowie ein wundgescheuerter Hintern.

Tag 22 meiner Tour de France

Letzter Tag meiner Tour de France – mein Rad-Navi zeigt 1752 Kilometer an, 19 574 Meter Steigung, 147 Stunden total, maximale Höhe 1351 Meter, 87 897 verbrauchte Kalorien und 87 Stunden im Sattel – und weil ich das Navi versehentlich aus- statt abgeschaltet habe, darf ich noch 98 Kilometer addieren. Das heißt, ich habe insgesamt 1848 Kilometer zurückgelegt – in vier Wochen, mit zwei Pausen. Ja, das alles war dann in Bordeaux vorbei. Schon Tage vorher ereilte mich die Nachricht, dass meine Schwiegermutter im Krankenhaus liegt und wohl dringend Hilfe braucht. Innerlich wehrte ich mich noch dagegen, meine Tour abzubrechen, unterbewusst dämmerte mir jedoch, dass von mir erwartet wird, mich darum zu kümmern. Ich überlegte hin und her, wie ich von Bordeaux nach Straßburg komme. Mit dem Zug, mit dem Bus – oder mit dem Flieger? Glücklicherweise war noch ein Platz im Radabteil des TGV frei, so dass ich den Zug um 7.23 Uhr nahm. Ein bisschen Wehmut beschlich mich doch. Soweit gekommen – und jetzt einfach aufhören. Adieu – und vielleicht gibt’s ja eine Fortsetzung der Tour

Ende meiner Tour de France

Juli

Nach der satten Rentenerhöhung 2016 können sich die Rentner auch in diesem Jahr auf eine spürbare Erhöhung ihrer Ruhestandsgelder freuen. Um wie viel die Renten 2017 steigen? Im Osten steigen die Renten zum 1. Juli 2017 um 3,59 Prozent, im Westen um 1,90 Prozent.

Um wie viel die Renten zum 1. Juli 2017 steigen

Der Wahlkampf kommt langsam in Fahrt. Die Wahlprogramme liegen auf dem Tisch. Was bringen die Wahlprogramme für Rentner? Was kosten sie Rentnern? Was darf der erwarten, der fürs Alter vorsorgt? Ein Vergleich bringt Licht ins Dunkel.

Was Wahlprogramme der Parteien für Rentner bedeuten

August

Die Diesel-Diskussion kocht hoch. Viele fühlen sich von der Autobranche verschaukelt. Offensichtlich nimmt es die Autobranche nicht sonderlich ernst mit dem Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit, die in Artikel zwei des Grundgesetzes verankert ist. Wie anders ließe sich sonst erklären, dass ihre Dieselfahrzeuge ein Vielfaches an Stickoxide hinauspusten wie erlaubt?

Wie die Autobranche unsere Gesundheit ruiniert

Die Sozialabgaben steigen und steigen und steigen … rund 30 Prozent dessen, was die Deutschen jährlich erwirtschaften, wurde im vergangenen Jahr für Soziales ausgegeben. Das sind mittlerweile 918 Milliarden Euro – 30 Milliarden Euro oder 3,4 Prozent mehr Sozialabgaben als im Jahr davor. Wann ist die Billionen-Marke überschritten?

918 Milliarden Euro für Sozialausgaben

September

Immer mehr Menschen verarmen im Alter und sind auf Grundsicherung angewiesen. Mittlerweile beziehen mehr als eine halbe Million über 65-Jährige Grundsicherung – ein Anstieg von mehr als 36 Prozent.

Halbe Million Rentner auf Grundsicherung angewiesen, Armutsrisiko steigt

Wer sein ganzes Berufsleben gesetzlich krankenversichert war, hat im Alter kein Problem. Dumm nur, wer zwischenzeitlich privat krankenversichert war – der blutet in der Rente. Seit August 2017 dürfen einige Rentner allerdings auf niedrigere Krankenkassenbeiträge hoffen, denn eine Gesetzesänderung entschärft die sogenannte 9/10-Regelung.

Wie sich Rentner doch noch günstiger versichern können

Ach ja, am 24.September war ja noch Bundestagwahl. CDU/CSU und SPD könnten zwar wieder eine große Koalition bilden, sie erreichten 53,4 Prozent der Stimmen. Die SPD will aber nicht mehr. Das Tauziehen um eine neue Regierung beginnt – und ist, wie wir alle wissen, noch immer nicht beendet.

Oktober

Kennen Sie die Höhe Ihrer Rente? Wenn nein, sind Sie in guter Gesellschaft, denn laut Bankenverband kennen zwei von drei Deutschen ihre Rente nicht. Da wäre es doch toll, wenn es ein „Rentenkonto“ für jeden Bürger gäbe. Aber wie realistisch ist ein solches Rentenkonto für alle? In so einem Rentenkonto sollte detailliert drinstehen, wie viel jeder an Altersvorsorgeansprüche zu erwarten hat.

Ist ein Rentenkonto für alle die Lösung?

Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Andrea Nahles verkauft doch tatsächlich alle, die fürs Alter vorsorgen für dumm. Viele investieren Monat für Monat Geld in die betriebliche Altersvorsorge, aber am Ende rechnet sich diese Investition nicht, weil Staat und Sozialversicherung den Altersvorsorger schröpfen. Das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) soll die Betriebsrenten stärken, tatsächlich ist es eine Mogelpackung. Denn, Andrea Nahles unterscheidet dabei zwischen „guten“ Riesterern und „schlechten“ Direktversicherten. Jeder, der eine Riester-Rente abschließt oder abgeschlossen hat, muss in der Auszahlungsphase künftig keine doppelten Beiträge mehr zur Krankenversicherung zahlen, alle anderen, die per Entgeltumwandlung in eine Direktversicherung einzahlen, müssen aber doppelte Beiträge zahlen.

