Wer will schon das ganze Zeug?

Die Eltern sterben und hinterlassen eine Menge Zeug, darunter Reisemitbringsel, Kaffeeservice, Dosen, Bücher – und niemand will die vermeintlich wertvollen Besitztümer, nicht mal die Kinder. Was mit dem ganzen Zeug anfangen?

Mutter stirbt oder ein Onkel – und wir müssen uns um die Haushaltsauflösung kümmern. In der Zwei- oder Drei-Zimmerwohnung türmen sich die Preziosen aus längst vergangener Zeit. Aber wer will das Zeug? Okay, vielleicht ist das etwas übertrieben, aber das, was Onkel Heinz und Tante Liesbeth während 60 oder gar 70 Jahren angesammelt haben, ist entweder nicht mehr zu gebrauchen, altmodisch, angeschlagen oder passt schlicht nicht mehr in unsere Zeit.

Was tun mit dem ganzen Zeug?

Was tun? Das klingt jetzt vielleicht morbide, aber vielleicht solltet ihr euch schon mal Gedanken machen, was ihr mit den Möbeln, Chinavasen, Kristallgläsern und dem anderen Nippes anfangen wollt, wenn der traurige Tag kommt.

Sollen wir die Erbstücke nur deswegen im eigenen Haus stapeln, weil Mutter so ihnen hing? Heißt das nicht gleichzeitig, auf morgen verzichten? Verstellen wir uns nicht den Weg nach vorn? Mal ehrlich, der alte Mahagonitisch von Großtante Luise ist nahezu wertlos. Und wer glaubt, er hebt das gute Stück für die Kinder oder Enkel auf, erlebt wahrscheinlich eine unvergnügliche Überraschung, wenn er sie fragt.

Matratze per Internet bestellt

Junge Paar wollen sich selbst einrichten. Wer in die Runde fragt, dürfte erstaunt über die Antworten sein. Sie wollen nichts von den unseren Sachen. Sie sind mit Ikea aufgewachsen, bestellen die Matratze übers Internet, hängen das Rennrad an die Wand. Minimalismus ist für sie kein Fremdwort, anders als für uns Babyboomer. Sie richten sich eher spartanisch ein und bauen zu Gegenständen weniger emotionale Bindungen auf als wir. Bücherwand? Wozu! CD-Sammlung? Hey! Wozu gibt es Streamingdienste. Wenn wir Glück haben, verkaufen wir ein paar Bücher auf dem Bücherflohmarkt oder wir verschenken sie.

Vielleicht findet das eine oder andere Stück bei „Bares für Rares“ einen wohlwollenden Antiquitätenhändler. Flohmärkte sind mittlerweile zugeschüttet mit unverkäuflichen Erbstücken. Vielleicht lässt sich noch was über Ebay verkaufen, aber das kann ebenfalls enttäuschend sein. Wer einen Haushalt auflösen muss, kann froh sein, wenn er noch etwas für die Erbstücke bekommt, meist müssen die Angehörigen eher für den Service zahlen. Pro Zimmer kommen schnell einige Hundert Euro zusammen. Das Geschäft scheint zu boomen, denn wer nach „Entrümpelung“ googlet, findet seitenweise Angebote.

7 Tipps fürs Entrümpeln

  1. Mit den Eltern oder Verwandten reden – welche Geschichte steckt hinter den Dingen?
  2. Nehmt euch Zeit, einen Käufer zu finden – wer etwas Zeit mitbringt, findet einen Käufer.
  3. Googlen kann nicht schaden – recherchiert, ob es einen Markt gibt für die Erbstücke.
  4. Lasse den Schmuck schätzen – kann sein, dass genau der Ring oder die Kette gefragt ist.
  5. Vielleicht nimmt ein Laden einige Stücke in Kommission – oder eine Entrümpelungsfirma.
  6. Finde jemand, der die Stücke brauchen kann – und gib sie günstig ab.
  7. Bereite dich auf Enttäuschungen vor – wir Babyboomer sind viele, von denen einige ihr Zeug loswerden wollen.
Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der Challenge von Nadine Becker, die zu „28 Days of Blogging“ aufgerufen hat. Das heißt, 28 Tage im Februar jeden Tag einen Blog-Post zu schreiben. Alle Blogger, die mitmachen, verlinken ihre Beiträge auf Facebook in der Gruppe 28 Days of Blogging, bei Pinterest und Instagram. Bin selbst gespannt, ob ich das in letzter Konsequenz durchhalte.  Also, bleibt neugierig – wo immer ihr auch mitlest und haltet Ausschau nach #28daysofblogging .

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Betriebsrentner und Grundrentner werden gegeneinander ausgespielt

Union und SPD schielen auf die Europa-Wahl und wollen Wähler mit Wohltaten ködern. Da ihnen die breiten Masse der Geringverdiener, sprich potentielle Grundrentner, wichtiger ist, wird die Entlastung von Betriebsrentner ad acta gelegt.

Es war bei „Bild“ nur eine kleine Meldung auf Seite zwei in der Mittwochsausgabe (13. Februar 2019), die aber Millionen von Betriebsrentnern betrifft, darunter auch viele mit einer Direktversicherung. „Bild“ schreibt, Merkel lehne die Entlastung von Betriebsrentnern ab. „Rund sechs Millionen Betriebsrentner müssen wohl auch in Zukunft den doppelten Krankenkassenbeitrag auf ihre Altersvorsorge zahlen“, so „Bild“. Nach Finanzminister Olaf Scholz (SPD) habe jetzt auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dem Plan ihres Gesundheitsministers Jens Spahn (CDU) eine Absage erteilt. Merkel kategorisch: „Das geht nicht“. Weil die Abschaffung angeblich mit rund drei Milliarden Euro pro Jahr zu teuer sei.

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Merkel will ihrem Gesundheitsminister Spahn eines auswischen

In der gleichen Ausgabe, auf der gleichen Seite titelt das Blatt „So heimlich einigt sich die GroKo auf die Grundrente“. Über die Abschaffung des doppelten Beitrags wird schon jahrelang diskutiert, der Direktversicherungsgeschädigte e.V. (DVG) kämpft zäh gegen die Doppelverbeitragung. Zurzeit liegt eine Gesetzesinitiative der bayerischen Staatsregierung im Bundesrat, die Mittelstandsvereinigung der CDU hat auf dem CDU-Parteitag erfolgreich für die Abschaffung dieses Unrechts gekämpft – und jetzt soll es bei der Grundrente ganz schnell gehen. Spätestens bis Anfang Mai, so die „Bild“, werde es einen Gesetzesentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil geben. Wenn es nach der Union geht, soll dieser Entwurf noch vor der Sommerpause ins Kabinett.

