Wie jeder ganz einfach im Alltag sparen kann

 

Ruhestand – das bedeutet, endlich die freie Zeit nach den eigenen Vorstellungen zu verbringen und sich vielleicht lange gehegte Wünsche zu erfüllen. Allerdings dürfen diese für viele Frührentner nicht zu teuer werden, denn bei vielen sieht die neue finanzielle Situation weniger rosig aus. Immerhin müssen alle, die vor dem Erreichen des gesetzlichen Rentenalters in den Ruhestand gehen, mit Rentenabschlägen leben. Gut, wer beizeiten an private Vorsorge gedacht hat.

Wer allerdings mit weniger auskommen muss, kommt nicht umhin, im Alltag zu sparen. Folgende Tipps helfen dabei.

Augen auf beim Kleiderkauf

Die ersten Sonnenstrahlen kommen heraus, der Sommer steht vor der Tür – und das Bild in den Schaufenstern der Fußgängerzone ändert sich. Dicke Winterjacken müssen luftigen Shirts auf der Kleiderstange weichen – die restliche Wintermode wandert mit satten Rabatten über den Ladentisch. Daher lohnt es sich, jetzt auf die Jagd nach Winterkleidung zu gehen. Bei Yoox beispielsweise finden Schnäppchenjäger hochwertige Kleidung zu vergleichsweise niedrigen Preisen mit einer großen Auswahl an Herrenmänteln; das gleiche gilt für Damen-Winterjacken. Wer seine Winter-Garderobe erneuern will oder muss, ist damit bestens beraten. Mit zeitlosen Schnitten und Farben ist nichts falsch zu machen.

Überblick über Verträge behalten

Strom, Telefon, Versicherungen – muss das alles so viel kosten? Es lohnt sich, bestehende Verträge zu durchforsten und sich einen Überblick über seine Finanzen zu verschaffen. Welche monatlichen Fixkosten gehen vom Konto ab und welche davon sind eventuell schon überflüssig? Lohnt sich die Handy-Versicherung für fünf Euro im Monat bei einem vier Jahre alten Handy überhaupt noch? Es lohnt sich auch für die meisten Haushalte, den Anbieter für Strom, Gas oder Internet regelmäßig zu wechseln, da viele Versorger nach ein oder zwei Jahren die Beträge deutlich erhöhen.

Lebensmittelkauf besser planen

Selbst zu kochen ist günstiger als außer Haus essen zu gehen, so viel vorweg. Aber auch beim Lebensmitteleinkauf lässt sich sparen. Auf den ersten Blick ist der Preisunterschied zwischen Supermärkten und Discountern bei den meisten Produkten kaum sichtbar, wer aber genauer hinschaut, stellt gerade bei Obst und Gemüse erstaunlich Unterschiede fest. Das liegt unter anderem daran, dass viele Discounter eine etwas kleinere Auswahl haben und sich eher auf saisonale Lebensmittel beschränken – gut für den Geldbeutel und die Umwelt. Das heißt, es lohnt sich auf, saisonal einzukaufen. Warum müssen es immer unbedingt Markenartikel sein? Gerade bei Nudeln, Spülmittel und Frischkäse ist die Hausmarke (Eigenmarke, No-name) meist deutlich günstiger. Häufig verstecken sich hinter No-Names bekannte Markenhersteller; meist kommen die Produkte sogar aus derselben Fabrik und unterscheiden sich kaum voneinander. Es lohnt sich, vor dem Einkaufen immer einen Einkaufszettel zu schreiben, um nur das zu kaufen, was auch tatsächlich benötigt wird. Wer außerdem die Woche im Voraus plant, statt täglich kleine Mengen an Lebensmitteln zu kaufen, kann auch hier bares Geld sparen. Doch Vorsicht, nicht jede Familienpackung ist auch automatisch günstiger. Ein Blick auf den Kilo-Preis der unterschiedlichen Produktpackungen verschafft hier Klarheit.

