Warum Sommerfrische manchmal besser ist als Urlaub

Von der Stadt aufs Land, der Hitze entfliehen in den Bergen oder am Meer – die Sommerfrische kommt wieder in Mode. Sommerfrische ist fast schon ein Synonym für Stadtflucht. Für die Münchner sind es die Berge, für die Hamburger die Nordsee. Warum Sommerfrische manchmal besser ist als Urlaub – zumindest Urlaub, wie so viele ihn verstehen.

Sommerfrische statt Fernurlaub

Vielleicht sollten wir uns wieder daran erinnern an das 19. Jahrhundert als der Münchner Reiseschriftsteller Ludwig Steub den Begriff „Sommerfrische“ geprägt hat, wie das Literaturportal Bayern so schön schreibt. Ein paar Tage den Straßenfluchten entfliehen – und wieder frisch gemähte Wiesen zu riechen, die Glöckchen der Schafe zu hören, die in den steilen Hängen nach den saftigsten Gräser suchen, einfach den Blick über die bewaldeten Hügel schweifen zu lassen.

Umtriebiges Pertisau, beschauliches Steinberg

Gut, wer Freunde mit einer Hütte hat, wie ich in Steinberg. Steinberg am Rofan ist ein knapp 300-Seelen-Ort im Schatten des Rofan-Massivs, gehört zum Bezirk Schwaz in Tirol – und liegt ganz in der Nähe des Achensees. So umtriebig und quirlig es am Achensee – in Achenkirch, Pertisau oder Maurach – zugeht, so beschaulich und kontemplativ ist es in Steinberg, das auf tausend Höhenmeter liegt und nur über eine Straße zu erreichen ist. Einige Radler kämpfen sich die zwölf Kilometer von Achenkirch in Richtung Talende, gelegentlich stapfen einige Wanderer den Weg hoch, aber ansonsten ist nur das Rauschen des Bachs zu hören.

… und so kommt ihr nach Steinberg

 

Im Waldhäusl gibt’s Eispfannkuchen

Früher ging es wilder zu

Das muss früher wohl anders gewesen sein. Pferde, Schwimmbad und Tennisplätze lockten Touristen mal nach Steinberg, das sich selbst als „schönstes Ende der Welt“ bezeichnet. Aber ein Hotel nach dem anderen musste schließen. Namen wie „Bergalm“, „Sonneck“ und „Windegg“ sind Geschichte. Übrig geblieben ist nur noch das „Waldhäusl“ und die „Silberwaldhütte“, die aber nur im Winter geöffnet ist. Wer hier am schönsten Ende der Welt übernachten will, ist auf Pensionen und Bauernhöfe angewiesen – mit Blick auf den Rofan und den Guffert, der wie ein Relikt aus vergangener Zeit wirkt mit seiner nackten Kuppe und ihrer grünen Halskrause. Das Waldhäusl beispielsweise bietet Zimmer an oder der Mesnerhof, letzterer allerdings nur für Gruppen und Selbstversorger.

Ein Hotel nach dem anderen geschlossen

Das von der Alpinschule Innsbruck Ende der 80er-Jahre zur Asi-Lodge umgebaute „Windegg“ wurde im Mai 2014 geschlossen. Seitdem verwitterte die Lärchenholz-Fassade langsam vor sich hin; der Parkplatz ist leer und das Gebäude verwaist. Der Bau trauert den wilden Zeiten hinterher. Nichts mehr mit Dampfbad und Sauna und meditativen Kräuterwanderungen. Das Konzept vom „Refugium für Stadtmüde“, wie Monika Maier-Albang von der „Süddeutschen Zeitung“ schreibt, ist offensichtlich nicht aufgegangen. Die meditativen Kräuterwanderungen müssen die Gäste in Steinberg heute schon selbst organisieren, was vielleicht gar nicht so schlecht ist.

Trubel adé in Steinberg

Trubel adé. Leider – für die Steinberger – ist damit auch eine Einnahmequelle weggefallen. Das Dörfchen schrumpft. Mit dem Schließen der Asi-Lodge fielen auch Arbeitsplätze weg. Die Gemeinschaft spürt die Landflucht. Die einklassige Volksschule hat mittlerweile gerade noch drei Schüler – und wird, wenn der Schrumpfungsprozess so weitergeht, wohl ganz dichtmachen, außer die Steinbergerinnen bekommen wieder mehr Kinder. Ansonsten wird es in Steinberg noch kontemplativer.

Das neue „Dorfhaus“ mitten in Steinberg ist nur ein schwacher Trost. Im Dorfhaus kann der Wanderer essen und trinken – der Kuchen soll besonders gut schmecken. Allerdings empfiehlt es sich, auf der Facebook-Seite des Dorfhauses nachzuschauen, ob das Restaurant geöffnet ist.

Klimawandel ändert vieles

Noch ein „Leider“ – das Bergdorf liegt „nur“ auf tausend Metern und damit für Wintersport nicht hoch genug. Angesichts des Klimawandels dürfte es Steinberg ähnlich gehen wie anderen Gemeinden, die in der Vergangenheit mit Loipen punkten konnten. In Zukunft dürfte jedoch zu selten und zu wenig Schnee liegen. Selbst im Biathlon-Mekka Hochfilzen sind die Athleten nur noch auf einem schmalen Schnee-Band unterwegs, weil einfach der Nachschub von oben ausbleibt.

Ruhe und Erholung statt Bespaßung

Also, wer es beschaulich will, ist in Steinberg gut aufgehoben – Betriebsamkeit und Kinderbespaßung darf hier niemand erwarten, dafür spektakuläre Ausblicke, Ruhe und saubere Luft. Alles in allem ist Steinberg der ideale Ort für Sommerfrische, ein „intaktes Dorf“, wie die  Monika Maier-Albang schreibt: „die holzverkleideten Höfe mit ihren Räucherkammern, die Kirche in der Mitte, die Berge drumherum – wunderschön“.




Was ist das Besondere an einer Kreuzfahrt?

Kreuzfahrten liegen im Trend. Obwohl weniger als drei Prozent aller Deutschen schon einmal auf Kreuzfahrt waren, zählt eine Seereise für viele in die Kategorie „Traumurlaub“. Zu Recht, wie Gastautor Franz Neumeier meint. Er beschäftigt sich als freier Reisejournalist und Blogger (www.cruisetricks.de) seit rund acht Jahren hauptberuflich mit Kreuzfahrten.

Franz Neumeier sagt: „Man übersieht viel zu leicht die vielen, mehr oder weniger versteckten Vorteile einer Kreuzfahrt gegenüber Pauschalreisen an Land.“ Die wichtigsten Vorteile hat er hier zusammengestellt.