Grundrentner gegen Betriebsrentner ausgespielt

Was da läuft, ist doch ganz klar. Für die Betriebsrentner ist angeblich nicht genug Geld da, aber für das Projekt Grundrente. Mit der Grundrente lässt sich bei Wählern auch besser punkten – und da will keiner hintan stehen. „Bild“ zitiert Mike Mohring, den CDU-Chef von Thüringen und Fraktionsvorsitzenden im Erfurter Landtag: „Die Grundrente kann und muss dieses Jahr beschlossen werden“. Klar, Mohring will Thüringens Ministerpräsident werden und Bode Ramelow, der der Linken angehört, am 27. Oktober 2019 beerben, dann ist nämlich Landtagswahl in Thüringen.

Wieder werden Wähler geködert

Union und SPD haben das Thema Grundrente gekapert, um Wähler zu ködern. Die Wohltaten gehen aber dieses Mal zu Lasten der Betriebsrentner, denn für ihre Entlastung von doppelten Krankenkassenbeiträgen ist plötzlich kein Geld mehr da, das wird ja für die Grundrente gebraucht. Dabei ist die Betriebsrente in der jetzigen Konstellation ein Minus-Geschäft, an dem Versicherer und Krankenkassen verdienen, aber nicht der Betriebsrentner.

Mittelstandsvereinigung für Betriebsrentner

Es gibt in der Union freilich auch eine andere Fraktion, angeführt von Mittelstandschef Carsten Linnemann, die sich für die Entlastung der Betriebsrentner engagiert. Merkel will Linnemann aber kleinhalten, wie ihr jüngstes Machtwort wieder verdeutlicht.

Möglichst viele sollten begreifen, dass wir Bürger wieder einmal von Merkel verschaukelt werden. Sie macht sich – wieder einmal – Themen der SPD zu eigen, um den Machterhalt der Union zu sichern. Ihr läuft die Zeit davon, denn die Europa-Wahl und vier Landtagswahlen stehen vor der Tür: am 26. Mai in Bremen, am 1. September in Brandenburg, am gleichen Tag in Sachsen und am 27. Oktober in Thüringen.

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Deutschland bei Altersvorsorge international abgeschlagen

Deutschland hat seine Altersvorsorge in den vergangen 15 Jahren systematisch in die Grütze gefahren. Mittlerweile sind wir im internationalen Vergleich nur noch auf Platz 13 und deutlich abgeschlagen.

Die Niederländer machen’s besser, die Dänen, die Finnen, die Australier, die Schweden, die Norweger, Singapur, Chile, Neuseeland, die Kanadier, die Schweizer und die Iren: die Rente. Das deutsche Rentensystem ist nur Mittelklasse. Das brachte jetzt eine Studie des Beratungsunternehmens Mercer ans Licht. Deutschland liegt 2017 nur auf Platz 13 von 30 analysierten Ländern und hat sogar gegenüber 2016 noch einen Platz verloren. Das Beratungsunternehmen Mercer untersucht die Altersvorsorgesysteme von Länder weltweit. Kriterien sind dabei Nachhaltigkeit, Angemessenheit und Integrität. Die Skala reicht von 0 bis 100, wobei 100 überragend bedeutet.

Deutschland deutlich abgeschlagen

Mercer hat die Altersvorsorge untersucht und dabei die staatliche und die betriebliche Rente berücksichtigt sowie private Altersvorsorge. Die Dänen landen dabei schon zum sechsten Mal in Folge auf dem ersten Rang mit einer Punktzahl von 78,9 (von 100), knapp gefolgt von den Niederländern. Deutschland ist mit 66,8 Punkten weit abgeschlagen.

„Auch wenn Deutschland im internationalen Vergleich einen Rang zurückfällt, zeigt die Studie deutlich, dass unser Rentensystem mit einem ‚gesunden Mix‘ aus gesetzlicher Rente, betrieblicher und privater Altersvorsorge auf einem guten Weg ist“, meint Dr. Udo Müller, Rentenexperte bei Mercer. Das bezieht sich freilich auf 2017, denn 2018 und 2018 unternimmt die Regierung alles, um Betriebsrentner weiter abzuzocken. Das Betriebsrentenstärkungsgesetz wurde nicht genutzt, um die Betriebsrenten zu stärken, denn der Webfehler des doppelten Krankenkassenbeitrags ist immer noch nicht behoben.

Betriebsrentner werden abgezockt

Mercer meint sogar, das Betriebsrentenstärkungsgesetz, das im August 2017 erlassen wurde und ab 2018 in Kraft trat, würde die Situation verbessern – eher nicht. Das Beratungsunternehmen meint, dass die folgende Maßnahmen zu weiteren Verbesserungen des Altersvorsorgesystems beitragen:

  • Anhebung der Mindestrenten für Niedriglohn-Rentner
  • Weitere Erhöhung der Erwerbsquote älterer Arbeitnehmer
  • Verbesserung der Kommunikation an die Leistungsempfänger
  • Erhöhung der Teilnahmequoten in der betrieblichen Altersversorgung.

Die Berater sehen das leider zu optimistisch. Ob die Grundrente von Hubertus Heil kommt, ist ungewiss, die Erwerbsquote älterer Arbeitnehmer wird sich wegen der Rente mit 63 nicht erhöhen, von einer Verbesserung der Kommunikation an die Leistungsempfänger ist nichts zu bemerken und eine Erhöhung der Teilnehmerquote in der betrieblichen Altersvorsorge wird es auch nicht geben, denn die Doppelverbeitragung von Betriebsrenten hat Angela Merkel gerade abgelehnt („Merkel lehnt Entlastung von Betriebsrentner ab“, so „Bild“).

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Merkel gegen Spahn – die Betriebsrentner sind die Dummen

Vor allem das Thema Nachhaltigkeit war Mercer wichtig. „Weltweit haben eine steigende Lebenserwartung und niedrige Investmenterträge ebenso signifikante wie längerfristige Auswirkungen auf die Fähigkeit vieler Systeme, angemessene Rentenleistungen bereitzustellen – jetzt und in Zukunft“, so das Beratungsunternehmen.  Japan, Österreich, Italien und Frankreich seien Beispiele für Volkswirtschaften, in denen die Rentensysteme nicht auf einem nachhaltigen Modell basieren, das aktuelle und zukünftige Generationen tragen könne.

Was macht Dänemark besser?

Dänemark erreichte bei der Nachhaltigkeit mit 79,8 Punkten den besten Wert von allen Ländern, Deutschland kam nur auf 40,9 Punkte. Auch bei der Integrität war Dänemark mit 81,3 Punkten deutlich bessere als Deutschland mit nur 74,0 Punkten. Integrität heißt,  Vertrauenswürdigkeit und Beständigkeit bei der Privatvorsorge. Der deutsche Staat führt leider Gesetze rückwirkend ein und greift in das Eigentum seiner Bürger ein – Verlässlichkeit sieht anders aus. Integrität schließt auch staatliche Aufsicht, Risikosteuerung und die Kommunikation ein. Damit ist es in Deutschland nicht besonders gut bestellt.

