Tag 26 meiner Tour de France

Tag 26 meiner Tour de France – eigentlich wollte ich etwas über den Canal du Midi schreiben und über den Canal de la Garonne. Aber dann drängte sich doch etwas Anderes in den Vordergrund. Alors, ganz langsam. Es geht um Schnecken – Escargots à la Bourguignonne, Schnecken nach Burgunder-Art. Et bien, werden viele sagen, ist ja nichts besonderes in Frankreich. Das Besondere daran, sie fallen mir auf als ich bei Aldi einkaufen. Sie liegen in der Tiefkühltheke und winken mir zu. Ich hätte ja vieles bei Aldi in Frankreich – übrigens Aldi Nord – erwartet, aber nicht Schnecken. 

Schnecken à la Bourguignonne

Warum ich überhaupt bei Aldi einkaufen? Nun, das Hotel Balladins hat kein Restaurant. Ich werde verwiesen auf die Pizza-Bude gegenüber oder den Bäcker nebenan, der auch Quiche bäckt und Sandwichs anbietet. Da Aldi aber genau auf der anderen Straßenseite liegt, gehe ich einkaufen – und somit stoße ich auf die Escargots à la Bourguignonne. Die Auswahl an Wein ist riesig – größer als bei Aldi in Deutschland. Neben den Schnecken warten auch Jakobsmuscheln darauf, gekauft zu werden. Selbst „Radler“ gibt es. Aber weil ich bereits schlechte Erfahrungen gemacht habe mt zusammen gepanschtem Radler, verzichte ich auf eine Wiederholung. Statt dessen nehme ich einen Cidre doux aus der Normandie mit, dazu Sandwiches, ein paar Radieschen, eine Tafel Schokolade und natürlich Mineralwasser – das alles für 12,60 Euro. Die Radieschen sind ein Reinfall, der Cidre super, die Schokolade geht so. Bei Sandwiches lässt sich nicht viel falsch machen. Also statt Restaurant heute mal Selbstverpflegung. 

Écluse – Vokabel des Tages

Noch ein Wort zu meiner französischen Vokabel des Tages: Dieses Mal ist es „écluse“ – die Schleuse. Alle paar Kilometer wartet schon die nächste auf Bootfahrer, die sich anheben oder absenken lassen. Hundert Meter vor der Schleuse hängt über dem Kanal in Seil oder Plastikschlauch herunter, zwischen zwei Pfählen gespannt. Zieht der Kapitän oder die Begleiterin daran, wird die Schleuse freigegeben, so denn nicht gerade ein anderes Schiff in der Schleuse abgefertigt wird. Das kann dauern – aber Bootfahren auf dem Canal du Midi ist ja auch zur Entschleunigung gedacht. 

Irgendwann wird’s langweilig

D’ailleurs – nach was zum Thema Kanal. Es geht flott voran, nur irgendwann wird’s langweilig. Die Landschaft wiederholt sich, die Velo-Piste führt meist schnurgerade am Kanal entlang zwischen Platanen-Alleen. Abwechslung bringen nur die Dörfer, die manchmal den Kanal säumen. Vorteil, ich spule einen Kilometer nach dem anderen herunter – und sammle im Laufe des Tages hundert Kilometer. Übernachte kurz vor Agen. Morgen geht es dann weiter Richtung Bordeaux.   

  

Bonne nuit et à demain!




Tag 25 meiner Tour de France

Tag 25 meiner Tour de France – der Tag steht heute unter dem Motto „Canal du Midi“. Petra und Paul vom Coup de Coeur in Bram meinten ja, dass der Radweg ab Bram bis Villefranche wohl nicht so toll sei. Deswegen habe ich bis Castelnaudary die D33 genommen, die wenig befahren ist, da parallel dazu Autobahn und D6133 verlaufen. In Avignonet-Lauragais lenke ich dann zum Canal-du-Midi-Radweg, der ab hier seinen Namen verdient. 

Schwerer Abschied von Bram

Noch ein Wort zu meinen Gastgebern Petra und Paul. Sie haben sich rührend um mich gekümmert. Gern wäre ich noch einen Tag geblieben, aber ich habe ja versprochen, bis zum 30. Juni in Nantes zu sein – und das sind noch einige Kilometer. 

Immer am Kanal entlang

Wenn radeln Spaß macht, dann hier – entlang des Canal du Midi. Der Radweg verläuft parallel zum Kanal, meist von einer Platanen-Allee gesäumt. Selbst bei 35 Grad lässt es sich hier aushalten. An den Schleusen wartet gelegentlich ein Restaurant. An der Schleuse Gardouch konnte ich nicht einfach vorbei fahren. Das Restaurant liegt so malerisch direkt an der Anlage – und ich gönne mir ein Panaché, nein zwei. Es ist 11.45 Uhr – und noch zu früh für zum Essen. Das war ein Fehler, denn die nächsten Schleusen sind nicht bewirtschaftet. Also radle ich weiter bis Montgiscard, wo auf der gegenüberliegenden Seite eine Pizzeria winkt. 

Mittags nur Salat

Mittags nach ein paar Stunden radeln, kann ich nur was Leichtes essen – einen Salat de l’ecluse, sprich einen Schleusensalat. Das ist nichts weiter als ein gemischter Salat mit Schinken und Käse. Dazu ein Menthe à l’eau – das lässt sich so schön mit Wasser strecken. Ideal gegen den Durst. 

