Was Impulskontrolle mit Rente zu tun hat – und weiß-blau mit Altersvorsorge

Mit der gesetzlichen Rente allein lässt sich der Lebensstandard nicht halten – Zusatzvorsorge ist nötig. Dafür aber müssen die Jungen frühzeitig anfangen zu sparen und ab und an mal auf etwas verzichten. Impulskontrolle nennt sich das. Und was hat das jetzt bitte schön mit weiß-blau zu tun?

Weiß-blau – so sieht ein Eisbecher aus mit Kokos-Curaçao-Eis plus Sahne. Umso stimmiger, wenn der Eisbecher einen blauen Fuß hat. Ein kulinarischer Traum, der sich nur noch durch einen Espresso toppen lässt. Das Ganze für 5,85 Euro. Statt Eisbecher könnte es natürlich auch ein Cocktail Margarita, Mai Tai oder White Lady sein – alles schön mit Curaçao.

Genuss statt Geld – gönn’ dir was

„Gönn‘ dir was!“, heißt die Devise. Das Leben ist zu kurz, um es nicht in vollen Zügen zu genießen. Außerdem, was sind schon 5,85 Euro? Geld wird überschätzt. Was zählt ist Genuss, das Leben ist schon hart genug.

Okay, 5,85 Euro mal zwölf sind schon 70,20 – ganz abgesehen davon, dass es ja nicht bei einem Eisbecher bleibt, dazu kommt vielleicht ein Aperol Spritz, ab und an mal ein Weißbierchen … Am Ende des Monats sind so aus 5,85 Euro locker mal 50, 60 oder 70 Euro geworden. Einfach so durch die Speiseröhre verschwunden – und du wunderst dich, wo das Geld geblieben ist.

Was soll das heißen? Kommt jetzt der Wink mit dem Zaunpfahl? Mit dem Geld ließe etwas Besseres anstellen – sparen vielleicht? Nur wo bliebe dann der Spaß am Leben?

Bier aus dem Kasten statt in der Kneipe

Na ja, irgendwie schon. Zumindest sollen die Zeilen zum Nachdenken anregen – nachdenken worüber? Über lieb gewordene Gewohnheiten. Klar, wer auskömmlich verdient, denkt vielleicht nicht darüber nach, wenn er hier mal ein paar Euros für einen Eisbecher ausgibt oder für ein schnelles Feierabend-Bier. Aber das Feierabend-Bier zuhause gekippt, kostet eben keine 3,50 oder teilweise sogar 3,90 Euro, sondern nur 85 Cent. Das gleiche gilt natürlich für den Cappuccino und den Eisbecher. Du sparst also 2,65 Euro bei jedem Bier – beim Eisbecher dürfte es sicher noch mehr sein.

Mit ein bisschen Impulskontrolle – und dem Verschieben deiner Bedürfnisbefriedigung auf später – könntest du locker 50 Euro pro Monat zur Seite legen, ach was heißt 50 Euro, es könnten sogar mehr sein. Ganz abgesehen davon, dass dein Leben nicht immer „to go“ funktionieren muss. Entschleunigung als Alternative? Warum nicht!

Altersvorsorge ist uncool

Also kommt jetzt doch der Verweis auf die Altersvorsorge? Ja! Die Kokos-Curaçao-Eisbecher, auf die du in jungen Jahren verzichtest, vervielfachen sich im Laufe der Jahre, vorausgesetzt du investierst das gesparte Geld optimal.

„Ach komm‘, hör‘ mir auf mit Altersvorsorge!“, wirst du jetzt vielleicht sagen – „klingt uncool“. Kann gut sein, aber aus deiner Entscheidung heute, folgt, ob du mit 63 Jahren in Rente gehen kannst oder eben erst mit 67, weil die gesetzliche Rente nicht reicht – und sie wird nicht reichen. „Es ist ein Mythos, dass sich der Lebensstandard durch die gesetzliche Rente halten lässt“, warnt Rentenexperte Bernt Rürup. Wer sich im Alter nicht deutlich einschränken wolle, müsse also zusätzlich vorsorgen, so sein Credo, wie er es in „compass“, dem Kundenmagazin von Comdirect formuliert. Die Rentenexpertin und Buchautorin Helma Sick (“Ein Mann ist keine Altersvorsorge”) bläst bei “jetzt” ins gleiche Horn:

Natürlich seien junge Leute keine Großverdiener. Aber es stimme einfach nicht, dass sie kein Geld hätten. Coffee to go, Fast Food, Fitnessstudiobeiträge, Maniküre, Waxing, Krimskramsläden, Drogerieeinkäufe – oft gebe man viel mehr Geld aus als nötig. Man solle sich bei allem, was man überlegt zu kaufen, fragen: Ist das jetzt ein Must have oder nur Nice to have? Dinge der zweiten Kategorie könne man sich sparen. Man dürfe sie sich schon mal gönnen, aber eben nicht ständig. Jeder könne eine Summe zwischen 50 oder 100 Euro im Monat zurücklegen, davon ist Sick überzeugt.

