Warum „Rente“ ein Wahlkampfthema ist

Die Union möchte das Thema „Rente“ am liebsten ganz aus dem Bundestagswahlkampf heraus halten. Das wiederum will der Sozialverband VdK der Union nicht durchgehen lassen und gibt sich kämpferisch. VdK-Präsidentin Ulrike Mascher legte die Finger in die Wunde und fordert die „soziale Spaltung zu stoppen“. Ihre Bestandsaufnahme fällt wenig schmeichelhaft für Bayern aus.

Rentenpolitik auf dem Prüfstand

Der VdK stellt die Pflege- und Rentenpolitik auf den Prüfstand und kommt zu einem ganz anderen Ergebnis als beispielsweise die Union und vor allem als CSU-Chef Horst Seehofer, der den Freistaat als „Vorstufe zum Paradies“ betrachtet. Nicht von ungefähr titelt der „Münchner Merkur“ „so (un)sozial ist Bayern wirklich“. Klar, dass die Union dieses Thema aus dem Wahlkampf am liebsten nicht ansprechen will. „Eine Reform ist unausweichlich, Experten warnen bereits vor den Folgen“, schreibt die „Zeit“. Die CDU wolle deshalb eine Kommission einsetzen, die bis 2019 Vorschläge erarbeiten soll.

Davon könne beileibe keine Rede sein, so Mascher. Die Armutsgefährdung für Ältere in Bayern sei sehr hoch. „Die Quote der Empfänger von Grundsicherung im Alter hat sich zwischen 2010 und 2015 von 2,1 auf 2,8 Prozent erhöht“. Das dürften schätzungsweise 120 000 ältere Menschen sein, die ohne Hilfe vom Staat nicht über die Runden kommen. Dabei ist das sicher nur die halbe Wahrheit, denn 60 Prozent gehen nach Schätzung von Armutsforschern nicht zum Amt, um einen Antrag auf Grundsicherung zu stellen – „aus Unwissenheit, aber vor allem aus Scham“, so Mascher.

In Bayern nicht alles weiß-blau

Das ist ein anderes Bild, als die bayerische Sozialministerin Emilia Müller so gern in ihrem Sozialbericht zeichnet. Und dieses Bild würde die CSU gern auch im Bundestagswahl wie eine Monstranz vor sich hertragen – oder das Thema „Rente“ am besten gleich ganz ignorieren. In ihrem Wahlprogramm schreibt die CSU, eine Kommission werde Antworten für die Rente nach 2030 liefern. „Die Weiterentwicklung der Rente nach 2030 soll in einem gesellschaftlichen Konsens unter Einbeziehung der Tarifpartner geregelt werden“, so die windelweiche Formulierung. Sie will eine Rentenkommission einsetzen, „die bis Ende 2019 Vorschläge erarbeiten soll“. Das heißt letztlich, das Thema „Rente“ auf die Zeit nach der Bundestagswahl verschieben. „Bis 2030, also 13 Jahre lang, de facto Stillstand bei der Rentenpolitik?“, fragt Mascher. Das werde es mit dem VdK nicht geben.

Nöte von Rentnern

Dabei sind die Nöte vieler Rentner drängend – auch und gerade im reichen Bayern. Die Mieten machen gerade ältere Münchner ärmer. In München sind die Mieten von 2007 bis 2015 um 28 Prozent gestiegen. Viele müssen sogar beim Essen sparen oder Flaschen sammeln gehen, um sich ihre Wohnung überhaupt noch leisten zu können. Manche müssen gar in billigere Wohnungen umziehen.

Armutsgefährdung wächst

Insofern dürfte es nicht sonderlich wundern, dass die Armutsgefährdung in Bayern dem VdK zufolge bei über 65-Jährigen bei 21,8 Prozent – die durchschnittlichen bayerischen Werte, sprich den „Landesmedian“ zugrunde gelegt. Besonders hart trifft es ältere Frauen in Bayern, „denn 24,4 Prozent von ihnen haben ein Einkommen unterhalb der Armutsgrenze“, so Mascher.

Die Armutsgefährdung wird sich künftig eher noch verschärfen, denn die Neurenten erreichen in Bayern kaum noch die Armutsschwelle, die in Bayern derzeit bei 1025 Euro pro Monat liegt – viele Neurenten liegen unter dieser Schwelle, ablesbar auch an den Zahlen der Deutschen Rentenversicherung. Die durchschnittliche Altersrente bei Männer liegt nur knapp über dieser Schwelle, bei Frauen liegt der Durchschnitt eklatant darunter.

Durchschnittliche Renten von Bestandsrentnern in Bayern 2015

RegierungsbezirkRenten gesamtRenten wegen Erwerbsminderung Renten wegen Alters Renten wegen Todes   
MännerFrauenMännerFrauenGesamtWitwenWitwerWaisen
Oberbayern779.89774.39740.741094.16653.65546.23608.68290.8170.06
Niederbayern689.63800.56732.771020.83527.02497.8550.74263.24174.15
Oberpfalz692.79778.65722.431029.64534.24512.15568.28263.57172.81
Oberfranken735.15774.48747.91052.78628.26520.99575.18301.96175.31
Mittelfranken767.91754.28728.781101.13647.22543.38606.12296.38170.2
Unterfranken738.22791.5724.351104.56552.86540.98602.18266.34174.49
Schwaben743.12767.57734.791078.26599.08529.04591.62277.19170.79
Bayern gesamt747.95776.56734.31078.12610.41532.11592.03283.39171.82

Quelle: VdK/Deutsche Rentenversicherung

Durchschnittliche Renten von Neurentnern in Bayern 2015

RegierungsbezirkRenten gesamtRenten wegen Erwerbsminderung Renten wegen Alters Renten wegen Todes   
MännerFrauenMännerFrauenGesamtWitwenWitwerWaisen
Oberbayern729.51742.39681.521029.41657.39482.51619.02275.91167.29
Niederbayern673.97758.65650.441031.63526.19447.63569.89229.58176.17
Oberpfalz691.32756.46649.691066.65553.06453.57575.26236.28174.96
Oberfranken710.22746673.921054.54630.46459.28585.57273.4173.51
Mittelfranken729.62737.03654.891066.555654.22478.44615.35281.68167.05
Unterfranken724.94776.52644.761101.55585.4480.27619.21239.3172.38
Schwaben707.15747.38667.221032.31596.67469.12604.01253.05169.63
Bayern gesamt714.87750.66663.951048.88615.59471.14603.81260.96170.32

Quelle: VdK/Deutsche Rentenversicherung

Mütterrente muss besser werden

Die VdK-Präsidentin stößt die Kritik der Wirtschaft sauer auf, die sich über „zu viele Rentengeschenke“ beklagt. Gemeint ist die Mütterrente – der VdK hat erreicht, dass die Kindererziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder von einem auf zwei Jahre pro Kind aufgestockt wurden. Der VdK will aber die Gleichstellung – und fordert die Aufstockung auf drei Jahre pro Kind, wie es für Kinder, die nach 1992 geboren wurden mittlerweile selbstverständlich ist. Damit nicht genug, Frauen, die Grundsicherung beziehen, wird die dank Kindererziehungszeiten höhere Rente mit der Grundsicherung verrechnet. Der VdK fordert deswegen einen Freibetrag von 200 Euro. Mascher meint, „Kinder groß gezogen zu haben, darf nicht weniger wert sein, als über einen Versicherungskonzern eine private Altersvorsorge abgeschlossen zu haben“. Der VdK kennt viele Beispiele von Frauen, die auf diese 200 Euro dringend angewiesen wären.