Tripadvisor sei Dank

Es ist Mittag und ich habe noch kein Hotel. Also suche ich bei Tripadvisor und finde ein Hotel in der Nähe des Bahnhofs, das Hotel aux Ambassadeurs. 

Noch 20 Kilometer bis Toulouse. Auch wenn der Radweg gut ausgebaut ist, ziehen sich die 20 Kilometer in die Länge. Ich habe ja schon 60 hinter mir. Der Radweg führt durch die Stadt, immer am Kanal entlang. Das erleichtert die Orientierung in der Stadt – und Toulouse ist doch etwas größer. Das Fahrrad-Navi weist mir dann die richtige Straße. Ich bin da – erschöpft und durchgeschwitzt. Erst eine Dusche, dann was trinken. 

 Ich habe noch genug Zeit, die Stadt zu erkunden – La viele rose, wie Toulouse auch heißt. Die Straßennamen sind hier zweisprachig – in französisch und spanisch. Während und nach dem spanischen Bürgerkrieg sind viele Spanier nach Toulouse geflüchtet. So bekam die Stadt ihren spanischen Flair – und ihre spanischen Straßennamen. 

Weißbier gegen Heimweh

Dank Uni und vieler Studenten ist Toulouse vergleichsweise jung – das spürt jeder, der durch die Straßen flaniert. Am Place de La Daurade, direkt am Ufer der Garonne, kommt so etwas wie Biergartenstimmung auf – viele trinken sogar Bier, aber es ist doch anders als in Bayern. Ganz abgesehen davon, dass das Bier das Doppelte kostet. In der Wiese haben sich viele Junge im Gras ausgebreitet – es riecht nach Hasch. Die anderen Gäste lassen sich aber nicht stören und verspeisen ihr „Assiette de La Dourade“ – so wie ich. 

Auf dem Rückweg sticht mir noch ein „Paulaner“-Schild ins Auge. Ich bekomme so ein bisschen Heimweh und ich lenke meine Schritte Richtung Bistro. Tatsächlich schenken sie Weißbier aus – ich kann nicht anders und bestelle mir ein Glas, Preis sieben Euro. 

Leicht sediert, strebe ich Richtung Hotel. 

 

Bonne nuit et à demain!




Tag 21 meiner Tour de France

Tag 21 meiner Tour de France – zweiter Ruhetag und wieder kein weißer Punkt. Heute bleibe ich in Barcarès bei Nicole und Roger. Am Morgen verabschiede ich mich von meiner Tochter und meinem Schwiegersohn. Sie müssen am Montag wieder zurück sein in München. Nach dem gemeinsamen Frühstück brechen sie auf Richtung Jura. Alors, „bonne Route“.

Bergeweise Austernschalen

Ich fahre zusammen mit Nicole und Roger nach Leucate zum Austernzüchter. Im Ort reiht sich eine Bude neben die andere – überall werden Austern, Muscheln und Shrimps sowie Gambas verkauft. Am Ende der Budenreihe türmt sich ein mannshoher Berg auf, bestehend aus Austernschalen, zwischen Bojen und Netzen. Natürlich verkaufen die Austernzüchter nicht nur Austern, sondern laden gleichzeitig zur „Degustation“ ein. Das heißt, die Franzosen essen und trinken hier „Fruit de Mer“ und dazu einen „Grenache“ oder „Muscadet“, mit Zitrone und Baguette. Wir nehmen drei Dutzend Austern mit und einen Sack Muscheln fürs Abendessen. Für zwei Euro pro Dutzend öffnet uns der Patron die Austern, so dass wir damit keine Probleme haben. Austern selbst zu öffnen, ist eine unfallträchtige Sache. Es passiert schon mal, beim Öffnen mit dem Messer auszurutschen – und dann schlitzt das Messer die Haut auf.  Es bedarf Übung, dass so ein Malheur ausbleibt. 

Keine Pfingstferien in Frankreich

Daheim angekommen, arrangiert Roger die Austern auf einem Teller, dazu ein paar Zitronenscheiben und etwas Brot, begleitet von einer Flasche Weißwein. Dank leichtem Wind lässt es sich auf der Terrasse aushalten. 

Der Campingplatz hat einen Aqua-Park, sprich Schwimm- und Planschbecken sowie mehrere Wasserrutschen. Für meinen Geschmack ist das Wasser eher zu warm. Zurzeit sind eher ältere Paare da und jüngere mit nicht-schulpflichtigen Kindern. In Frankreich gibt es keine Pfingstferien, das heißt, Eltern mit schulpflichtigen Kinder fehlen. Die Hauptsaison beginnt Anfang Juli, wenn die Schulferien in Frankreich beginnen. 

Pommes mal anders

Wir treffen uns am Abend wieder zum Muschelessen. Da Nicole und Roger aus Belgien kommen, gibt’s zu den Muscheln natürlich Pommes Frites – das Wort kommt übrigens von Pommes de Terre, Erdäpfel, die frittiert werden. Nicole schneidet die Kartoffeln in Schnitze und frittiert sie in Öl. Das ergibt einen anderen Geschmack als tiefgefrorene Pommes Frites. Davor ein paar Scheiben Salami und ein paar Chips zum Sangria – so lässt es sich aushalten. 

Etwas geplättet tappse ich zurück zu meinem Wohncontainer. Eigentlich wollte ich den Blogbeitrag noch am gleichen Abend schreiben, aber wie das halt so ist, verschiebe ich das Schreiben auf morgen. 

