Was ist das Besondere an einer Kreuzfahrt?

Kreuzfahrten liegen im Trend. Obwohl weniger als drei Prozent aller Deutschen schon einmal auf Kreuzfahrt waren, zählt eine Seereise für viele in die Kategorie „Traumurlaub“. Zu Recht, wie Gastautor Franz Neumeier meint. Er beschäftigt sich als freier Reisejournalist und Blogger (www.cruisetricks.de) seit rund acht Jahren hauptberuflich mit Kreuzfahrten.

Franz Neumeier sagt: „Man übersieht viel zu leicht die vielen, mehr oder weniger versteckten Vorteile einer Kreuzfahrt gegenüber Pauschalreisen an Land.“ Die wichtigsten Vorteile hat er hier zusammengestellt.

Vorteile einer Kreuzfahrt

  • Hotel immer dabei
    Der auffälligste Vorteil –  das Hotel ist immer dabei. Der Kreuzfahrer verschwendet bei einer Rundreise keine Zeit mit langen Busfahrten; das Kreuzfahrtschiff fährt über Nacht zu nächsten Hafen, während man Abendessen und Entertainment an Bord genießt beziehungsweise in einem bequemen Bett schläft. Dadurch entfällt natürlich auch das täglichen Ein- und Auspacken und das Schleppen der Koffer wie sonst auf einer Rundreise.
  • Qualität des Essens
    Die Qualität des Essens ist auch an Bord von eher günstigen Kreuzfahrtschiffen auf einem recht hohen Niveau. Wirklich böse Überraschungen gibt es da nicht. Meist ist das Essen sogar exzellent. Essen in den meisten Bordrestaurants ist im Reisepreis schon inklusive, das abendliche Entertainment ebenso. Bei einem Urlaub an Land kostet das oft zumindest teilweise extra.
  • Einheitlicher Preis
    Doch schon vor der Reise gibt es einen gravierenden Vorteil –  ein und dieselbe Kreuzfahrt kostet überall das gleiche, egal wo sie der Kreuzfahrtfan bucht. Die Reedereien haben aktuelle Tagespreise – ganz ähnlich wie Fluggesellschaften. Und diesen Preis zahlt zu diesem Zeitpunkt jeder, egal wo er bucht. Das bedeutet natürlich nicht, dass die Preise nicht erheblich über die Zeit schwanken, dann aber eben überall gleich. Ausnahme sind besondere Kontingente und Paket-Angebote von Reiseveranstaltern, die in der Kombination mit zusätzlichen Leistungen eventuell auch andere Preise haben. Aber grundsätzlich gilt: Man kann sich in aller Ruhe in einem versierten Reisebüro beraten lassen und dort buchen, weil es auch da inklusive des Beratungsservices nicht teurer ist.
  • Vorab detaillierte Infos
    Vor allem im Vergleich zu Pauschalurlaub an Land haben Kreuzfahrten ein paar weitere, besondere Vorteile. Diverse Ärgernisse, die bei Landurlauben recht häufig vorkommen, sind in der Kreuzfahrt nahezu unbekannt. Blumige Katalogsprache gibt es zwar auch in der Kreuzfahrt, aber nur in sehr begrenztem Maße. Das liegt auch daran, dass sich jeder Kreuzfahrtschiffe online vorab in allen Details ansehen kann. Es gibt detaillierte Fotos aller Bereiche des Schiff und aller Kabinen-Typen, oft auch Videos oder 360-Grad-Panorama-Bilder. Anders als in Hotels kann man hier schon bei der Buchung die exakte Kabinennummer auswählen und am Deckplan die genaue Lage feststellen. Man weiß also exakt, welche Kabine man bekommt.
  • „Hotel“ steht fest
    Auch das „Hotel“ steht fest. In der Kreuzfahrt kommt es nahezu nie vor, dass statt des gebuchten Schiffs ein ganz anderes eingesetzt wird. An Land kann es dagegen schon vorkommen, dass man mit einem angeblich „gleichwertigen“ Ersatzhotel vorlieb nehmen muss. Tolles Hotel aber gleich nebenan eine Großbaustelle? Oder eine lebhafte Gegend mit Open-Air-Disko bis morgens um vier Uhr? Das Schlimmste, was einem in dieser Richtung am Kreuzfahrtschiff passieren kann ist ein wenig Lärm im Hafen, wenn das Schiff in der Nähe eines Container-Terminals anlegt. Nachts ist dennoch Ruhe, denn da sind Kreuzfahrtschiffe typischerweise auf See, weit weg von Lärmquellen jeglicher Art.
  • Gut für Nichtraucher
    Kreuzfahrtschiffe sind nahezu rauchfrei. Schon aus Brandschutzgründen darf an Bord nur an wenigen Orten geraucht werden. Besonders auf amerikanischen Schiffen ist Rauchen nur an sehr wenigen Plätzen auf den Außendecks erlaubt. Deutsche Reedereien sind etwas weniger restriktiv. Generell nicht geraucht werden darf in den Kabinen – die Gefahr, als Nichtraucher in eine verrauchte Kabinen zu kommen, wie das in Hotels an Land manchmal passiert, besteht hier also nicht.
  • Frei von Ungeziefer
    Kakerlaken unter der Minibar, Geckos an der Zimmerdecke, eine Ameisenstraße durchs Schlafzimmer oder eine Mückenplage an Balkon sind auf Kreuzfahrtschiffen undenkbar. Dafür hat Hygiene und Sauberkeit auf Kreuzfahrtschiffen generell einen zu hohen Stellenwert. Und tierischer Besuch hat ohnehin kaum eine Chance auf See.
  • Gut für heiße Länder
    Die Qualität der Klimaanlagen ist – vor allem auf neueren Schiffen – exzellent, die Geräuschentwicklung sehr niedrig. Am liebsten würden viele natürlich ganz auf Klimaanlagen verzichten, aber auf Kreuzfahrt bleibt einem wenigstens die böse Überraschung einer rasselnden, lärmenden, schlafraubenden Anlage erspart.

Drei wichtige Besonderheiten

Bei allen Vorteilen gibt es auf einer Kreuzfahrt aber doch drei Dinge zu beachten, die etwas anders gehandhabt werden als an Land:

  • Auslandskrankenversicherung
    Eine Auslandskrankenversicherung ist ein absolutes Muss, denn auch bei Kreuzfahrten innerhalb Europas zahlt die gesetzliche Krankenversicherung für Behandlungen an Bord nicht. Die Schiffe fahren unter Flaggen wie denen von Malta, Italien, Bahamas, Bermudas oder Panama – entsprechend gilt das Recht dieser Länder. Und die Ärzte an Bord rechnen prinzipiell privat ab.
  • Telefonieren an Bord
    Telefonieren an Bord kann richtig teuer werden – auch in europäischen Gewässern. Denn das Mobilfunknetz an Bord läuft über Satellitenverbindungen. Auf See sollten Kreuzfahrer das Handy also am besten auf Flugmodus stellen.
  • Trinkgelder oft automatisiert
    Und Trinkgelder – ein ewiges Dauerstreitthema – werden bei den meisten Reedereien recht deutlich und in nicht unerheblicher Höhe eingefordert. Kann der Gast bei einem Landurlaub schon mal das Trinkgeld fürs Zimmermädchen „vergessen“, buchen insbesondere die internationalen Reedereien einen empfohlenen Betrag von rund zehn Euro pro Person und Tag einfach gleich automatisch vom Bordkonto ab. Wer nicht zahlen will, muss aktiv widersprechen. Tipp: Trinkgeld von Anfang an im Reisebudget einplanen und sich nicht weiter darüber aufregen. Wer dem entgehen will, bucht beispielsweise bei AIDA oder TUI Cruises, wo das bereits im (entsprechend höheren) Reisepreis enthalten ist.