Klar, 50 Euro pro Monat ist nicht die Welt – es könnte aber ja auch mehr sein. Übrigens sind 50 Euro pro Monat aufs Jahr gerechnet immerhin 600 Euro. Was lässt sich damit anfangen? Angenommen, du legst noch was drauf, dann lassen sich aus den 600 Euro locker tausend draus machen.

Wie seinen Eisbecher-Standard halten?

Tausend Euro pro Jahr, das sind in zehn Jahren 10 000 Euro, in 20 Jahren 20 000 Euro – nominal wohlgemerkt, denn real sind diese 20 000 Euro in 20 Jahren bei einer durchschnittlichen Inflationsrate von 1,5 Prozent nur noch 14 850 Euro wert. Anders ausgedrückt, dein Kokos-Curaçao-Eis plus Sahne mit Espresso kostet dann keine 5,85 Euro mehr sondern 7,88 Euro. Dann denkst du vielleicht wehmütig an 2017 zurück. Für deine 20 000 Euro bekämst du dann nur noch 2538 Eisbecher, heute sind es noch 3418.

Eigentlich hast du nur eine Chance, deinen Eisbecher-Standard zu halten: Du investierst richtig – mit sparen kommst du leider nicht weit. Übrigens, was das Wort „eigentlich“ betrifft – du kannst natürlich auch uneigentlich reich heiraten, etwas erben oder sonst wie zu Geld kommen. Dann sind die kommenden Zeilen hinfällig

Eisbecher aus mit Kokos-Curaçao-Eis plus Sahne – was hat das mit Altersvorsorge zu tun? https://goo.gl/iwXPAk vorunruhestand.de #retirement #icecream #glace #curacao #retraite #retirementprovision #blue #white #bluewhite #bleu #blanc

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Besser reich heiraten als sparen?

Wenn jedoch nicht, dann musst du dich wohl mit dem Thema Investieren befassen, willst du dir auch im Alter den einen oder anderen weiß-blauen Eisbecher oder Cocktail können. Rentenexperte Rürup deutet schon mal an, was du anstellen musst, um dir im Alter etwas zu gönnen: „Je jünger, desto mehr Aktien, aber bitte breit gestreut!“.

Tja, „breit gestreut“, klingt gut – und heißt nicht, möglichst viele Einzelaktien zu kaufen. A propos Aktien, sind die nicht casino-mäßig gefährlich? Die Börse ist kein Casino, denn langfristig – und die Betonung liegt auf „langfristig“ – bringen Aktien je nach Land und Börse zwischen fünf und neun Prozent Rendite pro Jahr. Aber zurück zu den Aktien und dem Breit-Streuen. Das geht natürlich am besten, in dem du gleich einen ganzen vorkonfektionierten Korb kaufst, so etwas wie den Dax oder den S&P 500, einen Index also. Und diesen Index kannst du kaufen – nennt sich dann Indexfonds oder ETF (Exchange-Traded Fund).

In 20 Jahren 43 400 Euro

Also zurück zu deinem Eisbecher plus Espresso, auf den du verzichtest und den 1000 Euro Einsparung im Jahr – das macht auf den Monat umgerechnet 83,33 Euro. Runden wir auf 85 Euro auf und denken wir 20 Jahre in die Zukunft. Nehmen wir weiter an, du erzielst mit einem ETF-Sparplan durchschnittlich sieben Prozent Rendite pro Jahr – und das 20 Jahre lang. In einigen Jahren wird es weniger sein, in anderen Jahren mehr, deswegen der Durchschnitt. In 20 Jahren hast du bei 85 Euro im Monat insgesamt 20 400 Euro selbst gespart, dazu kommt ein Plus von 23 000 Euro – macht zusammen 43 400 Euro. Übrigens, die sieben Prozent sind eher pessimistisch angesetzt: Der Dax schaffte in den vergangenen 20 Jahren acht Prozent, der amerikanische Akienindex S&P 500 annähernd siebeneinhalb Prozent, der MDax sogar zehn Prozent. Wie wäre es denn, zwei ETFs zu kombinieren – auch das ist keine Hexerei.

Je jünger, desto mehr Aktien

Im Alter könntest du dir über zehn Jahre pro Monat 360 Euro selbst auszahlen, bis dein Eisbecher-Einspar-Vermögen aufgezehrt ist. Mit dem Geld lässt sich natürlich auch etwas Anderes anstellen, beispielsweise eine Weltreise finanzieren.

Wie gesagt, je jünger du bist, desto mehr Aktien dürfen es sein: Beim S&P 500 sind die Aktien der 500 größten US-Unternehmen gebündelt, beim MDax sind es 50 Firmen aus der zweiten Reihe – beide zusammen genommen repräsentieren somit 550 Unternehmen. Das Risiko ist also breit gestreut – nicht nur regional, sondern auch in punkt Währung und Branchen.