 

 

Bon l’après-midi et à demain!




Tag 1 meiner Tour de France

Meine Tour de France startete nicht in Le Havre wie die 1955, sondern am Col de la Faucille. Der Blick aus dem Hotelfenster war ein Gedicht – direkt auf den Mont Blanc. Die Wolken hängen noch zwischen den Bergen, der Himmel ansonsten blau, die Fichten stehen schwarz und Rahmen das Panorama ein.

Noch 3600 Kilometer

Leider ist es morgens auf 1323 Meter noch ziemlich frisch, weswegen ich Unterhemd und Windjacke überstreifte. Komisches Gefühl, noch so viel Kilometer vor sich zu haben, genauer gesagt weit über 3600. Wie viel es dann letztlich wirklich werden, stelle ich am Ende der Reise fest. Die frische Morgenbrise lässt die drei Flaggen – Europa, Frankreich und die der Region – munter im Wind flattern. Zum Glück geht es erst einmal bergab – viele Kilometer. Das motiviert.

Kühe, Wiesen, Käse

Haute Savoie, wie die Region heißt, ist geprägt von Bergen, Wiesen, Weiden und Kühen. Überall grasen sie auf den Almweiden – ihre Glocken sind nicht zu überhören. Es geht weiter bergab, durch einen Tunnel und auf vielen Serpentinen in Richtung Bellegarde.

Außer Kühen begegnen mir natürlich auch Skilifte und Liftstation. Von Lélex beispielsweise geht es bis auf 1600 Meter hoch. Im Winter ist hier sicher mehr los. Ansonsten tauchen am Weg nur vereinzelt Höfe auf, die Dörfer kommen nur auf einige Häuser. Dafür radle ich durch eine grandiose Landschaft, die geprägt ist von Bergen, Wäldern und Tälern.

Bauernmarkt in Vouvray

So schlecht scheint meine Kondition dann doch nicht zu sein – deswegen entschließe ich mich Bellegarde links liegen zu lassen und gleich nach Seyssel weiter zu radeln. In Vouvray werden ich gestoppt von einer Straßensperre. Der Ort feiert heute Bauernmarkt mit allem, was dazu gehört. Die Bauern führen ihre Kühe vor. Dafür haben die Organisatoren extra Sand aufgeschüttet. Das Publikum schaut begeistert zu, wie die Bauern ihre Tiere durch die Arena führen, begleitet von vermutlich sachkundigen Kommentaren.

Natürlich gehört zu einem Bauernmarkt der ganze Jahrmarkttrubel – mit Luftballons, Waffeln, Sandwiches, Messerständen und Weinausschank. Ein Stand mit Kuhglocken weckt meine Aufmerksamkeit. Für die Fermiers Savoyards scheint das ein wichtiger Tag zu sein, denn er Ort quillt über von Menschen. Zwischendrin führen die Dorfjungs ihre Kälber durch die Hauptstraße – und werden von ihren Copains mit Küsschen begrüßt. Dann marschiert die Band an den Marktbesuchern vor. Das ganze bei strahlend blauem Himmel.

Bleu de Gex & ein Glas Wein

ich gönne mit einen Bleu de Gex, einen leichten Schimmelkäse aus der Region – und dazu ein Gläschen Wein. In Frankreich gehört ein Verre de Vin einfach dazu. Beides harmoniert fantastisch – oder bilde ich mir das nur ein? Die Platanen vorm Rathaus lassen Urlaubsgefühle aufkommen – c’est la France.

Dass in der Region Milchwirtschaft die Hauptrolle spielt, lässt sich an den vielen Käseständen ablesen – das Angebot reicht vom Bleu de Gex über den Morbier, daneben ein Tomme de Brebis, nicht zu vergessen der Gruyère. Wobei die Milch ja nicht ausschließlich von der Kuh kommen muss – die Käser stapeln neben Kuh- auch Ziegenkäse.

In Seyssel bin ich nach der Brücke über die Rhône gleich abgebogen und fragte nach einem Zimmer im Hôtel Beau Sejour. Um diese Zeit ist es noch kein Problem, etwas zu finden. Jetzt geht’s erst einmal unter die Dusche – und danach ins Städtchen

Allein und doch in Gesellschaft

Sonntag in der Provinz – ganz schlecht, wer ein offenes Restaurant sucht. Die meisten Lokale sind am Sonntag geschlossen. Offensichtlich essen die Franzosen am Sonntag eher zuhause. Nach kurzer Suche habe ich doch ein tunesische Pizzeria gefunden. Am Nachbartisch saß ein Schweizer Paar aus der Nähe von Luzern. Es fällt in Frankreich doch schnell auf, wer kein Franzose ist. Auf diesem Weg sind wir ins Gespräch gekommen über die Schweiz, den Jakobsweg …. A Proporz Jakobsweg, die Beiden gehen vier Tage auf dem Jakobsweg. Sie sind mit dem Zug gekommen und fahren auch so wieder zurück in die Schweiz. Die Unterkünfte unterwegs sind bereits gebucht. Ich fühlte mich in der Fremde doch gleich nicht mehr so fremd.