Dieser Beitrag ist Teil einer Serie über Rentensysteme im Ausland:

Blüm Was wir von Österreich lernen können Insgesamt zeigt Österreich, dass es auch anders geht – zum Nutzen der Rentner.

 

Die Rente in der Schweiz ruht auf drei SäulenWas wir von der Schweiz lernen können Die Schweizer sind bei der Altersvorsorge ein Vorbild, von dem deutsche Rentenpolitiker 

 

schweden Schweden Anders als die Deutschen setzen auch die Schweden auf den Kapitalmarkt für die Altersvorsorge – und fahren deutlich besser       als wir Deutsche.

 

norwegen Norwegen Die norwegische Staatsbank (Norges Bank) hat das Geld in Aktien und Immobilien weltweit in einem Pensionsfonds angelegt. Mittlerweile hat dieser Fonds ein Volumen von weit mehr als 8,23 Billionen norwegischer Kronen oder umgerechnet 825 Milliarden Euro.

 

niederlanden

 Niederlande Anders als die Deutschen setzen auch die Niederländer, wie die Schweden und Norwegern auf den Kapitalmarkt für die
Altersvorsorge. Die Niederländer brauchen deswegen vor Altersarmut auch keine Angst haben. Was wir von den Niederlanden lernen 

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Betriebsrenten sind ein Minus-Geschäft

Das „größte Versorgungswerk“ (O-Ton IG Metall) Deutschlands lässt seine Betriebsrentner im Regen stehen und sagt nur im Kleingedruckten, was sie zu Beginn der Rente erwartet: staatliche Abzocke. Staat und Krankenkassen schöpfen die gesamte Rendite ab, so dass aus Betriebsrenten ein Minus-Geschäft wird. Die Metallrente dürfte keine Ausnahme darstellen.

Mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz, das Anfang 2018 in Kraft trat, hätte eigentlich alles besser werden können. Die große Koalition hat aber einen entscheidenden Webfehler bei Betriebsrenten nicht behoben: den doppelten Krankenkassenbeitrag, der bei Rentenbeginn von den Betriebsrenten abgezweigt wird. Immerhin geht es da um weit mehr als 18 Prozent, die von den Betriebsrentner zehn Jahre lang an die Krankenkassen gezahlt werden müssen.

Betriebsrenten sind beitragspflichtig

Wer als Metaller beispielsweise bei der Techniker Krankenkasse (TK) versichert ist und eine Metallrente abgeschlossen hat, muss von 100 000 Euro Betriebsrente  (als einmalige Auszahlung) 18,35 Prozent (7,3 % Arbeitnehmer-, 7,3% Arbeitgeberanteil, 0,7% Zusatzbeitrag, 3,05% Pflegebeitrag) an die TK zahlen – und das über zehn Jahre lang, also 120 Monate. Von den 100 000 Euro bleiben einem Metaller somit nur noch 81 650 Euro übrig. Dafür zahlt der Metaller in der Rente jeden Monat 152,92 Euro an die TK. Die Rechnung ist ganz einfach:

100 000 Euro ./. 120 (Monate) = 833,33 Euro (fiktive Betriebsrente),
-18 350 Euro  (18,35 % = 152,92 Euro)
—————————————————
81 650 Euro nach Abzug von Krankenversicherung
152,92 Euro monatlich

Der Metaller zahlt also den Betrag für ein Mittelklasseauto im Laufe seiner Rente an die TK. Dass von Rendite bei einem derartigen Modell nichts mehr übrigbleibt, verschweigt die IG Metall bei ihrer Metallrente geflissentlich. Würde sie das in die Werbung erwähnen, könnte sie ihre Metallrente gleich vergessen. Allein schon deswegen müsste sie sich der Initiative des Direktversicherungsgeschädigten e.V. anschließen und alles daran setzen, diese Abzocke zu beseitigen. Bislang ist aber von der IG Metall wenig zu hören, verständlich will sie doch ihre Metallrente verkaufen, trotz Webfehler.

Die Metallrente wurde übrigens 2001 gemeinsam von Gesamtmetall und IG Metall in die Welt aus der Taufe gehoben. Seitdem werden Betriebsräte regelmäßig angehalten, Werbung für die betriebliche Altersversorgung zu machen und dabei auf die Metallrente zu verweisen.

Erst das Kleingedruckte lesen

Lediglich im Kleingedruckten, sprich bei den FAQs (ganz nach unten scrollen), geht die IG Metall auf den Doppelbeitrag in die Krankenversicherung ein – und schreibt „Wenn Sie Ihre Beiträge für die Betriebsrente steuer- und sozialversicherungsfrei aus Ihrem Bruttoeinkommen bezahlt haben, müssen Sie als gesetzlich Krankenversicherter Beiträge in voller Höhe leisten; dies gilt aber nur, wenn Ihre Betriebsrentenansprüche monatlich die Geringfügigkeitsgrenze übersteigen (2019: 152,52 Euro monatlich); das gilt auch, wenn Sie sich für eine Kapitalauszahlung entschieden haben“. Das heißt, nur wer weniger als 18 302,40 Euro Rente im Laufe seines Lebens angespart hat, entgeht dem Zugriff der Krankenversicherung. Was dabei aber nicht vergessen werden darf, zu den Versicherungsbezügen werden auch andere Einkünfte wie aus freiberuflicher Tätigkeit hinzugezählt. Wer sich also in der Rente noch nebenbei etwas hinzuverdient, kommt locker über die 152,52 Euro und zahlt auch dann. Der Gesetzgeber hat sich große Mühe gegeben, möglichst viele zu schröpfen.

Weniger gesetzliche Rente

Damit nicht genug, die Metallrente mindert natürlich auch die gesetzliche Rente, weil ja „Teile des Gehalts für den Aufbau einer Betriebsrente verwenden werden, ohne dass dafür Sozialabgaben gezahlt werden“, so steht’s in den FAQs drin. Das gilt natürlich auch für Arbeitslosen- oder Kurzarbeitergeld sowie den Anspruch auf Krankengeld.