Also, worauf noch warten? Wenn nicht jetzt, wann dann.


Ironblogger München Logo

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Dieser Artikel ist mein Beitrag zur diesjährigen Blogparade der Münchner Ironblogger – übrigens nicht die erste ihrer Art. Dieses Mal geht es um das Thema weiß-blau oder blau-weiß. Vor mir schrieb Matthias J. Lange über “Wie das Playmobil-Reporterset 3468 meinen Berufswunsch beeinflusste”. Am Donnerstag, den 20. April ist Lutz Prauser mit seinem Blog „wasserfrosch“ dran. 




Sparen fürs Alter und trotzdem gut leben

Die Angst wächst, dass das Geld im Alter nicht reicht. Das betrifft selbst Gutverdiener. Wenn sie in Rente gehen, werden sie deutliche Abstrichen machen müssen. Es hilft nichts, den Kopf in den Sand zu stecken – mit etwas Planung lassen sich die Folgen abmildern.

Angst vor der Altersarmut – das Thema wird derzeit heftig diskutiert. Jeder mit etwas Weitblick weiß, dass er den Gürtel in ein paar Jahren enger schnallen muss. Das verunsichert viele. Angst ist allerdings ein schlechter Berater. Nichts zu tun und auf die gesetzliche Rente zu hoffen, endet im finanziellen Desaster. Wer im Alter nicht vor einem Scherbenhaufen stehen will, muss etwas Geld zur Seite legen und für den Ruhestand planen.

Festgeld als einfachste Sparform

Die einfachste Form des Sparens ist immer noch Festgeld. Der Sparer deponiert bei seiner Bank 10 000, 20 000 oder gar mehr bei einer Bank verbindlich über zwölf Monate, zwei, drei oder gar zehn Jahre, ohne das Geld anzurühren. Dafür verzinst die Bank den Betrag Jahr um Jahr – am Ende der Laufzeit bekommt er seinen Einsatz plus Zinsen gutgeschrieben. Zugegeben, die Zinsen bedingt durch die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ziemlich niedrig. Sie sind allerdings nicht so niedrig, dass sich Festgeld nicht lohnen würde. Ganz abgesehen davon ist die Inflation ebenfalls niedrig – im Mai verharrten sie mit 0,1 Prozent knapp über der Nulllinie. Das heißt, die Realzinsen (Nominalzins abzüglich Inflation) sind gar nicht so schlecht. Übrigens, muss der Zins ja nicht ewig auf diesem niedrigen Niveau bleiben.

Natürlich kann jeder Sparer erst einmal bei seiner Hausbank nach den Konditionen fragen. Sparkassenkunden dürften jedoch ziemlich enttäuscht sein. Wer sich einen Überblick verschaffen will, konsultiert am besten Vergleichsportale wie FMH oder Biallo. Er wird dort immer wieder auf die gleichen Namen stoßen, beispielsweise den Anbieter Moneyou, die vorne liegen.

Wie viel darf der Sparer erwarten? Maximal bekommt er etwas mehr als zwei Prozent. Die Konditionen sind unter anderem abhängig von der Anlagesumme.  Aus 10 000 Euro werden beispielsweise bei einer Laufzeit von zehn Jahren deutlich mehr als 12 000 Euro einschließlich Zins und Zinseszins. Nun gut, das ist jetzt nicht berauschend – mit Festgeld wird niemand reich, aber geht der Sparer in zehn Jahren in Rente, hat er zumindest einen sicheren Puffer gleich zu Beginn.

Darf es etwas mehr Risiko sein?

Natürlich gibt es noch andere Anlage-Möglichkeiten für aktuelles Vermögen. Dazu zählen vor allem – von Gold und Immobilien einmal abgesehen – Unternehmensanleihen und Aktien. Bei diesen Anlagenformen fällt die Rendite wesentlich höher aus. Allerdings müssen Anleger das Risiko aushalten. Langfristig, das heißt über zehn, 15 oder gar 20 Jahre, bringen Aktien locker sieben und mehr Prozent Rendite. Das Deutsche Aktieninstitut hat die Renditen des Deutschen Aktienindex Dax beispielsweise über 50 Jahre zurückverfolgt und in Form des Rendite-Dreiecks abgebildet. Das Ergebnis spricht für sich. Dabei darf indes nicht verschwiegen werden, dass die Rendite in einigen Zeiträumen auch negativ war, vor allem in den Krisenjahren 2001 und 2008.

Übrigens, auch das Sparen mit einem Riester-Vertrag – Riester-Rente gerät zunehmend in Verruf – ist nicht immer die beste Lösung. Es lohnt sich, genau hinzuschauen und alle Optionen durchzurechnen.