 




Wie sich Bore-out im Ruhestand verhindern lässt

Ausstand, Abschied von den Kollegen, Rente – von heute auf morgen ändert sich der gesamte Lebensablauf, die Struktur und die Ablaufmuster, die sich zum größten Teil nach dem Berufsleben richteten, gibt es plötzlich nicht mehr. Stattdessen ist viel Zeit für Reisen, Kinder und Enkelkinder, Haus und Hof. Oft kommt es aber vor, dass frisch gebackene Rentner in eine Art von Bore-out verfallen, anstatt die neu gewonnenen Freiheit zu genießen. Wie lässt sich Bore-out im Ruhestand verhindern?

Aus dem Vorruheständler ist ein Ruheständler geworden, der die Pflichten abgeworfen hat und plötzlich überfordert ist mit der vielen Freizeit. Langeweile und Unlust stellen sich ein. Damit das nicht passiert, braucht jeder Aufgaben und Motivation für den nächsten Lebensabschnitt. Einige Tipps:

Freude auf das, was kommt

Ist der Arbeitsalltag passé, zerbröselt die Tagesstruktur, viele soziale Kontakte lösen sich auf, Sinnfragen drängen sich in den Vordergrund – das Rentnerdasein fühlt sich für manche nicht an wie ein immerwährender Urlaub. Spätestens jetzt gilt es, Erwartungen an den neuen Lebensabschnitt anzupassen, eigentlich sollte dieser Prozess schon früher beginnen. Erst dann stellt sich so etwas wie stilles Glück ein.

Wie sich darauf vorbereiten? Wie wäre es denn, die Arbeitszeit gegen Ende der Karriere etwas zu verringern, neue Hobbys wieder aufzunehmen und sich klar zu machen, dass nur die wenigsten Kollegen Freunde sind. Nur ganz wenige werden nach dem Renteneintritt noch Kontakt halten. Wichtig ist es auch, sich im neu gewonnenen Alltag nicht hängen zu lassen. Auch wer nicht mehr ins Büro fährt und keinen wichtigen Termin mehr wahrnimmt, sollte auf sich und sein Äußeres achten, schon aus Selbstrespekt. Warum sich nicht mal bewusst in Schale werfen, einfach mal so. Als Rentner mit der Mode gehen? Warum nicht! Abseits des Arbeitsalltags in ein elegantes Business-Hemd von traditionsreichen Anbietern wie Walbusch schlüpfen oder sich als Frau ein neues Kleid oder eine schicke Bluse gönnen. Wer sich selbst gefällt, ist seelisch gesünder und glücklicher – und darum geht es doch im Rentenalltag.

Soziale Arbeit als Ausgleich

Oder wie wäre es, der Gesellschaft wieder etwas zurück zu geben – in Form von soziales Engagement? Viele Rentner sind geistig fit und könnten weniger Privilegierten in dieser Gesellschaft helfen. Warum nicht in Form von Nachhilfeunterricht? In Deutschland leben viele Kinder in schwierigen Verhältnissen, die dringend Hilfe brauchen. Andere zu unterstützen ist der Königsweg, dem neuen Lebensabschnitt einen Sinn zu geben. Wer sich sozial engagiert, entgeht der Alterseinsamkeit, hält Körper und Geist fit und tut gleichzeitig Gutes. Auch die Rolle als Großmutter oder -vater kann diesen Effekt hervorrufen.

Alte Hobbys wiederentdecken

Hobbys motivieren und helfen, den Alltag zu strukturieren. Schöner Nebeneffekt: Rentner bleiben körperlich und geistig fit. Wie wäre es denn, schon im Vorruhestand alte Hobbys wieder aufzunehmen oder neue zu entdecken? Weiterbildung ist mehr als ein Zeitvertreib für Bestager, schließlich hilft sie, am Ball zu bleiben. Viele beginnen nach dem Arbeitsalltag noch einmal ein Studium und belegen Fächer, an denen sie schon immer interessiert waren. 2015 ermittelte das Statistische Bundesamt, dass mehr als die Hälfte der Gasthörer an deutschen Universitäten über 60 Jahre alt ist – das sind annähernd 18 000 Senioren. Die Chance, hier Gleichgesinnten zu begegnen und neue Kontakte zu finden, ist groß. Viele Volkshochschulen bieten ein Studium generale an sowie Führungen und Kurse – auch eine Chance, soziale Kontakte zu knüpfen und fit zu bleiben.

 

Bildrechte: Flickr Couple Mysudbury.ca Ouisudbury.ca 



Viele Junge juckt Altersvorsorge herzlich wenig

„Altersvorsorge? Juckt mich nicht!“ So denken annähernd zwei Drittel der 16- bis 29-Jährigen. Sie vernachlässigen es, fürs Alter privat vorzusorgen, ja viele junge Deutsche haben über private Altersvorsorge noch überhaupt nicht nachgedacht. Das ergab eine Studie von Emnid im Auftrag der Postbank. Das Paradoxe daran, ein Fünftel der jungen Bundesbürger sind davon überzeugt, dass die gesetzliche Rente für ihren Ruhestand ausreichen wird.

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Es wird für die Rente schon reichen

Es erstaunt, wie gelassen viele sind mit Blick aufs Alter. Immerhin jeder dritte Deutsche glaubt, dass es schon reichen werde im Ruhestand und die gesetzliche Rente genüge. Annähernd 92 Prozent dieser Optimisten meinen Emnid zufolge sogar, dass sie im Alter keine Einbußen bei ihrem Lebensstandard hinnehmen müssen. Was für eine irrige Annahme. Aktuell decke die gesetzliche Standardrente netto etwa 48 Prozent des Durchschnittseinkommens ab – Tendenz fallend, so Karsten Rusch von der Postbank. Bundessozialministerin Andrea Nahles denkt zwar laut darüber nach, eine „Haltelinie“ einzuziehen, es ist indes fraglich, ob ihr das gelingt und ob das finanzierbar ist.