Vorteile einer Kreuzfahrt

  • Hotel immer dabei
    Der auffälligste Vorteil –  das Hotel ist immer dabei. Der Kreuzfahrer verschwendet bei einer Rundreise keine Zeit mit langen Busfahrten; das Kreuzfahrtschiff fährt über Nacht zu nächsten Hafen, während man Abendessen und Entertainment an Bord genießt beziehungsweise in einem bequemen Bett schläft. Dadurch entfällt natürlich auch das täglichen Ein- und Auspacken und das Schleppen der Koffer wie sonst auf einer Rundreise.
  • Qualität des Essens
    Die Qualität des Essens ist auch an Bord von eher günstigen Kreuzfahrtschiffen auf einem recht hohen Niveau. Wirklich böse Überraschungen gibt es da nicht. Meist ist das Essen sogar exzellent. Essen in den meisten Bordrestaurants ist im Reisepreis schon inklusive, das abendliche Entertainment ebenso. Bei einem Urlaub an Land kostet das oft zumindest teilweise extra.
  • Einheitlicher Preis
    Doch schon vor der Reise gibt es einen gravierenden Vorteil –  ein und dieselbe Kreuzfahrt kostet überall das gleiche, egal wo sie der Kreuzfahrtfan bucht. Die Reedereien haben aktuelle Tagespreise – ganz ähnlich wie Fluggesellschaften. Und diesen Preis zahlt zu diesem Zeitpunkt jeder, egal wo er bucht. Das bedeutet natürlich nicht, dass die Preise nicht erheblich über die Zeit schwanken, dann aber eben überall gleich. Ausnahme sind besondere Kontingente und Paket-Angebote von Reiseveranstaltern, die in der Kombination mit zusätzlichen Leistungen eventuell auch andere Preise haben. Aber grundsätzlich gilt: Man kann sich in aller Ruhe in einem versierten Reisebüro beraten lassen und dort buchen, weil es auch da inklusive des Beratungsservices nicht teurer ist.
  • Vorab detaillierte Infos
    Vor allem im Vergleich zu Pauschalurlaub an Land haben Kreuzfahrten ein paar weitere, besondere Vorteile. Diverse Ärgernisse, die bei Landurlauben recht häufig vorkommen, sind in der Kreuzfahrt nahezu unbekannt. Blumige Katalogsprache gibt es zwar auch in der Kreuzfahrt, aber nur in sehr begrenztem Maße. Das liegt auch daran, dass sich jeder Kreuzfahrtschiffe online vorab in allen Details ansehen kann. Es gibt detaillierte Fotos aller Bereiche des Schiff und aller Kabinen-Typen, oft auch Videos oder 360-Grad-Panorama-Bilder. Anders als in Hotels kann man hier schon bei der Buchung die exakte Kabinennummer auswählen und am Deckplan die genaue Lage feststellen. Man weiß also exakt, welche Kabine man bekommt.
  • „Hotel“ steht fest
    Auch das „Hotel“ steht fest. In der Kreuzfahrt kommt es nahezu nie vor, dass statt des gebuchten Schiffs ein ganz anderes eingesetzt wird. An Land kann es dagegen schon vorkommen, dass man mit einem angeblich „gleichwertigen“ Ersatzhotel vorlieb nehmen muss. Tolles Hotel aber gleich nebenan eine Großbaustelle? Oder eine lebhafte Gegend mit Open-Air-Disko bis morgens um vier Uhr? Das Schlimmste, was einem in dieser Richtung am Kreuzfahrtschiff passieren kann ist ein wenig Lärm im Hafen, wenn das Schiff in der Nähe eines Container-Terminals anlegt. Nachts ist dennoch Ruhe, denn da sind Kreuzfahrtschiffe typischerweise auf See, weit weg von Lärmquellen jeglicher Art.
  • Gut für Nichtraucher
    Kreuzfahrtschiffe sind nahezu rauchfrei. Schon aus Brandschutzgründen darf an Bord nur an wenigen Orten geraucht werden. Besonders auf amerikanischen Schiffen ist Rauchen nur an sehr wenigen Plätzen auf den Außendecks erlaubt. Deutsche Reedereien sind etwas weniger restriktiv. Generell nicht geraucht werden darf in den Kabinen – die Gefahr, als Nichtraucher in eine verrauchte Kabinen zu kommen, wie das in Hotels an Land manchmal passiert, besteht hier also nicht.
  • Frei von Ungeziefer
    Kakerlaken unter der Minibar, Geckos an der Zimmerdecke, eine Ameisenstraße durchs Schlafzimmer oder eine Mückenplage an Balkon sind auf Kreuzfahrtschiffen undenkbar. Dafür hat Hygiene und Sauberkeit auf Kreuzfahrtschiffen generell einen zu hohen Stellenwert. Und tierischer Besuch hat ohnehin kaum eine Chance auf See.
  • Gut für heiße Länder
    Die Qualität der Klimaanlagen ist – vor allem auf neueren Schiffen – exzellent, die Geräuschentwicklung sehr niedrig. Am liebsten würden viele natürlich ganz auf Klimaanlagen verzichten, aber auf Kreuzfahrt bleibt einem wenigstens die böse Überraschung einer rasselnden, lärmenden, schlafraubenden Anlage erspart.

Drei wichtige Besonderheiten

Bei allen Vorteilen gibt es auf einer Kreuzfahrt aber doch drei Dinge zu beachten, die etwas anders gehandhabt werden als an Land:

  • Auslandskrankenversicherung
    Eine Auslandskrankenversicherung ist ein absolutes Muss, denn auch bei Kreuzfahrten innerhalb Europas zahlt die gesetzliche Krankenversicherung für Behandlungen an Bord nicht. Die Schiffe fahren unter Flaggen wie denen von Malta, Italien, Bahamas, Bermudas oder Panama – entsprechend gilt das Recht dieser Länder. Und die Ärzte an Bord rechnen prinzipiell privat ab.
  • Telefonieren an Bord
    Telefonieren an Bord kann richtig teuer werden – auch in europäischen Gewässern. Denn das Mobilfunknetz an Bord läuft über Satellitenverbindungen. Auf See sollten Kreuzfahrer das Handy also am besten auf Flugmodus stellen.
  • Trinkgelder oft automatisiert
    Und Trinkgelder – ein ewiges Dauerstreitthema – werden bei den meisten Reedereien recht deutlich und in nicht unerheblicher Höhe eingefordert. Kann der Gast bei einem Landurlaub schon mal das Trinkgeld fürs Zimmermädchen „vergessen“, buchen insbesondere die internationalen Reedereien einen empfohlenen Betrag von rund zehn Euro pro Person und Tag einfach gleich automatisch vom Bordkonto ab. Wer nicht zahlen will, muss aktiv widersprechen. Tipp: Trinkgeld von Anfang an im Reisebudget einplanen und sich nicht weiter darüber aufregen. Wer dem entgehen will, bucht beispielsweise bei AIDA oder TUI Cruises, wo das bereits im (entsprechend höheren) Reisepreis enthalten ist.