Ach ja, noch was – eine Betriebsrente wird natürlich teilweise auf die staatliche Grundsicherung im Alter angerechnet. Das heißt, wer im Alter zu wenig gesetzliche Rente hat und auf Grundsicherung angewiesen sein sollte, muss sich seine Metallrente anrechnen lassen. Der Grundfreibetrag liegt bei 100 Euro monatlich, darüber hinaus bleiben 30 Prozent der monatlichen Betriebsrentenzahlung anrechnungsfrei bis zu einem maximalen Gesamtfreibetrag von rund 200 Euro pro Monat (2019: 212 Euro). Wer also 100 000 Euro ausbezahlt bekommt, ist ebenfalls der Dumme. Neben dem doppelten Krankenkassenbeitrag muss der Metallrentner ja auch noch Steuern zahlen. Die IG Metall wiegelt ab, der individuelle Steuersatz als Rentner sei wahrscheinlich geringer als im aktiven Erwerbsleben. Also, von der Metallrente gehen Steuern und doppelte Krankenkassenbeiträge weg, ferner reduziert sich die gesetzliche Rente.

Merkel zementiert Abzocke

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Merkel will Gesundheitsminister Jens Spahn eins auswischen

 

Was bringt der Metallrente-Fonds?

So weit, so schlecht – aber wie sieht es mit der Renditen der Metallrente vor Abzug der ganzen Beiträge und Steuern aus. Wie gut wirtschaftet die Allianz, die im Auftrag der IG Metall die Gelder der Metaller anlegt? Es lohnt sich, die Fact Sheets genau zu lesen. Im Dezember 2018 hat die Metallrente „Dynamik“  ein Minus von 5,2 Prozent gemacht, bezogen auf des ganze vergangenen Jahr waren es minus 6,1 Prozent, bezogen auf drei Jahre plus 3,3 Prozent per anno, seit Auflage des Fonds am 28. Februar 2003 weist der Fonds eine jährliche Rendite von 5,2 Prozent aus. Da sind die Kosten von 0,94 Prozent bereits abgezogen. Bei den anderen Formen sieht es leider nicht ganz so gut aus mit der Rendite. Die „Balance“-Variante bringt es auf eine Rendite seit Auflage von 3,8 Prozent und die „Sicherheit“-Variante auf 3,1 Prozent. Damit schlägt Allianz zumindest die Inflation, die im Schnitt bei zwei Prozent liegt.

Klingt per se nicht schlecht, wer allerdings den Metallrente-Fonds mit dem Flossbach von Storch Multiple Opportunities vergleicht, muss zwangsläufig ins Grübeln kommen. Der Flossbach von Storch ist binnen zehn Jahren um 175 Prozent gestiegen, der Metallrente-Fonds „nur“ um 125 Prozent, dabei weist der Flossbach von Storch wesentlich kleinere Kursschwankungen aus als der Metallrente-Fonds.

Metallrente-Fonds versus Flossbach von Storch

Metallrente

Der Metallrente-Fonds schneidet deutlich schlechter ab als der Flossbach von Storch

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Wenn Alte zu Alkoholikern werden

Ein Bier am Abend oder ein Gläschen Wein gehört bei vielen von uns dazu. Nur, oft bleibt’s nicht bei dem einen Bierchen. Wo hört Genuss auf und wo fängt Alkoholismus bei uns Alten auf. Sind wir schon zu Alkoholikern geworden?

Alkohol enthemmt, das weiß jeder; Alkohol entspannt; Alkohol macht gesellig. Alles ok, aber Alkohol macht auch abhängig. Wer alt ist und einsam greift gern zur Flasche und genehmigt sich oft mehr als ein Glas Wein. Wer seine Impulse nicht im Griff hat, gleitet so schnell in die Sucht ab.

Schön, wer sagen kann: „Betrifft mich nicht“. Leider ist Alkoholismus mittlerweile ein sich ausbreitendes Phänomen. Bei den AOK-Versicherten ab 60 Jahre beispielsweise ist die Häufigkeit alkoholbedingter Störungen in den vergangenen fünf Jahren um jährlich 2,3 Prozent gestiegen, schreibt die „Schwäbische“. Der AOK-Studie zufolge waren in Baden-Württemberg 22 371 Versicherte ab 60 Jahren wegen Alkoholsucht in Behandlung.

Wenn Alte zu Alkoholikern werden

Es dürfte vermutlich niemand sondern wundern, dass vor allem Männer gefährdet sind. Von den Behandelten waren „nur“ 6081 Frauen, aber 16 290 Männer. Das hat vermutlich auch damit zu tun, dass Frauen die besseren Netzwerke haben, während Männer oft im Alter vereinsamen – und dann zur Flasche greifen. Einsamkeit spielt eine entscheidende Rolle, wenn jemand im Alter in den Alkoholismus abdriftet.

Sucht im Alter noch immer tabu

Wann beginnt die Sucht? Wer täglich wie selbstverständlich Alkohol trinkt, ist dem Alkoholismus schon ein Stückchen näher. Der Übergang vom normalen Alkoholkonsum zum Alkoholmissbrauch und schließlich zur Sucht ist schleichend. Alkohol ist gesellschaftsfähig und hat ein positives Image. Das erschwert es, das eigene Verhalten zu hinterfragen. „Das ist die Generation der Babyboomer, denen ging es immer gut; sie finden es ganz normal, zu Hause abends eine Flasche Wein aufzumachen oder dies nach der Arbeit im Stammlokal mit Freunden zu tun“, wird Steven Dooley in der „Zeit“ zitiert. Dooley beschäftigt sich an der Uniklinik Mannheim mit der Wirkung von Alkohol auf die Leber. Ein gutes Glas Wein gehöre zum Lebensstil und gelte als kultiviert, meint Alkohol-Experte Dooley.

Alkohol als Gesellschaftsdroge

Gefährlich wird es, wenn Alkohol nicht mehr als Genuss­mittel konsumiert, sondern als Hilfsmittel benutzt wird, schreibt der „Stern“. Alkohol weitet die Gefäße, lässt uns „runterkommen“ und den Stress vergessen. Damit betäuben wir Leere, Angst und Selbstzweifel. Wenn’s denn bei einem Gläschen bleibt, ist das durchaus in Ordnung, allerdings gewöhnen wir uns nur allzu leicht an Alkohol. Wer zwei oder drei Gläser Wein braucht oder ein halbes Dutzend Bierflaschen, hat die Grenze zum Missbrauch schon überschritten.

Wer in der Lage ist, auch mal einen Tag ohne Alkohol auszukommen, hat gute Chance, dem Teufelskreis zu entkommen. Wer nicht mehr dazu in der Lage ist, ist schon in die Sucht abgedriftet.

Wege raus aus der Sucht

Wer süchtig ist, kommt kaum noch allein aus der Sucht wieder heraus. Der Alkoholsüchtige ist leider schon psychisch abhängig. Wenn der Alkoholspiegel sinkt, wächst das Verlangen nach dem Suchtmittel. Der Tag ohne wird zur Qual. Der Alkoholsüchtige richtet sein ganzes Denken darauf aus, wieder an Stoff zu kommen. Alles andere rückt in den Hintergrund. Das hat natürlich Folgen für das soziale Umfeld. Der Weg ins Abseits ist vorgezeichnet.