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft verdeutlicht, was höhere Renten für die Beiträge bedeuten

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„Je weiter das Renteneintrittsalter in der Zukunft liegt, desto größer die zu erwartende Rentenlücke, das heißt die Differenz zwischen dem letzten Nettoeinkommen und der gesetzlichen Rente“, mahnt Rusch. Umgekehrt können die heute 60-Jährigen noch vergleichsweise entspannt auf den Ruhestand blicken. Annähernd 60 Prozent der über 60-Jährigen seien zuversichtlich, dass sie mit der gesetzlichen Rente auskommen werden, von den 50- bis 59-Jährigen seien es immerhin knapp 25 Prozent. In der Altersgruppe 40 bis 49 Jahre hingegen vertraue nur noch eine Minderheit von annähernd 17 Prozent auf das staatliche Rentensystem; in der Gruppe 30 bis 39 Jahre seien es dagegen nur etwa sieben Prozent.

Null-Ahnung und keinen Bock

Und jetzt kommt’s – annähernd ein Viertel, genauer gesagt 23 Prozent der 16- bis 29-Jährigen meinen, die gesetzliche Rente recihe für ihren Ruhestand. Ist das Null-Ahnung, keinen Peil, keinen Bock oder kein Geld? Mangelndes Interesse spielt sicher eine Rolle. Deswegen sorgen auch knapp zwei Drittel oder 63 Prozent der 16- bis 29-Jährigen auch nicht privat nicht vor, so die Postbank Umfrage. Sie haben sich schlicht bislang noch keine Gedanken gemacht und chatten, bloggen, instagrammen lieber über Mode, Reisen und Beauty.

Aktien als Alternative

Doch, wer spät anfängt, fürs Alter vorzusorgen, wird das Ziel, im Alter auskömmlich leben zu können, wohl kaum erreichen. „Gerade junge Menschen sollten möglichst früh mit der privaten Vorsorge beginnen“, empfiehlt Rusch. „Auch wenn die Vergütung in der Ausbildung oder zum Berufsstart noch gering ist, lohnt es sich, monatlich kleine Beträge anzulegen.“ Der Renteneintritt liegt ja noch in weiter Ferne, da verspricht gerade ein Aktien-Investment eine entsprechende Rendite, mit der sich die Versorgungslücke ausgleichen lässt.

https://www.youtube.com/watch?v=_iYSXApYd9s

Pflicht zur Altersvorsorge – Junge trauen sich anscheinend selbst nicht über den Weg

Übrigens, selbst die IG Metall, sprich die Gewerkschaft, wirbt bei den Jungen für die Altersvorsorge. Allerdings schwebt den Gewerkschaftern mit der „Metallrente“ eher eine obligatorische Zweit-Renten-Versicherung vor.

Einer der ganz wenigen Jungen, die über Altersvorsorge nachdenken, ist wohl der heute 19-jährige Soticek Noah Juraj. Er hat den Blog time-to-invest.at und hat den Traum der finanziellen Freiheit. Er hat erkannt, dass sein „Geld stetig weniger“ und das vielen „überhaupt nicht bewusst“ ist. „Du überlässt dein Geld der Bank ohne zu wissen was die damit eigentlich machen, du vertraust fremden Menschen blind dein Geld an! Und wieso? Weil das alle so machen.“ Er fordert deswegen: „Du musst anfangen dich finanziell weiter zu bilden“. Ein Beispiel, dass sich die Jungen zu Herzen nehmen sollten.

 

 

Quelle: Postbank © stockasso




Wie, was und wo die Generation 50+ einkauft

Die Generation 50+, die sogenannten Bestager haben Geld, Zeit und Muße für Freizeit und Shopping. Was kaufen sie ein, wo kaufen sie ein und wie kaufen sie ein? Commerz Finanz hat mehr als 10 000 Verbraucher aus 13 europäischen Ländern gefragt – und ist zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen. Die Generation 50+ ist internet-affiner als viele glauben. Sie gibt gern Geld für Reisen aus und denkt darüber nach, ihre vier Wände zu renovieren.

Konsumbarometer 2016 – Europa

Das „Konsumbarometer 2016 – Europa“ der Commerz Finanz hat nach den Zielen und Wünsche der Generation 50+ gefragt. Was steht bei ihnen auf dem Einkaufszettel? Wo und wie kaufen sie ein? Bei der Befragung wird deutlich, dass die deutschen Bestager vor allem in Reisen und Renovierung investieren wollen. So sagen 60 Prozent der über 50-Jährigen, in den kommenden zwölf Monate Geld für Reisen und Freizeit ausgeben zu wollen; die Hälfte will Geld in Um- und Ausbau sowie Renovierung der eigenen vier Wände stecken. An dritter Stelle stehen neue Möbel.