Na dann, bleibt nur „bon voyage“ zu wünschen – also viel Spaß und gute Reise.

Fotos: Franz Neumeier/cruisetricks.de

Franz Neumeier hat sich im Dezember 2009 als freier Reisejournalist selbständig gemacht und auf Kreuzfahrten-Themen spezialisiert. Er schreibt nicht nur für cruisetricks.de, sondern vor allem auch regelmäßig für deutsche Zeitschriften und Tageszeitungen mit Veröffentlichungen unter anderem in der ZEIT (Kreuzfahrtbeilage), BUNTE, touristik aktuell und im Kreuzfahrt Guide mit insgesamt bereits über 300 Veröffentlichungen seit Ende 2009.




Wie sieht eine normale Rentner-Woche aus?

Wie sieht ein normaler Wochenablauf eines Rentners aus – die Rentner-Woche sozusagen? Vor dieser Frage stehen viele, die ihre berufliche Laufbahn hinter sich gelassen haben. Was tun den ganzen lieben Tag? Wie wollen wir unser Leben gestalten im Ruhestand?

Jede Reise geht einmal zu Ende, die vielleicht das Berufsleben vom Ruhestand trennt, sozusagen als Tapetenwechsel und Zäsur – für mich war das meine halbe Tour de France, die wegen eines Krankheitsfalls in der Familie unerwartet in Bordeaux endete. Eigentlich wollte ich danach über meine Wochenstruktur nachdenken.

Aufbruch in die Rente

Eigentlich – uneigentlich stellt sich die Frage jetzt, nach meiner unerwarteten Heimkehr. Die ersten Tage war ich damit beschäftigt, mich um die kranke Schwiegermutter zu kümmern – die Tage waren somit ausgefüllt. Aber das tritt jetzt mehr und mehr in den Hintergrund, weil ich mich wieder zurückziehe – und einen Teil delegiere.

Wie die Woche gestalten?

Also, muss ich mich jetzt fragen, wie will ich mein Rentnerleben gestalten, was ist mir wichtig, wo will ich mich einmischen und was noch lernen?

  • Schon zum Ende meines Lebens als angestellter Redakteur habe ich ja schon darüber nachgedacht, wie ich die Zeit danach gestalten will und ließ mich in den Vorstand der Volkshochschule Olching wählen – aus Überzeugung und Verpflichtung.
  • Ich habe am 28. November 1998 den cic! cyber investment club aus der Taufe gehoben – und bin immer noch Gesellschafter. Es geht jetzt darum, den cic! wieder zu aktivieren und Anleger zu motivieren, bei uns vorbei zu schauen. Wir Gesellschafter der ersten Stunde sind mit dem cic! älter geworden. Was der cic! braucht, ist junges Blut.
  • Vor dem Start zu meiner Tour de France bin ich dem ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) beigetreten – um mich zu motivieren, auch nach der Tour weiter zu radeln
  • Als festangestellter Redakteur schloss mein erster Arbeitgeber für mich eine obligatorische Direktversicherung ab beim Versorgungswerk der Presse. Das war 1980. Seitdem habe ich in der Ansparphase immer brav Krankenkassenbeiträge aus meinem versteuerten Gehalt gezahlt – und jetzt, in der Auszahlphase, darf ich noch einmal den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil für die Kranken- und Pflegeversicherung zahlen. Das Gesetz wurde rückwirkend 2004 von SPD, Union und Grünen beschlossen. Praktisch heißt das, dass ich fast ein Fünftel meiner Direktversicherung an die Krankenkasse abdrücken muss. Diese Doppelverbeitragung nehme ich nicht widerspruchslos hin. Deswegen bin ich dem Direktversicherungsgeschädigten Verein (DVG) beigetreten, um politisch aktiv gegen diese Ungerechtigkeit zu kämpfen.
  • Neben dem Radfahren muss ich etwas für ein ausgeglichenes Leben tun – ich denke, dass Qi Gong für mich am besten passt. Deswegen werde ich ab September einen Qi-Gong-Kurs belegen.
  • Körper, Seele und Geist – um den Geist zu fördern, besuche ich wenigstens einmal im Monat meinen Französisch-Konversation-Runde.
  • Neben Radfahren ist mir noch Schwimmen wichtig – wenigstens einmal die Woche. Im Sommer bietet sich dafür der See ein, zu dem es ja nur ein paar Kilometer sind.
  • Sport, Kultur und Kunst – im Keller wartet ein eingerichtetes Atelier auf mich. Wir ließen uns vor zwei Jahren auf Föhr von der Acryl-Malerei begeistern.
  • Social Updating – was so hipp klingt, heißt nichts anderes, als Freundschaften zu pflegen und alte Kontakte wieder zu reaktivieren
  • Reisen – ich war dieses Jahr ja schon oft unterwegs, deswegen sitze ich momentan gern zuhause, aber das Reisefieber kommt unweigerlich. Die nächsten Reisen sind auch schon geplant: Rhodos, Budweis
  • Haus- und Gartenarbeit – klingt nicht ganz so spannend, aber ist notwendig. Dazu gehört der Hausputz einmal die Woche und das Trimmen des Bux sowie die Reparatur der Falt-Stores.
  • Kochen – für einige ein ausfüllendes Hobby, für mich eher ein befriedigendes Zwischenspiel. Wie wäre es denn mal mit Marillen-Knödel oder gefüllte Tomaten. Rentner haben endlich Zeit, auch etwas Aufwendigeres zu kochen und verschiedenes auszuprobieren.
  • Mein Buchprojekt – meine Tour de France musste ich zwar vorzeitig abbrechen, meinen Vorsatz, darüber ein Buch zu schreiben, habe ich aber noch nicht ad acta gelegt.
  • Einmal Journalist, immer Journalist – in den vergangenen Jahrzehnten war ich einfach zu eingespannt, mich um das berufliche Umfeld zu kümmern. Das soll sich wieder ändern
  • Familie – die ist gewachsen. So ein Essen festigt die Bande, nur mal als Beispiel. Sich auszutauschen und den Kontakt zu pflegen, verbessert das gedeihliche Miteinander.
  • Lesen – die Zeiten der täglichen S- und U-Bahnfahrten sind vorbei. Während dieser Stunden habe ich so manches Buch ausgelesen. Das geht mir momentan ab – höchste Zeit, die Lektüre wiederaufzunehmen.
  • Kultur – Volkshochschule, Kunstvereine und Museen bieten so viele Möglichkeiten, sich schöpferisch weiterzubilden. Wie wäre es mal wieder mit Theater oder Kino?
  • Fotografieren – ich bin ja mittlerweile ein Instagram-Fan geworden. Offensichtlich kommen meine Schnappschüsse an, denn die Gefolgschaft wächst.