Wie geht das Umfeld damit um?

Was heißt das aber für Familie und Freunde? Oft leidet die Familie unter Alkoholikern, denn sie vernachlässigen ihre Pflichten, driften ab oder werden sogar aggressiv, wenn sie ihr Quantum nicht bekommen. Es ist schwer, Trinker mit ihrem Handeln zu konfrontieren, weil sie abwiegeln oder revoltieren.

Wie der Sucht entkommen?

Aus der psychischen Abhängigkeit vom Alkohol wird auch die physische Abhängigkeit – bis am Ende Wahnvorstellungen auf den Trinker warten oder eine Leberzirrhose. Ganz abgesehen davon, dass Alkohol massenweise Gehirnzellen vernichtet.

Letztlich bleibt nur Entziehungskur und Selbsthilfegruppe, um dem Alkoholismus zu entkommen. Das ist schwierig, aber nicht unmöglich und erfordert eine enorme Kraftanstrengung. Nach dem Entzug ist Alkohol tabu – für immer, denn ein Schluck reicht als Trigger, der den Rückfall auslöst.

Bundesweit gibt es ein breites Angebot an Reha-Kliniken und Selbsthilfegruppen, an die sich Alkoholiker und ihre Angehörigen wenden können. Wer früh anfängt, hat gute Chance, den Alkoholismus zu entkommen.

Infos und Adressen:

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Auf Kleidergrößen ist kein Verlass mehr

Kleiderkauf ähnelt immer mehr einem Lotteriespiel. Ein 54 ist keine 54 mehr, sondern vielleicht eine 50, weil die Größe bei Bugatti anders ausfällt als bei Boss. Jede Marke nimmt ihr eigenes Maß zum Ärger der Kunden. Wer online bestellt, muss die Ware mehrmals umtauschen, bis er endlich das passende gefunden hat. Kurzum, auf Kleidergrößen ist kein Verlass.

Braxx, Bugatti, Boss – jeder macht in punkto Größe was er will, mit dem Effekt, dass sich der Kunden an nichts mehr orientieren kann. Dabei gibt es auch für Kleidung eine europäische Norm, die DIN EN 13402-1, nur hält sich keiner dran – ist ja auch nicht bindend. In dieser Norm, werden – ähnlich wie für Schrauben, Steckdosen und Papierformat – Größenbezeichnungen von Bekleidung definiert, insbesondere Begriffe und Verfahrung für die Messung am Körper. Die EN 13402-2 bestimmt die Primär- und Sekundärmaße, EN 13402-3 legt die Größenbezeichnungen auf der Grundlagen von Körpermaßen und Sprungwerten fest.

Kein Verlass auf Kleidergrößen

Weil die Normen nicht bindend sind, definiert jedes Modelabel für sich, was 38 oder 44 ist, mit dem Verweis, Konfektionsgrößen ließen sich nicht normieren. Die internationalen Einheiten wie S, M, L und XL helfen den Kunden leider auch nicht weiter, weil ein L in Modena oder Catania etwas anderes bedeutet als in Stockholm oder Kopenhagen.

Wir Europäer sind ja so unterschiedlich, deswegen muss das wohl so sein. Wirklich? Komisch, die Amerikaner – und Amerika ist groß – können das doch auch. Wer eine Jeans kauft, kann sich, zumindest bei den großen Marken, an Bundweite und Schrittlänge orientieren.  Ein Problem ist noch die Umrechnung in Inch, denn die USA verweigert sich dem metrischen Maß.  Ein Inch sind 2,54 Zentimeter. Wer also Bundweite und Beinlänge misst, muss die Zahlen noch durch 2,54 teilen, um die Inch-Größe zu bekommen. Dann aber dürfte es kein Problem sein, die passende Jeans zu finden. Größe W38/L30 bedeutet dann, die Bundweite beträgt 96 Zentimer – geteilt durch 2,54 – oder aufgerundet 38 Inch, die Beinlänge bemisst sich auf 30 Inch oder 76 Zentimeter. W38/L30 ist etwas für untersetzte Herren, Damen mit kurzen Beinen kommen vielleicht mit W28/L30 zurecht, Damen mit normaler Konfektionsgröße mit W28/L32 und langbeinige mit W28/L34 oder W28/L36.

Straight, tapered – alles klar?

So weit so gut, Modelabels unterlaufen aber dieses einfach Maßsystem mit Bezeichnung wie „skinny“, „slim“,  „high rise“, „regular“, „boot cut“, „saddle“, „straight“, „high waist“, „tapered“ – alles klar? Modelabel hassen Vergleichbarkeit und unternehmen alles, um Verbraucher an die eigene Marke zu binden mit eigenen Größen, die nicht mehr vergleichbar sind.

Mittlerweile sind Größenangaben bei Hosen, Hemden und Bluse schon lange keine Garantie mehr für Passgenauigkeit. Selbst wer glaubt, er hat den passenden Hersteller gefunden, wird erstaunt sein, dass selbst die Größen je nach Modelabel variieren.

Entnervte Kunden in der Anprobe

Der Effekt dieses Verwirrspiels: Vor den Umkleidekabinen in Modeläden türmen sich die anprobierten Hosen und Jacken, weil sich Verbraucher heute nicht mehr nach Größenangaben orientieren können. Männer sind da meist ungeduldiger als Frauen und geben nach der sechsten oder siebten Hose, die wieder am Bund kneift, entnervt auf. Noch schlimmer beim Online-Kauf. Zwei Hosen in Konfektionsgröße 40 bestellt und alle beiden Hosen passen nicht. Dabei ist die eine am Bund zu weit, bei der anderen spannt das gute Stück am Oberschenkel. Also wieder zwei Retouren mehr. Selbst große Versender, die Größenberatung anbieten, sind mit diesem Problem überfordert. „Es kann passieren, dass auf derselben Seite eines Versandhauskatalogs zwei ähnliche Jogginghosen verschiedener Marken abgebildet sind; bestellt der Kunde beide in der gleichen Größe, ist es möglich, dass die eine Hose zu groß ist, die andere zu klein“, zitiert „Der Westen“ Thomas Rasch, Hauptgeschäftsführer des Modeverbands „German Fashion“, der 340 Unternehmen der Modebranche vertritt.

Beschiss bei der Kleidergröße

Bei Damen spielt sicher die Psychologie ein entscheidende Rolle beim Kleiderkauf. Wenn sie altern, ändert sich die Kleidergröße. Wir gehen eher in die Breite als in die Höhe, sie wollen aber die Kleidergröße behalten. Das kann nicht funktionieren. Die Marke zu wechseln, ist pure Selbsttäuschung. Leider gilt das auch umgekehrt – um jugendlicher zu wirken, wird aus einem Sakko Größe 54 ein Sakko Größe 50 – 50 klingt einfach besser als 54. Damit haben wir Männer ein Problem, denn wir akzeptieren meist, dass wir im Alter in die Breite wachsen, wählen zwei Nummer größer – und das gute Stück passt trotzdem nicht.