Reiseweltmeister sind die Briten

Wer jetzt allerdings glaubt, die Deutschen seien Reiseweltmeister, sieht sich getäuscht. Der Studie zufolge reist die 50plus-Generation in Großbritannien und Frankreich häufiger als die deutsche. Die Hälfte der älteren Briten und Franzosen sind danach pro Jahr mindestens dreimal verreist und haben eine oder mehrere Nächte nicht zuhause verbracht. Bei den Deutschen waren es „nur“ 43 Prozent. Insgesamt verreiste die Generation 50+ hierzulande häufiger als die Jüngeren.

Deutsche kaufen gerne online

Die Deutsche kaufen gerne online – allerdings nicht alles. Kleidung, Bücher und Reisen bestellen die Deutschen gern online und sind dabei sogar in Europa führend. Bei Lebensmitteln sieht die Sache anders aus, da spielt das Internet eine untergeordnete Rolle, was sich freilich ändern kann. „Online-Shopping ist in Deutschland keine Altersfrage mehr“, so Alexander Wild, Experte für Senioren-Marketing. „Kleidung, Bücher, Freizeitartikel – wenn es um die Bestellung per Mausklick geht, sind Deutschlands über 50-Jährige europaweit führend, nicht zuletzt, weil diese neuen Einkaufsroutinen an die lange Tradition des Versandhandels in Deutschland anknüpfen.“

Werbung soll vor allem witzig sein

Die Freizeitgestaltung der Deutschen entspricht der ihrer europäischen Nachbarn. Mit einer Ausnahme: Die ältere Generation in Deutschland verbringt (deutlich) weniger Zeit mit Familie und Freunden. Nur rund jeder Dritte sieht seine Familie (36 Prozent) oder Freunde (34 Prozent) jede Woche, das ist in Spanien, Frankreich und Portugal sowie Italien beispielsweise anders.

Was die Werbung betrifft, so wollen die Bestager witzig angesprochen werden. „Soll die Werbung die Generation 50+ erreichen, muss sie auf der emotionalen Ebene ansetzen, witzig sein und Werte vermitteln“, so die Studie. Diese Aussage stehe ganz im Gegensatz zum Klischee des pflichtbewussten, trockenen Deutschen.

Bestager haben Social Media entdeckt

Wie digital sind die Bestager? Auch dazu liefert die Studie Antworten: „Senioren entdecken Social Media – im Internet interessiert sich die Generation 50+ besonders für Gesundheits- und Schönheitsthemen. Auffallend ist auch ihr ausgeprägtes Faible für Online-Spiele. Auf ihre digitale Autonomie sind sie stolz. Vermehrt fragen sie mittlerweile auch digitale Dienstleistungen aus den Bereichen Mobilität und Gesundheit nach.“ Mehr als zwei Drittel der 50- bis 64-Jährigen und 66 Prozent der über 65-Jährigen sind der Studie zufolge bei Facebook, Twitter oder einem anderen sozialen Netz, wobei sich die Zahlen auf 2013 beziehen. Das heißt, mittlerweile müssten es noch deutlich mehr sein. Die Deutschen sind dabei übrigens nicht Avantgarde, digitale Meister sind die Briten, gefolgt von Franzosen und Belgiern. „Die Generation 50+ shoppt heute online, datet online, pflegt Freundschaften in sozialen Netzwerken. Sie tauscht Rezepte in Online-Datenbanken, googelt, whatsappt oder skypt mit den Kindern und Enkelkindern; das Internet ist im Alltag der über 50- und über 60-Jährigen angekommen“, so Wild. Selbst immer mehr über 70-Jährige seien online.

Wie die Deutschen shoppen

Wie die Deutschen shoppen Quelle: Commerz Finanz

Weiterführende Links:




Die besten Apps für die nächste Reise

Egal, ob Erholung, Geschäft oder Abwechslung vom Alltag – Reisen gehört zum modernen Leben. Internet und Smartphone erleichtern uns die Planung, helfen uns beim Orientieren und sorgen für Kurzweil.

Mal ehrlich, wer würde noch auf Google Maps verzichten wollen, wenn er eine Reise plant? Ok, Apple-Fans greifen vielleicht lieber zu Karten-App des kalifornischen Smartphone—Herstellers. Mit Google Earth können sich Reiselustige sogar ein dreidimensionales Bild eines Orts machen, auf dem selbst einzelne Häuser erkennbar sind. Mit Wetter-Apps kann sich jeder schon mal vorab informieren, was ihn am Zielort erwartet – ob Regen, Sonne oder bewölkter Himmel.

So ein bisschen digitale Unterstützung erleichtert das Reisen ungemein – was es da an tollen Apps gibt:

Navigationshilfe beim Fahren

Wer mit der Bahn fährt, erkundigt sich am besten per Internet, wann ein Zug nach Aachen, Trier, Hamburg oder Zürich fährt – und vor allem was die Fahrkarte kostet und ob es nötig ist, umzusteigen. Auf bahn.de kann er auch gleich das Ticket online kaufen und sich auch noch ein Hotel suchen. Apropos Hotel, mittlerweile buhlen zahlreiche Portale um die Gunst der Zimmersucher, angefangen von booking.com über trivago, hrs und tripadvisor. Wer dann in der Stadt seiner Träume angekommen ist, will natürlich möglichst einfach von A nach B mit Bus, Tram und Bahn kommen. Nicht von den Zeitplänen der öffentlichen Verkehrsmittel verwirren lassen. Die haben sich längst auf die Bedürfnisse der Kunden eingestellt. Viele Städte wie München haben eine App für öffentliche Verkehrsmittel programmieren lassen, die Reisenden helfen, den richtigen Bus und die richtige Tram zu finden.  Mit dem Smartphone kann jeder unterwegs selbst eine Karte kaufen. Übrigens, das gilt nicht nur für München, sondern auch für Berlin und Hamburg.