Selbstverwirklichung und Selbstfindung

Der (Vor)Ruhestands- und Übergangscoaching Wolfgang Schiele ermutig Ruheständler den Ruhestand 3.0 als „historische Chance zur Selbstverwirklichung und Selbstfindung“ zu nutzen. Da kann ich ihm nur beipflichten.

Diesen Freiraum auszufüllen ist Erfüllung und Aufgabe gleichzeitig. Wenn wir es nicht schaffen, „versinken wir entweder in den Banalitäten des Alltags oder verzetteln uns inmitten tausender Ideen und Angebote“. Er hat Recht damit, wenn er sagt, dass wir unsere neue Rolle erst finden müssen – das gilt auch für mich.

Kein Zeitkorsett mehr

Unser berufliches Leben war bestimmt von Vorgaben, definierten Pflichten und einem teils starren Zeitkorsett. Das ist vorbei. Jetzt geht es darum, uns einzunorden und dem Alltag eine Struktur zu geben. Diese unsichtbaren Strukturen werden uns erst jetzt bewusst, da es sie nicht mehr. Jetzt sind wir selbst dafür verantwortlich, uns eine Struktur zu geben.

Die richtige Balance

Schiele plädiert dafür, dass Ruheständler ihre Abläufe neu strukturieren, „denn die Struktur und Zwänge unserer Arbeitswelt existieren nicht mehr“. „Wir tragen eine neue Verantwortung uns selbst gegenüber: Wir sind gleichzeitig sowohl zum Chef als auch zum Mitarbeiter unseres Lebens geworden“, fasst es Schiele zusammen.

So ein bisschen dabei helfen könnte das Aktivitätenquadrat der Buchautoren Inga Behtke-Brenken und Günter Brenken („Aufbruch in den Ruhestand“). Sie empfehlen, „die vielen Möglichkeiten an Aktivitäten von vornherein in ein System einzuordnen. Sie teilen die Aktivitäten in vier Schwerpunkte ein:

  • Kontakte pflegen
  • Mehr wissen wollen
  • Genießen und konsumieren
  • Tätig sein

Ihr Tipp: „Versuchen Sie eine Balance zwischen diesen Schwerpunkten zu finden.“ Einseitig auf einem Schwerpunkt zu verharren, berge die Gefahr, Nutzung und Fertigkeiten der anderen Bereiche zu verlernen oder auf Anregungen zu verzichten.

Sie plädieren dafür, die Energie aus dem Berufsleben mit in den Ruhestand zu nehmen, um mit Schwung ein neues Leben zu beginnen, es nach den eigenen Wünschen zu gestalten.

Wie ein Tagesablauf aussieht

Es gehe darum, sich selbst zu erkunden, sich auf die eigene Persönlichkeit einzulassen, denn, nur sie nehmen wir mit in die Rente oder Pension „Das, was Sie aus sich selbst in dieser langen Zeit Ihres Berufslebens gemacht haben, unabhängig vom Nimbus und Status ihrer ehemaligen Position“, wie es Herb Stumpf, Autor des Buchs „Wenn das Wochenende 7 Tage hat“ so schön formuliert.

Und er beschreibt einen – für ihn – normalen Tagesablauf. Das soll natürlich nur eine Anregung sein – nicht mehr: Sein Tag laufe ziemlich strukturiert ab.

Ich stehe zwischen sieben und halb acht Uhr auf,
verbringe eine halbe Stunde im Bad und
eine gute weitere halbe Stunde mit Yoga-Übungen und Meditation. D
Dann frühstücke ich in aller Ruhe und lese ausgiebig die Süddeutsche Zeitung.
In der Regel ist es dann zehn Uhr.
Die nächsten zwei bis drei Stunden brauche ich für meine Post, meine Mails und den üblichen Bürokram, manchmal auch zum Einkaufen oder den Cappuccino in der Stadt und „people watching“.
Irgenwo zwischen 13 und 14 Uhr ist Mittagessen,
gefolgt von einer erholsamen Siesta, von der mich ein kräftiger Kaffee zurück ins Leben befördert.
So um 15 Uhr herum beginnt mein regulärer ‚Arbeitstag‘,  also Schreiben, manchmal Malen oder eine Seminarvorbereitung.
Mitunter fällt dieser Teil aus, weil das Leben andersweitig lockt.
Pflicht und Kür sind nicht mehr so genau getrennt!
Gegen 19 Uhr koche ich für meine Frau und mich, häufig auch für Freunde.
Ja, und wie Sie merken, war dann der Tag gut gefüllt – und ich freue mich auf jeden nächsten, den ich noch erleben darf.

Er räumt ein, dass er die „Entdeckung der Langsamkeit“ schrittweise wieder erlernen musste. Sein Leitmotiv heißt: „Lebe jetzt – bevor es zu spät ist!“ Leben heißt, ein Leben zu leben, „das seine Inhalte braucht, ein stetes Tun, geprägt von seinem tieferen Sinn.“ Deswegen wünscht er allen „möglichst viel bewusste Zeit“.

Das wünsche ich mir auch für mich – und für alle Anderen.




Wie sich Bore-out im Ruhestand verhindern lässt

Ausstand, Abschied von den Kollegen, Rente – von heute auf morgen ändert sich der gesamte Lebensablauf, die Struktur und die Ablaufmuster, die sich zum größten Teil nach dem Berufsleben richteten, gibt es plötzlich nicht mehr. Stattdessen ist viel Zeit für Reisen, Kinder und Enkelkinder, Haus und Hof. Oft kommt es aber vor, dass frisch gebackene Rentner in eine Art von Bore-out verfallen, anstatt die neu gewonnenen Freiheit zu genießen. Wie lässt sich Bore-out im Ruhestand verhindern?

Aus dem Vorruheständler ist ein Ruheständler geworden, der die Pflichten abgeworfen hat und plötzlich überfordert ist mit der vielen Freizeit. Langeweile und Unlust stellen sich ein. Damit das nicht passiert, braucht jeder Aufgaben und Motivation für den nächsten Lebensabschnitt. Einige Tipps:

Freude auf das, was kommt

Ist der Arbeitsalltag passé, zerbröselt die Tagesstruktur, viele soziale Kontakte lösen sich auf, Sinnfragen drängen sich in den Vordergrund – das Rentnerdasein fühlt sich für manche nicht an wie ein immerwährender Urlaub. Spätestens jetzt gilt es, Erwartungen an den neuen Lebensabschnitt anzupassen, eigentlich sollte dieser Prozess schon früher beginnen. Erst dann stellt sich so etwas wie stilles Glück ein.