Foto: © istock.com/dolgachov

 




Hohe Miete, Gefahr der Altersarmut, Münchner gefährdet

In München sind die Mieten von 2007 bis heute um 28 Prozent gestiegen. Für Gutverdiener mag das kein Problem sein, wohl aber für Senioren, deren Renten nicht in gleicher Weise steigen wie die Gehälter. Das trifft besonders hart die Senioren in Bayern und da vor allem die Münchner, denn zwei Drittel wohnen zur Miete – in Bayern ist es die Hälfte. Die Eigentumsquote in anderen Bundesländern ist weit höher. Dem aktuellen „Wohnungsmarktbarometer“ der „Abendzeitung“ zufolge liegen die Erstbezugsmieten bei durchschnittlich 18,39 Euro pro Quadratmeter und Wiedervermietungsmieten bei 15,57 Euro pro Quadratmeter. Für eine 60 Quadratmeter große Wohnung kommen so schnell an die tausend Euro Miete pro Monat zusammen. Wie soll sich das ein durchschnittlicher Rentner in München noch leisten?

Müssen Münchner auswandern?

Müssen Münchner Senioren künftig auswandern – ins Saarland vielleicht oder nach Niederbayern? Der Wohnungsmarkt ist nach Auffassung des VdK und des Mieterbunds weder auf die Bedürfnisse Älterer eingestellt noch für die Zukunft gerüstet. Da tickt eine Zeitbombe, denn die Renten in Bayern können mit den explodierenden Mieten nicht Schritt halten. Dazu kommt ferner, dass viele Wohnungen nicht altersgerecht sind. Da wohnt der Senior im vierten Stock in einem Haus ohne Fahrstuhl – wie soll er seine Einkäufe und Arztgänge meistern?

Wo sollen Senioren sparen?

Der erste Punkt scheint aber noch viel gravierender: Weil die Senioren an der Miete nicht sparen können, sparen sie an allem anderen, sprich am Essen, Heizen, Kleidung und Gesundheit. Dem Sozialverband VdK Bayern zufolge fehlen im Land bis 2030 etwa 354 000 barrierefreie Wohnungen, allein in München mehr als 30 000.

„Die Überhitzung des Mietmarkts trifft Menschen besonders hart, die aus eigener Kraft ihre finanzielle Situation nicht mehr verbessern können, also Rentnerinnen und Rentner, chronisch Kranke und Menschen mit Behinderung“, so die Mieterbund-Vorsitzende Beatrix Zurek

Statt mehr Sozialwohnungen sind es in Bayern weniger geworden: In 15 Jahren habe sich hier der Bestand auf heute 130 000 Wohnungen halbiert – und in den kommenden fünf Jahren sei es so, dass weitere 25 000 Wohnungen aus der Sozialbindung fallen, während die Zahl der Anspruchsberechtigten stetig ansteigt. VdK und Mieterbund fordern den Neubau von mindestens 80 000 Mietswohnungen, finanziert von der Staatsregierung.

Der gemeinsamen Forderungskatalog von VdK Bayern und Mieterbund Bayern:

  1. Wir fordern, den sozialen Wohnungsbau energisch auszubauen. In jeder Kommune muss es einen verbindlich festgelegten Anteil an Sozialwohnungen innerhalb des Mietwohnbestands geben. Fallen Wohnungen aus der Sozialbindung, muss deren Zahl wieder an anderer Stelle aufgefüllt werden. Der Bund ist aufgefordert, die Verwendung seiner Zuschussmittel für die Sozialwohnraumförderung an die Länder stärker zu kontrollieren.
  2. Wir fordern, das staatliche KfW-Förderprogramm„Altersgerecht Umbauen“weiter auszubauen.
  3. Wir fordern das Einführen einer verbindlichen Quote für barrierefreies und altersgerechtes Bauen bei Neubauten und Sanierungsmaßnahmen von Mietshäusern.
  4. Wir fordern, gemeinschaftliche Wohnformen wie Genossenschaften stärker zu fördern.
  5. Wir fordern, einen Teil der Mittel der Städtebauförderung des Bundes an die Länder verbindlich für die Förderung der Barrierefreiheit und die Teilhabe von Menschen mit Behinderung sowie älteren Menschen zu binden. Bei der Quartiersentwicklung müssen Betroffenenverbände und Interessensvertreter verbindlich in den Entwicklungsprozess eingebunden werden.

Weiterführende Links:

Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog … Bin gespannt auf eure Meinung




Häuslebauer reicher als Mieter

Viele haben es vermutlich schon geahnt, dass Häuslebauer reicher als Mieter sind, zumindest gilt das auf lange Sicht – und erst recht im Ruhestand. Wer sich allerdings eine Immobilie kauft, muss vorher sparen. Konsumverzicht heißt das auch. Aber langfristig zahlt sich das aus.

Wie reich sind Mieter und Wohneigentümer?