Für all jene, die mit dem Auto unterwegs sind, gibt es eine überwältigende Auswahl an Navigationshilfen wie Google Maps und Apple Karten. Das ist zwar nett, um die Poccistraße in München zu finden oder die Max-Brauer-Allee in Hamburg, für die Suche nach einem Parkplatz taugen die Navi-Apps wenig. Aber die App-Enwickler haben sich längst auf die Nöte der Autofahrer eingestellt und Anwendungen wie die Parktag-App entwickelt, die dabei helfen kann, den idealen Parkplatz für sein Fahrzeug zu finden.

Zeitvertreib im Zug

Wer jeden Tag eine Stunde im Zug oder in der S-Bahn sitzt – oder sogar noch länger unterwegs ist auf Dienstreisen, ist dankbar für jeden Zeitvertreib. Mit musikalischer Untermalung vergehen die Stunden wie im Flug. Die Streema-App beispielsweise erschließt Reisende eine Fülle von Radiosendern, die jede noch so triste Strecke kürzer erscheinen lässt.

Und für all jene, die bei einer langen Bus- oder Zugreise festsitzen, gibt es Streaming-Anbieter wie Amazon Video, bei denen sie viele ausgezeichnete Serien wie Bosch auf ihr Smartphone oder Tablet runterladen können. Wer sich mal bei seinen Mitreisenden umsieht, wird einige entdecken, die ihr Smartphone auch zum Spielen nutzen. Ok, warum nicht. Mittlerweile dürfte es kein Spiel aus der Offline-Welt geben, dass nicht auch ein Online-Pendant hat. Wo finden? Beispielsweise auf Webseiten wie luckynuggetcasino.com/de. Die Auswahl reicht von digitalen Versionen der traditionellen Tischspiele wie Poker, Blackjack bis zum Roulette – und wer will, kann sogar um Geld spielen.

Verbindung zur Welt

Wer gerade in einer fremden Stadt ist und Infos übers Internet abrufen will, greift auf Apps zu wie Hotspot Finder. Das gilt vor allem für Reisende, die im Ausland unterwegs sind und sich hohe Roaming-Gebühren sparen wollen. Einige Hotspot-Finder-Apps bieten sogar Offline-Datenbanken an, die alle WLAN-Hotspots am jeweiligen Standort auflisten. Für Bahnreisende gibt es Wi-Fi Hotspots in vielen Zügen.

Na ja, noch ein Rat zum Schluss: Wer gerade am Steuer sitzt, sollte sich das Benutzen seines Mobilfunkgeräts besser verkneifen.

Bon voyage!

Weiterführende Links:

 




50plus-Blogger Deutschlands vereinigt euch!

Alt gleich internetphob? Diese Assoziation stimmt längst nicht mehr. Die 50plus-Generation ist mit Computer und Internet aufgewachsen, war sogar maßgeblich beim Ausbau dabei. Warum sollen wir – ja ich gehöre schließlich dazu – uns selbst ausschließen. Das Gegenteil muss passieren – und es passiert ja gerade. Unsere Generation lotet die Möglichkeiten aus, die Internet und Social Media bieten. Blogs sind ein wichtiger Stein in diesem Mosaik.

Das haben Uschi Ronnenberg (www.ichtuwasichkann.de ) und Maria Al-Mana (www.unruhewerk.de ), selbst über 50 und Bloggerinnen, erkannt und gründeten im Februar 2016 die Plattform www.blogs50plus.de .

Ohne kommerzielle Hintergedanken. Einfach, weil sie finden, dass ältere Menschen noch viel zu selten mit ihrer eignen Stimme gehört werden, dass sie im Netz sichtbarer und besser auffindbar sein sollten.

So beschreiben sie selbst, was sie antrieb und antreibt:

Da unsere Gesellschaft  immer älter wird, ist es logisch, dass Menschen mit über 50 verstärkt auch im Internet aktiv sind. Doch, wo tun sie das? Was beschäftigt sie? Wie sehen sie sich selbst im Netz? Darüber gab es bislang nicht allzu viele Informationen. Dabei könnte es ganz einfach sein, sich zu informieren. Zunehmend mehr ältere Menschen haben es nämlich satt, dass nur ÜBER sie geschrieben wird. Und melden sich verstärkt selbst zu Wort, in Blogs zum Beispiel. Dabei ist – von vielen noch weitgehend unbemerkt – ein erstaunlich buntes Spektrum entstanden. Die Themenvielfalt der 50plus-Blogger ist immens, sie reicht von Abenteuer- und Segel-Touren über „törichte Weiber“ oder den „alten Eros Tod“ bis zu Foto-, Food- und Modeblogs, von alternativen Wohnformen, Coaching- und Mutmach-Angeboten, „Partnerschaft und Erotik“ oder den „beruflichen Neustart mit 50plus“, Regionales, Finanzen und den (Vor-)Ruhestand bis zu Themen wie „Mayaspirit“ oder „schmerzfrei durch Ernährung“, Weltreisen, Bewerbungsgespräche, Do-it-yourself-Anregungen, Genusstipps, die „Alchemie der Kunst“ und noch vieles mehr.