Kleidungskauf wird zur Tortur

Durch diese Rücksichtslosigkeit der Marken und Negieren jeder Normung wird Kleiderkauf zur Tortur. Das müsste nicht sein. Am Ende bleibt dem Kunden nur übrig, sich einen Bekleidungslieferanten zu suchen, bei dem er weiß, dass 54 auch 54 ist, was leider einfacher klingt, als es in der Mode-Wirklichkeit ist.

Ulf Gerhards hat auf seinem Blog „Zeilenendes Sammelsurium“ einmal ausführlich beschrieben, welche Probleme ein Mann beim Kauf einer neuen Hose zu meistern hat. Köstlich zu lesen. Gerhards schildert den Hosenkauf des Herrn Zeilenende Senior, der, weil Mutter Zeilenende dabei ist, „zu einem stundenlangen Rosenkrieg“ ausartet. Und „in der Herrenabteilung vom Kaufhof schafft es Herr Zeilenende Senior, sämtliche Verkäuferinnen gegen sich aufzubringen“. Aber einfach selbst lesen.

Und Vanezia Blum hat sich in Instagram mal mit Hosen der gleichen Größe unterschiedlicher Marken fotografiert – einfach nur krass. Das kann’s doch nicht sein – oder?

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Hosen kaufen war früher immer eine Qual für mich – ich habe mich regelrecht davor gesträubt. In meinem Schrank lagen Hosen von Größe 36-44 ✌🏼️ Jeans ist nicht gleich Jeans & die Größe bedeutet erstrecht nichts! Seht ihr wie unterschiedlich mein Körper aussieht auf den Bildern? Es ist beides die gleiche Größe, nur die Marke unterscheidet sich! Die Linke fällt aus wie eine kleine 36er, die Rechte wie eine große 38er. Kauft eine Hose nach dem Gefühl! Könnt ihr ohne zu ersticken den Knopf schließen? Könnt ihr in ihr 3 Stunden Autofahren? Müsst ihr immer an ihr rumzupfen? Eine Jeans soll unseren Körper umschließen & uns ein gutes Tragegefühl geben – keine schlechte Laune 🙈❤️ [Übrigens liegt zwischen den Bildern ein Zeitunterschied von circa 5 Minuten 😂] #positivevibes #happyme #beforeandafter

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Hosenkauf wird zur Wissenschaft

Hosenkauf wird dank des Negieren jeglicher Normen zur Wissenschaft. Die Modeflüsterin Stefanie Gruppe hat deswegen einen dreiteiligen Hosenratgeber ins Netz gestellt. Wem langweilig ist und wer sonst nichts zu tun hat, kann sich ja mit Stefanies Hosenserie vergnügen, in der sie über High Rise, Paperbag, Capri, 7/8 und Bermuda aufklärt.

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Taugt Kalorienzählen, um das Gewicht zu kontrollieren?

Zum Jahresanfang haben Diäten Hochkonjunktur. Wer zu viel Gewicht auf die Waage bringt, fühlt sich dick und will das ändern. Aber wie geht schlank? Runter mit den Kalorien, Sport bis zum Exzess? Es geht darum, beides vernünftig auszutarieren.

Die Deutschen überschätzen oft ihr Bewegungspensum – und wissen es oft nicht einmal, wie vor kurzem „Fit for Fun“ festgestellt hat. Wir bewegen uns zu wenig, das Magazin verweist dabei auf eine Studie. Sie glauben, sie hätten sich genug bewegt, um die Kalorien zu verdienen, die sie zu sich nehmen. Sie zählen die Kalorien, vergessen aber allzu oft, wie groß ihr tägliches Bewegungspensum war. Waren es 10 000 Schritte – oder doch deutlich weniger? Stimmt das Bewegungspensum zur  Kalorienzufuhr? Sie passen leider häufig die körperliche Aktivität nicht ihrem Bedarf an. Das Zählen der aufgenommenen Kalorien ist zwar ein guter Ansatz zur Gewichtsreduktion, allerdings sollten dabei noch einige andere Dinge bedacht werden.

Kalorien sind nicht alle gleich

Nicht jede Kalorie hat genau die gleiche Wirkung auf den Körper. So kommt es auch auf die Nahrungsmittel drauf an, die Kalorien liefern. 500 Kalorien grüner Salat sind sicher nicht 500 Kalorien Pommes Frites gleichzusetzen. So sollten diejenigen, die Kalorien zählen, unbedingt drauf achten, welche Nahrungsmittel sie zu sich nehmen. Ist die Ernährung nicht ausgewogen, könnte der eigene Körper dauerhaft geschwächt werden.

Mehr Bewegung, mehr Kalorien

Viele machen den Fehler, auf Gedeih und Verderb die Kalorienzufuhr gering zu halten, um ihren Tagesbedarf zu unterschreiten. Dieser Bedarf liegt bei einem erwachsenen Mann zwischen 2000 und 2500 kcal. Bei Frauen liegt der Wert etwas darunter. Diese Größe ist allerdings auch von der eigenen Verfassung, dem Alter und der täglichen Aktivität ab. So hat ein Bauarbeiter einen deutlich höheren Bedarf, als eine Bürokraft, wenn keiner einer zusätzlichen körperlichen Aktivität nachgeht. Die Zufuhr von Kalorien sollte an den Bedarf angepasst werden. Durch Sport kann der Kalorienbedarf um ein Vielfaches steigen. Ein olympischer Schwimmer nimmt, als Extrembeispiel, mehr als 10 000 Kalorien während intensiver Trainingstage zu sich. Schwimmen ist ein sehr gutes Beispiel, da dabei sehr viele Kalorien verbraucht werden und sich die Sportart gut für ältere Menschen eignet, da Sehnen und Gelenke durch die Bewegung im Wasser wenig belastet werden. Ideal ist auch Radfahren. Wer einige Wochen mit dem Rad unterwegs ist, kann ungeniert essen und nimmt trotzdem ab. Sportlich aktive Menschen sollten also ihre Zufuhr dem täglichen Bedarf anpassen, damit keine Mangelerscheinungen auftreten.

Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß

Das reine Kalorienzählen hat weitere Nachteile. Auch wenn relativ genau der Tagesbedarf zugeführt wird und so der Körper mit ausreichend Energie versorgt ist, kann Kalorienzählen falsch sein. Es kommt auch auf die richtige Zusammensetzung der Lebensmittel an. Neben der bekannten Ernährungspyramide, die als grobes Schema für eine ausgewogene Ernährung herangezogen werden kann, ist es zudem wichtig, das richtige Verhältnis von Fett, Kohlenhydraten und Eiweiß zu sich zu nehmen. Als grober Richtwert werden meist 30 Prozent Fett, 55 Prozent Kohlenhydrate und 15 Prozent Eiweiß aufgeführt.