Wie sich darauf vorbereiten? Wie wäre es denn, die Arbeitszeit gegen Ende der Karriere etwas zu verringern, neue Hobbys wieder aufzunehmen und sich klar zu machen, dass nur die wenigsten Kollegen Freunde sind. Nur ganz wenige werden nach dem Renteneintritt noch Kontakt halten. Wichtig ist es auch, sich im neu gewonnenen Alltag nicht hängen zu lassen. Auch wer nicht mehr ins Büro fährt und keinen wichtigen Termin mehr wahrnimmt, sollte auf sich und sein Äußeres achten, schon aus Selbstrespekt. Warum sich nicht mal bewusst in Schale werfen, einfach mal so. Als Rentner mit der Mode gehen? Warum nicht! Abseits des Arbeitsalltags in ein elegantes Business-Hemd von traditionsreichen Anbietern wie Walbusch schlüpfen oder sich als Frau ein neues Kleid oder eine schicke Bluse gönnen. Wer sich selbst gefällt, ist seelisch gesünder und glücklicher – und darum geht es doch im Rentenalltag.

Soziale Arbeit als Ausgleich

Oder wie wäre es, der Gesellschaft wieder etwas zurück zu geben – in Form von soziales Engagement? Viele Rentner sind geistig fit und könnten weniger Privilegierten in dieser Gesellschaft helfen. Warum nicht in Form von Nachhilfeunterricht? In Deutschland leben viele Kinder in schwierigen Verhältnissen, die dringend Hilfe brauchen. Andere zu unterstützen ist der Königsweg, dem neuen Lebensabschnitt einen Sinn zu geben. Wer sich sozial engagiert, entgeht der Alterseinsamkeit, hält Körper und Geist fit und tut gleichzeitig Gutes. Auch die Rolle als Großmutter oder -vater kann diesen Effekt hervorrufen.

Alte Hobbys wiederentdecken

Hobbys motivieren und helfen, den Alltag zu strukturieren. Schöner Nebeneffekt: Rentner bleiben körperlich und geistig fit. Wie wäre es denn, schon im Vorruhestand alte Hobbys wieder aufzunehmen oder neue zu entdecken? Weiterbildung ist mehr als ein Zeitvertreib für Bestager, schließlich hilft sie, am Ball zu bleiben. Viele beginnen nach dem Arbeitsalltag noch einmal ein Studium und belegen Fächer, an denen sie schon immer interessiert waren. 2015 ermittelte das Statistische Bundesamt, dass mehr als die Hälfte der Gasthörer an deutschen Universitäten über 60 Jahre alt ist – das sind annähernd 18 000 Senioren. Die Chance, hier Gleichgesinnten zu begegnen und neue Kontakte zu finden, ist groß. Viele Volkshochschulen bieten ein Studium generale an sowie Führungen und Kurse – auch eine Chance, soziale Kontakte zu knüpfen und fit zu bleiben.

 

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Mit dem Rad von Deutschland nach Dänemark

Der Sommer naht und die Temperaturen steigen – die richtige Zeit, einen ausgiebigen Sommerurlaub zu planen. Wie wäre es statt einer Kreuzfahrt oder dem üblichen Flug zu den bekannten Touristenhochburgen mal mit einer Fahrradtour bei strahlendem Sonnenschein von Deutschland nach Dänemark? Ja, richtig – mit dem Rad von Deutschland nach Dänemark. Radfahren hält fit und Radler erleben eine solche Tour auch ganz anders als Autofahrer, viel intensiver.

Nimm dir Zeit!

Wer gerne reist, kennt meist auch den Drang, etwas Neues entdecken zu wollen. Oder zumindest neue Erfahrungen zu sammeln – also warum nicht mal mit dem Rad nach Dänemark? Dänemark ist Radland, Kopenhagen Fahrrad-Hauptstadt des Norden. Von Hamburg nach Kopenhagen sind es beispielsweise rund 340 Kilometer. Wer in  Leipzig startet, legt knapp 560 Kilometer zurück – von Bonn aus sind es rund 800 Kilometer. Für Süddeutsche bietet sich an, ein Stück mit dem Zug zu fahren – es muss ja nicht gleich die ganze Strecke sein.

Und wie sieht’s mit der Dauer aus? Google Maps zufolge lässt sich die Strecke Hamburg–Kopenhagen in weniger als 18 Stunden bewältigen. Wer die Landschaft besser kennenlernen und den Urlaub etwas ruhiger angehen lassen will, sollte ruhig etwas großzügiger planen.

Hamburg–Kopenhagen – traumhaft

Auf der Strecke drängen sich Radlern zahlreiche schöne Zwischenstopps auf. Lübeck oder Fehmarn auf deutscher oder die schöne mittelalterliche Hafenstadt Køge auf dänischer Seite sind nur drei Beispiele. Auch die Überfahrt von Fehmarn (Puttgarden) nach Rødby lässt sich als lohnenswerte Verschnaufpause vom Fahrradfahren nutzen.

Fahrrad – ein neuer Zugang zur Welt

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Ein bisschen Leidenschaft braucht’s allerdings schon. Begeisterte Radler werden indes große Freude an der Tour haben. Auch wenn es sich zwischenzeitlich anstrengend anfühlt – am Ende der Fahrt wartet das Vergnügen: die dänischen Hauptstadt Kopenhagen, oder København wie die Däne sagen. Ein tolles Gefühl, mit eigener Kraft Hunderte von Kilometer hinter sich gebracht zu haben. Da ist die Pause redlich verdient – Zeit, sich auszuruhen und dem Körper ein wenig Regeneration von den Strapazen zu gönnen.

Malerisches Kopenhagen - Nyhavn ist ein Muss für jeden Dänemark-Fan Foto: vorunruhestand.de

Malerisches Kopenhagen – Nyhavn ist ein Muss für jeden Dänemark-Fan Foto: vorunruhestand.de

Wo absteigen? Die meisten denken vermutlich an ein Hotel, aber wie wäre es mal mit einer Ferienwohnung oder einem Ferienhäuschen? Beide lassen sich vorab über Vergleichsportale wie Holidu finden und buchen. Wer’s schon während der Tour ungewöhnlich mag und gern viel vom Land kennen lernen will, der sollte auch bei seiner Unterkunft keines der typischen Touristenhotels auswählen.