Da ist viel Persönliches dabei, viel Humor, Information und Nachdenkenswertes. Das Wichtigste aber ist: Alle, die da schreiben, sind selbst mindestens 50 Jahre alt. Oder älter. Und wissen ganz genau, wovon sie berichten.

Interaktion und Herzblut

Klein Blabla, kein Beauty-Contest, keine Selbstbeweihräucherung – die 50plus-Blogs sind meist professionell gestaltet. Da ist Euphorie zu spüren, sie sind mit Herzblut geschrieben und wirken authentisch, unverstellt und kommunikativ.

Die Interaktion über Kommentare wird ernst genommen. Denn Menschen über 50 haben in ihren Blogs wirklich etwas zu erzählen – das ist ihr wichtigster Beweggrund, um überhaupt einen Blog zu betreiben.

Es dürfte klar sein, dass Nutzer, die sich für Themen, Positionen, das Selbstverständnis und die Fragen älterer Menschen im Netz interessieren, auf dieser Sammelseite eine gute Quelle für Inspiration und Information finden.

Allerdings: Sie waren bisher im Netz nicht leicht zu finden. Viele 50plus-Blogger wollen sich nämlich ungern über ihr Alter definieren, es gar deutlich sichtbar schon im Blognamen kommunizieren. Dieses Verhalten ist verständlich, denn den meisten 50plus-Bloggern geht es in erster Linie um ihre Inhalte, nicht um das eigene Alter. Und sie schreiben für alle am Thema Interessierten, nicht nur für Gleichaltrige.

Die Suche hat ein Ende

Uschi Ronnenberg und Maria Al-Mana finden, dass ältere Menschen noch viel zu selten mit ihrer eignen Stimme gehört werden, dass sie im Netz sichtbarer und besser auffindbar sein sollten. In vier Wochen wurde dort jetzt bereits der 50. Blog gelistet – wir haben zwar keinen Pries ausgeschrieben, trotzdem: Glückwunsch an die Draufgängerin, du bist die 50., die sich eingetragen hat. Womit das Konzept klar aufgeht: 50plus-Blogger sind sehr aktiv, haben etwas zu sagen. Und wollen gesehen werden. (Übrigens, mittlerweile sind es bereits deutlich mehr als 50 Blogger).

Eintragen und dabei sein

Alle, die über 50 sind, kein Geheimnis daraus machen wollen und bloggen, können sich kostenfrei in das Portal eintragen. Die Selbstbeschreibung des Blogs liefern die Blogbetreiber in eignen Worten. Danach erscheinen die jeweils neusten Blogbeiträge immer in der Rubrik „live“, ohne dass man dafür eigens aktiv werden müsste – automatisch stets aktuell.

Das Portal www.blogs50plus.de bietet eine Menge Zusatzinformationen: So lässt sich beispielsweise auf einen Blick feststellen, für welche Themen sich ältere Blogger am meisten interessieren. Momentan führend sind die Themen Coaching/Lebenshilfe, Persönliches und Reisen/Unterwegssein. Doch das kann sich ganz schnell ändern. Denn weitere Blogeinträge sind erwünscht – und kommen ständig neu dazu.

Uschi Ronnenberg hat die Seite eingerichtet und betreut sie technisch, Maria Al-Mana liefert die Texte für das „Drumrum“.

Vielfältig und humorvoll

Die Namen der bereits eingetragenen Blogs sprechen eine deutliche Sprache. Einige Beispiele: „Älterwerden ist nichts für Feiglinge“, „Sweet Sixty“, „jung genug für alles“, „VielFalten“, „über 50 ist nicht beige“ oder „Törichtes Weib – das Leben geht weiter“. Klar: Humor ist bei vielen 50plus-Blogs mit im Spiel. Aber auch oft Nachdenkliches, Ungeschöntes, Unbequemes. Und: Momentan bloggen mehr über 50-jährige Frauen als Männer – zu denen auch ich gehöre.

 




Beste Linksammlung rund ums Thema Ruhestand

Links sind das A&O des Web, deswegen dürfen sie auch auf dieser Seite nicht fehlen. Nach Monaten des Sammelns und Auswertens bietet Vorunruhestand.de sicher die umfangreichste Linksammlung zum Thema Vorruhestand, Rente und Altern. Die Sammlung wächst permanent und enthält allein mehr als hundert Links zu Seiten und Blogs rund um Rente und Vorruhestand sowie Best Aging, eineinhalb Dutzend Links zu Pension und Beamtenversorgung, ein halbes Dutzend Links zum Thema Rabatte für Rentner, ebenso viele Links zum Thema Gesundheit, mehr als ein Dutzend Links zu Themen wie Geld und Finanzen sowie Links zu Reiseseiten.

Ferner enthält die Linksammlung ausländische Adresse aus Österreich, der Schweiz, Großbritannien, Frankreich, den USA und Australien.

Das Thema wird immer wichtiger, denn in den kommenden Jahren werden viele in diese Phase hineinrutschen und sich zwangsläufig mit dem Übergang vom aktiven Berufsleben in die Rente beschäftigen, beschäftigen müssen.

Dafür braucht es Inspiration, Anregung und Information – genau das soll diese Linksammlung bieten.

Viel Spaß beim Stöbern – und das ist nur der Anfang: Da folgen noch mehr. Für Hinweise bin ich offen. Es wäre übrigens schön, wenn die Webmaster dieser Seiten einen Back-Link auf vorunruhestand.de setzen würden.