Mehr Geld für Erwerbsgeminderte

Mütterrente ist nicht der einzige Stein des Anstoßes: Der VdK fordert von der Politik die Abschaffung der Rentenabschläge für Erwerbsminderungsrentner, die eben wegen diesen Abschlägen von 10,8 Prozent in hohem Maß armutsgefährdet seien.

Leider ist auch die vermeintliche Verbesserung durch das Pflegegesetz eher eine Verschlechterung. Der VdK sieht viele Verlierer. Es könne nicht sein, dass Pflegebedürftige Anspruch nur auf dem Papier hätten. Bayern habe besonders hohe Hürden aufgebaut bei der Auswahl eines Pflegedienst-Anbieters, die viele einfach nicht erfüllen können. Von Flächendeckung für die konkrete Entlastung im Alltag könne keine Rede sein – „und wenn überhaupt vorhanden, sind die Anbieter oft auf Monate ausgebucht“. Ambulante Dienste seien oft so teuer, „dass oft nicht mehr als drei, vier Stunden pro Monat dafür herausspringen“. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen fühlen sich nach Meinung Maschers oft verschaukelt, weil sie zwar Pflegestufe eins anerkannt bekommen haben, aber die Leistungen nirgends abrufen können.

Desaster bei Kurzzeitpflege

Besonders viel im Argen liege bei der Kurzzeitpflege. Kurzzeitpflege, so viel zur Erklärung, ist dafür gedacht, dass pflegende Angehörige auch einmal Urlaub machen können. Aber dafür müsste Plätze geben. „Tatsächlich finden Betroffene in Bayern aber kaum solche Angebote, die Zahl der Kurzzeitpflegesätze sinkt sogar mehr und mehr“, prangert Mascher an. So seien im März 2012 in 205 bayerischen Heimen 966 feste Kurzzeitpflegeplätze angeboten worden, im März 2017 seien es nur noch 796 Plätze gewesen. Allein das sagt schon viel über den desolaten Zustand in Bayern aus.

Soziale Spaltung stoppen

Der VdK lässt die Muskeln spielen mit seiner Aktion „soziale Spaltung stoppen“. Was durchaus verständlich ist, hat er doch nach eigenen Angaben allein im Juli 2017 immerhin 4226 neue Mitglieder gezählt – „ein Rekord“, so der VdK-Landesvorsitzende in Bayern Michael Pausder. Insgesamt habe der VdK in Bayern 665 000 Mitglieder. Und „VdK-Mitglieder werden immer kämpferischer und aktiver“. Bei den sieben bayerischen VdK-Großveranstaltungen im Juli 2017 seien die Hallen mit 600 bis 700 Besucher überall „rappelvoll“ gewesen.

Wie gut kennt ihr euch bei Rente und Altersvorsorge aus?

Renten-Quiz

Das Thema Rente geht Junge und Alte an, denn die Noch-Beitragszahler werden irgendwann selbst Rentenempfänger. Was weißt du über Rente, Demographie, Altern und Ruhestand?

Bestenliste: Renten-Quiz

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Warum die Rente mit 63 so stark gefragt ist

2016 waren es mehr als 241 000, die die abschlagsfreie Rente mit 63 gestellt haben, 2017 dürfte es vermutlich weniger sein. Dazu kommen noch die Arbeitnehmer, die mit Abschlag früher in Rente gehen. Warum ist die Rente mit 63 Jahren so gefragt?

Mal ehrlich, wer die Möglichkeit hat, geht früher – Ausnahmen bestätigen die Regel. Das Arbeitsleben ist in den vergangenen Jahren stressiger geworden, viele Stellen für Ältere stehen auf der Kippe. Dazu kommen noch gesundheitliche Einschränkungen. Es wird ab 60 einfach mühsamer. Das gilt sowohl physisch wie psychisch. Wer gehen kann, geht häufig. Das lässt sich an den Zahlen der Deutschen Rentenversicherung ablesen.

Warum gehen 63-Jährige?

Obwohl die Unternehmen immer wieder beteuern, wie teuer ihnen die Alten sind – nur wenige unternehmen etwas, um ältere Beschäftigte zu motivieren, doch zu bleiben. Woher kommt’s, dass 63-Jährige nicht mehr wollen? Sie hören doch nicht auf, weil es ihnen so gut geht und sie sich im Job wohl fühlen – das Gegenteil ist der Fall. Der Druck hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen – „Arbeitsverdichtung“ nennt sich das verharmlosend. Sie wollen unsinnigen Ansagen aus der Führungsetage nicht mehr einfach mitmachen. Dann jedes Mal die Angst, vom Teller zu fallen – Beispiele dafür gibt’s genug. Erinnert sei nur an Siemens oder die Medienbranche, die vor allem versucht, Ältere los zu werden. Tatsächlich gehen Männer im Schnitt mit 63,9 Jahren in Rente und Frauen mit 64,2 Jahren in Rente, so die Deutsche Rentenversicherung. Das durchschnittliche Renteneintrittsalter lag bezogen auf 2016 bei 64,1 Jahren.

Bosch als Ausnahme?

Sicher ist das nicht überall so, angeblich soll das bei Bosch beispielsweise ganz anders sein. Dazu führte die „Stuttgarter Zeitung“ mit dem Bosch-Geschäftsführer Christoph Kübel ein Interview, in dessen Rahme Kübel sagte: „Wir analysieren und zertifizieren dort zum Beispiel jeden Arbeitsplatz im Hinblick auf gesundheitliche Aspekte. Damit stellen wir sicher, dass Mitarbeiter auch jenseits der 60 noch arbeiten können“. Bosch hat sogar eine Tochtergesellschaft gegründet, die Pensionäre für Projekte vermittelt. Bosch ist indes eher die Ausnahme als die Regel, wie sonst ließen sich die Zahlen der Deutschen Rentenversicherung deuten. Die Forderung von Stephan Sandrock, Leiter des Fachbereichs Arbeits- und Leistungsfähigkeit beim Institut für angewandte Arbeitswissenschaft  „Arbeitsplätze sollten altersgerecht eingerichtet werden“, klingt zwar gut, die Realität sieht meist anders aus.

 

Gesetz macht’s möglich

Dass so viele vorzeitig gehen, verdanken sie dem Gesetz für „Altersrente für langjährig Versicherte“, das im Juli 2014 in Kraft trat. Das Gesetz für „besonders langjährig Versicherte“ wurde schon 2012 eingeführt. Danach können Arbeitnehmer in Deutschland, die mindestens 45 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben, ohne Einbußen bei ihrer gesetzlichen Altersrente vorzeitig in den Ruhestand gehen. Ansonsten wird das reguläre Renteneintrittsalter bis zum Jahr 2029 auf 67 Jahre angehoben.

Das Gesetz kommt meist Männern zugute. Annähernd drei Viertel derjenige, die die vorgezogene Rente in Anspruch nehmen, sind Männer, denn Frauen haben leider keine durchgehende Erwerbsbiografie.