Gewicht reduzieren – so geht’s

Das Kalorienzählen kann eine gute Hilfe sein, Gewicht zu reduzieren. Dabei muss aber deutlich mehr beachtet werden, als die reinen Kalorien, die ein Mensch zu sich nimmt. In Kombination mit Sport und einer ausgewogenen Ernährung hat es sich millionenfach bewährt. Es ist aber zu beachten, den täglichen Bedarf nie deutlich zu unterschreiten, da der Körper sonst Muskeln und Organe angreift, um Energie bereitzustellen.

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der Challenge von Nadine Becker, die zu „28 Days of Blogging“ aufgerufen hat. Das heißt, 28 Tage im Februar jeden Tag einen Blog-Post zu schreiben. Alle Blogger, die mitmachen, verlinken ihre Beiträge auf Facebook in der Gruppe 28 Days of Blogging, bei Pinterest und Instagram. Bin selbst gespannt, ob ich das in letzter Konsequenz durchhalte.  Also, bleibt neugierig – wo immer ihr auch mitlest und haltet Ausschau nach #28daysofblogging .

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Grundrente soll 2021 statt 2019 kommen – was ist das?

Mit der für 2019 angekündigten Grundrente wird es vorerst nicht. Aber, aufgeschoben, ist nicht aufgehoben. Geplante Einführung ist auf 2021 verschoben. Was hat es mit der Grundrente auf sich? Wer soll davon profitieren?

„Wer ein Leben lang gearbeitet hat, muss im Alter mehr haben als jemand, der nie gearbeitet hat“, sagte Hubertus Heil, der Bundesminister für Arbeit und Soziales Ende Dezember 2018. Das soll die Grundrente garantieren – eine Rente, die die Lebensleistung würdige und die zehn Prozent über der Grundsicherung im Alter liege. Das soll für alle gelten, die 35 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben, so sein Plan.

Geplant war die Einführung noch 2019, davon hat sich Heil wohl verabschiedet und laut „Welt“ angekündigt, die Grundrente solle spätestens zum 1. Januar 2021 in Kraft treten „und drei bis vier Millionen Menschen erreichen“. Anders als bei der Reform der Erwerbsminderungsrente soll die Grundrente rückwirkend eingeführt werden und auch für alle bisherigen Rentner gelten. Er schätzt „Welt“ zufolge, dass zu 75 Prozent Frauen von der neuen Grundrente profitieren werden.

Was ist Grundrente?

Wie soll das funktionieren? Laut Heil prüft die Rentenversicherung dann bei jedem Versicherten automatisch, ob er Anspruch auf Grundrente hat. Dafür wird „Bild am Sonntag“ zufolge die Summe der gesammelten Rentenpunkte durch die Versicherungsjahre geteilt. Kommt ein Versicherter im Jahresdurchschnitt auf weniger als 0,8 Punkte, wird er automatisch hochgewertet. Eine Bedürftigkeitsprüfung werde es nicht geben, so Heil.

Grundrente soll kommen

Das Ganz soll jährlich „Bild am Sonntag“ zufolge einen mittleren einstelligen Milliardenbetrag kosten und aus Steuermitteln finanziert werden.

Was macht die Rentenkommission?

Apropos neue Rente, wäre das nicht eigentlich Aufgabe der Rentenkommission, die Hubertus Heil im Mai 2018 vorgestellt hat? Was macht die? Seit 5. September 2018 Däumchen drehen, das war das Datum, an dem die Rentenkommission die letzte Meldung eingestellt hat. Also nichts außer Spiegelfechterei.

Mit seinem Vorstoß führt Heil das Äquivalenzprinzip ad absurdum. Die von Heil geplante Grundrente „würde die steuerfinanzierte Sozialhilfe und die beitragsfinanzierte Rente vermischen und die Unterschiede nivellieren“, schreibt Professor Franz Ruland ins einem Vortrag über die Bedeutung des Äquivalenzprinzips schon 2013. Damit gefährdet Heil die Glaubwürdigkeit der gesetzlichen Rente – wäre ja nicht das erste Mal.

Verschiebebahnhof für Milliarden

Weil Hubertus Heil wegen der geplanten Grundrente natürlich mehr Geld braucht, lehnt er laut „Focus“ die Pläne von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ab, die doppelten Krankenkassenbeiträge auf Betriebsrenten über Steuermittel abzubauen. Die Betriebsrentner füttern also weiter die Krankenkassen, damit die im Überfluss schwimmen. Mit diesem Vorstoß ruiniert Heil das letzte Vertrauen von Millionen Betriebsrentner, die zehn Jahre lang annähernd ein Fünftel ihrer Betriebsrenten an die Krankenkassen zahlen müssen. Das heißt, Betriebsrenten bleiben ein Minus-Geschäft. Die Rentenpolitik der Groko wird immer noch verworrener und gleicht einem Flickenteppich mit überbordender Bürokratie.

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Was wir von den Niederlanden lernen können

Anders als die Deutschen setzen auch die Niederländer, wie die Schweden und Norwegern auf den Kapitalmarkt für die Altersvorsorge. Die Niederländer brauchen deswegen vor Altersarmut auch keine Angst haben. Was wir von den Niederlanden lernen können.

An sich ist das niederländische Rentensystem auch nicht anders aufgebaut als das deutsche: Es ruht theoretisch auf drei Säulen – dem Allgemeinen Rentenversicherungsgesetz (AOW), einer Betriebsrente und privater Altersvorsorge.

Das war’s aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Denn, wer in den Niederlanden wohnt oder arbeitet, ist nach dem Allgemeinen Rentenversicherungsgesetz (Algemene Ouderdomswet, AOW) versichert.  Wer das AOW-fähige Alter erreicht hat, hat Anspruch auf eine entsprechende Rente. Sie ist nicht mehr als ein Grundeinkommen und deckt das Existenzminimum ab.

Rentenalter auf 66 Jahre angehoben

Anfang 2018 wurde das Renteneintrittsalter auf 66 Jahre angehoben, 2021 wird es weiter auf 67 angehoben und ab 2022 erhöht sich das Renteneintrittsalter dann schrittweise um drei Monate pro Jahr entsprechend der höheren Lebenserwartung. Wer also, wie ich, am 1. März 1954 geboren wurde, kann in den Niederlande erst mit 66 plus acht Monate in Renten gehen, wenn er den vollen AOW-Satz bekommen will. Die Grundrente entspricht etwa 70 Prozent des gesetzlichen Mindestlohns plus Urlaubsgeld. Der Mindestlohn betrug 2018 rund 1595 Euro (70 % = 1116).