Diese Ahnung hat die LBS vom Forschungsinstitut Empirica in Zahlen fassen lassen, wobei sich Empirica auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes bezieht. Die Forscher haben untersucht, wie sich Vermögen von Mietern und Wohneigentümer aufbaut – gleiche wirtschaftliche Verhältnisse vorausgesetzt und dabei eben festgestellt, dass Häuslebauer reicher als Mieter sind.

Häuslebauer reicher als Mieter

Die Mathematiker haben dafür Mieter und Wohneigentümer im Alter zwischen 50 und 59 Jahren mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen zwischen 1700 und 2300 Euro herausgegriffen. In die Vermögensbilanz flossen Immobilienvermögen (selbstgenutzte und vermietete Immobilien), Geldvermögen (Wertpapiere, Kapitalversicherungen, Bausparverträge und Spareinlagen), aber auch Schulden aus offenen Krediten ein. Laut LBS Research verfügten Wohneigentümer am „Vorabend des Ruhestandes“ unter dem Strich nicht nur über den Wert ihrer Immobilie von durchschnittlich 152 000 Euro (121 000 Euro nach Abzug noch nicht getilgter Baukredite), sondern zusätzlich über ein Nettogeldvermögen von 45 000 Euro (nach Abzug von Konsumentenkrediten). Mieterhaushalte derselben Einkommensgruppe hingegen kommen nur auf ein Nettogeldvermögen von durchschnittlich 24 000 Euro. Hinzu kommen 6000 Euro an Immobilienvermögen, dabei handelt es sich um den Wert vermieteter Objekte. Insgesamt bauen Wohneigentümer bis zum 60. Lebensjahr fast sechsmal so viel Vermögen auf wie vergleichbare Mieter, so die LBS-Experten.

Zwangssparen eingeübt

Wie das? Häuslebauer reißen sich LBS zufolge in den ersten zehn bis 15 Jahren am Riemen und folgen nicht jedem Kaufimpuls. Was auch keine große Kunst ist, denn sie müssen ja erst ihre eigenen vier Wände abbezahlen. Diese hohe Sparneigung behalten sie nach Beobachtung der LBS im Alter bei, womit sie peu à peu Vermögen anhäufen.

Wohneigentumsquote von “nur” 43 Prozent

Übrigens, wir Deutsche sehen uns als wohlhabend. Stimmt das wirklich? Laut LBS Research wird die Bedeutung der selbstgenutzten Immobilie für die Vermögensbildung auch im internationalen Vergleich deutlich. So zeigte etwa eine Analyse der Bundesbank, dass die Menschen in Ländern mit hohen Wohneigentumsquoten entsprechend höhere Vermögen aufweisen. Deutschland, das mit einer Wohneigentumsquote von 43 Prozent im EU-Vergleich immer noch am Tabellenende liegt, schnitt hingegen schwach ab.

Mit einem eigenen Haus oder einer eigenen Wohnung haben sie im Ruhestand ein beruhigendes Finanzpolster, mit dem sich’s gut leben lässt.

Weitere Links:




Lebenserwartung, HartzIV

Vorunruhestand-Reblog – Linktipps rund ums Thema Vorruhestand mit aktuellen Leseempfehlungen zu Lebenserwartung, HartzIV, Politik, Gesundheit. Verantwortlich für den Inhalt sind ausschließlich die verlinkten Seiten. Heute in den Linktipps – Lebenserwartung, Downsizing, Hartz IV, Renteninformation, Anlageverhalten, Altersvorsorge von Frauen

Lebenserwartung, Downsizing

Lebenserwartung ist weltweit um sechs Jahre gestiegen
(Spiegel.de, wbr)
„Die Menschen leben deutlich länger: Zwischen 1990 und 2013 ist die Lebenserwartung weltweit um 6,2 Jahre gestiegen. Zwischen einzelnen Ländern bestehen jedoch große Unterschiede.“

Downsizing for retirement – real stories 
(theguardian.com)
“Here, four retirees share their experience of downsizing – did it furnish them with the lifestyle they’d imagined and do they have any regrets?” Vier Beispiele von Rentnern, die ihre Ansprüche heruntergeschraubt haben, teilweise Häuser verkauft haben und in Wohnungen gezogen sind.

Hartz IV, Anlageverhalten

Deutsche Bank lässt zwei Billionen Euro schmelzen
(Die Welt, Karsten Seibel)
„Skurrile Werbeaktion: Die Deutsche Bank lässt Eis schmelzen, um zu zeigen, wie viel Geld die Deutschen bei Banken horten. Die sollen weniger sparen und mehr konsumieren – oder endlich Aktien kaufen.“

Die meisten Hartz-IV-Empfänger leben in Gera
(Die Welt)
“Halle/Erfurt (dpa/th) – In Gera leben landesweit die meisten Menschen von Hartz IV. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Halle am Mittwoch mitteilte, sind fast 17 Prozent der Bevölkerung unter 65 Jahren betroffen. Mit 14,8 Prozent weist das Altenburger Land den zweithöchsten Anteil auf. In Erfurt sind es 14 Prozent. Mit 5,4 Prozent hat der Kreis Hildburghausen die niedrigste Quote.”