Wie Andrea Nahles Altersvorsorger für dumm verkauft

Hat der Weltspartag ausgedient? Sparen bei Nullzinsen – lohnt sich das noch? Wie geht Sparen heute?

Hat der Weltspartag ausgedient? Wie geht Geldanlegen im Zinstief

Brauchen bloggende Männer eine eigene Plattform? Ja! Bloggende Frauen netzwerken schon längst, Männer sind da eher im Hintertreffen. Das muss ja nicht so bleiben, deswegen gibt es seit kurzem mit menbloggers eine Plattform für bloggende Männer und Männerthemen. Menbloggers geht an den Start.

Warum bloggende Männer eine eigene Plattform brauchen

November

Zeitweise sah so aus, dass die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren entweder ganz oder teilweise vor dem Aus steht. Schwarz-Gelb-Grün, sprich die künftige Jamaika-Koalition plante, diese Regelung zu beschneiden. Noch folgt Dementi auf Dementi, aber Rentenanwärter sollten sich schon mal darauf einstellen, dass dieses Gesetz geändert wird.

Abschlagsfreie Rente mit 63 vor dem Aus?

Sparen und selbst enteignen – wie passt das zusammen? Ganz einfach, wenn die Inflation höher ist als die Zinsen, dann schrumpft das Realvermögen. Nominal hat der Sparer zwar morgen noch genau so viel auf dem Konto wie heute, nur kann er sich damit immer weniger kaufen. Also wird er immer ärmer.

Wie sich deutsche Sparer systematisch selbst enteignen

Bei der Altersvorsorge ist Dänemark Spitze, gefolgt von den Niederlanden, Deutschland ist nur Mittelmaß und rangiert auf dem 13. Platz. Im Vergleich der Altersvorsorgesysteme in 30 ausgesuchten Ländern kommt Deutschland nur auf einen mittelmäßigen 13. Platz.

Dänen haben beste Altersvorsorge – Deutschland nur Mittelmaß

Dezember

Wie die Europäische Zentralbank (EZB) unter ihrem Chef Mario Draghi deutsche Rentner und Krankenversicherte abzockt. Seine  Negativzinsen zehren an den Rücklagen der Deutschen Rentenversicherung und kostet Rentner Kaufkraft. Draghis lässt auch die Krankenkassen bluten und damit die Versicherten.

Wie Draghi deutsche Rentner und Krankenversicherte abzockt

Recht haben und Recht bekommen, sind zwei Paar Stiefel – das müssen alle Direktversicherungsgeschädigte wieder einmal schmerzlich erfahren. Wer gegen das Unrecht der Doppelverbeitragung seiner Direktversicherung klagt, wird von den Richtern mit Mutwillgebühren geblockt.

Richter blocken mit Mutwillgebühren Klagen ab


Tote des Jahres

Mal ganz abgesehen von Rente, Niedrigzins und Gebühren sind 2017 einige Ikonen, Künstler, Politiker, Denker und Schauspieler unserer Jugend gegangen

Januar

Bereits am 10. Januar starb Roman Herzog mit 82 Jahren, der ehemalige Bundespräsident bleibt mit seinem Satz „Durch Deutschland muss ein Ruck gehen“ im Gedächtnis.

Februar

Am 12. Februar stirbt Jazz-Sänger Al Jarreau

März

am 18. März legt Chuck Berry seine Gitarre für immer zur Seite

April

am 12. April legt Michael Ballhaus die Kamera zur Seite

Mai

Am 3. Mai geht Schauspielerin und Sängerin Daliah Lavi
am 23. Mai stirbt „James-Bond“-Schauspieler Roger Moore

Juni

am 10. Juni stirbt der Sänger Gunter Gabriel
am 16. Juni geht Ex-Kanzler Helmut Kohl für immer
am 20. Juni verlässt Christel Sembach-Krone die Manege
am 22. Juni hört Gunter Gabriel endgültig auf

Juli

am 2. Juli verstummt der Gesang von Chris Roberts

August

am 20. August starb der Komiker Jerry Lewis mit 91 Jahren

September

Am 12. September starb Heiner Geißler
am 27. September starb Gründer des „Playboy“ Hugh Hefner

 

Oktober

am 24. Oktober starb die Rock-Legende Fats Domino

November

am 6. November verlässt Bond-Girl Karin Dor die Leinwand

Dezember

am 6. Dezember stirbt Rockstar Johnny Hallyday

 




Wenn Senioren die Lust am Pokern packt

Pokern nur was für Midlifers? Von wegen. Die Senioren entdecken den Reiz des Pokerns und machen jüngeren Spielern sogar noch etwas vor. Vor allem in den USA ist Poker bei Senioren auf dem Vormarsch.

Schafkopf in Bayern, Skat im Norden – die Deutschen stehen eher auf diese beiden Kartenspiele. Skat ist sicher neben Poker besonders beliebt hierzulande. Um das Spiel herum ist eine richtige Vereinskultur gewachsen – mit lokalen, regionalen und deutschlandweiten Meisterschaften. Poker hat’s da etwas schwerer, aber auch für Poker gibt es eine Bundesliga.

Pokern in den USA populär

In den USA und Kanada ist das Verhältnis umgekehrt – da ist Poker das Spiel schlechthin. Gerade Ältere entdecken Pokern neu oder bekommen wieder Lust drauf. Anders als die Jungen oder Midlifers, sprich die Generation der 40- bis 50jährigen, die gern auch online zockt, da sie mit Online-Zahlsystemen aufgewachsen ist, treffen sich die Älteren lieber offline, sprich in kleiner Runde.