Na dann, bleibt nur „bon voyage“ zu wünschen – also viel Spaß und gute Reise.

Fotos: Franz Neumeier/cruisetricks.de

Franz Neumeier hat sich im Dezember 2009 als freier Reisejournalist selbständig gemacht und auf Kreuzfahrten-Themen spezialisiert. Er schreibt nicht nur für cruisetricks.de, sondern vor allem auch regelmäßig für deutsche Zeitschriften und Tageszeitungen mit Veröffentlichungen unter anderem in der ZEIT (Kreuzfahrtbeilage), BUNTE, touristik aktuell und im Kreuzfahrt Guide mit insgesamt bereits über 300 Veröffentlichungen seit Ende 2009.




Wo lebt sich’s am besten als Rentner im Ausland?

Wo lebt sich’s am besten für Rentner im Ausland? In der Frage hilft der Global Age Watch Index weiter. Danach geht es Rentner und Senioren in der Schweiz, in Norwegen, Schweden – und in Deutschland am besten, gefolgt von Kanada, den Niederlanden, Island und Japan. Die USA sind nur auf Platz neun, Großbritannien auf Platz zehn. Am schlechtesten geht es Rentnern in Pakistan, Mozambique und Malawi. Absolutes Schlusslicht ist Afghanistan.

Ok, das ist das eine. Gerade die Schweiz und Norwegen sind geprägt von hohen Lebenshaltungskosten – da kann schon mal der eine oder andere Rentner auf die Idee kommen, mit seiner Rente in günstigere Länder auszuweichen. Das gilt natürlich auch für Deutschland. Klingt ja auch verlockend – gerade im Süden ist es wärmer als in heimischen Gefilden und meist auch billiger. Aber stimmt das wirklich?

Was beim Auswandern ins Ausland zu bedenken ist

Rentner, die allerdings ihre Rente im Ausland genießen will, sollte einiges bedenken, wie gerade der Fall Thailand zeigt. Das Land verlangt von Rentnern, die dort leben wollen einen Nachweis, dass 65 000 Bath monatlich eingehen. Das entspricht aktuell (Stand 23. Juni 2017) 1710 Euro. Problem ist der schwächelnde Euro. Falls diese Entwicklung weitergeht, erhöht sich das schnell auf 1800 Euro. Machen wir uns nichts vor, die Geldvermehr-Arie von Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) wird dafür sorgen, dass der Euro gegenüber anderen Währungen an Wert verliert.

Ferner verlangt Thailand für ein Retirement Visa ein Bankguthaben von 800 000 Baht – nach heutigem Stand mehr als 21 000 Euro. „Damit möchte Thailand sicherstellen, dass Rentner den Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln bestreiten können und nicht dem thailändischen Staat zur Last fallen“, schreibt Rainer Hellstern in seinem Buch „Rente im Ausland“. Wer mehr über die Voraussetzung wissen will, informiert sich am besten auf den Seiten der thailändischen Botschaft.

Hellsterns Buch ist fast so eine Art Bibel für auswanderungswillige Rentner. Deswegen lohnt sich mehr als nur ein Blick in das 204-Seiten starke Werk, das übrigens von seinem Blog Auswandern-Handbuch begleitet wird. Er geht auf die Gründe ein, warum manche Rentner auswandern wollen. Er dringt bis zu den Feinheiten des deutschen Sozialversicherungsrechts vor und klärt über den Geldtransfer ins Ausland auf. Das gilt auch für Thailand, wie er auch auf seinem Blog schreibt.

Die Rentenzahlung nach Thailand ist ohne Probleme möglich. Die Deutsche Rentenversicherung überweist die monatliche Rente auf das gewünschte Konto in Thailand. Bei der Auslandsüberweisung können allerdings hohe Verluste durch Bankgebühren und Währungsumrechnungen entstehen. Diese gehen immer zulasten des Rentenempfängers und werden nicht von der Rentenversicherung übernommen! Doch es gibt einfache Möglichkeiten mit kleinen Tricks die Bankgebühren zu reduzieren. Mehr zum Thema Rentenzahlung ins Ausland.

Mehr Wunsch als Wirklichkeit

Er warnt auswanderungswilligen Rentnern, sich zu vergegenwärtigen, dass „die Realität nicht immer hält, was die Träume versprachen“. Er rät, sich keinen fremden Menschen anzuvertrauen, weil viele es nur auf das Geld der Rentner abgesehen haben. Vorsicht sei vor allem beim Kauf von Immobilien angebracht.

Was sein Buch besonders lesenswert macht, ist der Länderteil. Hellstern geht auf die USA ein, auf die Schweiz, auf Österreich, Spanien, Frankreich, Thailand, die Türkei, Kambodscha, die Philippinen – und zwar was Lebenshaltungskosten, Klima, Entfernung, Sprache, medizinische Versorgung, Umzug und Visum betrifft

Am Ende des Buch erwähnt er auch die „Pflege im Ausland“: was kostet sie, wer übernimmt die Kosten, wie findet man ein gutes Pflegeheim? Die Schweizer Zeitung „Blick“ über den „Lebensabend unter Palmen“ von Schweizern in Thailand. Die Zahl der Schweizer Rentner in Thailand habe sich in den letzten Jahren vervielfacht. „2505 AHV-Bezüger gaben im Jahr 2015 Thailand als Wohnsitz an – fast fünfmal mehr als ein Jahrzehnt davor“, so „Blick“. Auffällig beliebt sei Thailand bei den Herren: von den aktuell 2505 Schweizer Thailand-Rentnern seien nur 444 Frauen.

Wie das Beispiel Thailand zeigt, ändern sich die Bestimmungen und Verhältnisse. Deswegen sollten auswanderungswillige Rentner auch in dieses Kapital schauen. Es listet auf sieben Seiten weitere Informationsquellen auf.

Nach der Lektüre des Buchs relativiert sich wahrscheinlich einiges – das ist Hellstern zugute zu halten. Er geht fundiert auf Sonnen- und Schattenseite ein und warnt vor den Tücken. Also unbedingt reinschauen – und dann erst planen.

Vielleicht ist sinnvoll, das Auswandern einfach einmal zu proben und im Süden zu überwintern. Auch dafür hat Hellstein auf seinem Blog einige wertvolle Hinweise und Tipps.

Als Rentner in die Türkei? Na ja, im Moment ist das wohl eher nicht so empfehlenswert. Dazu ein Video von Phoenix – aus Zeiten vor dem Umsturzversuch. Heute sieht die Lage allerdings anders aus.

Die Bundesregierung hat die die Reise- und Sicherheitshinweise für das Land verschärft. So warnte Außenminister Sigmar Gabriel deutsche Unternehmen wegen mangelnder Rechtssicherheit vor Investitionen in der Türkei. Wer etwas Unliebsames sagt oder schreibt, muss fürchten, ins Gefängnis zu wandern. Nicht nur die deutsch-türkische Journalistin Meşale Tolu ist wegen des Verdachts auf „Propaganda für eine terroristischen Organisation“ und „Mitgliedschaft einer terroristischen Vereinigung“ in der Türkei verhaftet worden. Auch der „Welt“-Journalist Deniz Yücel sitzt im Gefängnis. Vor kurzem wurde der deutsche Menschenrechtler Peter Steudtner verhaftet. Dabei wird es nicht bleiben – der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sieht offensichtlich Deutsche als Geiseln, für die Auslieferung von Türken, die in Deutschland leben. Je mehr er in der Hand hat, desto größer sein Hebel. Es dürfte sich von selbst verstehen, dass die Türkei kein Land für Rentner ist, in das sie auswandern könnten.

Wer dennoch als Deutscher in die Türkei fährt, sollte sich unbedingt in die sogenannte Krisenvorsorgelisten eintragen (Internet-Adresse: elefand.diplo.de). Dort können Daten wie Reisepass-Nummer oder die Kontaktdaten von Angehörigen hinterlegt werden. Wenn etwas passiert, haben die Behörden so schnell die Daten zur Verfügung.

Und noch eins – am besten auf Diskussionen über Politik verzichten und sich so weit wie möglich heraushalten.

Mittlerweile sind mehr als 50 Deutsche oder Türken mit deutschem Pass in der Türkei inhaftiert. Mittlerweile sind Gegner der Türkei selbst in Spanien nicht mehr sicher – Erdogans Arm reicht weit. Die Türkei hat den deutschen Schriftsteller Dogan Akhanli in Spanien festnehmen lassen. Dogan Akhanli war schon vor mehr als 25 Jahren aus der Türkei geflogen und ist längst deutscher Staatsbürger. Trotzdem hat die spanische Polizei den kritischen Schriftsteller im Urlaub festgenommen – auf Ersuchen der türkischen Behörden. Ende August 2017 durfte er dann wieder unbehelligt nach Deutschland zurückkehren.

Interessant scheint aus Rentensicht auch Neuseeland zu sein, wie Christine Brunner auf ihrem Blog „Kiwifinch“ berichtet. Die Rente ist allerdings vergleichsweise niedrig, dafür aber steuerfreie – und jeder bekommt die „Superannuation“, sprich Grundsicherung, für die niemand Beiträge zahlen muss, weil sie aus den Steuern finanziert werden. Das heißt, es bleibt den Kiwis genug Geld übrig, um fürs Alter vorzusorgen. Allerdings bekommen nur echte Kiwis eine neuseeländische Rente, das heißt, der Rentenbezug ist an gewisse Bedingungen geknüpft wie die neuseeländische Staatsbürgerschaft und ein ausreichend langes Leben vor der Rente in Neuseeland.

Wie wäre es mit Malta?

Interessant erscheint auch Malta. Die Republik Malta („Repubblika ta‘ Malta“) ist 316 Quadratkilometer groß, was in etwa der Fläche des Stadtstaats Bremen entspricht. Auf Malta leben rund 430 000 Menschen. Damit sind die Inseln – Gozo gehört auch dazu – ziemlich dicht bewohnt. Auf Malta wird maltesisch und englisch gesprochen. Malta ist seit 1964 unabhängig, seit 2004 gehört es der Europäischen Union an und seit 2008 ist der Euro offizielles Zahlungsmittel. Die Inselgruppe liegt rund 90 km südlich von Sizilien. Was Malta besonders attraktiv für Ruheständler macht: das Klima. Denn auf den Inseln scheint die Sonne an 320 Tagen im Jahr. Dazu kommt noch die Kultur: Malta hat neun Weltkulturerbe-Stätten. Als Ex-Kron-Kolonie der Briten wird in Malta links gefahren. Es gibt auf Malta gute Busverbindungen und günstige Fährverbindungen zu den Inseln Gozo und Comino. Wer mehr über Einreisebestimmung, Gesundheitssystem und Wirtschaft wissen will, ist am besten auf der Seite von Internationalliving aufgehoben.

Wie wäre es mit der Ukraine?

„Die Ukraine wird für Wirtschaftsflüchtlinge aus Österreich immer attraktiver, also für Pensionisten, die sich eine billigere Heimat suchen müssen“, schreibt die „Wiener Zeitung“. Claudia Aigner hat eine witzige Glosse („Mei private Altersvorsorge is a Flugticket nach Odessa“) zu dem Thema geschrieben, die endet mit: „Die österreichische Bevölkerung wird also doch nicht überaltern. Dafür vermutlich die ukrainische. Und die Rumänen und Bulgaren sollten sich auch schön langsam auf die Flüchtlingswelle vorbereiten. Und anfangen, Altersheime zu bauen. He, hoffentlich werden die Pensionen für Auslandsösterreicher nicht irgendwann an die Lebenshaltungskosten im jeweiligen Gastland angepasst. Wär blöd.“

Wie wäre es mit Bulgarien?

Immer mehr Deutsche können „37°“ zufolge im Rentenalter ihren Lebensstandard nicht mehr halten. 37°“ porträtiert Senioren, die sich an Bulgariens Schwarzmeerküste niedergelassen haben. Bei Maria, Hildegard und Waldemar, die jetzt schon in Bulgarien sind, wird es nicht bleiben. Schon in wenigen Jahren rutscht jeder zweite Rentner unterhalb die Armutsgrenze. Das gilt vor allem für alleinstehende Frauen.

Sie werden sich häufiger als bisher nach einer billigen Bleibe im Ausland umsehen, gezwungener Maßen. Und da kommt Bulgarien ins Spiel. In dem osteuropäischen Land kostet der Lebensunterhalt deutlich weniger. 37° hat vier Rentner begleitet, die ihren Ruhestand in Bulgarien verbringen und versuchen, ihren Alltag in der Fremde zu meistern. Wie kommen sie mit der Sprache zurecht? Was ist in Bulgarien für sie anders als in Deutschland? War es richtig, hierher zu kommen?

ZDF Reportage 37 Grad

 

 

Simple Pleasures And A Home For $32,000 In Southern Italy„, schreibt International Living. Valerie Fortney Schneider beschreibt ihre Erfahrung mit dem Kauf einer Villa in Süditalien. „Making the decision to transplant ourselves to Italy was easy. Making the move itself was painless. Making ourselves at home was smooth and immediate. We have a feeling of belonging that we’ve not known anywhere else, extraordinarily generous neighbors, and a whole village to greet us with a friendly buongiorno (good morning) when we go for our morning caffe.“ Sie lebt in einem kleinen Weiler in der Provinz Potenza, in der Basilicata. Die Italiener am Ort machen ihre Salsa selbst und ihren Wein, produzieren Feigen und Birnen, Bohnen und Tomaten. Sie zahlte 32 000 Dollar für ihr Haus, eine kleine 300 Jahre alte Casa. Die Lebenshaltungskosten sind vergleichsweise niedrig, so Valerie Fortney Schneider. Umgerechnet einen Dollar für einen Espresso, 60 US-Cent für eine Packung Nudeln und einen Korb voll Gemüse für weniger als fünf Dollar.

Wie wäre es mit Frankreich?

Laut Hellstern ist Frankreich das fünftbeliebteste Zielland für deutsche Rentner. „Savoir vivre“, französische Lebensart ist das Zauberwort. Aber Vorsicht, die Lebenshaltungskosten sind teilweise deutlich höher als hierzulande. Eine Kugel Eis kostet locker mal 2,50 bis drei Euro, wogegen hierzulande die Kugel schon für 1,20 Euro zu haben ist. Wer Bier liebt, ist in Frankreich Fehl am Platz. Ein Weißbier kostet in Toulouse beispielsweise sieben Euro, selbst im vergleichsweise teuren München zahlt ein Biertrinker dafür 3,50 bis vier Euro – als rund die Hälfte. Wer seinen Ruhestand im Nachbarland verbringen will, sollte etwas Geld mitbringen. Was die Kosten für Immobilien betrifft, so kommt es sehr darauf an, wo ein Rentner residieren will – an der Côte d‘Azur kostet eine Wohnung ähnlich viel wie in München. Im Hinterland oder im Süden Richtung Perpignan wird’s dann deutlich billiger. Eine Immobilie in Paris erscheint unerschwinglich, zumindest für Normalverdiener. Paris gilt laut Hellstern als die zweit teuerste Stadt der Welt. Das gilt übrigens auch für die Lebenshaltungskosten. Ein Espresso kann locker mal 4,50 Euro kosten. Auch andere Lebensmittel sind teurer als in Deutschland. Dafür ist allerdings die Auswahl größer. Wer nach Frankreich reist und zurück, muss zudem, so er denn Autobahnen benutzt, Maut zahlen – und die schlägt kräftig zu Buche. Ein Wort zur Sprache: Wer nicht französisch spricht, hat in Frankreich schlechte Karten. „Viele Franzosen sprechen ungern eine andere Sprache als die eigene, selbst wenn sie es könnten“, bemerkt Hellstern treffend. Diese Erfahrung habe ich während meiner Tour de France ebenfalls gemacht. Wer also beabsichtigt, seinen Ruhestand in Frankreich zu verbringen, sollte unbedingt französisch lernen oder seine Schulkenntnisse auffrischen. Die Volkshochschulen bieten ortnah entsprechende Kurse an, beispielsweise die vhs Olching.

Was die medizinische Versorgung betrifft, so verlangt Frankreich einen hohen Eigenanteil. Die Krankenversicherung zahle nur 70 Prozent der Kosten für Arzt- und Zahnartzbehandlung, so Hellstern.

Was die Formalitäten betrifft, so ist laut Hellstern spätestens drei Monate nach dem Umzug eine Anmeldung oder ein Antrittsbesuch im Rathaus in Frankreich nötig. Wer den Termin versäume, müsse ein Bußgeld zahlen. Die Behörden wollen den Reisepass sehen, einen Miet- oder Kaufvertrag und vielleicht die letzte Stromrechnung. Aufenthaltserlaubnis brauchen Deutsche in Frankreich nicht.

Übrigens gibt es in Facebook eine Gruppe „Auswandern nach Frankreich“. Auf der Seite wohin-auswandern erfährt der auswanderungswillige Ruheständler ebenfalls etwas über Frankreich und das Leben dort.

Übrigens International Living hat auch einen Facebook-Account

Finanzen100 hat Rentendomizile untersucht und liefert acht Vorschläge: Dafür hat Finanzen100 Daten zur Lebensqualität und den Lebenshaltungskosten der Vergleichsseite Numbeo ausgewertet. Zu den acht Orten, wo schon tausend Euro pro Monat reichen, gehören:

  • Bursa in der Türkei
  • Mangalore in Indien
  • Prag in Tschechien
  • Kapstadt in Südafrika
  • Riad in Saudi-Arabien
  • Warschau in Polen
  • Monterrey in Mexiko
  • Sofia in Bulgarien

Und die „Welt am Sonntag“ hat analysiert, „wo deutsche Rentner am meisten für ihr Geld bekommen – und gleichzeitig am besten leben.“ Dabei flossen die Lebenshaltungskosten zu 50 Prozent in die Analyse mit ein, die restlichen 50 Prozent werden von der medizinischen Versorgung, der Kriminalitätsrate und der Korruption beeinflusst. So berechnete die „Welt am Sonntag“ einen Index der besten Länder für Rentner. Das Ergebnis weicht deutlich von dem bisherigen Auswanderverhalten der Rentner ab. Was kam dabei heraus?

Die besten Länder für Rentner

  1. Polen
  2. Tschechien 
  3. Ungarn
  4. Österreich
  5. Spanien

Das sind aber nicht die Länder, in die deutsche Rentner normalerweise gerne auswandern. Die Top fünf waren 2016:

Beliebtesten Länder bei Rentner 2016

1. Schweiz

2. USA

3. Österreich

4. Spanien

5. Frankreich

Nützliche Links:




Tag 27 meiner Tour de France

Tag 27 meiner Tour de France – was ist ein Brückenkanal? Auch eine Kanalbrücke. Ein Brückenkanal ist eine Brücke, über die ein Kanal fließt – und diese Kanalbrücke spannt sich über die Garonne und die Autobahn. Die französischen Wasserbauingenieure können mit Recht stolz auf diesen Abschnitt des Canal de Garonne sein. Als ich mein Rad über den Brückenkanal schiebe, spricht mich eine Gruppe älterer Herren an. Ob ich den von weit herkomme und ob ich schon so etwas gesehen habe. „De Munich“, antworte ich – und „non“. Ja der Pont-canal d’Agen sei der Stolz der Ingenieure. Offensichtlich wurde der Brückenkanal auch gerade renoviert, denn die Wege sind neu, die Brüstung poliert. „Fierté des Ingenieurs“, meint einer der Herren. Vielleicht ein paar Fakten: Der Brückenkanal oder die Kanalbrücke ist 539 Meter lang – und der Kanal selbst hat eine Tiefe von 2,70 Meter. Seit 1849 befahren Schiffe den Kanal – also schon eine ganze Weile. Imposant der Bau.

Übernachten in Marmande

Auch heute radle ich den ganzen Tag am Kanal entlang – und beschließe am Mittag, die Etappe etwas kürzer zu halten. Nach dem Essen logge ich mich bei Tripadvisor ein und suche nach Hotels in Marmande. Ich lande schließlich bei Ibis Budget, auch mein Reisebudget etwas zu schonen. Die Nacht kostet 53 Euro, ohne Frühstück. Das Hotel liegt etwas außerhalb von Marmande – aber ich habe ja das Rad dabei und bin schnell in der Stadtmitte.

Wenig Interesse an Deutschland

Im Laufe des Tages erfahre ich, dass Altbundeskanzler Helmut Kohl im Alter von 87 Jahren gestorben ist. Die deutschen Medien bringen Sondersendungen und die Zeitungen füllen sich mit Nachrufen auf den „Kanzler der Einheit“. Ich schalte den Fernseher im Hotelzimmer ein in der Hoffnung etwas aus den französischen Nachrichten zu erfahren: „rien“. Nichts. Für die Franzosen ist das keine Nachricht. Auch am Morgen danach kommt Kohl erst an vierter Stelle vor. Hauptmeldung ist die Hitze im Süden. In Marseille hat es 35 Grad. Anschließend geht es um die Parlamentswahlen – am Sonntag ist ja der zweite Gang. Die Nachricht über Kohls Tod fällt auch ziemlich kurz aus. Offensichtlich interessieren sich die französischen Medien nicht sonderlich dafür, was im Nachbarland passiert.

Bonne journée et à demain!




Tag 26 meiner Tour de France

Tag 26 meiner Tour de France – eigentlich wollte ich etwas über den Canal du Midi schreiben und über den Canal de la Garonne. Aber dann drängte sich doch etwas Anderes in den Vordergrund. Alors, ganz langsam. Es geht um Schnecken – Escargots à la Bourguignonne, Schnecken nach Burgunder-Art. Et bien, werden viele sagen, ist ja nichts besonderes in Frankreich. Das Besondere daran, sie fallen mir auf als ich bei Aldi einkaufen. Sie liegen in der Tiefkühltheke und winken mir zu. Ich hätte ja vieles bei Aldi in Frankreich – übrigens Aldi Nord – erwartet, aber nicht Schnecken.

Schnecken à la Bourguignonne

Warum ich überhaupt bei Aldi einkaufen? Nun, das Hotel Balladins hat kein Restaurant. Ich werde verwiesen auf die Pizza-Bude gegenüber oder den Bäcker nebenan, der auch Quiche bäckt und Sandwichs anbietet. Da Aldi aber genau auf der anderen Straßenseite liegt, gehe ich einkaufen – und somit stoße ich auf die Escargots à la Bourguignonne. Die Auswahl an Wein ist riesig – größer als bei Aldi in Deutschland. Neben den Schnecken warten auch Jakobsmuscheln darauf, gekauft zu werden. Selbst „Radler“ gibt es. Aber weil ich bereits schlechte Erfahrungen gemacht habe mt zusammen gepanschtem Radler, verzichte ich auf eine Wiederholung. Statt dessen nehme ich einen Cidre doux aus der Normandie mit, dazu Sandwiches, ein paar Radieschen, eine Tafel Schokolade und natürlich Mineralwasser – das alles für 12,60 Euro. Die Radieschen sind ein Reinfall, der Cidre super, die Schokolade geht so. Bei Sandwiches lässt sich nicht viel falsch machen. Also statt Restaurant heute mal Selbstverpflegung.

Écluse – Vokabel des Tages

Noch ein Wort zu meiner französischen Vokabel des Tages: Dieses Mal ist es „écluse“ – die Schleuse. Alle paar Kilometer wartet schon die nächste auf Bootfahrer, die sich anheben oder absenken lassen. Hundert Meter vor der Schleuse hängt über dem Kanal in Seil oder Plastikschlauch herunter, zwischen zwei Pfählen gespannt. Zieht der Kapitän oder die Begleiterin daran, wird die Schleuse freigegeben, so denn nicht gerade ein anderes Schiff in der Schleuse abgefertigt wird. Das kann dauern – aber Bootfahren auf dem Canal du Midi ist ja auch zur Entschleunigung gedacht.

Irgendwann wird’s langweilig

D’ailleurs – nach was zum Thema Kanal. Es geht flott voran, nur irgendwann wird’s langweilig. Die Landschaft wiederholt sich, die Velo-Piste führt meist schnurgerade am Kanal entlang zwischen Platanen-Alleen. Abwechslung bringen nur die Dörfer, die manchmal den Kanal säumen. Vorteil, ich spule einen Kilometer nach dem anderen herunter – und sammle im Laufe des Tages hundert Kilometer. Übernachte kurz vor Agen. Morgen geht es dann weiter Richtung Bordeaux.

 

Bonne nuit et à demain!




Tag 25 meiner Tour de France

Tag 25 meiner Tour de France – der Tag steht heute unter dem Motto „Canal du Midi“. Petra und Paul vom Coup de Coeur in Bram meinten ja, dass der Radweg ab Bram bis Villefranche wohl nicht so toll sei. Deswegen habe ich bis Castelnaudary die D33 genommen, die wenig befahren ist, da parallel dazu Autobahn und D6133 verlaufen. In Avignonet-Lauragais lenke ich dann zum Canal-du-Midi-Radweg, der ab hier seinen Namen verdient. 

Schwerer Abschied von Bram

Noch ein Wort zu meinen Gastgebern Petra und Paul. Sie haben sich rührend um mich gekümmert. Gern wäre ich noch einen Tag geblieben, aber ich habe ja versprochen, bis zum 30. Juni in Nantes zu sein – und das sind noch einige Kilometer. 

Immer am Kanal entlang

Wenn radeln Spaß macht, dann hier – entlang des Canal du Midi. Der Radweg verläuft parallel zum Kanal, meist von einer Platanen-Allee gesäumt. Selbst bei 35 Grad lässt es sich hier aushalten. An den Schleusen wartet gelegentlich ein Restaurant. An der Schleuse Gardouch konnte ich nicht einfach vorbei fahren. Das Restaurant liegt so malerisch direkt an der Anlage – und ich gönne mir ein Panaché, nein zwei. Es ist 11.45 Uhr – und noch zu früh für zum Essen. Das war ein Fehler, denn die nächsten Schleusen sind nicht bewirtschaftet. Also radle ich weiter bis Montgiscard, wo auf der gegenüberliegenden Seite eine Pizzeria winkt. 

Mittags nur Salat

Mittags nach ein paar Stunden radeln, kann ich nur was Leichtes essen – einen Salat de l’ecluse, sprich einen Schleusensalat. Das ist nichts weiter als ein gemischter Salat mit Schinken und Käse. Dazu ein Menthe à l’eau – das lässt sich so schön mit Wasser strecken. Ideal gegen den Durst. 

Tripadvisor sei Dank

Es ist Mittag und ich habe noch kein Hotel. Also suche ich bei Tripadvisor und finde ein Hotel in der Nähe des Bahnhofs, das Hotel aux Ambassadeurs. 

Noch 20 Kilometer bis Toulouse. Auch wenn der Radweg gut ausgebaut ist, ziehen sich die 20 Kilometer in die Länge. Ich habe ja schon 60 hinter mir. Der Radweg führt durch die Stadt, immer am Kanal entlang. Das erleichtert die Orientierung in der Stadt – und Toulouse ist doch etwas größer. Das Fahrrad-Navi weist mir dann die richtige Straße. Ich bin da – erschöpft und durchgeschwitzt. Erst eine Dusche, dann was trinken. 

 Ich habe noch genug Zeit, die Stadt zu erkunden – La viele rose, wie Toulouse auch heißt. Die Straßennamen sind hier zweisprachig – in französisch und spanisch. Während und nach dem spanischen Bürgerkrieg sind viele Spanier nach Toulouse geflüchtet. So bekam die Stadt ihren spanischen Flair – und ihre spanischen Straßennamen. 

Weißbier gegen Heimweh

Dank Uni und vieler Studenten ist Toulouse vergleichsweise jung – das spürt jeder, der durch die Straßen flaniert. Am Place de La Daurade, direkt am Ufer der Garonne, kommt so etwas wie Biergartenstimmung auf – viele trinken sogar Bier, aber es ist doch anders als in Bayern. Ganz abgesehen davon, dass das Bier das Doppelte kostet. In der Wiese haben sich viele Junge im Gras ausgebreitet – es riecht nach Hasch. Die anderen Gäste lassen sich aber nicht stören und verspeisen ihr „Assiette de La Dourade“ – so wie ich. 

Auf dem Rückweg sticht mir noch ein „Paulaner“-Schild ins Auge. Ich bekomme so ein bisschen Heimweh und ich lenke meine Schritte Richtung Bistro. Tatsächlich schenken sie Weißbier aus – ich kann nicht anders und bestelle mir ein Glas, Preis sieben Euro. 

Leicht sediert, strebe ich Richtung Hotel. 

 

Bonne nuit et à demain!




Tag 23 meiner Tour de France

Tag 23 meiner Tour de France – der Tag der Pannen. Der Blogbeitrag war annähernd fertig, da stürzt das Redaktionssystem Blogpad Pro ab. Na gut, das ganz nochmal – vielleicht vorab mit einem Hinweis auf Blogpad Pro. Das ist eine App, ein abgespecktes WordPress, mit dem ich meine Beiträge schreibe. Nicht ganz so komfortabel wie WordPress, aber für meinen Zweck ganz brauchbar. Bis jetzt ist es mir beispielsweise mit Blogpad Pro nicht gelungen, Tags zu integrieren. Das mit den Bildern ist auch längst nicht so intuitiv wie mit WordPress. Die Rechtschreibhilfe ist nicht ausgereift. Dafür ist es schnell – und insgesamt einfach zu bedienen. 

Tag der Pannen 

Aber zurück zu meinem Tag, der unter dem Motto Pannen steht. Kaum habe ich Barcarès verlassen, schon muss ich wieder stoppen, weil die Luft im Hinterreifen entweicht. Dabei hatte ich schon bei der Einfahr in den Campingplatz Tamaris in Barcarès einen Platten. Ok, hilft nichts – Satteltaschen abnehmen, Fahrad-Navi ausklinken und das Rad auf Lenker und Gepäckträger stellen. Schnellverlschluss lösen, Hinterrad herausheben und abstellen. Jetzt kommt der Mantelhebern ins Spiel – eigentlich die. Mit den beiden demontiere ich den Fahrradmäntel und ziehe den Fahrradschlauch ab. Ich habe zwei intakte Schläuche dabei und tausche den löchrigen aus. Mantel wieder einfädeln, kurz aufpumpen, Schlauch massieren, damit er sich nicht zwischen Mantel und Felge verklemmt – und aufpumpen in der Hoffnung, dass die Luft hält. Sie hält. Den Hinterreifen wieder einbauen, festschrauben, aufpumpen. Ich habe ja mittlerweile etwas Übung. Dann Fahrrad umdrehen und das Gepäck wieder einhängen. Obwohl ich routiniert bin, kostet mich die Panne doch eine halbe Stunde. Am herumliegenden Stroh wische ich mir die Hände ab. 

86 Kilometer und 1400 Höhenmeter

Vor mir liegen noch über 80 Kilometer und 1400 Höhenmeter. Also weiter. Ich will schließlich den Vormittag nützen, um möglichst weit zu kommen, denn der Wetterbericht hat für heute 35 Grad angesagt. Die ersten Kilometer laufen am Agly vorbei. Ich schnurre über den Radweg bis nach Rivesaltes. Der endet dort allerdings. ich bin gezwungen, wieder auf die Departemental auszuweichen. Es wird wärmer, Autos und LKWs rauschen an mir vorbei – ab und an auch ein Biker. 

Zu den Anstiegen kommt noch ein mehrseitiger Wind, der Tramontana, der Richtung Meer bläst. Hitze, Gegenwind und Steigung – ein übellauniges Trio, mit dem ich zu kämpfen haben. Es ist bereits Mittag – eigentlich sollte ich jetzt eine Pause einlegen. Maury, der Ort, den ich gerade passiere, zeigt sich an dem Montag eher abweisend. Also radle ich weiter nach St.-Paul-de-Fenouillet. Im Ort wartet schon ein schattiges Bistro – höchste Zeit für eine Pause. 

Menthe à l’eau als Durschlöscher

Ich bestelle Menthe à l’eau (Minzsirup mit Wasser), weil das am besten den Durst löscht – und ich habe wirklich Durst. Meine beiden Wasserflaschen sind bereits leer – da passen eineinhalb Liter rein. Ich bestelle mir einen Salade de Mer, etwas Leichtes. Nach Anstrengung brauche ich eher etwas Leichtes – am besten mit viel Salz. Salat ist ideal. Während des Essens reserviere ich gleich noch ein Zimmer in Quillan. In dem Moment weiß ich die Vorteile des Internet zu schätzen. Ich lasse mir die Wasserflaschen vom Wirt auffüllen – und weiter geht’s. 

Fairer Ausgleich am Abend

Der Aufstieg will nicht enden, die Straße führt hinauf zum Col Camperie, der ist zwar nur 534 Meter hoch, ich bin aber auch von null aus gestartet. Die Abfahrt nach dem Pass entschädigt für die Strapazen. Es geht kilometerweit an der Aude entlang an Felsen vorbei – bis nach Quillan. 

Ursprünglich wollte ich Hotel essen, da um 19 Uhr immer noch keine Gast im Lokal saß, entschließe ich mich, in die Stadt zu gehen. Tripadvisor empfiehlt die Pizzeria „La Galerie“. Der Abstecher hat sich auf alle Fälle gelohnt: Das Rinder-Carpaccio zergeht auf der Zunge, das Tatare Charollais ist ein Gedicht. Als Nachspeise habe ich für Tarte Citron entschieden – keine schlecht Wahl. 

Die Abfahrt der Aude entlang und das Abendessen entschädigen mich für den Pannentag.   

 

Bonne nuit et à demain!




Tag 21 meiner Tour de France

Tag 21 meiner Tour de France – zweiter Ruhetag und wieder kein weißer Punkt. Heute bleibe ich in Barcarès bei Nicole und Roger. Am Morgen verabschiede ich mich von meiner Tochter und meinem Schwiegersohn. Sie müssen am Montag wieder zurück sein in München. Nach dem gemeinsamen Frühstück brechen sie auf Richtung Jura. Alors, „bonne Route“.

Bergeweise Austernschalen

Ich fahre zusammen mit Nicole und Roger nach Leucate zum Austernzüchter. Im Ort reiht sich eine Bude neben die andere – überall werden Austern, Muscheln und Shrimps sowie Gambas verkauft. Am Ende der Budenreihe türmt sich ein mannshoher Berg auf, bestehend aus Austernschalen, zwischen Bojen und Netzen. Natürlich verkaufen die Austernzüchter nicht nur Austern, sondern laden gleichzeitig zur „Degustation“ ein. Das heißt, die Franzosen essen und trinken hier „Fruit de Mer“ und dazu einen „Grenache“ oder „Muscadet“, mit Zitrone und Baguette. Wir nehmen drei Dutzend Austern mit und einen Sack Muscheln fürs Abendessen. Für zwei Euro pro Dutzend öffnet uns der Patron die Austern, so dass wir damit keine Probleme haben. Austern selbst zu öffnen, ist eine unfallträchtige Sache. Es passiert schon mal, beim Öffnen mit dem Messer auszurutschen – und dann schlitzt das Messer die Haut auf.  Es bedarf Übung, dass so ein Malheur ausbleibt. 

Keine Pfingstferien in Frankreich

Daheim angekommen, arrangiert Roger die Austern auf einem Teller, dazu ein paar Zitronenscheiben und etwas Brot, begleitet von einer Flasche Weißwein. Dank leichtem Wind lässt es sich auf der Terrasse aushalten. 

Der Campingplatz hat einen Aqua-Park, sprich Schwimm- und Planschbecken sowie mehrere Wasserrutschen. Für meinen Geschmack ist das Wasser eher zu warm. Zurzeit sind eher ältere Paare da und jüngere mit nicht-schulpflichtigen Kindern. In Frankreich gibt es keine Pfingstferien, das heißt, Eltern mit schulpflichtigen Kinder fehlen. Die Hauptsaison beginnt Anfang Juli, wenn die Schulferien in Frankreich beginnen. 

Pommes mal anders

Wir treffen uns am Abend wieder zum Muschelessen. Da Nicole und Roger aus Belgien kommen, gibt’s zu den Muscheln natürlich Pommes Frites – das Wort kommt übrigens von Pommes de Terre, Erdäpfel, die frittiert werden. Nicole schneidet die Kartoffeln in Schnitze und frittiert sie in Öl. Das ergibt einen anderen Geschmack als tiefgefrorene Pommes Frites. Davor ein paar Scheiben Salami und ein paar Chips zum Sangria – so lässt es sich aushalten. 

Etwas geplättet tappse ich zurück zu meinem Wohncontainer. Eigentlich wollte ich den Blogbeitrag noch am gleichen Abend schreiben, aber wie das halt so ist, verschiebe ich das Schreiben auf morgen. 

 

 

Bon l’après-midi et à demain!




Bloggen von unterwegs – wie funktioniert das?

Geht bloggen auch von unterwegs? Mit Minimal-Ausrüstung? Einem iPad-Mini Air und einer Bluetooth-Tastatur? Zuerst habe ich es mit der Tastatur von Logitech versucht. Die ist allerdings zu klein. Jetzt nutze ich das Teil von Omoton, das einer normalen Tastatur ziemlich nahe kommt. Dazu noch ein Stift. Ja, und zwei AAA-Batterien braucht es auch noch – und die gehören nicht zum Lieferumfang. Alles nicht sonderlich komfortabel, aber leicht und klein.

Ich unternehme gerade die ersten Gehversuche, schließlich muss ich mich ja auf meine Tour de France vorbereiten – und das heißt, von unterwegs aus bloggen. Erste Station ist der Col de la Faucille in der Nähe von Genf. Es geht weiter Richtung Grenoble, über die Alpen nach Cannes. Aber davon später.
Die Frage ist noch, wie lassen Sie Bilder fürs Web speichern – mit einfachsten Mittel?
Hat jemand eine Idee?
Aber noch bleiben einige Tage bis zum 20. Mai. Ich halte euch auf dem Laufenden.
Übrigens, gut dass WordPress eine Korrekturfunktion hat.
So viel fürs Erste. Mehr in den kommenden Tagen.

 

Wie bekomme ich ein Bild klein?

Wie bekomme ich die Speichergröße eines Bildes klein?

 




Wie Bestager im Alter stressfrei mit dem Auto verreisen

Zugfahren ist zwar für Städtetouren ideal, aber ein Abstecher in die Provinz oder ins Ausland – da ist das Auto immer noch erste Wahl. Wie Bestager stressfrei mit dem Auto verreisen. Das fängt beim Auto an und hört beim Packen auf. Deshalb gilt es, alles vor der Abfahrt zu checken. Was bei einem solchen Check wichtig ist.

Garant für stressfreie Fahrt

In den Urlaub mit dem eigenen Wagen – für viele eine Selbstverständlichkeit. Lange Distanzen, extreme Temperaturen, schweres Gepäck und schlechte Straßen setzen dem Auto dabei ordentlich zu. Es lohnt sich unter dem Aspekt Sicherheit und Fahrkomfort das Auto vor der Abreise in punkto Technik noch einmal sorgsam durchchecken zu lassen. Wer sich rechtzeitig darum kümmert, spart sich Ärger. So kann das Fahrzeug zur Not noch in die Werkstatt gebracht werden. Handwerklich Begabte erledigen vieles selbst und bestellen sich nötigen Teile bei Anbietern wie kfzteile24.de.

Wenigstens die Reifen testen

Wie steht es um das Reifenprofil? Bild: ©istock.com/weible1980

Wie steht es um das Reifenprofil? Bild: ©istock.com/weible1980

Die Reifen des Autos sollten mindestens ein Restprofil von drei Millimetern besitzen. Gesetzlich ist zwar weniger vorgeschrieben, weniger Profil bedeutet jedoch schlechte Haftung und verminderte Bremseigenschaften. Gerade auf unbekannten Straßen sind diese aber wichtig. Die Profiltiefe lässt sich problemlos mit einem Ein-Euro-Stück messen: Verschwindet der Messingrand im Profil, so ist es noch in Ordnung. Ist das nicht der Fall oder sind Risse im Gummi zu erkennen, sollten die Reifen vor der Reise unbedingt ausgetauscht werden. Zu guter Letzt: an einer Tankstelle unbedingt den Reifendruck prüfen und gegebenenfalls anpassen.

Unbedingt Öl und Flüssigkeiten prüfen

Damit der Motor auch auf einer langen Fahrt gute Dienste erweist, sollten ein verantwortungsvoller Autofahrer unbedingt den Stand von Kühl- und Bremsflüssigkeiten sowie das Öl prüfen. Das gilt auch für die Bremsklötze: Wie sieht es mit dem Verschleiß aus? Gerade in bergigen Urlaubsregionen muss sich ein Automobilist absolut auf seine Bremsen verlassen. Handbreme testen nicht vergessen! Und wie sieht es mit dem Haltbarkeitsdatum des Verbandskastens und der Warnwesten aus?