Renteninformation, Vorsorge von Frauen

Renteninformation: Was verrät sie mir?
(Ergo, Amelie Merten)
“Wie die meisten Versicherten erhalte ich seit meinem 27. Lebensjahr meine persönliche Renteninformation von der Deutschen Rentenversicherung. Jedes Jahr bekomme ich aufs Neue Post – jedes Jahr hat sich die Höhe meiner gesetzlichen Altersbezüge geändert. Aber was bedeutet das alles eigentlich genau?”

Trotz höherem Risiko vernachlässigen Frauen die eigene Vorsorge
(versicherungs magazin, Margot Winker)
“Bei der Pflege tragen meistens Frauen die Hauptlast, geht es allerdings um die eigene Vorsorge, dann denken sie viel zu selten an sich. Dabei ist ihr Risiko, im Alter finanzielle Probleme zu bekommen, weitaus höher als bei Männern. 65 Prozent – so hoch war 2013 der Anteil der weiblichen Pflegebedürftigen in Deutschland nach Aussage des statistischen Bundesamtes. „Die höhere Lebenserwartung und Unterbrechungen in der Erwerbsbiografie müssen bei der finanziellen Vorsorge von Frauen berücksichtigt werden. Denn diese Kriterien erhöhen die Gefahr in Altersarmut abzurutschen im Vergleich zu Männern “, sagt Margit Winkler, Expertin vom Institut Generationen-Beratung IGB. Sie liefert Tipps, die Frauen bei der optimalen Altersvorsorge unterstützen sollen.”




Plant für den Ruhestand

Nicht gerade wenige gehen „blauäugig in die Rente“ – also, von wegen Plant für den Ruhestand. Ruhestandsplaner Martin Meyer bedauert das. Die niedrigen Zinsen und die Hiobs-Botschaften von der Rente entmutigen Berufstätige, wenn es um die Altersvorsorge geht. Sie stecken den Kopf in den Sand – ein fatales Verhalten. Stattdessen ist Umdenken gefragt. Was heißt “Plant für den Ruhestand” genau – und was bedeutet es?

Viele Fragen sich, „warum soll ich noch in ein solches System einzahlen“, so Meyers Beobachtung. Sie lassen’s dann – oder fangen viel zu spät an, fürs Alter vorzusorgen. Sie verlassen sich auf die gesetzliche Rente – und sind damit leider verlassen. Nach einer Umfrage der Axa Versicherung gilt das vor allem für die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Sachsen.

Rentenniveau wird weiter sinken

Das Problem des gesetzlichen Rentensystems ist leider, dass wir zu viele sind und haben zu wenig Kinder produzieren. Die Folge wird sein, dass das Rentenniveau noch weiter sinkt und die Lebensarbeitszeit weiter steigen – steigen muss. Und noch eines – diese Entwicklung bekommt Meyer zufolge vor allem die Mittelschicht zu spüren. Gerade sie muss sich das Postulat “Plant für den Ruhestand” zu Herzen nehmen.

Plant für den Ruhestand

Mal Butter bei die Fische: Meyer hat in seinem Vortrag über Ruhestandsplanung einmal berechnet, was ein heute 40-jähriger Arbeitnehmer (verheiratet), der brutto 3000 Euro verdient mit 67 Jahren noch an Rente bekommt. Sein Netto liegt bei 2157 Euro, die Rente nach Sozialabgaben (Kranken- und Pflegeversicherung) bei 1121, einschließlich einer ein-prozentigen Rentensteigerung bei 1466 Euro, abzüglich der Inflation (2,7 Prozent per anno) bei 711 Euro. Die Versorgungslücke gegenüber dem heutigem Netto liegt bei 2157 minus 711 gleich 1446 Euro. Das ist erschreckend – auch und vor allem für die Mittelschicht.

Mittelschicht trifft es besonders

Wenn der Mittelschichtler auch noch vorzeitig in Rente gehen will, dann ist die Rentenlücke noch größer: der Abschlag bei der Rente mit 63 addiert sich auf 14,4 Prozent.

Wer die Rentenlücke ausgleich will, muss entweder

  • Länger arbeiten, später in Rente gehen (Laufzeit)
  • Mehr sparen (Kapitaleinsatz) oder
  • Rentierlicher sparen (Rendite)

Das sind die drei Stellschrauben jeder Geldanlage, Wer sich diese drei Stellschrauben zu Gemüte führt und gründlich darüber nachdenkt, begreift schnell, dass er ohne Aktien keine, aber auch schon gar keine Chance hat, seine Rentenlücke aufzufüllen.