 

Beamte als Vorreiter

Am meisten davon betroffen ist der öffentliche Dienst. Der Anteil der Betriebe liegt dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zufolge bei mehr als 30 Prozent. In anderen Branchen seien es deutlich weniger, die früher in Rente gehen wollen.

Was machen die Betriebe, wenn die Alten gehen? Mehr als die Hälfte der Betriebe plane Neueinstellungen, nur ein Viertel wolle mit internen Umstrukturierungsmaßnahmen reagieren, etwa durch technische und organisatorische Veränderungen, um die Älteren halten.

Ost-West-Unterschiede

Zwischen West- und Ostdeutschland sind dabei deutliche Unterschiede festzustellen. Im Westen sind dem IAB zufolge elf Prozent der Betriebe betroffen, in Ostdeutschland 15 Prozent. Das liege an der Altersstruktur, das heißt, in ostdeutschen Betrieben sind die Beschäftigten älter.

 

Eine Frage zum Schluss: Wer hat bereits Erfahrungen gemacht mit der Rente ab 63? Würde mich auf Reaktionen freuen.



Millionär zu werden ist nicht schwer, oder?

Mal ehrlich, wer wäre nicht gern Millionär. Das ist auch gar nicht so schwer: Einfach 38,50 Euro in die vietnamesische Währung Đồng umtauschen – und schon wird der Wunsch wahr. Spaß beiseite, wie lässt sich der Millionärstraum erfüllen?

Wie werde ich Millionär? Wer hat sich die Frage nicht schon einmal gestellt? Statt 40 Stunden im Büro herunter zu reißen, sich auf der Baustelle abzuschuften oder sich hinter der Theke die Füße platt zu treten, auf dem Deck einer Yacht Schampus schlürfen – das wäre doch was. Was lässt sich anstellen, um diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen?

Die Möglichkeiten an Geld zu kommen sind vielfältig. Von YouTube-Star über Profi-Fußballer bis hin zum Lottogewinner – viele Wege führen zum Reichtum und aus fast jedem Talent kann Geld gemacht werden. Hierfür gibt es zahlreiche Beispiele. Finde heraus, welchen Lebensweg du einschlagen solltest, um endlich reich zu werden!

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Millionär werden ist nicht so schwer

Wer reich geboren ist, muss sich darüber keine Gedanken machen, auch, wer in eine reiche Familie hineingeboren wurde. Rund ein Drittel der Vermögenden in Deutschland gibt als Hauptgrund für das eigene Vermögen eine Schenkung oder ein Erbe an.

Dumm, wer nicht zu dieser privilegierten Gruppe gehört. Für die Mehrheit bleibt nur der Weg, sich seinen Reichtum zu erarbeiten. Soziale Berufe haben es leider doppelt so schwer, wie Banker oder IT-Experten.

Kannste was, haste was

Zum Glück gibt es nicht nur einen Weg, der dich in eine finanziell abgesicherte Zukunft führen kann. Vielleicht liegen deine persönlichen Stärken nicht unbedingt im kaufmännischen, sondern eher im sportlichen Bereich? Dann wäre eine professionelle Fußballerkarriere vielleicht eine Option für dich. Keine Frage, mit einer Karriere im Fußball sind jede Menge Schweiß und Anstrengung verbunden. Der durchschnittliche Jahresverdienst in der zweiten Bundesliga von 450 000 Euro entschädigt jedoch für vieles.

Fußballer oder Pop-Star

Kommt dir das Dasein als Fußballer körperlich zu anstrengend vor und verfügst du eher über Stärken im künstlerischen Bereich, dann solltest du einmal über Gesangsunterricht nachdenken. Schlagersternchen Andrea Berg gehört in den letzten Jahren zu den erfolgreichsten Künstlerinnen in Deutschland. Aber auch Kollegin Helene Fischer konnte beispielsweise 2014 durch Plattenverkäufe etwa 3,5 Millionen Euro einnehmen.

Konzernchef als Alternative

Ist dir das Künstlerleben zu alternativ, dann könnten dir die Selbstständigkeit und die Gründung eines eigenen Unternehmens unter Umständen zu einer Menge Geld verhelfen. Der eigene Chef sein, für andere Regeln aufstellen und Entscheidungen treffen ist genau dein Ding und du bist risikofreudig? Mit einer guten Geschäftsidee und etwas Glück kannst du es als Unternehmer in die Liga der Reichen schaffen. Immerhin 40% der Reichen geben die Selbstständigkeit als Weg zum Wohlstand an.

Wenn dir die Selbstständigkeit zu unsicher erscheint, bleibt dir außerdem der mühsame Weg über die Anstellung in einem Konzern oder bei einer Beratungsfirma. Dabei solltest du dir im Klaren darüber sein, dass der Weg tatsächlich sehr hart ist. Denn um es wirklich zum Millionär zu schaffen, musst du schon an der Spitze eines Unternehmens arbeiten. Verabschiede dich schon einmal von den Sommerurlauben der nächsten Jahre, ansonsten dauert dieser Weg zu der Million einfach viel zu lange.

YouTube ist auch ein Weg

Sollten wirklich alle Stricke reißen, bietet dir natürlich auch das Internet Möglichkeiten, zu Anerkennung und Reichtum zu gelangen. Ungeachtet persönlicher Vorkenntnisse oder beruflicher Qualifikationen kann hier Jeder gutes Geld verdienen – zahlreiche YouTube-Stars machen es vor. Dabei zahlt es sich aus, besonders gut Videospiele spielen oder Beautyprodukte einkaufen zu können. Auf YouTube lassen sich im besten Fall mehrere Millionen pro Jahr verdienen.

Spielen oder reich heiraten

Allen Bemühungen zum Trotz hilft manchmal auch einfach nur Glück, um zu dem ersehnten Geld zu kommen. Sei es der Lottogewinn oder die Heirat mit dem richtigen Partner – ein Tipp, den sich vor allem Frauen zu Herzen nehmen können. Ein Großteil der deutschen Vermögenden sind Männer!

Also warte nicht, sondern finde den richtigen Weg für dich und werde einer von den diesjährigen 50 000 neuen Millionären in Deutschland.

Multi-Millionär in Vietnam

Wenn gar nichts hilft, dann wandere einfach nach Vietnam aus. Schon mit ein paar Hundert Euro wirst du zum Đồng-Multi-Millionär.

Und das haben sich die „Prinzen“ zum Thema Millionär einfallen lassen.

Ich wär‘ so gerne Millionär
Dann wär mein Konto niemals leer
Ich wär‘ so gerne Millionär
Millionenschwer
Ich wär‘ so gerne Millionär

 




Warum die Rentenlücke zwischen Frau und Mann so groß ist

Es vergeht im derzeitigen Wahlkampf kaum ein Tag, an dem in den Medien nichts über die Renten, deren Sicherung und etwaige Wahlversprechen zu lesen ist. Jetzt sind durch Nachfrage der Grünen-Bundestagsfraktion neue Zahlen zur Rentenlücke zwischen Männern und Frauen bekannt geworden. Demnach klafft immer noch eine große Lücke zwischen dem Einkommen von Männern und Frauen. Warum ist die Rentenlücke so groß? Wie kommt es dazu und wie verläuft die Entwicklung?

Rentenlücke bei 53 Prozent

Die gute Nachricht vorweg –  die Rentenkluft zwischen Männern und Frauen wird kleiner. Allerdings nur in winzigen Schritten. Deutschlandweit hat sich die Differenz bei der Altersvorsorge zwischen Männern und Frauen von 2010 bis 2015 um lediglich vier Prozent verringert. Das heißt, die Lücke hat sich jährlich nur um 0,8 Prozent seit 1995 geschlossen. Diese Daten stammen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion, erklärt Spiegel Online. Danach haben Frauen nur 47 Prozent der Bezüge von Männern zur Verfügung. Das heißt im Umkehrschluss, die Lücke in Deutschland beträgt noch immer 53 Prozent. In den alten Bundesländern gibt es sogar einen sogenannten „Gender Pension Gap“ (Geschlechter-Renten-Lücke) von 58 Prozent. Wesentlich geringer fällt sie in den östlichen Bundesländern aus: Hier gehen die Renten zwischen Männern und Frauen „nur“ um 28 Prozent auseinander. Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen, rechnet gegenüber Spiegel Online vor, dass es „bei jetzigem Tempo noch bis etwa 2080“ dauert, „bis die Rentenlücke zwischen Frauen und Männern geschlossen ist“. FOCUS-Online hat genau hinterfragt, wo Rentner am meisten bekommen und wo am wenigsten.

Gründe für die Rentenlücke

Mehrere Faktoren sind die Ursache für diese Kluft und die nur allmähliche Verbesserung: Da unser Rentensystem auf jährlichen Einzahlungen in die Rentenkasse beruht, spielen Faktoren wie die Erwerbsbeteiligung, die Teilzeitquote oder Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit – etwa durch die Kinderbetreuung – eine maßgeblich Rolle für die Berechnung der Bezüge. Natürlich ist auch die Höhe des Gehalts ein entscheidender Faktor: Denn die Grundlage für die Berechnung sind Entgeltpunkte, die sich aus den „beitragspflichtigen Jahresverdiensten“ ergeben, erklärt dieser Ratgeber zur jährlichen Renteninformation. Darüber hinaus sind die Gehälter nach wie vor ungleich verteilt: Der Bruttostundenlohn von Frauen ist durchschnittlich noch immer um 21 Prozent niedriger als der von Männern. Zudem übernehmen Frauen häufiger die Kinderbetreuung und die Altenpflege: So investieren sie im Schnitt 52,4 Prozent mehr unentgeltliche Pflegearbeit für die Betreuung von Angehörigen als Männer. Die Zahlen zeigen, dass die Politik in Deutschland auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten noch eine sozialpolitische Großbaustelle zu betreuen hat.

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Wer wo wie lange lebt in Deutschland und warum

Der Frage, wer wo wie lange lebt, ist das Max-Planck-Institut für demographische Forschung in Rostock nachgegangen. Interessant war vor allem, ob es noch Ost-West-Unterschiede bei der Lebenserwartung gibt. Ja, aber kaum noch, so das Fazit. Vor allem die Frauen im Osten haben den Demographie-Experten zufolge den Rückstand gegenüber den Frauen im Westen nahezu aufgeholt.

Im Westen kommen Frauen auf 82,8 Jahre

Um es kurz zu machen – im Westen lag die durchschnittliche Lebenserwartung der Frauen bei 82,8 Jahren, im Osten bei 82,6 Jahren (Stand 2015); bei den Männern ist die Ost-West-Kluft noch etwas größer. Eine Studie von 2015 ergab, dass Männer im Osten im Schnitt 76,6 Jahre alt werden, Männer im Westen 78,0 Jahre. 2017 sieht die Situation schon ganz anders aus, wie der „Tagesspiegel“ im Juni 2017 schreibt. In Deutschland könne ein neugeborener Junge derzeit mit 78,2 Jahren rechnen; ein Mädchen komme auf 83,1 Jahre. Tendenz steigend. Im Deutschland während der Kaiserzeit hatten Neugeborene dem „Tagesspiegel“ zufolge hierzulande grade mal die Aussicht, 43 zu werden.

Wer wo wie lange lebt – abhängig von Wirtschaftskraft

Noch eins ist den Experten aufgefallen: Die Lebenserwartung hängt auch von der Wirtschaftskraft einer Region ab. Im Ruhrgebiet und im Saarland werden die Menschen nicht so alt – im Schnitt wohl gemerkt. Dafür fallen der Südwesten und der Süden Bayerns positiv auf. Statt Ost-West-Kluft bei der Lebensdauer gibt es den Forschern zufolge jetzt eine Süd-Nord-Kluft. Am ältesten werden die Frauen im Süden: Spitzenreiter bei der durchschnittlichen Lebenserwartung der Frauen ist Baden-Württemberg mit 83,6 Jahren, gefolgt von Sachsen, Bayern und Hessen. Der Atlas der Lebenserwartungen gleiche immer mehr einem Flickenteppich mit bundesweit einzelnen starken und schwachen Regionen, da auch im Westen Gebiete mit strukturellen ökonomischen Problemen zurückfallen. Das fiel auch dem „Tagesspiegel“ auf. Sie berufen sich dabei auf eine Studie des Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung.

Wo mehr Reiche wohnen, wird man älter. Weniger extrem als in den USA lässt sich das auch hierzulande nachweisen. So ergab eine Studie, dass man im Landkreis Starnberg im Durchschnitt gut acht Jahre länger lebt als in Pirmasens. Und das Robert-Koch-Institut hat errechnet, dass Männer aus benachteiligten Schichten in Deutschland zehn Jahre früher sterben als Geschlechtsgenossen aus bessergestellten Familien. Männliche Neugeborene der ärmsten Kategorie kommen demnach auf 70,1 Jahre, die wohlhabendsten auf 80,9 Jahre. Bei Frauen sind es 76,9 und 85,3 Jahre.

Das Ruhrgebiet fällt zurück

Lagen die Kreise mit der kürzesten Lebensspanne der Frauen 1996 noch im Osten, häufen sie sich jetzt den Forschern des Max-Planck-Instituts in Nordrhein-Westfalen. „Diese Teile des Ruhrgebiets sehen zwar auf der Karte klein aus, haben aber ähnlich viel Bevölkerung wie ein ostdeutsches Bundesland“, sagt Demograf Rembrandt Scholz. Das Schlusslicht unter den Bundesländern bei der Lebenserwartung der Frauen, das Saarland, liegt ebenfalls im Westen.

So habe eine Studie ergeben, dass Menschen im Landkreis Starnberg im Durchschnitt gut acht Jahre länger leben als in Pirmasens. Und das Robert-Koch-Institut hat dem „Tagesspiegel“ zufolge errechnet, dass Männer aus benachteiligten Schichten in Deutschland zehn Jahre früher sterben als Geschlechtsgenossen aus bessergestellten Familien. Männliche Neugeborene der ärmsten Kategorie kämen demnach auf 70,1 Jahre, die wohlhabendsten auf 80,9 Jahre. Bei Frauen sind es 76,9 und 85,3 Jahre.

„Heute liegen deutschlandweit vor allem hoch entwickelte Regionen vorne“, so Rembrandt Scholz vom Max-Planck-Institut. Das hänge auch mit Wanderungsströmen zusammen. Hoch entwickelte Regionen ziehen Menschen mit hohem Bildungsgrad an, die deutlich länger leben.

Das Berlin-Institut hat auch festgestellte, dass „im Endeffekt die Lebenserwartung vor allem an zwei Faktoren hängt: Sozialstatus und Bildung“. Beides bedinge einander, es beeinflusse Einkommen und berufliche Stellung, Wohnsituation, Ernährung, Risikoverhalten – alles ganz wesentliche Faktoren für Gesundheit und langes Leben.

Damit haben gerade Vorruheständler in Baden-Württemberg und Bayern, zuvorderst Frauen, eine deutlich längere Spanne, die sie genießen können. Die Grafik unten spricht für sich.

Weiterführende Links:

Wer wo wie lange lebt

Wer wo wie lange lebt – Flickenteppich mit Süd-Nord-Gefälle. Ost-Deutschland hat aufgeholt, dafür ist das Ruhrgebiet zurückgefallen, wie aus einer Studie des Max-Planck-Institut hervorgeht

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Wer nutzt welche sozialen Netze – und warum?

Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat, Pinterest, Xing, LinkedIn, WhatsApp, YouTube, Google+ – mittlerweile fällt es schwer, den Überblick über die Vielzahl der sozialen Netze zu behalten. Wer soll sich da noch auskennen? Wer nutzt was – und warum?

Facebook – die Nummer eins

Facebook ist sicher die Nummer eins unter den sozialen Netzen. Für das dritte Quartal 2016 weist der amerikanische Konzern annähernd 1,8 Milliarden monatlich aktive Nutzer aus, davon 229 Millionen in den USA und Kanada und 342 Millionen in Europa – der Rest in Asien und anderswo. Klingt nach viel. Was heißt das aber konkret? Geht es immer so weiter? Wer genau nutzt Facebook und warum. Was läuft bei den anderen sozialen Netzen? Gibt es Unterschiede im Nutzerverhalten und in punkto Alter?

Okay, das klingt ziemlich pauschal, deswegen will ich es herunter brechen auf meinen Blog. Ich nutze ja längst nicht alle sozialen Netzen, aber zu denen, die ich nutze gehören Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest, Xing, WhatsApp, YouTube und Google+ – allerdings nicht alle aktiv, sondern einige auch nur passiv. Snapchat, na ja, habe mir mal eine Präsentation angeschaut – und fand’s nur noch gaga. Aber okay, Teenies sind begeistert, aber auch nur die.

Was taugt für wen?

Zurück zur Frage – was taugt für wen? Bei der Auswertung meines Blogs mit Google Analytics fällt auf, dass in punkto „Social“ Facebook ganz klar die Nase vorn hat – aber so was von eindeutig. Mehr als 90 Prozent des Traffic, sprich der Seitenaufruf kommen von Facebook, gefolgt von Blogger (1,7 Prozent), Pinterest (1,6 Prozent), Twitter (1,6 Prozent), Google+ (1,1 Prozent), Instagram (0,2 Prozent) und Xing (0,1 Prozent). Die Aufzählung verdeutlicht, welche Rolle Facebook spielt.

Facebook gut für 50plus

Zugegeben, mein Blog ist eher ein Blogozine und spricht mehr den Verstand als das Gefühl an. Vermutlich sieht die Abrufstatistik in punkto soziale Netze von anderen Blogs ganz anders aus. Die Diskrepanz zwischen Facebook und anderen sozialen Netzen scheint allerdings symptomatisch für 50plus-Blogs. Bei Facebook sind die Nutzer deutlich älter. Statistiken zufolge sind ein Viertel bis die Hälfte aller Facebook-Nutzer älter als 45 Jahre. Facebook ist allerdings auch schon länger online – und kommt den Bedürfnissen Älterer entgegen. Facebook dürfte auch für andere 50plus-Blogs der größte Traffic-Bringer sein.

Und was ist mit den anderen sozialen Netzen? Über Blogger haben wir ja noch gar nicht gesprochen: „Blogger“ ist der Blog-Service von Google. Wer einen Blog einrichten will ohne viel Geld auszugeben, ist bei Blogger gut aufgehoben. Damit habe auch ich angefangen – die ersten Gehversuche sind auch noch unter unruhestand.blogspot.de zu besichtigen. Wer nur gelegentlich bloggt, für den ist Blogspot eine gute Wahl. Offensichtlich wird der Service von Google genutzt, ablesbar an den Abrufen, zumindest gilt das für mich.

Was ist mit Pinterest? Nett, aber kein Traffic-Bringer. Pinterest ist ein soziales Netz für Bilderfans. Mit Pinterest lassen sich Bilderkollektionen und virtuelle Pinnwände zusammenstellen. Pinterest ist immer noch US-lastig – und halt eher für Blogger mit Schwerpunkt Essen, Mode und Lifestyle sowie Reisen. Trendthemen sind denn auch Reisen, Do-it-yourself, Garten, Beauty, Fotografie, Essen, Wohnen und Mode. Nicht geeignet, um Traffic auf die eigene Seite zu lenken – aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren.

Instagram was für visuelle Typen

Ähnliches gilt für Instagram. Angeblich verdienen Teenager dem Branchendienst t3n  zufolge mit Instagram Millionen, indem sie beispielsweise Schleim auf Instagram bewerben – richtig gehört, „Schleim“. So ein Klumpen Schleim kostet dann schon mal zehn Dollar und mehr.

Eines der meist geklickten Schleim-Videos auf Youtube

Instagram ist was für visuelle Menschen wie die BusinessMuse, Künstlerin und Mentorin Birgit Dieker – sie mag „auf Instagram aus vielerlei Gründen nicht verzichten“. Gerlind Hector von Fair-Fashion hat festgestellt, dass ihre „Leser totale Instagramer sind“. Mit Instagram lassen sich eben Bilder schnell verbreiten – deswegen ist Instagram auf meinem Blog eingebunden. Vermutlich habe ich die Möglichkeiten noch längst nicht ausgeschöpft. Aber, was nicht ist, kann ja noch werden. Übrigens, meinem Instagram-Account folgen vor allem 25- bis 34-Jährige, während mein Blog vor allem von 55- bis 64-Jährigen genutzt wird – fällt also ziemlich auseinander. Übrigens nutzen laut „Welt“ hierzulande vier Millionen Menschen Instagram. Damit sei Instagram erfolgreicher als Twitter. Für Laura Ewert von der „Welt“ ist Instagram „die schädlichste, die böseste und die kaputteste App, denn sie macht süchtig nach einer Lightversion des Stalkings“. Sie versteigt sich sogar zu der Aussage, Instagram mache uns zu Psychopathen. Die Instagramer entwickeln sich zur richtigen Community: Tanja Praske stellt auf ihrem Blog Kultur-Museum-Talk die Münchner Instagramer vor. Anika Meier hat in der „Zeit“ beschrieben, wie sich Instagram verändert – in ihrem Artikel „Die Gier nach Likes und Followern“. 

Traffic durch Twitter – wohl kaum

Twitter ist in punkto Traffic-Bringer ein ziemlicher Reinfall, zumindest für mich. Liegt das an meinen Themen, an der Zielgruppe oder an den Tweets? Schwer zu sagen. Zwar lassen sich mit sogenannten URL-Shortenern, sprich Kurz-URL-Diensten lange Internet-Adresse auf ein Minimum verkürzen, so dass sie problemlos in die 140 Zeichen von Twitter passen, aber das ändert nichts am Nutzerverhalten. Übrigens, zu diesen URL-Shortener gehören goo.gl und bit.ly sowie t1p.de. Nun gut, der Aufwand lässt sich auch reduzieren, indem Blogger Facebook mit Twitter verknüpfen, so dass Facebook-Posts auch auf Twitter erscheinen – B2N-Social-Media sagt wie’s geht. Und dann ist da noch Google+. Wie der Name schon sagt, stammt das soziale Netz von Google – und die Inhalte werden natürlich auch von Googles Suchmaschine indexiert. Bei Google+ gibt es Communities mit 100 000 und mehr Mitgliedern – wer das passende Thema hat, dem eröffnen sich hier phantastische Möglichkeiten. „Home Design“ beispielsweise hat mehr als 500 000 Mitglieder, „WhatsApp Deutschland“ mehr als 430 000.

Vlogger schwören auf YouTube

YouTube ist etwas für Vlogger, sprich für Blogger, die gern mit Videos arbeiten. Aber auch YouTube hat seine Communities. Meine Kollegen – und bald Ex-Kollegen, denn ich gehe ja Ende April in Rente – von FOCUS-MONEY haben mit mission money so eine Community aufgebaut. Mission money (Motto „Geldgeil ist unser Lifestyle“), das sind vier Wirtschaftsjournalisten von FOCUS-MONEY – Geld ist das Tagesgeschäft. Die Vier erklären, wie Börse funktioniert, welche Versicherungen etwas taugen und die „Must Haves und No Gos“ – alles andere als „langweilig und staubtrocken“. Ist das die neue Art zu bloggen – per Video? Die Deutschen sind teilweise immer noch Finanzanalphabeten, weswegen es Finanzblogs und -vlogs schwer haben. Muss ja nicht so bleiben.

Und was ist mit WhatsApp?

Zum Schluss noch zu WhatsApp. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich nutze WhatsApp ausschließlich zur Kommunikation mit Familie und Freunden. Es lässt sich aber auch mehr damit anstellen. Aber das können euch sicher Andere besser erklären.

Tools für Sozialnetzwerker

A propos erklären, Google hat einen „Digitalen Workshop“ eingerichtet, „für alle, die im Web erfolgreich sein möchten“. Da erklärt Google so ziemlich alles, was ein Blogger über sozialen Netze wissen muss. Auch Google kommt auf den Trichter, dass nicht jedes soziale Netz für jede Zielgruppe taugt. Weniger ist mehr – so die Quintessenz. Wer planlos vorgeht, verzettelt sich leicht. Es lohnt sich, die Workshops durchzuarbeiten, unter anderem einen über soziale Medien. Google weist auch auf Tools hin, die Bloggern das Leben erleichtern, darunter Hootsuite, Buffer und Everypost. Natürlich hat Google ein Eigeninteresse daran, dass möglichst viele sozialen Netze nutzen, schließlich erhöht das den Traffic bei Google.




Warum kinderlose Frauen mehr Rente bekommen als Mütter

Ja, warum bekommen Frauen, die keine Kinder haben mehr Rente als Frauen mit Kindern? „Bild“ verweist auf eine Statistik der Deutschen Rentenversicherung. Danach soll der Unterschied 102 Euro ausmachen zwischen kinderlosen Frauen und Müttern. Die 102 Euro sind der Unterschied zwischen einer Mutter mit vier Kindern und einer Kinderlosen. Wohlgemerkt, das bezieht sich auf den Mittelwert, sprich den Median. Es gibt sicher auch Mütter mit mehreren Kindern, die mehr Rente bekommen als Kinderlose.

Mütter sind die Dummen

Aber warum ist das so? Darauf hat „Bild“ keine Antwort gegeben. Klingt halt ziemlich plakativ. Jeder, der ein bisschen denken kann, kommt leicht selbst drauf. Mütter können eine Zeit lang gar nicht oder nur in Teilzeit arbeiten; ihre Karriere ist durch Kindererziehung ausgebremst; nicht selten kommt es zum Karriereknick. Nicht immer können sie gleich nach drei Jahren wieder voll in den Beruf zurückkehren – und zahlen somit natürlich entsprechend weniger in die Rentenkasse ein. Zur Erinnerung, Mütter bekommen für die ersten drei Jahre nach der Geburt des Kindes Erziehungszeiten anerkannt – als Pflichtbeitrag. Dafür wird ein durchschnittlicher Verdienst unterstellt. Für Kindererziehungszeiten bekommen Mütter Entgeltpunkte,  was direkt auf die Rentenhöhe durchschlägt. Berechnungsgrundlage dafür ist der Durchschnittsverdienst aller Versicherten – zurzeit 36 267 Euro im Jahr.

Karriereknick wegen Kindererziehung

Allein diese Formulierung dürfte jedem das Problem verdeutlichen: Eine Frau, die vor der Geburt mehr als der Durchschnitt verdiente, wird mit dem Pflichtbeitrag abgespeist. Gerade sie sind freilich doppelt gekniffen, denn, wenn sie in den Beruf zurückkehren, machen sie selten da weiter, wo sie aufgehört haben. Im schlimmsten Fall müssen sie sogar eine Herabstufung akzeptieren. Das heißt, sie haben während der dreijährigen Auszeit verloren und im Anschluss noch einmal. Übrigens, Mütter mit Kindern, die vor 1992 geboren wurden, gibt es nur zwei Jahre Erziehungszeit.

Kinder sind ein Karrierekiller – Talkrunde bei Beckmann

https://www.youtube.com/watch?v=DPmPjdIVOrQ

 

Kinderlose bekommen mehr als Mütter

Der Bericht von „Bild“ ist nicht neu – die Deutsche Rentenversicherung hat schon im Juli 2016 einen Beitrag veröffentlicht über die „Alterseinkommen von Müttern und kinderlosen Frauen im Haushaltskontext“. Darin stellen die Autorinnen fest, dass „alleinlebende kinderlose Frauen in Westdeutschland trotz der ausgleichenden Leistungen für Kindererziehungszeiten für Mütter im Durchschnitt höhere eigene Alterseinkommen beziehen“. Die gesetzlichen Renten belaufen sich danach bei ihnen im Durchschnitt auf 958 Euro. Je mehr Kinder eine Frau hat, desto größer wird die Differenz.

Die Autorinnen haben auch festgestellt, „die alleinlebenden kinderlosen Frauen in Westdeutschland über ein deutlich höheres Haushaltseinkommen als die anderen untersuchten Gruppen verfügen; sie besitzen auch als allein lebende Personen Einkommen auf äquivalentem Niveau vieler Paarhaushalte“.

Übrigens ist diese Erkenntnis ein alter Hut, wie eine Suche bei Google belegt. Geändert hat sich seit dem wenig, die Schlagzeilen sind immer noch die gleichen wie 2013 „Mütter mit mehreren Kindern sind Renten-Verlierer“, schrieb da die „Süddeutsche Zeitung“

Aber, wenn es nach der CSU geht, wird sich daran auch in Zukunft nichts ändern. Wie schrieb die Partei 2003 so schön,

„Es kann nicht Aufgabe des Staates sein, Menschen für ihre Kinderlosigkeit zu bestrafen“, kritisiert die Bundesvorsitzende der Frauen-Union, Maria Böhmer, den Reformvorschlag der CSU, nach dem Kinderlose höhere Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, selbst jedoch nur noch eine Basisrente beziehen sollen. Ziel jeder Rentenreform müsse es sein, die Leistungen, die Erziehende für die Rentenversicherung erbringen, angemessen zu berücksichtigen

 hat auf dem Blog „Die Freie Welt“ auf den Familienberichts der Robert-Bosch-Stiftung aus dem Jahr 2005 die erhellende Passage herausgegriffen, warum das jetzige Rentensystem ungerecht ist – ungerecht gegenüber Müttern (und Vätern mit Kindern). Übrigens stammt das Vorwort von Autoren wie Kurt Biedenkopf, Hans Bertram, Margot Käßmann, Paul Kirchhof, Elisabeth Niejahr, Hans-Werner Sinn und Frans Willekens. Woldag meint, 2die Erkenntnisse des Berichts, der ursprünglich als familienpolitische Leitlinie der Merkelschen Bundesregierung gedacht war, sind heute jedoch so unfassbar weit von der unter der Kanzlerin dann tatsächlich verfolgten Antifamilienpolitik entfernt, dass man sich schon wundern muss, warum dieses „rückwärtsgewandte“ Dokument nicht bereits den Säuberungen des Internets zum Opfer gefallen ist“. Er empfiehl: „Laden Sie sich den Familienbericht noch herunter, bevor die inoffiziellen Mitarbeiter der Maasi die Bosch-Stiftung so unter Druck gesetzt haben, dass diese ihre Courage verliert.“

Und hier die Passage, die sehr einleuchtend erklärt, warum Frauen mit Kindern von der Gesellschaft ausgebeutet werden:

Im Kern besteht das Problem darin, dass das Steuer- und Sozialsystem, insbesondere die gesetzliche Rentenversicherung, mögliche Erträge des Aufziehens der Kinder in großem Umfang sozialisiert und ohne die Berücksichtigung der individuellen Übernahme von Kinderkosten an alle Angehörigen der jeweiligen Elterngeneration weiterleitet. Eltern verlieren daher bei ihren Entscheidungen über ihre Kinderzahl den Effekt eines zusätzlichen Kindes für ihre Altersversorgung aus den Augen und wählen eine geringere Kinderzahl. Die Sozialisierung des ‚Kindernutzens‘ erzeugt im Ergebnis die Illusion, das eigene Alter sei dank der kollektiven Sicherungssysteme auch ohne eigene Kinder gesichert. Diese Illusion ist inzwischen zum allgemeinen politischen Besitzstand geworden. Dies erklärt nicht nur den Widerstand, der gegen jede Veränderung des bestehenden Systems geleistet wird. Es erklärt auch das wachsende Gefühl der Ausbeutung derjenigen, die einen Teilabschnitt ihres Arbeitslebens der Erziehung ihrer Kinder widmen, zu diesem Zweck auf eine Vollzeittätigkeit verzichten, stattdessen unbezahlte Familienarbeit leisten und aus diesen Gründen vom geltenden Rentensystem auf eine Altersrente verwiesen werden, die in mittlerer bis fernerer Zukunft regelmäßig unter dem gegenwärtigen Niveau der Sozialhilfe liegen wird. Die Aussicht, auf diese Weise für eine Arbeit ‚bestraft‘ zu werden, die zwar nicht besonders angesehen, für die Zukunft des Landes und seine soziale Ordnung aber unverzichtbar ist, wird die ohnehin vorhandene Neigung zusätzlich verstärken, auf Kinder weitgehend zu verzichten.“(S.14)

Dem ist nichts hinzuzufügen.


Was spricht in Ihrer derzeitigen Situation gegen ein Kind?

Ursachenforschung in punkto Kinderlosigkeit – aus der Studie „Starke Familie“ von der Robert-Bosch-Stiftung

Gründe, die aus der Sicht von Kinderlosen gegen Kinder sprechenin Prozent
Ein Kind wäre eine große finanzielle Belastung47
Ich fühle mich noch zu jung dafür47
Meine beruflichen Pläne vertragen sich nur schwer mit einem Kind37
Ich habe bisher noch nicht den/die passende(n) Partner(in) gefunden28
Ich möchte möglichst viele Freiräume haben, mich nicht einschränken müssen27
Ich habe viele Interessen, die sich mit Kind nur schwer vereinbaren lassen27
Kinder sind anstrengend, ich weiß nicht, ob ich die Kraft u. Nerven dazu hätte27
Ich möchte möglichst unabhängig sein26
Ich hätte dann weniger Zeit für Freunde19
Ich weiß nicht, ob wir zusammenbleiben, ob unsere Beziehung stabil ist17
Ich/mein(e) Partner(in) hätte berufl. Nachteile, wenn wir ein Kind bekämen16

Basis: Bundesrepublik Deutschland; 18- bis 44jährige Kinderlose Quelle: Allensbacher Archiv, IfD-Umfrage 5177




Renten steigen bis 2030 im Schnitt um zwei Prozent

Jedes Jahr zwei Prozent mehr – um so viel sollen die Renten in Deutschland bis 2030 steigen. Die 20,8 Millionen Rentner können damit rechnen, dass die Bezüge bis dahin um durchschnittliche 2,1 Prozent pro Jahr steigen. Das geht zumindest aus den Modellrechnungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) hervor. Insgesamt sollen sich die Renten im Schnitt bis 2030 um 35 Prozent erhöhen. Parallel dazu sinkt allerdings das Rentenniveau von derzeit 48 auf 47 Prozent im Jahr 2024, danach geht es weiter nach unten bis auf 44,5 Prozent im Jahr 2030. Im vergangenen Jahr sahen die Prognosen noch etwas positiver aus – da sollten die Renten bis 2029 noch um 41 Prozent steigen.

Beitragssatz steigt auf 21,8 Prozent

Im Rentenversicherungsbericht 2016 des BMAS stehen noch mehr interessante Details. So wird 2030 der Beitragssatz auf 21,8 Prozent gestiegen sein, der Standardrentner bekommt dann 1844 Euro monatlich, das entspricht einem Rentenniveau von 44,5 Prozent. Standardrentner ist eine Modellperson, die 45 Jahre Beiträge eingezahlt und wie der Durchschnitt verdient hat. Das BMAS geht davon aus, dass die Beschäftigten riestern und 2030 monatlich 278 Euro bekommen. Zusammen mit der gesetzlichen Rente macht das dann 2122 Euro aus, was einem Sicherungsniveau von 51,2 Prozent entspricht.

Im Schnitt nur 1025 Euro Rente

Weitere wichtige Daten: Zurzeit gibt es rund 20,8 Millionen Rentner in Deutschland – 200 000 mehr als 2015. Standardrente ist das eine, tatsächlich ausgezahlte Rente das andere. Laut Rentenversicherungsbericht wurden 2015 im Schnitt an Männer 1025 Euro Rente pro Monat ausgezahlt. In Ostdeutschland war der Wert mit 1076 Euro etwas höher als im Westen mit 1012 Euro. Frauen bekommen deutlicher weniger. Im Westen erhielten sie im Schnitt 586, im Osten 838 Euro. Dass Frauen im Osten mehr bekommen als Frauen im Westen liegt daran, dass Frauen in den neuen Ländern mehr gearbeitet haben – sie konnten ihre Kinder schon früh in die Krippe, den Kindergarten oder Hort geben. Glücklicherweise leben viele Frauen nicht allein, so dass noch andere Einkünfte hinzukommen. Deswegen sind die Nettoeinkommen der Rentnerhaushalte meist deutlich höher.