Bild: Flickr Loan HAMZA BUTT 




Wie Anleger mit kleinen Summen in Immobilien investieren können

400 000 Euro für eine 70-Quadratmeter-Wohnung in München ist nichts besonderes. Die Preise schnellen in die Höhe – viele können schon längst nicht mehr mithalten. Wie können Anleger mit kleinen Summen dennoch in Immobilien investieren? Mit Zinsanlage vernichten Sparer ja ihr Geld.

Klar, da fallen vielen offene und geschlossene Immobilienfonds ein, des weiteren Immobilienaktien – nur die wenigsten denken an Alternativen wie Crowdinvesting. „Crowd was?“ werden jetzt einige fragen. „Crowd“ heißt auf deutsch „Herde“oder „Masse“ – Masse Mensch. Viele investieren in ein größerer Projekt, das ein Einzelner nicht stemmen kann – das kann ein Windrad sein, ein Startup oder eben eine Immobilie. Eine Immobilie? Ja, eine Immobilie!

Per Schwarm zur Immobilie

Mit „Betongold“ ist das so eine Sache. Wer sich ein Häuschen kauft oder eine Eigentumswohnung geht damit ein Klumpenrisiko ein. Klar, in Metropolen wie München, Frankfurt, Hamburg und Berlin ist der Wertzuwachs fast garantiert. Was aber in anderen Regionen? Dumm nur, dass alle darauf spekulieren. Die Niedrigzinspolitik von EZB-Chef Mario Draghi lässt die Preise ins Kraut schießen. Die Einkommensentwicklung kann damit leider nicht mithalten. Das heißt, es wird für Normalverdiener immer schwieriger, sich ihren Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Glücklich die Erben – sie können sich auch überteuerte Objekten noch leisten. Aber auch sie müssen sich über Jahre oder gar Jahrzehnte binden. Für junge Paare mag das noch angehen, wer aber schon 50 oder gar älter ist, für denn wird es ein Problem. Die neuen Vorschriften zur Bewertung der Kreditwürdigkeit stellen weitere Hürden auf, denn die Bonität wird nun auch dahingehend beurteilt, ob sich die Verbindlichkeiten bis zum Renteneintritt zurückführen lassen.

Eine alternative Möglichkeit wären geschlossene Immobilienfonds, die das zur Realisierung bestimmter Bau- oder Sanierungsprojekte notwendige Eigenkapital akquirieren. Problem ist der  kostenintensiven Vertrieb, der von vornherein die Rendite schmälert. Die Idee der gemeinschaftlichen Finanzierung einzelner Projekte lässt sich aber auch deutlich günstiger umsetzen: mit Online-Plattformen – Stichwort Crowdinvestoren. Das eröffnet eine deutlich größere Flexibilität in punkto Mindestanlagesummen oder Auswahl geeigneter Objekte, vor allem aber ist diese Form der Finanzierung deutlich schlanker organisiert.

Vorteile von Crowdinvesting

Wie funktioniert das Ganze? Es gibt spezialisierten Crowdinvesting-Plattformen für Immobilien. Wer dabei mitmachen will, registriert sich als Nutzer, wählt das geeignete Projekt aus und legt sein Geld an. Die Konditionen sind vergleichsweise flexibel, so eröffnet exporo.de die Möglichkeit einer Geldanlage bereits ab einem Betrag von 500 Euro, die für zwei bis drei Jahre und mit einer Verzinsung zwischen fünf und sieben Prozent pro Jahr investiert werden können. Damit lässt sich auch eine das Risiko streuen: Mehrere kleinere Beträge werden in verschiedenen Immobilien investiert, was das Ausfallrisiko reduziert.

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil ist die Transparenz, die von den Plattformen gewährleistet wird: Die Anleger werden regelmäßig zum Baufortschritt informiert, auch hier eröffnen die digitalen Medien stringente Prozesse. Videos, Fotos und Berichte können schnell und vor allem kostengünstig zugänglich gemacht werden.