Denn:

  • Der Garantiezins bei Versicherungen liegt nur noch bei 1,25 Prozent
  • Aufs Sparbuch gibt’s fast gar nichts mehr
  • Für ein selbstbewohntes Häuschen reicht bei vielen das Eigenkapital nicht
  • Die Inflationsrate ist zurzeit zwar niedrig, im historischen Durchschnitt liegt sie bei mehr als zwei Prozent
  • Mit geschlossenen Fonds kaufen Anleger die Katze im Sack

„Mit diesen Anlegen werden Sie ihr Sparziel nie und nimmer erreichen“, postuliert Meyer. Recht hat er! Ok, es bleibt noch Riester – gerade wer Kinder hat, fährt mit Riester ganz gut. Aber das ist wieder eine eigene Geschichte … ändert aber nichts an der Forderung “Plant für den Ruhestand”.

Wenn da nicht die große Angst der Deutschen vor der Aktie wäre! Die Aktie, damit fängt es schon mal an – der Ansatz, nur auf einen Wert zu starren, führt in die Irre. Streuen heißt die Devise. Und das geht am besten mit Indexfonds, das ist ein Instrument, mit dem Anleger auf ganze Märkte setzen, wie den Dax beispielsweise, europäische und amerikanische Aktien.

Der Ibbotson-Vergleich spricht Bände: Nur mit Aktien hätte sich die Inflation langfristig ausgleichen lassen. Leider gibt es ihn nur für die USA. Aber ein entsprechender Vergleich bezogen auf Deutschland wäre sicher ähnlich ausgefallen.

ibbotson

Dazu noch ein anderer Vergleich:

msci world

 

Allein schon die wenigen Beispiele reichen, um zu belegen wie alternativlos Aktien sind.

Wie ein Rentenlücken-Ausgleich-Portfolio aussehen könnte – dazu in einem weiteren Beitrag. “Plant für den Ruhestand” ist eben ein Marathonlauf und kein Sprint.

Weiterführende Links:

 




Wie sehen die acht besten Finanztipps aus?

Der Finanzblogger Salvatore Decker aus Ludwigsburg hat andere Blogger nach ihren besten Tipps gefragt. Acht haben geantwortet. Wie sehen nun die acht besten Finanztipps aus? Die Antworten helfen beim Ordnen der persönlichen Finanzen – und ebnen damit auch den Weg zu einem auskömmlichen Ruhestand. Ob sie nachvollziehbar sind, muss jeder selbst entscheiden:

Hier die acht Tipps, die der Ludwigsburger Finanzblogger zusammengetragen hat:

  • So rät Holger von zendepot.de, “optimistisch zu denken”. Ferner plädiert er für Geduld. Denn “Crash-Propheten, die Mahner und Warner unter all den Börsen-„Experten“, gab es schon immer und wird es immer geben; ihnen Gehör zu schenken macht genauso wenig Sinn wie übertriebene Euphorie im Sinne von übersteigerten Renditeerwartungen”. Holger spricht sich für Durchhalten aus.
  • Dann kommt Manuel von finanzielle.de zu Wort: Er ruft das Haushaltsbuch wieder in Erinnerung. Er sieht darin eine gute Basis. Manuel nutzt übrigens selbst eines. “Mit diesem Instrument bekommt man einen sehr guten Überblick über seine regelmäßigen Einnahmen und Ausgaben”, so Manuel.
  • Tobias von www.preis-und-wert.com: Er fordert, aus Fehlern zu lernen. “Niemand macht alles richtig, gerade was den Umgang mit und die Anlage von Geld angeht, aber wenn man seine Fehler erkennt und nicht wiederholt, dann kann man enorme Summen sparen – egal ob es Vertrauen in den falschen Berater, Spekulieren am Finanzmarkt oder verpasste Chancen sind”, so sein Resümee.
  • Holger von der-privatanleger.de: “Erkenne dich selbst”, so sein Mantra. Die beste Strategie nütze nichts, wenn sie nicht zu einem passe.
  • Claudius von Plutosblog.de: Ihr Credo – „probiere dich aus und sei offen für Neues”. Also, Rat zwar annehmen, aber seine eigenen Erfahrungen machen.
  • Christine von dividenden-sammler.de: Sie zitiert Christine Bortenlänger, Chefin des Deutschen Aktieninstituts DAI mit den Worten – “Es kommt bei der Aktienanlage auf eine breite Streuung, einen langfristigen Anlagehorizont und auf kontinuierliches Sparen an.“
  • Christoph von www.finanzkueche.de: Er empfiehlt, Zeit und Geld in das eigene Humankapital zu investieren, denn “eine bessere Rendite findest Du nirgendwo”.
  • Marco von passives-einkommen-verdienen.de: Marco verurteilt das Streben nach maximalem Profit, denn es „führt früher oder später zum totalen Zusammenbruch, langfristiges – intelligentes und konservatives Wachstum ist der Schlüssel zum Erfolg”. Seine Empfehlung: “Investiere ausschließlich weltweit in mindestens 5 verschiedene Anlageklassen gleichzeitig”. Er rät davon ab, etwas zu kaufen, was der Einzelne nicht versteht – und “jedem neuen Trend ohne reifliche Überlegung hinterher zu laufen”.