Senior Poker Tour am Start

Viele würden staunen, wie Rentner in den USA aufs Pokern abfahren. Mittlerweile hat sich eine eigene Alten-Poker-Kultur entwickelt. Ergebnis dieses Trends ist die  Senior Poker Tour (SPT). Auf einigen Poker-Seiten wird die SPT schon in einem Satz mit der World Series of Poker (WSOP) genannt, der größten Poker-Serie der Welt. Ob sich die SPT zu einem gleichrangigen Event entwickeln kann, muss sich erst noch zeigen. Die Zahl der potenziellen Spieler wird in den kommenden Jahren auf jeden Fall deutlich steigen, wenn die geburtenstarken Jahrgänge nach und nach in Rente gehen. Vielleicht entwickelt sich so etwas Ähnliches wie im Golf, wo es neben der normalen Tour auch eine Senior Tour gibt.

Ausgetragen wurde die SPT in Tunica, Mississippi in den USA. Gespielt wurde in der Variante No-Limits Hold’em mit Buy-Ins zwischen 50 und 350 Dollar. Das Main Event gewann Barry Schultz, der neben einem Geldgewinn auch das Startrecht für die WSOP Senior’s Championships in Las Vegas erhielt. Um seinen Start dort zu erleichtern, bekam er zusätzlich ein Starter-Paket im Wert von 2500 Dollar.

Spielen verbindet Senioren

Was reizt gerade Ältere an Skat, Schafkopf und Poker? Eine gesellige Runde mit Kartenspielen ist ein guter Aufhänger, um alte Freunde und Bekannte wieder an den Tisch zu bekommen. So fördert Schafkopf, Skat und Pokern den Gemeinschaftssinn; die Menschen reden wieder miteinander. Social Updating passiert beim Spielen so ganz nebenbei.

Ganz abgesehen davon, ist Kartenspielen Gehirntraining, denn bei Schafkopf, Skat und Poker müssen die Spieler mitdenken. Zum einen sind da die eigenen Karten. Das gedankliche Sortieren der Handkarten in die Gemeinschaftskarten und die daraus resultierenden Chancen verlangen Mitdenken. Dazu kommt, den Gegner richtig einzuschätzen.




Zehn Bücher, die Babyboomer und Bestager lieben werden

Babyboomer, Bestager – wir alten Knacker und alten Schachteln sind noch jung geblieben. Höchste Zeit, sich dessen wieder bewusst zu werden. Wenn uns das schon die Anderen nicht zugestehen, dann braucht’s Selbstmotivation. Warum nicht per Buch. Zehn Bücher, die Babyboomer und Bestager lieben werden.

Übrigens, diese Bücher sind auch prima Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke. Ideal zum Verschenken. Zu Weihnachten empfiehlt vorunruhestand zehn Bücher für die 60plus-Generation – von Opoczinski bis Prosinger.

Top-Ten Bücher für Babyboomer und Bestager

  1. Michael Opoczinski: „Aussortiert und Abkassiert, Altwerden in Deutschland“,
    19,99 Gütersloher Verlagshaus, 2016

    Michael Opoczynski Aussortiert und Abkassiert

    Was heißt es, in Deutschland alt zu werden? Dieser Frage ist Michael Opoczynski in seinem Buch „Aussortiert und Abkassiert“ nachgegangen und kommt zu erstaunlichen Erkenntnissen. Was passiert heute mit den Alten? Werden sie von „skrupellosen Finanzberatern ausgenommen, in unzumutbaren Pflegeheimen entsorgt, ausgegrenzt bei der Arbeitssuche, diskriminiert wegen ihres Alters“? Ist das wirklich so? Der Blick fällt auf die anderen Alten, die ihr Leben aktiv leben, reisen, studieren, ihren Enkeln helfen, sich in der Integration von Flüchtlingen engagieren und ein Ehrenamt mit Elan ausfüllen. Wie fühlt sich Altwerden in Deutschland an?

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  2. Christiane Northrup:„Göttinnen altern nicht“, Arkana, 24,99 Euro

    Älterwerden ist nicht gleichbedeutend mit dem Verlust der Gesundheit, Schönheit oder dem Abgleiten in kulturelle Bedeutungslosigkeit. Niemand könnte das eindringlicher, überzeugender und leidenschaftlicher postulieren als die weltweit renommierte Gynäkologin und Bestsellerautorin Christiane Northrup.

  3. Holger BalodisDagmar Hühne:„Die Vorsorgelüge – Altersarmut durch private Vorsorge“, Ullstein Verlag, 7,99 Euro

    [amazon asin=B00885SDH6&template=iframe image]Private Altersvorsorge muss sein, so das Mantra der Politik. Doch schützen
    die Versicherungen wirklich vor Altersarmut? Holger Balodis und Dagmar
    Hühne decken auf, dass Riester, Rürup und Co. für mehr als 80 Prozent
    der Beitragszahler ein Verlustgeschäft ist – und womöglich der erste Schritt
    in die Altersarmut. Die großen Profiteure sind Versicherungen
    und der Staat. Ein Buch, das alle künftigen Rentner dieses Landes
    interessieren muss.

  4. Rainer Hellstern:Das Handbuch zur Rente im Ausland“, Books on Demand, 12,99 Euro als E-Book, 19,99 Euro als Taschenbuch

    [amazon asin=B013SSRR9C&template=iframe image1]Hellsterns Buch ist fast so eine Art Bibel für auswanderungswillige Rentner.
    Deswegen lohnt sich mehr als nur ein Blick in das 204-Seiten starke Werk,
    das übrigens von seinem Blog Auswandern-Handbuch begleitet wird.
    Er geht auf die Gründe ein, warum manche Rentner auswandern wollen.
    Er dringt bis zu den Feinheiten des deutschen Sozialversicherungsrechts
    vor und klärt über den Geldtransfer ins Ausland auf

  5. Wolfgang Prosinger: In Rente – der größte Einschnitt unseres Lebens, 9,99 Euro,

    Walter Prosinger - "In Rente"

    Nichts bedeutet eine größere Veränderung für unser Leben als der Renteneintritt. Denn wir werden ab der Grundschule vom Leistungsgedanken bestimmt: Schule schaffen, Job bekommen, Karriere machen etc. Plötzlich aber geht es nicht mehr um Leistung. Eine Konstante, die das Leben 60 Jahre lang bestimmt hat, bricht weg. Ist das ein Glücksfall, weil leidige Pflichten und Zwänge endlich wegfallen? Oder bedeutet es den Absturz in die Bedeutungslosigkeit und den Verlust des Lebenssinns?

  6. Jörg Zittlau:„Langweiler leben länger – über die wahren Ursachen eines langen Lebens“,
    Güterloher Verlagshaus, 17,99 Euro

    Ein Mann ist keine Altersvorsorge Helma Sick

    Langweiler haben ein schlechtes Image, aber gute Chancen alt zu werden, das hat Jörg Zittlau in seinem Buch „Langweiler leben länger – über die wahren Ursachen eines langen Lebens“. So ein  bisschen spielt das Erbgut natürlich eine Rolle, denn wer aus einer Familie mit Hundertjährigen kommt, hat gut Chance, selbst die Hundert zu erreichen. Darüber hinaus kommt es auf einen regelmäßigen Tagesablauf, einen pragmatisch-gelassenenen Pessimismus und Berechenbarkeit an. Zittlau plädiert deswegen für einen Lebensstil der unangestrengten Askese – neurotische Selbstüberschätzung und Aktionismus sind schlecht für ein langes Leben.

  7. Die Kraft der Kriegsenkel“ von Ingrid Meyer-Legrand. Erschienen 2016 im Europa Verlag, München.

    Ingrid Meyer-Legrand Die Kraft der Kriegsenkel

    Ganz ehrlich, das Wort „Kriegsenkel“ ist für viele immer noch neu – für mich auch. Wir, die wir Mitte der 50er und Anfang der 60er-Jahre geboren wurden, sind genau diese Kriegsenkel, die Ingrid Meyer-Legrand in ihrem Buch „Die Kraft der Kriegsenkel“ zu Wort kommen lässt.
    Es regt uns an, darüber nachzudenken, wie wir geworden sind was wir sind – und das ist mehr, als viele denken.

  8. Wenn das Wochenende 7 Tage hat von Herb Stumpf (Books on Demand), 19,95 Euro

    Wenn das Wochenende 7 Tage hat von Herb Stumpf

    Es geht beim Übergang vom Beruf ins Rentnerleben darum, sich am besten schon vor Rentenbeginn selbst zu erkunden, sich auf die eigene Persönlichkeit einzulassen, denn, nur sie nehmen wir mit in die Rente oder Pension „Das, was Sie aus sich selbst in dieser langen Zeit Ihres Berufslebens gemacht haben, unabhängig vom Nimbus und Status ihrer ehemaligen Position“, wie es Herb Stumpf, Autor des Buchs „Wenn das Wochenende 7 Tage hat“  so schön formuliert.

  9. Kester Schlenz: „Alter Sack, was nun?“, 8,99 Euro Taschenbuch, Goldmann, 2014

    Ein Mut-Mach-Buch für alle alten Säcke. Kein Thema wird ausgelassen: Sex im Alter, Fitness-Probleme, Tränensäcke, nörgelnde Kinder, Männer und Mode, junge Rotzlöffel im Job, die wachsende Wampe, die erste Vorsorgeuntersuchung, die „Fiftytät“ als Wiederholung der Pubertät oder der ewige Kampf mit dem inneren Schweinehund. Alles Probleme, aber unterm Strich bleibt die Erkenntnis: wir sind zwar nicht mehr jung, aber wir können es immer noch krachen lassen.

  10. Christine Werner: Große Reise mit kleiner Rente – als Großmutter allein um die Welt, BoD, 16,99 Euro

    Eine Rentnerin erfüllt sich ihren Lebenstraum – einmal allein um die Welt! Mit sehr knappem Budget hat sie in fast 15 Monaten fünf Erdteile bereist. Fünfzehn Länder, Unterbringung und Transport, überraschende Begegnungen unterwegs und vieles mehr werden mit erfrischender Begeisterung vermittelt.
    Das Buch ist kein Reiseführer! Aber geeignet, Reiseleidenschaft zu wecken, um Ungeahntes zu entdecken.

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Deutsche beziehen heute doppelt so lang Rente wie 1960

Rente, renter, am rentesten – Rentner in Deutschland beziehen heute 19,6 Jahre Rente. Das ist annähernd doppelt so lang wie vor 57 Jahren, sprich 1960.1960 bezogen die Menschen durchschnittlich 9,9 Jahre Rente. In Zukunft wird die Bezugsdauer der Rente eher noch weiter steigen.