Die Kehrseite der Medaille

No risk, no fun – oder umgekehrt, ohne Risiko, keine Rendite. Das gilt auch für Crowdinvesting in Immobilien. Einerseits spielt natürlich das jeweilige Projekt eine wichtige Rolle, wenn es um die Erfolgsaussichten geht. Die Lage und die Qualität der Bausubstanz beeinflussen die Vermarktungschancen. Es können aber immer unerwartete Probleme auftreten: Verzögert sich die Baumaßnahme oder kommt es aus anderen Gründen zu Mehrkosten, führt das ebenso zu Verlusten wie der Ausfall von Mieteinnahmen. Sich mit der Materie zu befassen und die Exposés im Vorfeld genau zu prüfen, empfiehlt sich also in jedem Fall.

Ein weiterer Nachteil kann sich aus der vertraglichen Gestaltung ergeben, denn die Investition wird in der Regel als Nachrangdarlehen oder Genussschein umgesetzt. Die Anleger werden somit nicht an der Wertsteigerung der Immobilie beteiligt, sie sind also keine Miteigentümer, sondern geben de facto ein Darlehen. Auf der anderen Seite würden im Ernstfall erst die Verbindlichkeiten gegenüber Banken bedient, bevor die Crowdinvestoren eine Entschädigung erwarten könnten.

Chancen und Risiken abwägen

Immobilien werden bereits seit 2012 per Crowd finanziert, es gibt also durchaus belastbare Erfahrungsberichte, die zur Orientierung genutzt werden können. Die hohe Flexibilität in Bezug auf die Anlagesummen spricht neben der zu erzielenden Rendite eindeutig für diese Anlageform – die ohnehin angebrachte Sorgfalt bei der Auswahl der Projekte und Initiatoren vorausgesetzt. Ein gewisses Ausfallrisiko lässt sich nicht ausschließen, wie das für viele andere Modelle auch zutrifft. Das macht die Diversifizierung, also ein Splitting des Anlagebetrages auf verschiedene Projekte, umso wichtiger – und vor allem leicht umsetzbar.

Disclaimer:

Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier enthaltenen Aussagen sind nicht als Angebot oder Empfehlung bestimmter Anlageprodukte zu verstehen. Dies gilt auch dann, wenn einzelne Wertpapiere oder Investments erwähnt werden. Der Beitrag soll lediglich einen Überblick über die Möglichkeiten geben und die selbständige Anlageentscheidung erleichtern




Wie Draghi die Deutschen systematisch enteignet

Der Chef der Europäischen Zentralban (EZB), Mario Draghi, lacht sich ins Fäustchen, wenn die Deutschen wegen der Enteignung ihres Vermögens durch die Notenbank klagen. “Selber schuld”, so sein Kommentar. Aber am Fakt, dass die Deutschen durch die EZB enteignet werden, ist nicht zu rütteln.

Und, es wird von Monat zu Monat schlimmer. Im Dezember stieg die Inflationsrate auf 1,7 Prozent, im Januar werden es laut Statistischem Bundesamt bereits 1,9 Prozent sein. Gleichzeitig bekommen die Deutschen immer weniger für Tagesgeld. Laut Ypos Finanzplanung liegt die durschnittliche Rendite für Tagesgeld irgendwo bei 0,07 Prozent. Beim Marktführer ING Diba gibt’s noch 0,35 Prozent. Aber bei den Großen wie der Postbank müssen sich Kunden mit 0,01 Prozent begnügen. Das heißt, wer sein Geld konservativ anlegt, verliert 1,89 Prozent: 0,01 minus 1,9 – im besten Fall immer noch minus 1,55 Prozent.