Ein Hoch auf die Wasserträger

Bei der Tour de France sind Wasserträger Radprofis, die für ihre Kollegen in der Equipe Wasserflaschen holen und verteilen. Nun, was gut für Profis ist, ist auch gut für Amateure: Schön, wer Familie oder Freunde hat, die mit dem Auto mitfahren und während der Tour mit nicht benötigtem Gepäck vorfahren. Sie warten dann am Ziel und ersparen den Radlern die Mitnahme des Gepäcks. Ohne Gepäck fährt sich’s halt doch leichter. Jeder, der schon mal eine Radtour unternommen hat, weiß zu schätzen, wenn jemanden mit Auto dabei ist – für den Fall einer Panne, die das Weiterfahren unmöglich macht oder der Zeitplan so eng getaktet ist, dass eine Rückfahrt mit dem Fahrrad zeitlich nicht möglich ist.

 

Bildrechte: Flickr IMG_6491.jpg Marta Lasek



Wie Bestager im Alter stressfrei mit dem Auto verreisen

Zugfahren ist zwar für Städtetouren ideal, aber ein Abstecher in die Provinz oder ins Ausland – da ist das Auto immer noch erste Wahl. Wie Bestager stressfrei mit dem Auto verreisen. Das fängt beim Auto an und hört beim Packen auf. Deshalb gilt es, alles vor der Abfahrt zu checken. Was bei einem solchen Check wichtig ist.

Garant für stressfreie Fahrt

In den Urlaub mit dem eigenen Wagen – für viele eine Selbstverständlichkeit. Lange Distanzen, extreme Temperaturen, schweres Gepäck und schlechte Straßen setzen dem Auto dabei ordentlich zu. Es lohnt sich unter dem Aspekt Sicherheit und Fahrkomfort das Auto vor der Abreise in punkto Technik noch einmal sorgsam durchchecken zu lassen. Wer sich rechtzeitig darum kümmert, spart sich Ärger. So kann das Fahrzeug zur Not noch in die Werkstatt gebracht werden. Handwerklich Begabte erledigen vieles selbst und bestellen sich nötigen Teile bei Anbietern wie kfzteile24.de.

Wenigstens die Reifen testen

Wie steht es um das Reifenprofil? Bild: ©istock.com/weible1980

Wie steht es um das Reifenprofil? Bild: ©istock.com/weible1980

Die Reifen des Autos sollten mindestens ein Restprofil von drei Millimetern besitzen. Gesetzlich ist zwar weniger vorgeschrieben, weniger Profil bedeutet jedoch schlechte Haftung und verminderte Bremseigenschaften. Gerade auf unbekannten Straßen sind diese aber wichtig. Die Profiltiefe lässt sich problemlos mit einem Ein-Euro-Stück messen: Verschwindet der Messingrand im Profil, so ist es noch in Ordnung. Ist das nicht der Fall oder sind Risse im Gummi zu erkennen, sollten die Reifen vor der Reise unbedingt ausgetauscht werden. Zu guter Letzt: an einer Tankstelle unbedingt den Reifendruck prüfen und gegebenenfalls anpassen.

Unbedingt Öl und Flüssigkeiten prüfen

Damit der Motor auch auf einer langen Fahrt gute Dienste erweist, sollten ein verantwortungsvoller Autofahrer unbedingt den Stand von Kühl- und Bremsflüssigkeiten sowie das Öl prüfen. Das gilt auch für die Bremsklötze: Wie sieht es mit dem Verschleiß aus? Gerade in bergigen Urlaubsregionen muss sich ein Automobilist absolut auf seine Bremsen verlassen. Handbreme testen nicht vergessen! Und wie sieht es mit dem Haltbarkeitsdatum des Verbandskastens und der Warnwesten aus?

Letzter Licht-Check vor dem Packen

Ebenso wichtig wie ein laufender Motor ist eine funktionierende Fahrzeugbeleuchtung, die zuletzt noch einmal sorgsam kontrolliert werden soll. Dies geht am besten zu zweit: Eine Person sitzt im Fahrzeug und schaltet nacheinander die einzelnen Leuchten vom Standlicht bis hin zur Nebelschlussleuchte ein. Die andere Person schaut von außen, ob tatsächlich auch alle Lichter funktionieren oder ob hier und da noch eine Glühbirne ausgetauscht werden muss.

Wer das alles beachtet, kann damit beginnen, das Fahrzeug zu beladen – und sich auf seinen Urlaub freuen.

Bilder:

© istock.com/weible1980
© istock.com/PeterTG




Wie Urlauber und Überwinterer im Ausland an ihr Geld kommen

Mit Kreditkarte zahlen ist im Ausland ja ganz einfach und weltweit akzeptiert. Was tun, wenn die Karte weg ist? Wie kommen Urlauber und Überwinterer im Ausland an Geld?

Ein längerer Urlaub, Überwintern oder gar dauerhaftes Auswandern ins Ausland ist für viele Rentner und Pensionäre längst eine attraktive Option. Die Hauptgründe sind vor allem das schöne Wetter und die niedrigen Lebenshaltungskosten – auch und gerade außerhalb der EU. Thailand und die Türkei sind bei Deutschen überaus beliebt. Wer länger bleiben will, muss natürlich einiges mit Rente, Versicherung und Fiskus klären; für Überwinterer ist es einfacher.

Beiden kann es indes passieren, dass Geld, Karte und Pässe gestohlen werden. Dann heißt es, schnell aktiv zu werden: Zuerst einmal die Karte sperren lassen und parallel dazu „Kuno“ nutzen, ein freiwilliges System von Polizei und Wirtschaft zur Reduzierung von Betrug im elektronischen Lastschriftverfahren.

Was tun bei Karten- und Pass-Verlust?

Stehlen Kriminelle EC- oder Kreditkarte – das gilt auch, wenn sie verloren gehen – im Ausland, dann greift der Bestohlen am besten sofort zum Telefon und lässt die Karte sperren. Wer sich zu viel Zeit lässt, so kann ihm das angelastet werden. Bei grober Fahrlässigkeit haftet der Herausgeber der Karte nicht. Einige Kartenfirmen verlangen eine Selbstbeteiligung von 150 Euro. Übrigens, der Karten-Sperr-Notruf ist 24 Stunden an sieben Tagen die Woche erreichbar – unter bundesweit 116116 oder vom Ausland 0049 116116, es geht auch unter 0049 030 4050 4050.

Bei Verlust von Personalausweis, Führerschein, Reisepass oder sonstigen wichtigen Dokumenten hilft die deutsche Botschaft oder das Konsulat. Zeitnahe Ausstellung von Ersatzdokumenten kann besonders wichtig sein, wenn diese an Grenzen oder Flughäfen benötigt werden. Ebenso hilft die deutsche Botschaft auch bei der Kontaktaufnahme zu Familie oder Freunden in der Heimat sowie bei der ersten Notfallversorgung mit Bargeld.

Bei Geldverlust – Finanztransfer ins Ausland

Schnell wieder zu Geld zu kommen nach dem Verlust von Karte und Pass – kein Problem: Es gibt ja die Blitzüberweisung. Überweisungen innerhalb des SEPA (Single Euro Payments Area), also im EU-Ausland, sind schnell und kostengünstig möglich. Beim außereuropäischen Ausland stellt sich oft das Problem sehr hoher Gebühren und langer Bearbeitungszeit.

Da hilft der Online-Geldtransferdienstleister Azimo weiter. Der Zahlungsdienst bedient über 190 Staaten und verschiedene Währungen bei Auslandsüberweisungen. Die Gesamtkosten übersteigen selten mehr als ein bis zwei Prozent der Überweisungssumme, sprich, vergleichsweise günstig, bei herkömmlichen Überweisungen sind meist drei bis vier Prozent fällig. Allerdings kommt da ja auch noch der Wechselkurs dazu. Wie lange so eine Überweisung dauert? Bei Azimo beispielsweise zwischen zwei und vier Tagen, abhängig von der Einzahlungsart.




Wie und warum wir im Alter verreisen – Tipps und Ideen

Kein Urlaubsantrag mehr, sondern einfach verreisen können – für Best-Ager beginnt mit der Rente die große Freiheit. Jetzt ist die Zeit für all‘ die aufgeschobenen Wünsche, Ideen und Plänen. Wir wissen auch, wie wir eine Reise planen. Ein paar Tipps können trotzdem nicht schaden, denn das Reisen im Alter ist doch etwas Anderes als in jungen Tagen.

Christiane und Aras Orhon von W.E.G. Worldwide.Elderly.Getaways haben sich mit dem Thema intensiv beschäftigt – und kommen zu beachtenswerten Einsichten und Aussichten.

Hier ihr Gastbeitrag:

Warum beschäftigen wir uns ausgerechnet mit diesem Thema, wo es doch schon Tausende von Blogs dazu gibt. Reicht das nicht? Mag sein, aber wen wir im Fokus haben, sind die Älteren, gerne auch als „Best-Ager“, „Silberrücken“, „Ü-50“ oder „60+“ bezeichnet, die bisher eher vernachlässigt wurden. Das Thema Reisen ist uns einfach zu schade, um es Verkäufern von Heizdecken oder Veranstaltern für begleitete Butterfahrten zu überlassen. Unsere Generation kann und will mehr. Vor allem aber, wir trauen es uns zu.

Wir Älteren haben Lebenserfahrung genug, um zu erkennen, welche Chancen wir haben, weil wir reisen können. Da geht es um Selbstverwirklichung, neue Kontakte, zu Menschen aus aller Welt über Alterstufen hinweg, Erweiterung von Horizonten, Kenntnisse erwerben, Erhalt und Verfestigung unseres Selbstbewusstseins, Verbesserung von Agilität und Fitness, Rauskommen aus den üblen Jahreszeiten. Und das alles zu vernünftigen, finanzierbaren Bedingungen. Das Leben hält noch viel für Dich bereit, greif zu! Wie das geht, zeigen wir auf W.E.G.

Mobil sein war noch nie so einfach, wie in unseren Zeiten. Im Prinzip kann jeder, der einen Pass besitzt und Zeit hat, die Welt bereisen, auch ohne Reichtümer zu besitzen. Damit die Reise ein Erfolg und kein Reinfall wird, gilt es, sich vorzubereiten und zu informieren. Auf unserer Seite präsentieren wir – immer aus der Perspektive unserer selbstgemachten Erfahrungen – Tipps für die Reisepraxis. Nicht jeder braucht immer wieder das Rad neu zu erfinden.

Packlisten, Budgetierung, Länderinformationen – das alles haben wir zusammen getragen. Wie reist sich’s am besten, wo schläft der Reisende am besten und wo isst er am besten. Welcher Reiseführer taugt etwas? Buch oder Internet? Welche elektronischen Helferlein sollten mit auf die Reise und welche Apps? Wie ist das überhaupt mit den Versicherungen? Wir als Ältere müssen uns gegen andere Risiken absichern als die Jungen.


Das alles und noch viel mehr, haben Christiane und Aras gesammelt, systematisiert und kommentiert. Und wer in den tristen Monaten einmal nur mental unterwegs sein will, liest sich die Berichte der Beiden durch. Da kommt keine Langeweile auf, Christiane und Aras sind manchmal kritisch, ironisch, spöttisch oder hellauf begeistert.

Weiterführende Links:

Aber auch zuhause kann es schön sein – hier ein magischer Moment aus München (1. Dezember 2016, 16.30 Uhr)

Himmel in Flammen über #münchen #munich #munich_art #sky #cloudporn

Ein von Helmut Achatz (@dineroxx) gepostetes Foto am




Die besten Apps für die nächste Reise

Egal, ob Erholung, Geschäft oder Abwechslung vom Alltag – Reisen gehört zum modernen Leben. Internet und Smartphone erleichtern uns die Planung, helfen uns beim Orientieren und sorgen für Kurzweil.

Mal ehrlich, wer würde noch auf Google Maps verzichten wollen, wenn er eine Reise plant? Ok, Apple-Fans greifen vielleicht lieber zu Karten-App des kalifornischen Smartphone—Herstellers. Mit Google Earth können sich Reiselustige sogar ein dreidimensionales Bild eines Orts machen, auf dem selbst einzelne Häuser erkennbar sind. Mit Wetter-Apps kann sich jeder schon mal vorab informieren, was ihn am Zielort erwartet – ob Regen, Sonne oder bewölkter Himmel.

So ein bisschen digitale Unterstützung erleichtert das Reisen ungemein – was es da an tollen Apps gibt:

Navigationshilfe beim Fahren

Wer mit der Bahn fährt, erkundigt sich am besten per Internet, wann ein Zug nach Aachen, Trier, Hamburg oder Zürich fährt – und vor allem was die Fahrkarte kostet und ob es nötig ist, umzusteigen. Auf bahn.de kann er auch gleich das Ticket online kaufen und sich auch noch ein Hotel suchen. Apropos Hotel, mittlerweile buhlen zahlreiche Portale um die Gunst der Zimmersucher, angefangen von booking.com über trivago, hrs und tripadvisor. Wer dann in der Stadt seiner Träume angekommen ist, will natürlich möglichst einfach von A nach B mit Bus, Tram und Bahn kommen. Nicht von den Zeitplänen der öffentlichen Verkehrsmittel verwirren lassen. Die haben sich längst auf die Bedürfnisse der Kunden eingestellt. Viele Städte wie München haben eine App für öffentliche Verkehrsmittel programmieren lassen, die Reisenden helfen, den richtigen Bus und die richtige Tram zu finden.  Mit dem Smartphone kann jeder unterwegs selbst eine Karte kaufen. Übrigens, das gilt nicht nur für München, sondern auch für Berlin und Hamburg.