 

Die Deutsche Rentenversicherung hat ausgerechnet, dass Rentner in Deutschland allein in den vergangenen 20 Jahren etwa 3,6 Jahre länger Rente beziehen als davor. Der Grund ist klar: Wir leben länger, so der Vorsitzende des Bundesvorstandes der Deutschen Rentenversicherung Bund, Alexander Gunkel. Im Schnitt leben wir in Deutschland bis 79,5 Jahre. Frauen leben der „Apotheken Umschau“ bis 83,1 Jahre, Männer bis 78,2 Jahre – eine Differenz von 4,9 Jahren.

Japaner leben länger

Deutschland gehört in punkto Lebenserwartung dabei nicht einmal zu den Weltmeistern. Dieser Titel steht den Japanern zu, die im Schnitt eine Lebenserwartung von 85 Jahren haben. Deutschland ist in punkto Lebenserwartung nur gutes Mittelfeld. In Europa sind es vor allem Isländer,  Norweger und Schweizer, die deutlich länger leben.

Länger leben, länger Rente beziehen

Eine längere Lebenserwartung bedeutet auch eine längere Bezugszeit der Rente. Spätestens, wenn der Babyboomer-Jahrgang 1964 in Rente geht, wird die Reformdebatte richtig hochkochen. Es werden dann die Forderungen lauter, das Rentenalter weiter nach oben zu setzen. Denn, eines dürfte klar sein: Die Rentenkasse kommen wegen der steigenden Lebenserwartung und der steigenden Bezugszeit der Rente enorm unter Druck.

Mehr Rente ab Juli 2018

Wie sieht es sonst mit der Rentenversicherung aus? Was gibt’s Neues in punkto Rente? Die Rentenversicherung nimmt mehr Geld ein: Der November war sogar der Monat, mit den höchsten Pflichtbeitragseinnahmen. Deswegen sinkt der Rentenbeitrag 2018 auch von 18,7 auf 18,6 Prozent. Die Rentner können sich parallel dazu auf höhere Renten freuen. Zum 1. Juli 2018 sollen die Bezüge der Ruheständler um 3,09 Prozent im Westen und um 3,23 Prozent im Osten steigen.

Rentenniveau fällt auf 45 Prozent

Noch läuft’s richtig gut, aber das wird so nicht bleiben. Gunkel zufolge wird das Rentenniveau bis 2030 auf 45 Prozent fallen. Danach geht es sogar noch weiter nach unten. Ein niedrigeres Rentenniveau bedeutet auch niedrigere Renten.

Beitragssatz und Nettorentenniveau vor Steuern bis 2045. Das Niveau der Rente sinkt und der Beitragssatz steigt

Beitragssatz und Nettorentenniveau vor Steuern bis 2045. Das Rentenniveau sinkt und der Beitragssatz steigt

Gunkel warnt davor, die langfristige Perspektive in der Rentenversicherung nicht aus den Augen zu verlieren. Wenn so ab 2025 die besonders geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, wird sich die finanzielle Situation der Rentenversicherungen deutlich verschärfen. Es sei davon auszugehen, dass die Nachhaltigkeitsrücklage dann deutlich zusammenschrumpft. Das ist aber vernünftig, denn momentan zahlt die Rentenversicherung für die Rücklage Strafzinsen an die Europäische Zentralbank, weil ihr Chef Mario Draghi Negativzinsen eingeführt hat.




Wie oft Männer und Frauen ab 60 noch Sex haben

Sex mit 60 – oder gar 70, vielleicht sogar mit 80? Ein Thema, das lange Tabu war. Erst in den vergangenen Jahren wird das Thema Sex im Alter öffentlich diskutiert. Ja, selbst Filme inszenieren Sex im Alter. Gestern hat das Thema Sex im Alter gestern noch mitleidiges Lächeln provoziert. Heute ist es heute fast schon selbstverständlich.

22 Millionen über 60 Jahre

Womit das wohl zusammen hängt? Wir, die Gruppe der 60plus-Generation, wird immer größer. Mittlerweile sind mehr als 22 Millionen hierzulande über 60 Jahre alt – weit mehr als jemals zuvor. Wir, die Babyboomer, sind nicht nur viele, sondern auch noch vergleichsweise fit. Wir 68er- oder Post-68er sind in einer Ära relativer Freizügigkeit aufgewachsen.

Wir haben länger Lust, als gesellschaftlich goutiert wird. Jüngere glauben vielleicht, sie hätten das Thema für sich gepachtet. Das stimmt natürlich nicht, schon lange nicht mehr. „Die Vorstellung, Sex sei nur für die Jungen, ist seit einiger Zeit bei ihnen in Bewegung geraten“, sagt die Liebesexpertin Andrea Micus.

Das Portal Fernarzt hat in die Schlafzimmer gespäht. Dabei hat Fernarzt interessante Fakten herausgefunden. Es fragte nach der Zufriedenheit mit dem eigenen Sex- und Liebesleben und nach dem vernachlässigten Thema Sex im Alter. Interessant natürlich das Thema „Sex im Alter“.

Wie oft hat die 60plus-Generation noch Sex?

Die gesamten Studienergebnisse gibt es auf www.fernarzt.com.

Wie Fernarzt herausfand, heißt Alter nicht unbedingt Lust-Verlust. Der Befragung zufolge haben deutsche Frauen und Männer zwischen 50 und 70 noch durchschnittlich alle zwei Wochen Sex. Danach wird’s zwar seltener, endet aber noch lange nicht. Männer über 70 kommen noch auf annähernd zehn Mal Sex pro Jahr. Frauen jenseits der 70 kommen nur auf etwa zwei Mal Sex. Bei vielen führe der nachlassende Leistungsdruck dazu, dass Sex im Alter als besonders schön und befriedigend empfunden werde.

Sex noch mit 80 Jahren

Übrigens, James-Bond-Darstellerin Judi Dench will auch mit ihren 82 Jahren nicht auf den Spaß im Bett verzichten. Sie „sieht nicht ein, dass sich das Sex-Leben ändern sollte, nur weil man ein gewisses Alter erreicht hat“, wie sie von wize.life zitiert wurde.

Wenn bei älteren Paaren die Lust auf die Lust eingeschlafen ist, habe das oft nichts mit den Wechseljahren zu tun, klärt der Sex-Therapeut Volker van den Boom auf. Es sei meist einfach ein Zeichen dafür, dass Sex für beide Partner nicht befriedigend ist. Aber das muss ja nicht so bleiben. Wozu haben wir unsere Kreativität.




Warum Deutschland der demografische Wandel ab 2020 mit voller Wucht trifft

Warum trifft Deutschland der demografische Wandel schon bald mit voller Wucht? Ganz einfach, weil Millionen Babyboomer in Rente gehen und ihre Schreibtische und die Werkbänke verlassen. Viele Betriebe, aber auch die Kommunen haben das immer noch nicht so richtig verinnerlicht. Damit dürfte sich einiges ändern in diesem Land.

13 Millionen Babyboomer gehen zwischen 2018 und 2031 in Rente gehen und scheiden aus dem Erwerbsleben aus“, stellt Peter Kupferschmid, Referatsleiter im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) lakonisch fest. Das seien 36 Prozent der Berufstätigen, betont er schon etwas alarmierender. Das stelle für die Gesellschaft eine Herausforderung dar. „Es kann nicht sein, dass wir nicht vorbereitet sind“, seufzt er.

Übergang ist nicht geregelt

Das ist aber nicht nur ein deutsches Problem, denn die „Zahl der Europäer über 65 Jahre wird sich in den kommenden Jahren verdoppeln“. Leider sei der „Übergang ins Alter nicht geregelt“, bedauert er. Es gebe keine Regelstrukturen mehr im Übergang vom Beruf in die Rente, anders als beim Übergang von der Schule in den Beruf.

Alles strukturiere sich in Deutschland um den Faktor Arbeit. Wer in dieses Regelsystem nicht mehr reinpasst, der fällt einfach heraus – wird abgeschaltet. So etwas wie ein Übergangsmanagement gibt es hierzulande schlichtweg nicht. Das dürfte sich für viele Betriebe allerdings noch rächen.

1964 der geburtenstärkste Jahrgang

Deswegen hat das BMFSFJ den „Runden Tisch Aktives Altern“ eingerichtet. Klingt gut, ist gut gemeint, ob das BMFSJ allerdings viel erreicht, darf bezweifelt werden. Andreas Mergenthaler vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung konfrontiert die Anwesenden mit der Größenordnung: „Der Jahrgang 1964 ist der geburtenstärkste Jahrgang überhaupt mit 1,4 Millionen Lebendgeborenen“. Dabei waren auch schon die Jahrgänge davor schon zahlreich. Und diese Jahrgänge gehen ab 2020 so langsam in Rente. Das werde auch eine Herausforderung für die Betriebe. 2015 haben die Babyboomer noch 36,6 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung gestellt, bis 2035 geht ihr Anteil gegen null.

1964 war der geburtenstärkste Jahrgang

1964 war der geburtenstärkste Jahrgang Quelle: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung

Wer kümmert sich um den Übergang?

Dass diese Kohorte in Rente geht und damit den Betrieben fehlen wird, ist das eine, das andere ist, dass sich so gut wie niemand um das Übergangsmanagement kümmert. Klaus Schmitz vom Amt für Senioren und Generationsfragen der Stadt Nürnberg zeigt auf, was notwendig wäre. Übergangsmanagement sei ein Teil der kommunalen Daseinsvorsorge. Er plädiert für kommunales und betriebliches Übergangsmanagement. Die Betriebe müssten seiner Meinung nach endlich begreifen, dass sie sich um eine „lebensorientierte Personalpolitik“ kümmern müssen.

Nürnberg als Vorreiter

Er verweist dabei auf das Zentrum Aktiver Bürger (ZAB) in Nürnberg, das als unabhängige Anlaufstelle für bürgerschaftliches Engagement fungiert. Es soll alle Altersgruppen zusammen bringen, die sich für die Stadtgesellschaft engagieren – ein Ansporn für die jungen Alten, die im ZAB neue Aufgaben finden.

Was bei diesem Runden Tisch auch deutlich wurde: Das Thema Bildung und Digitalisierung spielt beim Aktiven Altern eine wichtige Rolle. Michael Doh von der Psychologischen Alternsforschung der Universität Heidelberg verdeutlichte, welche Chancen die Digitalisierung bietet. Bildung und Digitalisierung haben seiner Meinung nach „positive Effekte auf die sozialen, emotionalen und körperlichen Ressourcen“. Wenn die Babyboomer lernen, mit der Digitalisierung umzugehen, dann bringe das viel für die gesellschaftliche Partizipation. Umgekehrt gilt für ihn, dass die digitale Exklusion zur sozialen Exklusion führt. Es braucht seiner Meinung nach neue Konzepte für die digitale Inklusion und die digitale Bildung.

Digitale Kluft vergrößert sich

Die Babyboomer-Generation ist allerdings alles andere als homogen: Da gibt es zum einen die männlichen Babyboomer im Westen mit guter Bildung, die nicht allein leben und zu 89 Prozent in der digitalen Welt angekommen sind. Und es gibt Frauen in der 60plus-Generation aus dem Osten, alleinlebend mit niedrigem Bildungsstand, die zu weniger als zehn Prozent digitale Medien nutzen. Doh spricht von „digitaler Kluft“.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass die Herausforderungen des Übergangsmanagements groß sind. Es braucht noch viel mehr Seniorennetzwerke und betriebliche Coaches, um diese Aufgabe zu bewältigen.




Was macht eine gute Kreuzfahrt aus?

Das Hotel immer dabei und trotzdem unterwegs – wo gibt’s das schon außer bei einer Kreuzfahrt? Nichts sonst ist damit vergleichbar. Die schönsten Reiseziele besuchen und gleichzeitig Kulinarik und Komfort auf höchstem Niveau genießen – das macht den Reiz einer Kreuzfahrt aus.

Natürlich ließe sich einwenden, dass auch ein Urlaub im Wohnmobil Spaß macht, Wohnmobilisten müssen sich allerdings mit etwas weniger Komfort, Kunst und Kulinarik begnügen. Kreuzfahrten bleiben der Gipfel des glamourösen Reisens. Für viele gehört eine Kreuzfahrt in die Kategorie „Traumurlaub“ – und das zu Recht. Was macht aber eine gute Kreuzfahrt aus? Worauf sollten Kreuzfahrer besonders achten, wenn sie für 2018 eine Reise auf dem Schiff buchen?

Kreuzfahrer sollen sich wohlfühlen

Kreuzfahrer verbringen viel Zeit auf dem Schiff, deswegen ist wichtig: Das Kreuzfahrtschiff sollte maximalen Komfort bieten. Was heißt das genau? Dazu zählt vor allem das Verhältnis von verfügbarem Platz und Passagieren, so dass sich der Urlauber während der Reise nicht eingeengt fühlt: die Passagier-Space-Ratio. Je höher dieses Verhältnis, desto geräumiger das Schiff.

Beispiel gefällig? Hapag Lloyds Europa 2 Kreuzfahrtschiffe sind ein guter Beleg dafür, dass Stil und Komfort der Schlüssel einer gelungenen Reise sind. Die Europa 2 kommt auf einen Wert von 76,5 – und damit ist sie top.

Noch ein Beispiel gefällig? Viking River Cruises stellten kürzlich ihr 2015 gebautes Viking Star Schiff vor, dessen Innendesign das Gefühl einer stilvollen, nordischen Skihütte vermitteln soll – einfach nur chic.

Voller Spaß auf Kreuzfahrtschiffen

Weite, Wellen und Wind sind zwar faszinierend, nur irgendwann will der Kreuzfahrer auch etwas Anderes sehen – er will sich unterhalten lassen. Das wissen auch die Anbieter von Kreuzfahrten und haben sich darauf eingestellt. Vor allem Familien mit Kindern wird mittlerweile einiges auf den Kreuzfahrtschiffen geboten.

Viele Kreuzfahrtschiffe wie die Disney Dream bieten Familien Spaß mit Attraktionen wie 45 Meter hohen Wasserrutschen und gesellige Schwimmbädern. Und am Abend? Die Gäste auf Kreuzfahrtschiffen erwartet peppige Unterhaltung – dann kommt auch kein Schiffskoller auf. Das Cruise-Team wartet mit Kino, Kasino oder Kabarett auf.

Wer mit dem Kreuzfahrtschiff unterwegs ist, muss aufs Internet nicht verzichten. Auf den meisten Zimmern gibt es mittlerweile WLAN. Passagiere können auch in ihrem Zimmer Mails checken, Netflix abrufen oder sich einfach mit Kasinospielen auf Internetseiten wie Lucky Nugget Casino amüsieren.

Kreuzfahrer wollen gut essen

Champagner und Kaviar? Wird auf Kreuzfahrten leicht überschätzt, insgesamt sind Passagieren aber Essen und Trinken wichtig. Wer beispielsweise bei Crystal, Seabourn oder SeaDream eine Kreuzfahrt bucht, schaut natürlich, was die Schiffe in punkto Kulinarik zu bieten haben.

Obwohl ein so großes Schiffe wie die Allure of the Seas über 6300 Passagiere unterbringt, muss dennoch der Service in punkto Essen und Trinken nicht zu kurz kommen – im Gegenteil. Die Schiffe brillieren mit einer gepflegten Auswahl aus fast allen Küchen der Welt. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Die Allure of the Sea

Die Allure of the Sea – das Promenadedeck Quelle: wikimedia

Es ist geradezu beeindruckend, wie es die Köche auf Kreuzfahrtschiffen immer wieder schaffen, rund um die Uhr Frisches aufzutischen – und selbst auf die Kabine liefern, obwohl das Schiff mitten auf dem Ozean schwimmt. Das Schiff nimmt die moderne Welt Huckepack – und lässt uns auf hoher See teilhaben an so ziemlich allen Bequemlichkeiten, angefangen vom Essen, über Konzerte bis zum Roulettespiel.




Hat der Weltspartag ausgedient? Wie geht Geldanlegen im Zinstief

Sparen bei Nullzinsen – lohnt sich das noch? Hat der Weltspartag damit ausgedient? Wie geht Sparen heute? Und wann ist Weltspartag überhaupt? Am einfachsten zu beantworten ist noch die Fragen, wann Weltspartag ist. Weltspartag ist am letzten Werktag im Oktober – und zwar am 30. Oktober 2017.

Ärmer dank Sparen

Der Slogan „dein Sparschwein – ein wertvoller Schatz. Mach mehr daraus“ der Sparkasse Kraichgau klingt wie Hohn. Für Guthaben auf dem Jugendsparkassenbuch zahlt die Sparkasse Kraichgau (Stand 23. Oktober 2017) 0,25 Prozent, ab 2500 Euro Guthaben allerdings nur noch 0,025 Prozent. Die Stadtsparkasse München beispielsweise zahlt sogar nur 0,01 Prozent Zinsen pro Jahr – immerhin nicht „0“, das traut sie sich nicht, noch nicht. Damit lässt sich nicht „mehr aus seinem Geld machen“, wie die Sparkassen propagieren.

Was sind Realzinsen?

Der Sparkassenverband hat anlässlich des Weltspartags 2017 einiges zum Thema Sparen zusammengetragen. Allerdings steht da nichts über Realzinsen. Realzinsen? Realzinsen sind die nominalen Zinsen minus Inflationsrate – und die sind zurzeit negativ. Wie das? Na, wenn die Stadtsparkasse München 0,01 Prozent Zinsen bietet und die Inflation (Stand September 2017) bei 1,8 Prozent liegt, dann schrumpft mein reales Vermögen um -1,79 Prozent. Das heißt, ich vernichte mit Sparen mein reales Vermögen. Das klingt unlogisch, ist aber so. Kinder zum Sparen anzuhalten, ist eine … ja, was? Kinder zum Sparen anzuhalten ist eine dreiste Frechheit. Wie wäre es denn, wenn der Sparkassenmensch den Kindern einmal vor Augen führt, was reale Zinsen sind. Da helfen auch die Kugelschreiber und Schlüsselanhänger nichts, die Sparkassen und Banken am Weltspartag Kindern schenken.

Weltspartag besser begraben

Eigentlich sollten die Sparkassen und Volksbanken – auch bei den Volks- und Raiffeisenbanken gibt’s meist nur 0,01 Prozent – diesen Tag still und heimlich begraben. Denn seinen Zweck, Kinder fürs Sparen zu begeistern, erfüllt er angesichts dieser Zinssätze sicher nicht. Wenn an dem Tag beim Leeren gefüllter Spardosen kleine Geschenke verteilt werden, dann tun Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken ihren kleinen Kunden damit einen Bärendienst.

Früher gab’s höhere Zinsen

Das war schon mal anders, wie wir Alten uns sicher erinnern können. Da war das Spar-Büchse-Leeren ein freudiges Ritual. Wer kann sich noch an die alten Sparbüchsen erinnern? Da kam der Mann von der Sparkasse mit seinem Schlüssel, leerte die Büchse, zählte das Geld und trug die Zahl ins Sparbuch ein. Lang ist’s her.

Dank Gespartem plus Zins konnten sich die Kinder dann ein Rad leisten oder etwas Anderes. Finanzprofi Robert Halver sagte vor einiger Zeit, der

„Weltspartag ist kein Freudentag mehr, er ist ein Volkstrauertag“.

Schuld daran ist die Europäische Zentralbank (EZB). Ihr Chef Mario Draghi hat die Zinsen auf 0 gedrückt – in Worten: null: Er verlangt von Banken und Sparkassen Strafzinsen, wenn sie ihr Geld bei der EZB parken. Das heißt, die Finanzinstitute wollen gar kein Geld mehr, weil sie für Überschüssiges ja Strafgebühren zahlen müssen.

Sparen ist kontraproduktiv

Sparen ist sogar kontraproduktiv bei einem Zins von 0,01 Prozent, denn gleichzeitig verliert das Geld an Wert wegen der Inflation, die mittlerweile bei 1,8 Prozent liegt. Das heißt, wer sein Geld zur Sparkasse bringt, verliert pro Jahr 1,79 Prozent. Vor einem Jahr lag der Verlust „nur“ bei 0,69 (0,7 Inflation minus 0,01) Prozent. Je länger die Nullzins-Phase dauert, desto höher wird der Schaden für den Sparer. Der Inflationscheck von Ypos veranschaulicht das sehr bildlich.

Wer wirklich noch Zinsen für sein Geld bekommen will, muss schon anderswo suchen – beispielsweise bei Zinsplattformen wie Zinspilot, Weltsparen und Savedo, die Einlagen bei Banken im europäischen Ausland ermöglichen und mittlerweile Milliarden eingesammelt haben. Aber selbst dort, bekommen Sparer zwar ein paar Zehntel Prozent mehr, das reicht aber immer noch nicht, um die Inflation auszugleichen.

Draghi zwingt Anleger ins Risiko

Oder er muss etwas mehr Risiko eingehen und beispielsweise auf Indexfonds (ETF) setzen. Das Frankfurter Fintech-Unternehmen Ginmon hat dafür einen interessanten Ansatz gewählt – mit digital verwalteten ETFs. Lars Reiner, Gründer und Geschäftsführer von Ginmon erinnert sich zwar noch gern daran, wie er mit seinem Großvater vor 20 Jahren am Weltspartag die Sparkasse besucht hat:

„Feierlich wurden 100 Mark auf mein Konto eingezahlt; die Verzinsung betrug zwei Prozent“. Sein Opa habe sich sogar noch an Zeiten von deutlich über vier Prozent erinnern können. Am 91. Weltspartag stelle sich Reiner mittlerweile die Sinnfrage, ob sich der Weltspartag durch die niedrigen Zinsen nicht selbst abgeschafft hat. „Dass die Geldinstitute am Weltspartag auch heute noch gut besucht sind, liegt an den Werbegeschenken“, vermutet Reiner.

Weiterführende Links:

Fidelity: Über Geld spricht man nicht 
Finanzwelt: Wie viel Rendite ist realistisch 
Versicherungsbote: Geldanlegen als Schulfach – Sparwissen der Familie unzeitgemäß