Der Realzins ist längst schon negativ - schlecht für Geldvermögen Bild: ypos-fp

Der Realzins ist längst schon negativ – schlecht für Geldvermögen Bild: ypos-fp

Wie soll da noch jemand fürs Alter vorsorgen? Nach dem der Ölpreis lange Zeit vergleichsweise tief war, zog er in den vergangenen Monaten wieder an. Auch Lebensmittel werden teurer, nicht zu vergessen die Mieten. Daran wird sich so schnell nichts ändern – im Gegenteil. Die ersten aus der Babyboomer-Generation müssen bereits aus den teuren Schwarmstädten wie München, Frankfurt und Hamburg wegziehen, weil sie sich die Mieten nicht mehr leisten können.

Draghi ist das egal, weil er nur die Südländer im Blick hat. Für die Deutschen allerdings bedeutet seine Politik eine schleichende Enteignung. Die Sparer stecken in der Zwickmühle. Sie könnten ihr nur entkommen, wenn sie mehr in Aktien investieren.

„Die Nullzinspolitik bei steigender Inflation ist verheerend für den deutschen Sparer„, empörte sich Bayerns Finanzminister Markus Söder im „Handelsblatt“. Draghi dürfte sich davon kaum beeindrucken lassen. Niemand sollte damit rechnen, dass die EZB die Zinsen bald wieder anhebt. Draghi betonte erst vor kurzem wieder, dass die Zinsen noch lange niedrig bleiben werden.

Am stärksten gestiegen ist Energie mit einem Plus von 5,8 Prozent, gefolgt von Lebensmitteln (plus 3,2 Prozent). Die Nettokaltmieten sind angeblich „nur“ um 1,6 Prozent gestiegen – Münchner können darüber nur lachen.




Beste Linksammlung rund ums Thema Ruhestand

Links sind das A&O des Web, deswegen dürfen sie auch auf dieser Seite nicht fehlen. Nach Monaten des Sammelns und Auswertens bietet Vorunruhestand.de sicher die umfangreichste Linksammlung zum Thema Vorruhestand, Rente und Altern. Die Sammlung wächst permanent und enthält allein mehr als hundert Links zu Seiten und Blogs rund um Rente und Vorruhestand sowie Best Aging, eineinhalb Dutzend Links zu Pension und Beamtenversorgung, ein halbes Dutzend Links zum Thema Rabatte für Rentner, ebenso viele Links zum Thema Gesundheit, mehr als ein Dutzend Links zu Themen wie Geld und Finanzen sowie Links zu Reiseseiten.

Ferner enthält die Linksammlung ausländische Adresse aus Österreich, der Schweiz, Großbritannien, Frankreich, den USA und Australien.

Das Thema wird immer wichtiger, denn in den kommenden Jahren werden viele in diese Phase hineinrutschen und sich zwangsläufig mit dem Übergang vom aktiven Berufsleben in die Rente beschäftigen, beschäftigen müssen.

Dafür braucht es Inspiration, Anregung und Information – genau das soll diese Linksammlung bieten.

Viel Spaß beim Stöbern – und das ist nur der Anfang: Da folgen noch mehr. Für Hinweise bin ich offen. Es wäre übrigens schön, wenn die Webmaster dieser Seiten einen Back-Link auf vorunruhestand.de setzen würden.




Rentner versinken im Armutssumpf – Vorsorge als Pflicht

Arme Münchner und Hamburger Rentner – und vor allem die künftigen. Sie werden in Zukunft deutlich schlechter leben als heute, denn das Geld der gesetzlichen Rentenversicherung wird hinten und vorne nicht reichen. „Viele Deutsche leben auf morastigem Grund, dann nämlich wenn es um ihre finanzielle Zukunft geht“, schreibt die „Welt“ in der Ausgabe vom Freitag, den 13. November 2015. „Nur die wenigsten Bundesbürger dürfen darauf hoffen, dass die gesetzliche Rente ihren Lebensstandard im Alter sichert“. Es wird in Zukunft also eher noch schlimmer als besser – und daran wird auch die Rentenerhöhung im kommenden Jahr nichts ändern.

Münchner Rentnern bleibt weniger als Berlinern

Der Branchenverband der Versicherer (GDV) hat vom Forschungsinstitut Prognos ausrechnen lassen, was Rentner künftig an Kaufkraft bleibt. Das Ergebnis, so viel vorweg, ist erschreckend und sollten jeden, der bereits Rente bezieht oder demnächst in Rente geht aufhorchen lassen. Die Sozialforscher haben sich dabei nicht auf den abstrakten „Eckrenter“ gestützt mit Durchschnittslohn aus 45 Jahre Beitragsjahren, sondern auf praxisnahe Beispiele in München und Hamburg. „So darf ein Elektroinstallateur in München 2040 zwar mit einer sogar etwas höheren Rente rechnen wie ein Elektroinstallateur in Berlin, nämlich 1452 Euro verglichen mit 1451 Euro; das deutlich höhere Preisniveau in der bayerischen Hauptstadt zwingt den Ruheständler jedoch zu deutlichen Abstrichen beim Lebensstandard“, schreibt die „Welt“. Das heißt, dem Münchner Rentner bleibt deutlich weniger Kaufkraft als dem Berliner – ein Fünftel immerhin.

„Sobald wir dem Rentner ein Gesicht geben, ergibt sich ein ganz anderes Bild als in der allgemeinen Wahrnehmung“, zitiert die „Welt“ Michael Böhmer, Chefvolkswirt der Prognos AG. Der Durchschnittsverdiener verdecke die Lebenswirklichkeit der Beschäftigten, so GDV-Präsident Alexander Erdland.

Perspektiven dramatischer als gedacht

Eigentlich wollte ich ja mal nicht übers Finanzielle schreiben, aber die Zahlen sind doch dramatischer als selbst ich dachte. Deutschland wird sich dramatisch verändern – es könnte eben gut sein, dass sich Rentner einige Großstädte nicht mehr leisten können, weil die Lebenshaltungskosten einfach zu hoch sind im Vergleich zu ihrer Kaufkraft. Dazu kommt, dass das Rentenniveau in den kommenden Jahren noch weiter sinken wird, während die Abgaben und Gebühren steigen. Diese Entwicklung hat eine Sprengkraft, die wir uns heute noch nicht annähernd vorstellen können. Das heißt, der Druck im Kessel steigt. „Nur die wenigsten Bundesbürger dürfen darauf hoffen, dass die gesetzliche Rente ihren Lebensstandard im Alter sichert“, um noch einmal die „Welt“ zu zitieren.

Frauen sind besonders schlimm dran

Besonders schlimm wird es natürlich für viele Frauen, für Alleinerziehende und Menschen mit gebrochener Erwerbsbiografie, wie das so geschwollen heißt. Wer zeitweise arbeitslose oder krank war, steht in Zukunft vor einem Scherbenhaufen. Sorry, wenn ich das so hart sagen muss. Viele werden auf Grundsicherung angewiesen sein, die seit 1. Januar 2014 monatlich 391 Euro beträgt, wobei sie individuell berechnet wird. Niemand sollte es zu peinlich sein, einen Antrag beim Sozialamt zu stellen.

Bei den Renten sei es künftig nötig, sich stärker an der „Rentenkaufkraft“ zu orientieren, meint Chefsvolkswirt Böhmer.

Rentner-Paradiese in Deutschland

Vielleicht – und das zeichnet sich ja schon ab – wird es eine Wanderungsbewegung bei „Rentnern“ geben. Sie fliehen Ballungszentren wie München und Hamburg und ziehen in „Rentnerparadiese“ im Bayerischen Wald, nach Mecklenburg-Vorpommern oder an die deutsch-polnische Grenze, wo es sich billiger lebt als in München und Hamburg. Die höchste Kaufkraft haben Senioren Prognos zufolge Oberspreewald-Lausitz-Kreis. Auch Tirschenreuth in der Oberpfalz ist deutlich billiger als Gemeinden in Oberbayern. Natürlich wird künftig das Ausland auch eine stärkere Rolle spiele bei den Überlegungen der Rentner, wenn es um den Lebensmittelpunkt geht.

