Inflation frisst Rente auf

Finanzen

Werbung

Mit 3,9 Prozent Inflation sind die Preise im August so stark gestiegen wie seit annähernd 30 Jahren nicht mehr. Das Geld der Rentner ist immer weniger wert.

Für Rentner im Westen kommt es 2021 knüppeldick – die Rentenerhöhung blieb aus, dafür beginnt die Inflation an, zu traben. Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbraucher­preis­index (VPI) zum Vorjahresmonat – wird im August 2021 dem Statistischen Bundesamt zufolge voraussichtlich +3,9 Prozent betragen. Dabei stiegen die Preise im Juli bereits um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der Preisauftrieb verstetig sich also – und das dürfte noch nicht das Ende sein.

Inflation

Die Inflation steigt deutlich                   Quelle: Statistisches Bundesamt

Inflation kommt ins Laufen

Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, stiegen im Juli 2021 die Einfuhrpreise um +15,0 Prozent zum Vorjahresmonat – der größte Anstieg seit September 1981 (zweite Ölpreiskrise). Das sind schlechte Nachrichten für den Verbraucher, denn sie werden sich auf eine noch höhere Inflation einstellen müssen. Aus den 3,9 könnten bald fünf Prozent werden.

a photo a day

Headline der „tz“ am 31. August 2021

Lohn-Preis-Spirale beginnt

Damit kommt auch die Lohn-Preis-Spiral in Gang. Die Lokführer – und auch andere Branchen – fordern Lohnerhöhungen und werden sie auch durchsetzen. Das wiederum schlägt sich über kurz oder lang in höheren Preisen nieder. Dazu kommt, dass die Krankenkassen ihre Zusatzbeiträge erhöht und damit die Kosten im Gesundheitswesen nach oben treibt.

Schwere Zeiten für Rentner

Auf Rentner kommen schwere Zeiten zu, denn ihre Renten stagnieren 2021 – von einer minimalen Erhöhung der Ost-Renten abgesehen. Die Rentner können den Kaufkraftverlust auch nicht durch höhere Zinsen ausgleichen, denn die Europäische Zentralbank (EZB) fährt schon seit Jahren eine Nullzinspolitik für Verbraucher und eine Negativzinspolitik für Banken. Die wiederum wälzen die Negativzinsen auf die Verbraucher ab in Form höherer Verwahrentgelten für Giro-Konten.

Du kannst den Artikel teilen:

Werbung

Das könnte dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren.

null

Helmut Achatz

Macher von vorunruhestand.de

Weitere Inhalte

Werbung
Tour de France für alte Knacker: Buch Cover
Tour de France für alte Knacker –  Raus aus dem Job, rein in die Rente

Der Rad-Ratgeber für Best-Ager – von Helmut Achatz
Anregung und Ansporn für alle in einer ähnlichen Situation

Werbung

Menü
Cookie Consent mit Real Cookie Banner