Letzter Licht-Check vor dem Packen

Ebenso wichtig wie ein laufender Motor ist eine funktionierende Fahrzeugbeleuchtung, die zuletzt noch einmal sorgsam kontrolliert werden soll. Dies geht am besten zu zweit: Eine Person sitzt im Fahrzeug und schaltet nacheinander die einzelnen Leuchten vom Standlicht bis hin zur Nebelschlussleuchte ein. Die andere Person schaut von außen, ob tatsächlich auch alle Lichter funktionieren oder ob hier und da noch eine Glühbirne ausgetauscht werden muss.

Wer das alles beachtet, kann damit beginnen, das Fahrzeug zu beladen – und sich auf seinen Urlaub freuen.

Bilder:

© istock.com/weible1980
© istock.com/PeterTG




Wo liegen die schönsten Casinos der Welt?

Reisen einmal anders – Städtetour plus Erlebnistrip und Nervenkitzel. Warum nicht mal nach Baden-Baden des Casinos wegen oder nach Las Vegas, um bei Nacht über den Strip zu bummeln? Wo liegen die schönsten Casinos der Welt? Eine kleine Tour-de-Casino.

Kaum einer kann sich der Magie von Las Vegas bei Nacht entziehen. Am Strip reiht sich ein Casino ans andere – und jedes wirbt mit einer anderen Attraktion, angefangen vom MGM, Luxor, Caesar Palace, Bellagio, Venetia und Paris. Da lockt der Vulkanausbruch am Mirage und die Gondelfahrt im Venetia. Ok, Las Vegas ist sicher das zweitgrößte, aber bekannteste Spielerparadies, doch auch in Europa und Asien konkurrieren Casinos mit Las Vegas. Die Spielbank Baden-Baden ist sogar gleich um die Ecke. Dort lässt sich sogar noch die elektrisierende und aufregende Atmosphäre, die bunten Lichter, die Geräusche der Spielautomaten, die elegante Abendrobe und der Nervenkitzel erleben – wie sie die meisten wohl ein Casino vorstellen.

Genau dieses Flairs, dieses ganz speziellen Ambiente fasziniert immer noch, auch wenn es mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten gibt, online sein Glück zu probieren,  wie auf casino.com.de. Übrigens, lassen sich dort Casinogames sogar per Smartphone zocken.

Spielbanken mit satten Umsätzen

Spielbanken sind immer noch eine lukrative Einnahmequelle – sie nach wie vor Umsätze in Milliardenhöhe. Hierzulande verbuchen sie jährliche Gewinne von rund 490 Millionen Euro.

Baden-Baden – Faites vos jeux

Die Spielerparadiese haben auch jede Menge zu bieten. So sind sie ein Ort für prickelnde Abende – und das Casino in Baden-Baden gehört sicher zu einem schönsten der Welt.  Die Spielbank Baden-Baden ist die älteste, schönste und traditionellste Spielbank Europas und öffnete bereits 1801 ihre Pforten. Zuerst befand sich das Casino im ehemaligen Jesuitenkolleg von Baden-Baden. 1824 zog es dann in das fertiggestellte Kurhaus um, wo sich die Spielbank bis heute befindet. Pariser Innenarchitekten sind für die glamouröse Innengestaltung verantwortlich. In den historischen Spielsälen reihen sich klassische Tischspiele wie amerikanisches und französisches Roulette, Poker, Baccarat und Blackjack aneinander. Klar, gehören zu einem Casino auch einarmige Banditen, sprich Spielautomaten – in Baden-Baden sind es mehr als 130 Spielautomaten. Was wäre ein Casino ohne Kultur – Baden-Baden verpflichtet immer wieder Größen aus der Show-Szene. Übrigens, treffen sich am 17. März 2017 die G20-Finanzminister im Kurhaus Baden-Baden.

Monte-Carlo im Belle Epoque Stil

Die zweite Spielbank, die auch eine Reise lohnt und mindestens genauso schön ist wie das Casino in Baden-Baden, ist das Spielerparadies in Monte Carlo. Das dortige Casino ist eigentlich ein richtiger Palast. Es wurde 1878 von dem Bauherrn der Pariser Oper, Charles Garnier, entworfen. Ganz im Belle-Epoque-Stil kann man einfach nur durch die prachtvollen Räume schlendern oder sich an einen der edlen Spieltische setzen und in eleganter Manier verschiedene Tischspiele zocken. Das vielseitige Angebot an Casinospielen zählt zu den umfassendsten in ganz Europa. Ein außergewöhnliches Spielerlebnis wird hier inmitten von Fresken, Skulpturen und Gemälde garantiert. Die Spielbank spiegelt den Geist vergangener Zeiten wieder. Besucher können nachvollziehen, wie es zur Zeit der Könige und der Bälle gewesen sein muss. Im Casino Monte Carlo spenden die schweren und goldverzierten Kristallleuchter bis heute warmes Licht aus vergangenen Tagen. Wer Glück hat, wird in der eleganten Spielbank Politiker, Adelige, Promis, Millionäre und Showstars sehen.

Macau – das neue Las Vegas

Weit von Europa entfernt, in Macau, befindet sich das größte Casino der Welt. Das Venetia Resort, das eine Kopie des Hotel- und Casinokomplexes in Las Vegas ist, bietet mehr als 800 verschiedene Spieltische und aufgepasst – über 3400 unterschiedliche Spielautomaten auf einer gigantischen Fläche von 550 000 Quadratmeter, das entspricht 77 Fußballfelder – das ist wirklich nicht zu toppen. Darüber hinaus gibt es in dem Spielkomplex mehrere Theater, Konzertsäle, 20 unterschiedliche Restaurants für jeden Geschmack, Tages- und Kongresszentren und vieles mehr. Spieler aus aller Welt besuchen diese gigantische Spielbank jedes Jahr. Für die Stadt Macau ist dieses Casino eine wahre Goldgrube. Der Gewinn der Spielbank liegt jährlich bei rund 30 Milliarden Euro. Das bedeutet, 70 Prozent der gesamten Steuereinnahmen stammen aus dem Venetia Resort. Sie fließen direkt an die chinesische Hauptverwaltungszone.

Lissabon – attraktives Abseits

Zu den Top-Ten-Casinos gehört das Casino Lisboa. Das Casino Lisboa im Park der Nationen von Portugals Hauptstadt Lissabon ist sogar flächenmäßig das größte Europas – mit mehr als 15 000 Quadratmetern.  Der Park fasst zahlreiche kulturelle und sportliche Institutionen zusammen.

Faszination Casino

Die Welt des Casinos übt eine große Faszination aus. Jede Spielbank hat ihren eigenen Charme. Wer will, kann etwas von dem Glamour vergangener Tage erleben – oder sich einfach vergnügen und sogar gewinnen. Die Casinos haben längst begriffen, dass nicht nur Freundesgruppen oder Paare darauf abfahren, sondern auch Familien.