Am 24. November wollen Union und SPD bei ein Rentenreformpaket schnüren. Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) will noch bis Ende November ein Rentenkonzept vorlegen.

Rentenniveau

Entwicklung des Rentenniveaus seit 2000
 StandardverdienstStandardrenteRentenniveau
200023.34112.35652,9
200123.78512.51252.6
200224.08312.74652,9
200324.24412.92553,3
200424.34112.89153,0
200524.38912.82152,6
200624.50112.79652,2
200724.90712.78151,3
200825.42512.84050,5
200925.10113.05552,0
201025.63213.23251,6
201126.44113.25350,1
201227.24913.46549,4
201327.84713.61248,9
201428.55313.74348,1
201529.310*13.95547,6
201630.020*14.36747,9
201748,1**
*vorläufig**erwartetQuelle: Deutsche Rentenversicherung




Halb soviel Rente für Frauen wie für Männer

Bei den Alterseinkünften klafft weiter eine  Lücke zwischen Frauen und Männern. Sie werde aber langsam kleiner, weil mehr Frauen erwerbstätig seien und Erziehungszeiten besser anerkannt würden, so eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.

Wenn Frauen ihren Rentenbescheid anschauen, muss ihnen schlecht werden, denn da stehen nur 600 Euro und ein paar Zerquetschte drauf. Männer bekommen hingegen im Schnitt mit mehr als tausend Euro deutlich mehr. Die Lücke bei den Renten der Vertreter beider Geschlechter ist gewaltig.

Frauen bekommen 618 Euro, Männer 1037

Die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung hat sich die Unterschiede bei den Ruhegeldern einmal vorgenommen und errechnete, dass Frauen 2014 durchschnittlich 618 Euro, Männer 1037 Euro gesetzliche Renten bekommen. Bei den Betriebsrenten sei die Differenz sogar noch eklatanter. So bekämen Männer 2011 im Schnitt mit 574 Euro fast dreimal so viel Geld wie Frauen.

Gesetzliche und private Rente addiert, sind es bei Frauen nur 43 Prozent der Altersbezüge wie bei Männern. Die Unterschiede haben sich der Studie zufolge seit Anfang der 90er-Jahre zwar angeglichen, aber so richtig befriedigen kann das niemand.

Wer hat schuld an dieser Diskrepanz?

Wer oder was trägt Schuld an dieser Diskrepanz: Die mangelnde Vereinbarkeit von Kindererziehung und Arbeit. Mal ehrlich, meist bleibt die Kindererziehung doch bei den Frauen hängen – und damit sind sie später im Rentenalter die Gekniffenen. Denn ihnen fehlen Beitragszeiten, obwohl sie etwas für die Rentenversicherungen getan haben, nämlich das Heranziehen künftiger Beitragszahler.

Knapp zusammengefasst heißt das:

  • Lücken in der Erwerbsbiografie: Frauen waren häufig nicht durchgängig berufstätig
  • oft nur Teilzeit: Frauen arbeiten häufig nur Teilzeit
  • Niedriglohn: Frauen tendieren zu Berufen (sozialer Bereich, Dienstleistung), in denen sie weniger verdienen
  • Öfter mal Pausen: Kinder zu betreuen, verlangt Präsenz und das lsst sich nur schwer mit dem Job vereinbaren
  • Minijobs: häufig nutzen Frauen Minijobs ohne Rentenversicherung

Übrigens, die „geschlechtsbezogene Ungleichheit in der Alterssicherung ist keine deutsche Besonderheit, wenngleich die Situation in Deutschland im europäischen Vergleich besonders ungünstig ist“, so das Institut der Hans-Böckler-Stiftung.

Die Studie wurde im Vorfeld des sogenannten „Equal Pay Day“ am 19. März veröffentlicht. Der 19. März ist der Tag, bis zu dem Frauen in Deutschland im statistischen Durchschnitt arbeiten müssen, um dasselbe Geld zu verdienen, das die Männer schon zum Jahresende auf dem Konto hatten.

Weiterführende Links:




Senta Berger besonders beliebt bei 50plus-Generation

Das 50plus-Magazin „Meins“ aus dem Bauer Verlag hat von TNS Emnid 478 Frauen und Männer befragen lassen, welche 50 50plus-Frauen bei ihnen denn besonders beliebt seien. Top-Favoritin ist die Schauspielerin Senta Berger (74), gefolgt von Iris Berben (65) und Hannelore Elsner (72). Die Plätze fünf und sechs belegen die Knapp-50er Veronica Ferres und Anke Engelke. Angela Merkel hat es nur auf Platz 15 gebracht, allerdings bekam sie von den „Meins“-Lesern die beste Platzierung unter den Politikerinnen 50plus.

„Dass Senta Berger bei den über 50-Jährigen in Deutschland am beliebtesten ist, freut uns ganz besonders“, schreibt die „Meins“-Redaktion. Sie sei eine absolute Power-Frau und genau so, wie sich die „Meins“-Leserinnen fühlen: schön, klug und voller Energie. Die Umfrage bestätige einmal mehr, dass „Attraktivität keine Frage des Alters ist“, so „Meins“-Chefredakteurin Sabine Ingwersen.

Berger, Hörbiger und Elsner als Zalando-Werbeikonen

Na, und um das Maß voll zu machen, lässt „Meins“ die Drei proklamieren, dass sie unbedingt einen Film gemeinsam machen müssten. Das wird im Magazin auch visuell ausgeschlachtet: Die österreichische Modefotografin Elfie Semotan drapiert die drei „Grande Dames“ (O-Ton „Meins“) Senta Berger, Christiane Hörbiger und Hannelore Elsner – übrigens müsste es grandes dames heißten – auf dem roten Teppich im „prunkvollen Treppenhaus des Wiener Burgtheaters“. Berger, Hörbiger und Elsner sind Testimonials für die Werbekampagne des Schuhversenders Zalando.

Ferres und Engelke bei Männern beliebt

Bei Männern scheint übrigens Veronica Ferres und Anke Engelke besonders beliebt zu sein, zumindest laut „Meins“-Umfrage. Aber nicht nur zwischen den Geschlechtern gebe es Unterschiede – auch regional variiere der Geschmack: „In Bayern gibt über die Hälfte der Befragten ihre Stimme an Senta Berger; in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt ist Iris Berben noch beliebter; die Berliner finden Hannelore Elsner am sympathischsten“.

„Meins“ kam 2012 auf den Markt, also noch früher als „Brigitte Wir“ und „Victoria50“. Daneben gibt es noch „Viva“. Die Verlage haben offensichtlich erkannt, wie lukrativ und zahlenmäßig stark die Gruppe der Babyboomerinnen ist. Zurzeit greift nur „Viva“ auch gezielt Themen für Männer ab 50plus auf.

Quellenangabe: obs/Bauer Media Group, Meins/Meins