Für all jene, die mit dem Auto unterwegs sind, gibt es eine überwältigende Auswahl an Navigationshilfen wie Google Maps und Apple Karten. Das ist zwar nett, um die Poccistraße in München zu finden oder die Max-Brauer-Allee in Hamburg, für die Suche nach einem Parkplatz taugen die Navi-Apps wenig. Aber die App-Enwickler haben sich längst auf die Nöte der Autofahrer eingestellt und Anwendungen wie die Parktag-App entwickelt, die dabei helfen kann, den idealen Parkplatz für sein Fahrzeug zu finden.

Zeitvertreib im Zug

Wer jeden Tag eine Stunde im Zug oder in der S-Bahn sitzt – oder sogar noch länger unterwegs ist auf Dienstreisen, ist dankbar für jeden Zeitvertreib. Mit musikalischer Untermalung vergehen die Stunden wie im Flug. Die Streema-App beispielsweise erschließt Reisende eine Fülle von Radiosendern, die jede noch so triste Strecke kürzer erscheinen lässt.

Und für all jene, die bei einer langen Bus- oder Zugreise festsitzen, gibt es Streaming-Anbieter wie Amazon Video, bei denen sie viele ausgezeichnete Serien wie Bosch auf ihr Smartphone oder Tablet runterladen können. Wer sich mal bei seinen Mitreisenden umsieht, wird einige entdecken, die ihr Smartphone auch zum Spielen nutzen. Ok, warum nicht. Mittlerweile dürfte es kein Spiel aus der Offline-Welt geben, dass nicht auch ein Online-Pendant hat. Wo finden? Beispielsweise auf Webseiten wie luckynuggetcasino.com/de. Die Auswahl reicht von digitalen Versionen der traditionellen Tischspiele wie Poker, Blackjack bis zum Roulette – und wer will, kann sogar um Geld spielen.

Verbindung zur Welt

Wer gerade in einer fremden Stadt ist und Infos übers Internet abrufen will, greift auf Apps zu wie Hotspot Finder. Das gilt vor allem für Reisende, die im Ausland unterwegs sind und sich hohe Roaming-Gebühren sparen wollen. Einige Hotspot-Finder-Apps bieten sogar Offline-Datenbanken an, die alle WLAN-Hotspots am jeweiligen Standort auflisten. Für Bahnreisende gibt es Wi-Fi Hotspots in vielen Zügen.

Na ja, noch ein Rat zum Schluss: Wer gerade am Steuer sitzt, sollte sich das Benutzen seines Mobilfunkgeräts besser verkneifen.

Bon voyage!

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Mit dem Auto in Urlaub – worauf Reisende achten sollten

Sommer, Sonne, Süden – der Wunsch nach Abstand vom Alltag wächst. Warum nicht mal eine Rundreise in den Süden oder an die Ostsee?  Warum nicht mal mit dem eigenen Auto? Der Vorteil liegt auf der Hand. Als Autofahrer sind Reisende flexibler und können sich Pausen selbst einteilen. Ganz abgesehen davon, dass sie nicht auf einen Koffer beschränkt sind wie beim Flug. Sie bleiben dort länger, wo es ihnen gefällt, besuchen vielleicht Freunde auf dem Weg zum Urlaubsziel und gönnen sich einen Abstecher, um gepflegt einzukehren. Wer Zeit hat, was ja gerade für Ruheständler zutrifft, verwandelt so den Weg schon zum Erlebnis.

Doch bevor es losgeht, sollten einige Tipps beherzigt werden, damit der Urlaub mit dem Auto nicht zum Albtraum wird. Was für den Menschen im Idealfall Erholung und Entspannung ist, ist fürs Auto eher Stress. Deswegen empfiehlt sich vor dem Start ein Technik-Check.  Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ), die Organisationen Dekra und KÜS sowie der ADAC haben einige Tipps zusammengestellt.

Lange Fahrten sind Stress fürs Auto Quelle: ©istock.com/delectus

Lange Fahrten sind Stress fürs Auto Quelle: ©istock.com/delectus

Auto fit für die Rundreise machen: So klappt‘s

Vor Fahrtbeginn gilt es, das Auto auch technisch auf die große Reise vorzubereiten. Nicht selten kommen bei einer Autorundreise etliche tausend Kilometer zusammen. Daher muss das Auto einwandfrei funktionieren. Ein rechtzeitiger Blick in das Serviceheft gibt Auskunft, ob vor dem Urlaub noch ein Ölwechsel anfällt. Liegt die nächste Hauptuntersuchung während des Urlaubs, muss der Termin unbedingt vorgezogen werden.

Ist kein Werkstattbesuch fällig, sollten Autofahrer zumindest die wichtigsten Dinge selbst an ihrem Auto überprüfen, das gilt vor allem für die Reifen, schließlich werden sie durch die lange Fahrt stark belastet. Schwachstellen sind Risse und andere sichtbare Mängel. Auch die Profiltiefe ist wichtig. Zwar schreibt der Gesetzgeber nur eine Tiefe von 1,6 Millimeter vor, aber je weniger Profil vorhanden ist, umso größer ist die Gefahr für Aquaplaning. Ist der Reifen schon zu weit abgefahren, empfiehlt sich ein Reifenwechsel. Dank Internet ist es ja heute kein Problem mehr, Reifenanbieter zu vergleichen und so den richtigen Reifen finden. Das Angebot in punkto Ausstattung und Preis ist riesig. Fündig werden Autofahrer beispielsweise bei reifendirekt.

Ok, Reifen sind das eine, Wischwasser das andere. Was Urlauber vor Fahrantritt prüfen sollten:

  • Kühlwasser
  • Wischwasser
  • Batterie
  • Bremsflüssigkeit
  • Scheibenwischer
  • Lichtanlage
  • Reifendruck

… und das gehört ins Auto rein:

Nicht nur der technische Zustand des Autos ist wichtig, sondern auch der Inhalt muss überprüft werden. Ins Auto gehören eine Warnweste, ein Warndreieck und ein Verbandskasten. Beim Verbandskasten für das Auto sollte vor dem Urlaub überprüft werden, ob die einzelnen Inhalte noch haltbar sind. Sind Teile abgelaufen, sollten sie ersetzt werden.

Auch ein Ersatzreifen muss mit an Bord. Ist hierfür kein Platz, muss zumindest ein Reifenpannenset eingepackt werden. Dabei hat es sich bewährt, die Sicherheitsausstattung erst nach dem Beladen ganz oben einzupacken. Denn so ist sie im Ernstfall schnell zugänglich.

Infos und Anregungen zu den unterschiedlichen Reiseländern gibt es bei Vorunruhestand.de/Reise.

Bon voyage!