Klar, der GDV plädiert schon im Eigeninteresse für Vorsorge, aber ganz abgesehen davon, dürfte es jedem mit gesundem Menschenverstand klar sein, dass er sich auf die gesetzliche Rente nicht verlassen sollte.

Den Kopf in den Sand stecken, ist leider keine Lösung, so viel sollte jedem klar sein. Macht was!

Weiterführende Links:

Rentner-Kaufkraft in Deutschland

Rentner-Kaufkraft in Deutschland

 

Renten-Kaufkraft im regionalen Vergleich

Renten-Kaufkraft im regionalen Vergleich

 




Hobby, Muße oder Arbeit

Hobby, Muße oder Arbeit? Was anfangen mit der vielen Zeit in Rente oder Pension. Nach der Ent-Beruflichung haben Rentner pro Jahr annähernd 1800 Stunden freie Zeit. Verreisen, reparieren, länger schlafen, ausgiebig frühstücken – irgendwann wird das fad. Schon im Vorruhestand gilt es, über sich und seine Ressourcen nachzudenken. „Was interessiert mich?“, „Was wollte ich schon immer mal anfangen?“ – diese Fragen helfen weiter.

Künftig Kür statt Pflicht

Am besten ist es, einfach mal eine Bestandsaufnahme zu machen, in sich zu gehen, alles aufzuschreiben, was einem so einfällt – ohne schon gleich ein Ranking aufzustellen. Es soll Spaß machen – keine Pflicht, sondern Kür. Wer in Rente ist, muss niemand mehr etwas beweisen. Im Vordergrund steht Muße – das ist nicht „Nichtstun“ oder Müßiggang, „sondern Muße ist ein Auf-sich-selbst-konzentrieren“, wie es der ehemalige Benediktinermönch Anselm Bilgri in einem „Zeit“-Interview einmal definierte.

Im Idealfall ist es ein Zustand des Vertieft-seins, so dass nichts anderes eine Rolle spielt. Der Psychologe Mihály Csíkszentmihályi nennt diesen Zustand „Flow“, das ist in etwa so „wie Kinder während des intensiven Spiels“, beschreiben Werner Tiki Küstenmacher und Lothar Seiwert in ihrem Buch „simplify your life“. Im „Flow“ läuft es, ohne groß darüber nachzudenken. Flow erzeugt Glücksgefühl.

Hobby, Muße oder Arbeit

Flow hat mit Selbstvergessenheit zu tun. Bezeichnenderweise versinken Künstler oft in diese Selbstvergessenheit. Malen oder Musizieren eröffnen die Chance zum Flow. Deswegen habe ich es selbst versucht und mich bei Artistravel für einen Malkurs auf Föhr angemeldet – „Oberflächlichkeit und Tief – Experimente rund um Strukturen“, so der Titel. Die Dozentin: Birgit Dierker.

Acryl-Malerei als neues Hobby

Wir loteten als Gruppe die Möglichkeiten der Acryl-Malerie aus – und ich muss sagen, dass Acryl viele bietet. Die Farben lassen sich auf die Leinwand pinseln, anspritzen, per Heißluftgebläse erhitzen, spachteln, tupfen, wischeln, sprühen, klecksen und mit Marmormehl versetzen. Dabei entstehen Werke mit einer teilweise eigenwilligen Textur und Struktur, erstaunliche Farbspiele mit unbeabsichtigten Effekten. Hobby, Muße oder Arbeit – Acryl-Malerei kann alles sein, nun Arbeit für mich sicher nicht.

Die Woche war Inspiration und Ermutigung, das Gelernte zu vertiefen und die Möglichkeiten auszuloten. Vermutlich war das nicht der erste und letzte Workshop. Übrigens, der Spaß kam in der Woche auch nicht zu kurz, wie sich an den Fotos leicht ablesen lässt.

Herb Stumpf hat in seinem Buch „Wenn das Wochende 7 Tage hat“ ein „Übersicht mit Anregungen für verschiedene Aktivitätsbereiche“ geliefert – hier seine Liste:

  • Familie und Freunde – sich engagieren für Enkel, Eltern, Kinder, andere Verwandte
  • Sozialer Bereich – Clubs, Tafeln, Bürgerinitiativen, Ehrenämter
  • Gesundheit und Sport – Wandern, Walken, Yoga, Fitness
  • Wohnen und Haushalt – Renovieren, Umgestalten, Kochen
  • Reisen – mit wem, wann
  • Fortbildung – Volkshochschulen, Kurse, Sprache … und natürlich Hobbys
  • Ämter – Schöffe, Ausbilder, Trainer, Berater
  • Finanzen und Vermögen – Ausgaben und Einnahmen kontrollieren, Vermögen verwalten

Es gibt viel zu tun – wer seinen Ruhestand der Ruhe opfert, ist selber schuld“, so ein Zitat Stumpfs

Ach ja, ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog oder via Twitter an https://twitter.com/dineros 

… und hier einige Bilder vom Mal-Workshop auf Föhr:

Hobby, Muße oder Arbeit

Birgit Dieker beim Workshop auf Föhr

Gruppenarbeit beim Mal-Workshop

Gruppenarbeit beim Mal-Workshop

Bilder, die während des Mal-Workshop auf Föhr entstanden

Bilder, die während des Mal-Workshop auf Föhr entstanden

mein aktuellstes Bild

mein aktuellstes Bild

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mein erstes Bild beim Mal-Workshop auf Föhr

 




Wie sehen die acht besten Finanztipps aus?

Der Finanzblogger Salvatore Decker aus Ludwigsburg hat andere Blogger nach ihren besten Tipps gefragt. Acht haben geantwortet. Wie sehen nun die acht besten Finanztipps aus? Die Antworten helfen beim Ordnen der persönlichen Finanzen – und ebnen damit auch den Weg zu einem auskömmlichen Ruhestand. Ob sie nachvollziehbar sind, muss jeder selbst entscheiden:

Hier die acht Tipps, die der Ludwigsburger Finanzblogger zusammengetragen hat:

  • So rät Holger von zendepot.de, „optimistisch zu denken“. Ferner plädiert er für Geduld. Denn „Crash-Propheten, die Mahner und Warner unter all den Börsen-„Experten“, gab es schon immer und wird es immer geben; ihnen Gehör zu schenken macht genauso wenig Sinn wie übertriebene Euphorie im Sinne von übersteigerten Renditeerwartungen“. Holger spricht sich für Durchhalten aus.
  • Dann kommt Manuel von finanzielle.de zu Wort: Er ruft das Haushaltsbuch wieder in Erinnerung. Er sieht darin eine gute Basis. Manuel nutzt übrigens selbst eines. „Mit diesem Instrument bekommt man einen sehr guten Überblick über seine regelmäßigen Einnahmen und Ausgaben“, so Manuel.
  • Tobias von www.preis-und-wert.com: Er fordert, aus Fehlern zu lernen. „Niemand macht alles richtig, gerade was den Umgang mit und die Anlage von Geld angeht, aber wenn man seine Fehler erkennt und nicht wiederholt, dann kann man enorme Summen sparen – egal ob es Vertrauen in den falschen Berater, Spekulieren am Finanzmarkt oder verpasste Chancen sind“, so sein Resümee.
  • Holger von der-privatanleger.de: „Erkenne dich selbst“, so sein Mantra. Die beste Strategie nütze nichts, wenn sie nicht zu einem passe.
  • Claudius von Plutosblog.de: Ihr Credo – „probiere dich aus und sei offen für Neues“. Also, Rat zwar annehmen, aber seine eigenen Erfahrungen machen.
  • Christine von dividenden-sammler.de: Sie zitiert Christine Bortenlänger, Chefin des Deutschen Aktieninstituts DAI mit den Worten – „Es kommt bei der Aktienanlage auf eine breite Streuung, einen langfristigen Anlagehorizont und auf kontinuierliches Sparen an.“
  • Christoph von www.finanzkueche.de: Er empfiehlt, Zeit und Geld in das eigene Humankapital zu investieren, denn „eine bessere Rendite findest Du nirgendwo“.
  • Marco von passives-einkommen-verdienen.de: Marco verurteilt das Streben nach maximalem Profit, denn es „führt früher oder später zum totalen Zusammenbruch, langfristiges – intelligentes und konservatives Wachstum ist der Schlüssel zum Erfolg“. Seine Empfehlung: „Investiere ausschließlich weltweit in mindestens 5 verschiedene Anlageklassen gleichzeitig“. Er rät davon ab, etwas zu kaufen, was der Einzelne nicht versteht – und „jedem neuen Trend ohne reifliche Überlegung hinterher zu laufen“.

Finanzblogger Decker hat sicher recht, wenn er empfiehlt, sich „den entsprechenden Blog anzusehen“.

 




Arm in Rente

Mal ehrlich, den Satz „Über Geld spricht man nicht“ kennt jeder. Die Deutschen sind „g’schamig“, wie das so schön auf bayrisch heißt, wenn es um das Thema Geld geht, entsprechend niedrig ist das Finanzwissen hierzulande. Viele haben auch schlicht und einfach keine Lust, sich mit Geld zu beschäftigen. Schade, aber das ist der Ist-Zustand in Deutschland. Alles nur gefühlt – oder ist es wirklich so? Nicht nur gefühlt, wie einige Studien belegen. Aktuell hat die Postbank wieder eine entsprechende Studie aufgelegt, die der „Welt am Sonntag“ wohl vorliegt. Das Ergebnis ist vielleicht nicht ganz verwunderlich: „Die Grundeinstellung zum Geld ist von überholten Vorstellungen geprägt, das für die Altersvorsorge so wichtige Thema ist den Menschen lästig, und beim Finanzwissen tun sich fatale Lücken auf“, so die „Welt am Sonntag“.

Dabei wäre es dringend notwendig, über Geld nachzudenken, denn für Tagesgeld gibt es nur noch Mickerzinsen, Immobilien haben mittlerweile Preise erreicht, die vielen die Sprache verschlägt – und Anleihenrenditen sind am Boden: Deutsche Staatsanleihen kommen im Schnitt auf eine Rendite von weniger als ein halbes Prozent. Aktie sind fast schon alternativlos, wobei das Wort „alternativlos“ mittlerweile ziemlich verbraucht ist. Trotzdem, ohne Aktien lässt sich ein Vermögen weder erhalten noch vermehren, die Inflation eingerechnet. Das ist vielen Deutschen jedoch nicht bewusst, wie die Postbank-Studie wieder einmal belegt.

Nur wenige beschäftigen sich gern mit Geld

Offenbar ist das Thema der „Welt am Sonntag“ zufolge „vor allem für Menschen mit weniger Geld schambesetzt“. So richtig gern beschäftigen laut Studie nur 9,3 Prozent, „mehr als die Hälfte der Befragten lediglich in dem Maße, in dem es für sie notwendig ist“.

Das meiste Wissen haben übrigens gerade die 50- bis 59Jährigen, während die Altersgruppe von 30 bis 39 besonders wenig über Geldanlage weiß, so die Studie. Aber genau letztere Gruppe hätte es besonders nötig, da ihre gesetzliche Rente sicher geringer ausfallen wird und sie deswegen rechtzeitig vorsorgen müsste.

Unterschied zwischen Männer und Frauen

Noch etwas ist ganz interessant: Ein Unterschied klafft laut Studie auch zwischen Männern und Frauen. Frauen, die vielleicht nicht ganz so erfolgreich sind, reden eher über das Thema als Männer in der gleichen Lage. Offensichtlich fühlen sie sich weniger herausgefordert als Männer und sind eher bereit, über Gelddinge zu reden.