Von den Niederlanden lernen

In die AOW zahlt fast jeder ein – und zwar 17,9 Prozent des Einkommens. Die Bemessungsgrenze liegt bei 33 791 Euro (2017). Das Geld wird vom Arbeitgeber abgeführt.

Mit der umlagefinanzierten Grundrente kann niemand große Sprünge machen. Aber es gibt ja noch die kapitalgedeckten Pensionsfonds. Was es damit auf sich hat? Rund 90 Prozent der Holländer haben eine Zusatzrente aus einer der annähernd 400 Pensionsfonds. Selbstständige ohne Beschäftigte sind meist nicht drin. Jeder kann sich jederzeit über den Stand seiner Rentenansprüche online auf der Webseite MijinPensioenoverzicht.nl informieren.

Rentenniveau von 70 Prozent

Dank AOW plus Betriebsrente kommen die Holländer im Ruhestand auf ein Einkommen von 70 Prozent des Durchschnittsgehalts (bezogen auf die gesamte Berufsphase). 70 Prozent Altersvorsorge-Niveau ist doch deutlich höher als 48 Prozent Rentenniveau wie in Deutschland. In der Regel zahlt der Arbeitgeber zwei Drittel zur Betriebsrente, der Arbeitnehmer ein Drittel.

Die niederländischen Pensionsfonds legen auf dem Kapitalmarkt an, deswegen können in einzelnen Jahren durchaus negative Renditen herauskommen. Der „Zorg & Welzijn“ Pensionsfonds beispielsweise weist für 2018 einen Verlust von 0,4 Prozent aus, aber 2017 kam er auf 5,1 Prozent Rendite, 2016 auf zwölf Prozent, 2015 auf ein Minus von 0,1 Prozent, 2014 auf 15,5 Prozent, 2013 auf 3,7 Prozent, 2012 auf 13,4 Prozent und 2011 auf 8,4 Prozent. insgesamt kann sich das sehen lassen.  „Zorg & Welzijn“ ist vor allem für den Gesundheitssektor tätig. Wie die anderen Pensionsfonds setzt auch „Zorg & Welzijn“ auf den Kapitalmarkt – und das weltweit. Die Aufsicht der Fonds liegt bei der Niederländischen Zentralbank DNB und nicht dem Staat.

Mehr Infos zum niederländischen Rentensystem:

Dieser Beitrag ist Teil einer Serie über Rentensysteme im Ausland. Bislang sind Beiträge erschienen über:

 

  • schweden   Schweden Anders als die Deutschen setzen auch die Schweden auf den Kapitalmarkt für die Altersvorsorge – und fahren deutlich besser als wir Deutsche.

 

 

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der Challenge von Nadine Becker, die zu „28 Days of Blogging“ aufgerufen hat. Das heißt, 28 Tage im Februar jeden Tag einen Blog-Post zu schreiben. Alle Blogger, die mitmachen, verlinken ihre Beiträge auf Facebook in der Gruppe 28 Days of Blogging, bei Pinterest und Instagram. Bin selbst gespannt, ob ich das in letzter Konsequenz durchhalte.  Also, bleibt neugierig – wo immer ihr auch mitlest und haltet Ausschau nach #28daysofblogging .

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Eine viertel Million geht abschlagsfrei mit 63 in Rente

Wer kann, will abschlagsfrei mit 63 Jahren in Rente geht. 2017 stellten 254 000 Menschen einen entsprechenden Antrag,  2018 waren es 251 000. Dazu kommen noch ebenso viele, die mit 63 gehen und Abschläge in Kauf nehmen.

Rente mit 63 – mit und ohne Abschläge – ist der große Renner. Die Nachfrage ist ungebrochen. Im vergangenen Jahr haben 251 000 „besonders langjährig Versicherte“ einen Anträge gestellt, etwas weniger wie 2017, so die Deutsche Rentenversicherung dem „Handelsblatt“ gegenüber. Seit das Gesetz im Juli 2014 eingeführt wurde, haben insgesamt annähernd 1,2 Millionen einen Antrag auf Rente mit 63 ohne Abschläge gestellt.

Abschlagsfrei mit 63 in Rente

Wer darf überhaupt mit 63 Jahren in Rente gehen? Nur wer mindestens 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat. Wobei 63 ja auch nicht mehr stimmt, denn 1955 Geborene können erst mit 63 Jahren plus sechs Monate abschlagsfrei in Rente gehen, 1956 Geborene erst mit 63 Jahren plus acht Monaten – und so erhöht sich das Eintrittsalter für diese Art Rente jeweils um zwei Monate.

Schlecht Karten für Akademiker

Akademiker haben schlechte Karten, denn ihr Studium, das im Minimum acht Semester (vier Jahre) dauert, wird rentenrechtlich nicht angerechnet, insofern kommen sie per se nicht in den Genuss dieser Regelung. Diese von der SPD eingeführte Rentenart privilegiert vor allem Industriearbeiter, die nach der Schule gleich eine Lehre begonnen haben.

Wer keine 45 Jahre zusammenbringt und dennoch mit 63 Jahren in Rente gehen will, muss mit Abschlägen rechnen – 0,3 Prozent pro Monat, den er früher in Rente geht. Die Rente für langjährig Versicherte mit mindestens 35 Beitragsjahren ist tatsäch­lich eine „Rente mit 63“. Sie können mit 63 Jahren in Rente gehen, aber eben mit teils kräftigen Abschläge. Die Regelaltersgrenze erhöht sich übrigens auch permanent. Bis Ende 2011 waren es noch 65 Jahren, seit 2012 steigt die Altersgrenze schrittweise, so dass für Versicherte ab Geburtsjahrgang 1964 die Regelaltersgrenze von 67 Jahren gilt. Jeder Monat früher bringt Abschläge.

Übrigens, wer mit 63 + in Rente gehen will, muss selbst aktiv werden und entweder kündigen oder mit seinem Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag vereinnahmen. Er sollte rechtzeitig und vertrauensvoll mit seinem Chef sprechen und dann die nötigen Schritte einleiten.

Mit 63 + abschlagsfrei in Rente:

GeburtsjahrAnhebung in MonatenRentenalter*
1952063
1953263+2
1954463+4
1955663+6
1956863+8
19571063+10
19581263+12
19591463+14
19601663+16
19611863+18
19622063+20
19632263+22
19642463+24

So steigt die Regelaltersgrenze

  Alter 
Geburtsjahrangehoben umJahrMonat
19515655
19526656
19537657
19548658
19559659
1956106510
1957116511
195812650
195914662
196016664
196118666
196220668
1963226610
196424670