Finanzblogger Decker hat sicher recht, wenn er empfiehlt, sich “den entsprechenden Blog anzusehen”.

 




Aktien sind für den Vermögenserhalt alternativlos

Aktien sind alternativlos – na ja, fast. Leider ist es nicht ganz so einfach mit Aktien, denn die Kurse schwanken doch manchmal heftig. Das hält nicht jeder aus. Der Deutsche Aktienindex Dax hat zwischenzeitlich, sprich im April 2015, sogar die 12 000er-Marke überwunden, dann ging ihm aber die Puste aus. Da kommen natürlich vielen Anlegern und Möchte-gern-Anlegern Zweifel. Besonders die “Middle-Ager” sind skeptisch. Dabei ist doch klar, dass ohne Aktien keine Vermögensbildung, geschweige denn der Erhalt möglich ist. Einer Umfrage der comdirekt zufolge rechnet jeder Zweite nicht damit, dass der Dax die 15 000er-Marke so schnell knackt; jeder Dritte ist hingegen optimistischer und erwartet einen weiteren Anstieg.

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Die Studie deckt ebenfalls auf, dass mit dem Alter auch der Pessimismus steigt. Während die Jüngeren (18 bis 24 Jahre) noch annähernd zur Hälfte davon ausgehen, dass der Dax in den kommenden Monaten steigen wird, sind es bei den Älteren (50 bis 59) nur noch 25 Prozent.

„Dabei spielen sicherlich auch die schlechten Erfahrungen mit dem Neuen Markt eine Rolle – gerade im Hinblick auf immer neue Kurshochs sind die sogenannten Middle-Ager vorsichtig geworden“, sagt Daniel Schneider, Leiter Investing bei comdirect.

Dabei haben die meisten Deutschen gar keine Aktien: Nur 28 Prozent der Bundesbürger haben ihre Ersparnisse in Wertpapiere investiert, 78 Prozent der Befragten vertrauen hingegen weiterhin auf Anlagen wie Sparbuch, Tages- oder Festgeld. Nur neun Millionen Deutsche besitzen dem Deutschen Aktieninstitut Aktien oder Aktienfonds.

„Ein langfristiger Vermögensaufbau ist mit diesen niedrig verzinsten Produkten aber nicht möglich – Wertpapiere sind derzeit fast alternativlos“, so Schneider.

Ja, ohne Aktien ist es zwar schwer, Vermögen aufzubauen, die Deutschen sparen deswegen aber trotzdem: Insgesamt haben die Deutschen im April der comdirekt-Studie zufolge wieder mehr Geld auf die hohe Kante gelegt. So so der comdirect Spar- und Anlageindex gegenüber dem Vormonat um 7,5 Punkte auf aktuell 101,5 Punkte gestiegen. Im Schnitt habe jeder Bundesbürger rund 113 Euro gespart.

Top Ten Geldanlage: So legten die Deutschen im April ihre Ersparnisse an

  1. Girokonto (56 Prozent)
  2. Sparbuch (55 Prozent)
  3. Tagesgeld (39 Prozent)
  4. Bausparvertrag (35 Prozent)
  5. Lebensversicherung (32 Prozent)
  6. Altersvorsorge (30 Prozent)
  7. Bargeld (26 Prozent)
  8. Fonds (19 Prozent)
  9. Festgeld (16 Prozent)
  10. Aktien (13 Prozent)

Übrigens, mit dem Thema Festgeld hat sich Paul Frey ausgiebig beschäftigt. Auf seiner Seite Festgelddeutschland bietet er beispielsweise ein kostenloses E-Book zum Thema Festgeld mit umfassenden Informationen zum Download an. ein kostenloses E-Book zum Download an.

Was das Vermögen der Deutschen betrifft, so geht es um Billionen. Der Deutschen Bundesbank zufolge hatten die Deutschen (Stand Oktober 2016) ein Geldvermögen von 5,4 Billionen Euro. Sage-und-schreibe zwei Billionen Euro liegen auf Girokonten herum oder sind niedrigstverzinst in Tages- und Festgelder investiert. Die eher als börsenscheu geltenden Deutschen entdecken langsam Aktien und Investmentfonds. Das Renditebewusstsein steigt langsam. Beliebt waren im zweiten Quartal 2016 vor allem Renten- und Immobilienfonds. Auch 2016 floss der Großteil der Gelder in Bargeld und Bankguthaben sowie in als sicher geltende Versicherungen und Pensionseinrichtungen. Versicherungen und Pensionskassen bekamen nicht mehr so viel wie in den Vorjahren. Parallel dazu nutzen die Deutschen die niedrigen Zinsen, um Immobilien zu kaufen.

Weiterführende Links: