Wer nutzt welche sozialen Netze – und warum?

Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat, Pinterest, Xing, LinkedIn, WhatsApp, YouTube, Google+ – mittlerweile fällt es schwer, den Überblick über die Vielzahl der sozialen Netze zu behalten. Wer soll sich da noch auskennen? Wer nutzt was – und warum?

Facebook – die Nummer eins

Facebook ist sicher die Nummer eins unter den sozialen Netzen. Für das dritte Quartal 2016 weist der amerikanische Konzern annähernd 1,8 Milliarden monatlich aktive Nutzer aus, davon 229 Millionen in den USA und Kanada und 342 Millionen in Europa – der Rest in Asien und anderswo. Klingt nach viel. Was heißt das aber konkret? Geht es immer so weiter? Wer genau nutzt Facebook und warum. Was läuft bei den anderen sozialen Netzen? Gibt es Unterschiede im Nutzerverhalten und in punkto Alter?

Okay, das klingt ziemlich pauschal, deswegen will ich es herunter brechen auf meinen Blog. Ich nutze ja längst nicht alle sozialen Netzen, aber zu denen, die ich nutze gehören Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest, Xing, WhatsApp, YouTube und Google+ – allerdings nicht alle aktiv, sondern einige auch nur passiv. Snapchat, na ja, habe mir mal eine Präsentation angeschaut – und fand’s nur noch gaga. Aber okay, Teenies sind begeistert, aber auch nur die.

Was taugt für wen?

Zurück zur Frage – was taugt für wen? Bei der Auswertung meines Blogs mit Google Analytics fällt auf, dass in punkto „Social“ Facebook ganz klar die Nase vorn hat – aber so was von eindeutig. Mehr als 90 Prozent des Traffic, sprich der Seitenaufruf kommen von Facebook, gefolgt von Blogger (1,7 Prozent), Pinterest (1,6 Prozent), Twitter (1,6 Prozent), Google+ (1,1 Prozent), Instagram (0,2 Prozent) und Xing (0,1 Prozent). Die Aufzählung verdeutlicht, welche Rolle Facebook spielt.

Facebook gut für 50plus

Zugegeben, mein Blog ist eher ein Blogozine und spricht mehr den Verstand als das Gefühl an. Vermutlich sieht die Abrufstatistik in punkto soziale Netze von anderen Blogs ganz anders aus. Die Diskrepanz zwischen Facebook und anderen sozialen Netzen scheint allerdings symptomatisch für 50plus-Blogs. Bei Facebook sind die Nutzer deutlich älter. Statistiken zufolge sind ein Viertel bis die Hälfte aller Facebook-Nutzer älter als 45 Jahre. Facebook ist allerdings auch schon länger online – und kommt den Bedürfnissen Älterer entgegen. Facebook dürfte auch für andere 50plus-Blogs der größte Traffic-Bringer sein.

Und was ist mit den anderen sozialen Netzen? Über Blogger haben wir ja noch gar nicht gesprochen: „Blogger“ ist der Blog-Service von Google. Wer einen Blog einrichten will ohne viel Geld auszugeben, ist bei Blogger gut aufgehoben. Damit habe auch ich angefangen – die ersten Gehversuche sind auch noch unter unruhestand.blogspot.de zu besichtigen. Wer nur gelegentlich bloggt, für den ist Blogspot eine gute Wahl. Offensichtlich wird der Service von Google genutzt, ablesbar an den Abrufen, zumindest gilt das für mich.

Was ist mit Pinterest? Nett, aber kein Traffic-Bringer. Pinterest ist ein soziales Netz für Bilderfans. Mit Pinterest lassen sich Bilderkollektionen und virtuelle Pinnwände zusammenstellen. Pinterest ist immer noch US-lastig – und halt eher für Blogger mit Schwerpunkt Essen, Mode und Lifestyle sowie Reisen. Trendthemen sind denn auch Reisen, Do-it-yourself, Garten, Beauty, Fotografie, Essen, Wohnen und Mode. Nicht geeignet, um Traffic auf die eigene Seite zu lenken – aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren.

Instagram was für visuelle Typen

Ähnliches gilt für Instagram. Angeblich verdienen Teenager dem Branchendienst t3n  zufolge mit Instagram Millionen, indem sie beispielsweise Schleim auf Instagram bewerben – richtig gehört, „Schleim“. So ein Klumpen Schleim kostet dann schon mal zehn Dollar und mehr.

Eines der meist geklickten Schleim-Videos auf Youtube

Instagram ist was für visuelle Menschen wie die BusinessMuse, Künstlerin und Mentorin Birgit Dieker – sie mag „auf Instagram aus vielerlei Gründen nicht verzichten“. Gerlind Hector von Fair-Fashion hat festgestellt, dass ihre „Leser totale Instagramer sind“. Mit Instagram lassen sich eben Bilder schnell verbreiten – deswegen ist Instagram auf meinem Blog eingebunden. Vermutlich habe ich die Möglichkeiten noch längst nicht ausgeschöpft. Aber, was nicht ist, kann ja noch werden. Übrigens, meinem Instagram-Account folgen vor allem 25- bis 34-Jährige, während mein Blog vor allem von 55- bis 64-Jährigen genutzt wird – fällt also ziemlich auseinander. Übrigens nutzen laut „Welt“ hierzulande vier Millionen Menschen Instagram. Damit sei Instagram erfolgreicher als Twitter. Für Laura Ewert von der „Welt“ ist Instagram „die schädlichste, die böseste und die kaputteste App, denn sie macht süchtig nach einer Lightversion des Stalkings“. Sie versteigt sich sogar zu der Aussage, Instagram mache uns zu Psychopathen. Die Instagramer entwickeln sich zur richtigen Community: Tanja Praske stellt auf ihrem Blog Kultur-Museum-Talk die Münchner Instagramer vor. Anika Meier hat in der „Zeit“ beschrieben, wie sich Instagram verändert – in ihrem Artikel „Die Gier nach Likes und Followern“. 

Traffic durch Twitter – wohl kaum

Twitter ist in punkto Traffic-Bringer ein ziemlicher Reinfall, zumindest für mich. Liegt das an meinen Themen, an der Zielgruppe oder an den Tweets? Schwer zu sagen. Zwar lassen sich mit sogenannten URL-Shortenern, sprich Kurz-URL-Diensten lange Internet-Adresse auf ein Minimum verkürzen, so dass sie problemlos in die 140 Zeichen von Twitter passen, aber das ändert nichts am Nutzerverhalten. Übrigens, zu diesen URL-Shortener gehören goo.gl und bit.ly sowie t1p.de. Nun gut, der Aufwand lässt sich auch reduzieren, indem Blogger Facebook mit Twitter verknüpfen, so dass Facebook-Posts auch auf Twitter erscheinen – B2N-Social-Media sagt wie’s geht. Und dann ist da noch Google+. Wie der Name schon sagt, stammt das soziale Netz von Google – und die Inhalte werden natürlich auch von Googles Suchmaschine indexiert. Bei Google+ gibt es Communities mit 100 000 und mehr Mitgliedern – wer das passende Thema hat, dem eröffnen sich hier phantastische Möglichkeiten. „Home Design“ beispielsweise hat mehr als 500 000 Mitglieder, „WhatsApp Deutschland“ mehr als 430 000.

Vlogger schwören auf YouTube

YouTube ist etwas für Vlogger, sprich für Blogger, die gern mit Videos arbeiten. Aber auch YouTube hat seine Communities. Meine Kollegen – und bald Ex-Kollegen, denn ich gehe ja Ende April in Rente – von FOCUS-MONEY haben mit mission money so eine Community aufgebaut. Mission money (Motto „Geldgeil ist unser Lifestyle“), das sind vier Wirtschaftsjournalisten von FOCUS-MONEY – Geld ist das Tagesgeschäft. Die Vier erklären, wie Börse funktioniert, welche Versicherungen etwas taugen und die „Must Haves und No Gos“ – alles andere als „langweilig und staubtrocken“. Ist das die neue Art zu bloggen – per Video? Die Deutschen sind teilweise immer noch Finanzanalphabeten, weswegen es Finanzblogs und -vlogs schwer haben. Muss ja nicht so bleiben.

Und was ist mit WhatsApp?

Zum Schluss noch zu WhatsApp. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich nutze WhatsApp ausschließlich zur Kommunikation mit Familie und Freunden. Es lässt sich aber auch mehr damit anstellen. Aber das können euch sicher Andere besser erklären.

Tools für Sozialnetzwerker

A propos erklären, Google hat einen „Digitalen Workshop“ eingerichtet, „für alle, die im Web erfolgreich sein möchten“. Da erklärt Google so ziemlich alles, was ein Blogger über sozialen Netze wissen muss. Auch Google kommt auf den Trichter, dass nicht jedes soziale Netz für jede Zielgruppe taugt. Weniger ist mehr – so die Quintessenz. Wer planlos vorgeht, verzettelt sich leicht. Es lohnt sich, die Workshops durchzuarbeiten, unter anderem einen über soziale Medien. Google weist auch auf Tools hin, die Bloggern das Leben erleichtern, darunter Hootsuite, Buffer und Everypost. Natürlich hat Google ein Eigeninteresse daran, dass möglichst viele sozialen Netze nutzen, schließlich erhöht das den Traffic bei Google.




Wie sieht die richtige Altersvorsorge aus?

Wann lohnt sich Riester? ETF (Indexfonds) – Finanztip. Altersvorsorge als sozialpolitischer Auftrag – „Wir sind keine Hedgefonds!“ Niedrigzinsphase: Bilanzielle Konsequenzen der betrieblichen Altersvorsorge sind den meisten Mittelständlern unbekannt. Das und mehr steht dieses Mal in der The Altersvorsorge Daily

 




Viva, Victoria & Co. – 50plus-Magazin im Kommen

 

Sie heißen „Viva“, „Brigitte Wir“ und „Victoria50“ – die neuen Magazine für die 50plus-Generation. Wobei sich „Brigitte Wir“ und Victoria50″ eher an Babyboomerinnen wendet und eigentlich nur „Viva“ auch gezielt Männerthemen aufgreift. Das jüngste Mitglied dieser neuen Kategorie ist „Victoria50“, das vom amerikanischen Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (Oral-B, Always, Gilette, Lenor, Head & Shoulders, Charmin, Pantene, Ariel) herausgegeben und von der Düsseldorfer Werbeagentur BBDO gestaltet wird. Bei „Victoria“ dreht „sich alles um Ihre Interessen – die Interessen der wunderbaren Frauen um und über 50“. Die Macher gestehen den Frauen um die 50 zu „los zu leben“, weil „sie neugierig, selbstbewusst, abenteuerlustig und leidenschaftlich sind“ (O-Ton Victoria).

„Victoria“ von Procter & Gamble

P&G sieht vor allem eine wachsende Zielgruppe, die das Geld und die Bereitschaft mitbringt, es auch auszugeben. „Entspanntes Genießen, ein gemütliches Zuhause, sorgfältige Pflege, erstklassige Qualität“ stehen im Vordergrund der Themen – ganz nach dem Motto, „Lebenslust ist zeitlos“. „Schönheit & Stil“, „Gesundheit & Fitness“, „Familie & Zuhause“ sowie „Leben & Genuss“, die Rubriken, stehen im Vordergrund, weil P&G dafür auch die entsprechenden Produkte hat. Natürlich geht es um Haare, Mundhygiene, Epilierer und Feuchtigkeitscremes. Was wirklich zähle, sei die Erkenntnis „Wir sind nicht falsch, wir sind echt“, so Regina Först, Expertin für Ausstrahlung und Persönlichkeit. Das sei im wahrsten Sinne Selbstbewusstsein. „Die neue Einstellung zum Ich und zum Körper sorgt dafür, dass sie sich alles andere als unsichtbar fühlen: Sie bestimmen den Stil, der ihnen gefällt. Sie fühlen sich gut, bewundert und alles andere als geschlechtslos. Sie empfinden Glück und Leidenschaft, sie flirten und lieben. Der so genannte ‚Sex der Erfahrung’ ist eine von Psychologen immer häufiger beobachtete Erscheinung“, heißt es bei Victoria.

„Viva“ von Gruner + Jahr

Victoria ist von Werbern gemacht, Viva von Redakteuren aus dem Haus Gruner + Jahr – der Unterschied wird schnell deutlich. Das fängt mit dem Editorial von Thomas Osterkorn an und hört mit der Themenauswahl auf. Übrigens Osterkorn hat treffend formuliert, was die Generation 50plus umtreibt, nämlich „das Geheimnis des gesunden und gelassenen Älterwerdens“, das darin besteht, „niemals in den ‚Ruhestand’ zu gehen, weder geistig noch körperlich“. Es gehe darum, „sich auch von privaten Krisen nicht aus der Bahn werfen zu lassen“. Titelgeschichte ist ein Porträt von Marianne Koch, die den Ehrenpreis für besondere Verdienste rund ums Alter bekam. Viva hat den „ttt“-Moderator Max Moor interviewt, spricht mit Fräuleinwunder Elke Sommer und zelebriert die Liaison John Lennons mit dem Mädchen May Pang. Viva lässt sich auch auf so heikle Themen ein wie das komplizierte Verhältnis von Schwiegereltern und Schwiegerkindern. Natürlich darf das Thema „Essen & Trinken“ nicht fehlen mit drei festliche Menüs.

Meins – Frauen wie wir! Bauer Media Group

Neu dazu gekommen ist „Meins – Frauen wie wir“. Und das schreibt der Bauer Verlag über sein 50plus-Magazin: „Meins ist das erste Frauenmagazin für Frauen 50plus, deren Lebensgefühl positiv und voller Energie ist, und Frauen so zeigt, wie sie sich selbst sehen wollen – ohne Diktat. Meins bedient eine attraktive und kaufkräftige Zielgruppe, die ihr Potenzial aus über 17 Millionen Frauen 50plus in Deutschland schöpft. Mit seinem eigenständigen und für das Frauenzeitschriftensegment neuen Konzept für Frauen ab 50 sichert die Zeitschrift sich mit einer verkauften Auflage von 135.849 Exemplaren (IVW III/2016) einen festen Platz im Markt. Die drei Kernsäulen Service und Ratgeber, Geschichten über Prominente und andere Menschen sowie die Café Meins Leser-Community sind in dieser Mischung einzigartig und geprägt von einem besonderen „Wir-Gefühl“.

Lobenswert, dass Viva auch über „Arbeit & Geld“ schreibt und erklärt, was zu beachten ist, wenn Rentner sich etwas dazu verdienen.

Ist doch toll, dass die Auswahl an Titeln für Babyboomer langsam wächst.

Weiterführende Links:

 

 




Angst vor der Rente? Absturz im Alter? Filme zum Thema

„Ihr solltet hier wirklich interessante Filme einstellen“, schreibt Jürgen Scheffler als Kommentar unter meine „Filme“-Seite mit Senioren- und Alten-Filmen. Recht hat er! Er hat auch gleich einen Link drangehängt zu einer YouTube-Übersichtsseite mit Filmen über Rente, Pension, Armut und Niedriglohn, Alter und Riester.

Angst vor der Rente – Absturz in die Armut

Und diese Liste enthält:

  • So brachte „Phoenix“ am 18. August eine Dokumentation über „Angst vor der Rente – Absturz in die Armut“, in der die Filme-Macher erklären, warum die gesetzliche Rente geplündert wird, warum das Rentenniveau weiter sinkt, warum es zu Riester kam und Norbert Blüm vielleicht doch nicht ganz so daneben liegt. Er wirft seinen Politikkollegen vor, dass die „Brandstifter Feuerwehr spielen“ und echauffiert sich über das Kartell der Lobbyisten, die seiner Meinung nach „Gehirnwäsche“ betrieben hätten. Für Blüm ist es die „Bild“, die Rentenlügen verbreitet – was ihm ja vorgeworfen wird. Die „Alterskatastrophe“ sei für ihn nur eine Medienkampagne – erfunden, um die gesetzliche Rente abzuwickeln und den Versicherungen neue Kunden zuzuführen. Ingo Blank und Dietrich Krauß schauen auch mal hinter die Kulissen und zeigen auch, was passiert, wenn einmal ein Finanzinstitut wie die Göttinger Gruppe pleite geht und Hunderttausende ihre Altersvorsorge verlieren. Zugegeben, ein krasser Fall.
  • „37°“ brachte ebenfalls im August die Sendung „Schuften bis zum Schluss – arme Rentner im reichen Deutschland“. „37 Grad begleitet Rentner, die ums tägliche Überleben kämpfen“, heißt es in der Info dazu.
  • Im „ZDF“ kam im März 2015 „Arm trotz Rente – Niedriglöhne und die Folgen“. Es gibt viele solcher Beispiele, darunter die Doku „zum Leben zu wenig: Wenn die Rente nicht reicht“, „Die Wahrheit über die Armut in Amerika“, „Obdachlos trotz Rente – Niedriglöhne und die Folgen“ und „Pension schlägt Rente“.
  • Bei „Maischberger“ kam am 15. September „Rente ist schrecklich! Die Lüge vom glücklichen Ruhestand“

Es lohnt sich, einfach mal reinzuschauen. Das Dauer-Thema Rente ist angesichts der Flüchtlingskrise etwas in den Hintergrund gerückt. Schade.

Übrigens, „Flüchtlinge“ ist zum Wort des Jahres gekürt worden, nach „Je suis Charlie“ und „Grexit“.

 

Weiterführende Links:




Mach dir deinen Alltag schön!

Der Alltag vor dem Ruhestand ist ausgefüllt mit Pflichten und Aufgaben, Besorgungen und Notwendigkeiten. Da bleibt wenig Zeit für sich selbst und Achtsamkeit. Im Ruhestand mag das alles anders werden. Bis dahin bleiben noch Wochen oder Monate. Aber warum nicht schon heute damit beginnen, die Achtsamkeit zu schärfen und dem Alltag andere Seiten abzugewinnen.  Anregungen dafür liefert Anja Neuberg in ihrem Blog lebenistansteckend. Sie hat ihre Ideen in einem Gastbeitrag zusammengefasst.


Gastbeitrag von Anja Neuberg

 

„Alltag“ – hmmm, das klingt irgendwie unspannend, trist und ein wenig farblos. Und für Viele hat der Begriff das gewisse NICHTS. Das finde ich schade. Wirklich schade…

Denn der Alltag kann ja schließlich nichts dafür, dass viele ihm keine Chance geben, ihn nicht gestalten, sondern einfach so an sich vorbeiziehen lassen. Mit all den negativen Assoziationen. Und deshalb hier und heute mein JA zum Alltag – verbunden mit dem Aufruf: Mach dir deinen Alltag schön!

Was das bedeutet? Nun, in regelmäßigen Abständen gibt es zukünftig auf meinem Blog www.lebenistansteckend.de ganz persönliche Ideen und Tipps, wie du dir deinen Alltag schön machen kannst. Praxiserprobt und für gut befunden. Und wenn dir etwas davon gefällt, dann probiere es einfach aus und teile deine Erfahrungen. Egal, ob über einen Kommentar auf diesem Blog, eine Nachricht auf Facebook, eine E-Mail oder oder oder… Also dann, los geht`s:

  • Raus aus den Federn und ab an die frische Luft.

Vielleicht rollst du jetzt mit den Augen. Aber Tipp Nummer 1 ist: Stehe zehn Minuten vor allen anderen in der Familie auf, ziehe dir eine dicke Jacke über und geh direkt nach draußen. So müde, so verpeilt, so muffelig du vielleicht auch noch bist. Mache es. Atme ein. Atme aus. Beobachte. Laufe. Oder auch nicht. Genieße. Diese zehn Minuten. Nur für Dich.

  • Stelle etwas her – mit deinen eigenen Händen.

Vielleicht kennst du das? Häufig fehlt uns in unserer digitalisierten Welt am Ende des Tages das Gefühl, nicht nur etwas geschafft, sondern etwas „geschaffen“ zu haben. Mein Tipp: Nimm dir am Abend Zeit dafür. Bei den Naturkindern findest du eine wunderschöne Idee, die einfach umsetzbar ist. Neugierig? Dann einfach hier entlang.

  • Tue jemandem etwas Gutes.

Diese Idee ist ganz einfach umzusetzen und macht gleich zwei Menschen glücklich… probiere es aus. Ganz spontan. Dir fällt nix ein? Eine kleine Geschichte dazu von mir: Vor kurzem saß ich frühmorgens im Wartezimmer einer Arztpraxis. Ich war nicht selbst Patient, sondern begleitete jemanden. Neben uns saß eine ältere Dame mit ihrer Tochter. Wir warteten und warteten… Plötzlich stand die Tochter auf: „Ich hole mir nebenan beim Bäcker einen Kaffee. Mögen Sie auch einen haben?“ Ja, sie meinte tatsächlich mich. Oh, das war …! Denn es war noch so früh und ich war müde und hatte noch nicht gefrühstückt und und und. Tolle Frau.

  • Plane einen Genuss-Abend pro Woche.

Nimm dir deinen Kalender. Gleich jetzt. Sofort. Und dann trage dir bitte in jede kommende Woche einen „Genuss-Abend“ ein. Als festen Termin. Nur für dich. Was du dann machst, ist ganz allein deine Entscheidung. Vielleicht ein schönes Essen kochen, einen Abend mit Freuden verbringen, eine Yogastunde nur für Dich, einen fernsehfreien Abend mit dem Partner genießen, einen Abend für Dein Hobby, eine gute Flasche Wein, einen Spaziergang im Dunkeln… Die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

  • Lass jeden Tag eine Sache weg.

Mit diesem Tipp geht es deiner To-do-Liste an den Kragen. Und glaub mir, sie wird sich dagegen wehren. Also, sei stark und konsequent und lasse pro Tag eine Sache weg, die zwar dringend erscheint, aber nicht wichtig ist. Das macht pro Woche sieben (!) Dinge weniger…

Und jetzt warten wir ganz gespannt auf dein Feedback.


Über die Autorin

Anja Neuberg war viele Jahre lang Marketingfrau mit Leib und Seele. Heute bloggt sie auf ihrem Blog lebenistansteckend über die Lust am Leben, ihre Erfahrungen mit dem Thema Achtsamkeit und den ein oder anderen ganz persönlichen Aha-Moment im Alltag. Nimm dir Zeit  – für dich und ihr Blog… Es lohnt sich.


Es ist ein Vergnügen, die Ideen eines Anderen hier auszubreiten. Anjas Gastbeitrag weist neue Wege, die Wirklichkeit zu sehen. Ihr Blog „Leben ist ansteckend“ steckt an, über sich und seine Gewohnheiten nachzudenken. 




Was „Brigitte Wir“ dazu gelernt hat

Die zweite Ausgabe von „Brigitte Wir – das Magazin für die dritte Lebenshälfte“ liegt am Kiosk. Gruner + Jahr will’s also wissen und die Zielgruppe der 55plus-Generation abdecken. Ich will meine Eindrücke schildern, die mir so beim Durchblättern gekommen sind.

Nur so viel vorweg, die aktuelle Ausgabe ist deutlich schlüssiger, redaktionell und auch visuell besser gemacht und geht stärker auf die Generation der Babyboomerinnen ein, die „weltoffenen, lebensklugen älteren Frauen“ (O-Ton „Brigitte Wir“). Mit Anzeigen für diese Klientel sieht es allerdings mau aus. Die wenigen sind auch nicht alle für Babyboomerinnen maßgeschneidert, denn ob ein junges Dessous-Model von Chantelle die Zielgruppe anspricht, wagen ich zumindest zu bezweifeln.

„Es gibt im Leben viele erste Male – Altwerden gehört dazu“

Ok, das sind Petitessen, insgesamt wirkt das Heft und vor allem die Mischung weit weniger abstrus als die Premierenausgabe. Die Frauschaft von Herausgeberin Brigitte Huber findet langsam zu einer eigenen Handschrift. Gelungen das Porträt von Hannelore Elsner und sehr einfühlsam mit Text von Evelyn Holst und Bildern von Sammy Hart. Treffend der Satz: „Sie war lange ein deutscher Star, der lieber ein französischer gewesen wäre“.

Ein bisschen abseitig erscheint die Reportage über eine Frau „Mutter Zivilcourage“, die Roma-Kindern den Weg in die Integration weist. Aber vielleicht kommt es auch nur mir so vor. Die pensionierte Lehrerin bringe Roma-Kindern Benimm und Schreiben bei, so Autor Mathias Becker. Kann schon sein, dass sich Babyboomerinnen mit Hermine Jinga-Roth identifizieren können.

„Brigitte Wir“ auch für Männer

Auch für Männer ist „Brigitte Wir“ lesenswert – und zwar der Artikel über „Das neue Wir-Gefühl“, sprich über „Paare und das Geheiminis ihrer langen Liebe“. Das Magazin geht der Frage nach, warum es einige Paare schaffen, „auch nach Jahren noch glücklich miteinander zu sein“. Diese Kunst lasse sich lernen, meint Autorin Birgit Schönberger. „Paare, die nach vierzig gemeinsamen Jahren noch leidenschaftlich miteinander diskutieren, Erotik versprühen, sich zu neuen Entdeckungen und Entwicklungen verführen, ihre Liebe mit allen Aufs und Abs als Geschenk und den Partner als Wunder betrachten, haben nicht einfach nur das große Los gezogen“, formuliert Schönberger griffig. Zu einer langen Liebe gehöre, sich immer wieder gemeinsam neue Stufen von Nähe, Reife und Sinnlichkeit zu erobern, so die Brigitte-Wir-Autorin.

Ein wenig „unbeschwertes Planschen“

Natürlich darf auch ein bisschen Gesellschaftskritik nicht fehlen: Dem Thema Meerverschmutzung widmet „Brigitte Wir“ zwei Seiten mit der Headline „Unbeschwertes Planschen“. Schade, dass es nur zwei Seiten sind – so ein bisschen mehr hätte es schon sein können. Aber vielleicht ist das ja Männersicht. Wir Vorruheständler, aufgewachsen in der Öko-Bewegung, sollten wieder stärker Verantwortung übernehmen. Unser Engagement ist eingeschlafen – Zeit, es wieder zu reaktivieren, allen schon unseren Enkeln zuliebe.

Was steckt noch in dieser zweiten Ausgabe? Die Rubrizierung „Vorwärts“, „Rückwärts“, „Seitwärts“, „Ran“ hat die Redaktion beibehalten.

Inhaltsverzeichnis:

Unter „Vorwärts“ stehen Artikel wie

  • die Reportage über Rumänien,
  • eine Kolumne über das undemokratische Alter und die Ungerechtigkeit der späten Jahre,
  • ein Gespräch mit der Soziologin Ruth Westheimer über Lust im Alter und
  • das Planschen in sauberen Meeren
  • das neue Wir-Gefühl und über
  • Mode – very british und very stylisch, eine Britin mit Schloss zeigt Abendmode

„Rückwärts“ enthält Themen wie

  • Frauen, die bewegen, weil sie sich selbst bewegen: der Lebensweg von Jane Goodall
  • Reise: New York – im Taxi durch Manhattan
  • Sätze, die wir lieben

„Seitwärts“ enthält mit Themen wie

  • Dem Porträt von Hannelore Elsner
  • Geschenk für die Enkel
  • ein bisschen Kultur
  • ein Porträt über Christian Brückner, dem Mann mit der berühmtesten Stimme

„Ran“ enthält die Themen

  • Psychologie – Sehnsucht nach Berührungen
  • Fotografie – Mutter-Tochter-Porträts
  • Gesundheit – Naturheilmittel gegen Gelenkentzündungen
  • Kosmetik – was Make-up kann
  • Porträt – von Irmgard Wegener
  • Flüchtlinge – wie Hamburgerinnen helfen
  • Das Letzte – Vera Sandberg über Fitness-Armbänder

Als besonderes Goody liegt dem Magazin ein Extra-Heft „Immunsystem“ bei, das viele nützliche Tipps enthält wie beispielsweise „Selbsthilfe bei Erkältungen“ und wie sich die Abwehr stärken lässt.




Vision Board – was sind deine Träume und Ziele für 2016?

Träume visualisieren? Warum nicht! Wie das funktioniert erklärt die Reisebloggerin Renate Stenshorn anhand ihres eigenen Vision Boards. Die Idee ist nachahmenswert – oder? Gerade für Vorruheständler, die sich auf die Zeit nach dem Beruf vorbereiten. Ihnen könnte so ein Vision Board helfen, sich über ihre Wünsche und Ziele klar zu werden. Vielleicht entdecken sie ja ganz neue Perspektiven. Renate Stenshorn hat sich im wahrsten Sinn des Wortes in die Karten schauen lassen und ihre Träume visualisiert. Das Vision Board eines Vorruheständlers wird natürlich ganz anders aussehen – Renates kann da nur Anregung sein. So jetzt genug der Vorrede …

Gastbeitrag von Renate Stenshorn

 

Das Jahr 2015 neigt sich dem Ende zu, die richtige Zeit, um das Leben Revue passieren zu lassen und sich dem neuen zuzuwenden. Ein Vision Board, eine Tafel deiner Visionen, hilft dir, deinen Träumen näherzukommen. Was sind deine Ziele für das nächste Jahr? Ist es eine Traumreise? Ein besserer Job, mehr Erholung oder Kultur?

So erstellst du ein Vision Board

Im Zeitungsladen habe ich mir einen Fotokarton in meiner Lieblingsfarbe besorgt. Du benötigst noch eine Schere, einen Kleber und Zeitschriften. Mach dir eine Tasse Tee oder Kaffee und nimm dir einen Stapel Zeitschriften und Urlaubskataloge. Vielleicht magst du angenehme Musik im Hintergrund. Blättere die Hefte durch und schneide alles aus, was dir gefällt. Sind es Bilder, Sprüche, Gedanken oder Wortstellen. Stell dir das nächste Jahr vor.

Was bringt mir ein Vision Board?

Durch das Vision Board fokussierst du dich auf deine Träume und Ziele. Du hast sie als Bild jeden Tag vor Augen. Häng dein Vision Board an einen besonderen Platz, den du regelmäßig im Auge hast. Das kann neben deinem Bett sein oder über deinem Schreibtisch. So kannst du deine Wünsche nicht mehr aus den Augen verlieren. Das macht etwas mit dir. Du fängst an, daran zu arbeiten. Das Gesetz der Anziehung soll dir dabei helfen. Probiere es doch einfach mal aus!

Meine Träume und Ziele für 2016:

Ich erkläre dir meine Ideen für nächstes Jahr im Uhrzeigersinn:

#1 Über allem steht Ganesha

Ich war mehrmals in Indien. Da ist mir diese kleine, dicke Gottheit mit dem Elefantenkopf aufgefallen. Er wird in Indien sehr verehrt. Ganesha wacht über alle Wünsche, Träume und Bedürfnisse. Er gilt als Glücksbringer und Überwinder der Hindernisse. Und an Steinen, die uns in den Weg gelegt werden, fehlt es eher selten. Ganesha ist ein fröhlicher Gott, der auch gerne Streiche spielt. Mit seinen kleinen Augen entgeht im nichts. Mit den großen Ohren kann er, ähnlich des Wolfes im Märchen Rotkäppchen, besonders gut hören – auch die Wünsche seiner Gläubigen. Eine kleine Holzfigur des Ganeshas steht auf meinem Schreibtisch. Schadet ja nichts!

#2 Kleine Luxusbedürfnisse und großer Segen

Die einen träumen von einem schicken Auto, die anderen von Schmuck. Du darfst die alles wünschen, sei ohne Scham! Ich hätte gerne eine Putzfrau. Die putzende Fee mit dem Staubwedel könnte bei mir loslegen. Ich gebe es zu, ich hasse Hausarbeit. Andere können das viel schneller und besser.

Elefanten über Elefanten – in einem Tempel in Südindien segnet der Tempelelefant die Gläubigen mit seinem Rüssel. In Asien gelten Elefanten als Glücksbringer, weiße Elefanten als heilig. Schau dir mal die geschnitzten Souvenirs an und achte auf den Rüssel. Richtet sich der Rüssel nach oben, ruft er das Glück herbei. Ist er nach unten, schützt er das Heim vor Eindringlingen.

#3 Balance ist wichtig!

Die Work-Life-Balance ist wichtig. Neben der Arbeit will ich Ruhepunkte in Urlaub und Freizeit setzen. Da liege ich nicht nur und träume. Ich bin kreativ, denn ich würde gerne ein Buch schreiben. Außerdem muss ich mich auf das Loslassen konzentrieren. Das ist nicht immer einfach und will geübt werden. Reisen bringt mich auf neue Gedanken und erdet mich.

#4 Der Wandel ist möglich!

Der Wandel ist möglich

Der Wandel ist möglich

In diesem Jahr hat schon der Beginn eines großen Wandels stattgefunden. Mein Arbeitsplatz wurde wegrationalisiert.
Ich bin auf der Suche nach sympathischen Kollegen und einem netten Chef.
Die Arbeit sollte sinnvoll sein und am Monatsende soll das Geld stimmen.
Da geht noch was!

 

 

#5 Laos – das Land der Millionen Elefanten.

Laos - das Land der Elefanten

Laos – das Land der Elefanten

Reisen ist mir ein wichtiger Lebensinhalt. In 2016 würde ich gerne wieder nach Asien fahren. Mich reizt das Land der Millionen Elefanten (Lane Xang). So wurde Laos früher genannt.
Genauer gesagt Luang Prabang. Die alte Hauptstadt des Königreiches liegt im grünen Dschungel.
Ruhig fließt der Mekong vorbei.
Es gibt viele Tempel und Elefanten.
Die Stadt soll noch nicht so vom Tourismus überlaufen sein, eher ruhig und klein.

 

 

 

 

Nun bist du an der Reihe – mach dein Vision Board.

  • Lass dich von deinen Träumen und Wünschen leiten.
  • Das kann eine weite Reise nach Hawaii, ein neues Hobby oder mehr Freizeit sein.
  • Schränke dich dabei nicht selbst ein.
  • Du darfst dir alles wünschen.
  • Warte ab, was passiert!

Über die Autorin

Renate Stenshorn hat viele Jahre in der Touristik gearbeitet. In ihrem Reiseblog Raus ins Leben möchte sie dich informieren und inspirieren. Die Kinder sind aus dem Haus, du hast mehr Zeit für dich und möchtest hinaus in die Welt. Schau dir ihre Tipps für Städte- und Erlebnisreisen an oder stelle ihr gerne Fragen.


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog oder via Twitter an https://twitter.com/dineros Ich bin auch gespannt, wie eure Träume und Ziele aussehen. Schreibt doch einfach!

 


Es ist ein Vergnügen, die Ideen eines Anderen hier auszubreiten. Renates Gastbeitrag weist neue Wege, die Wirklichkeit zu sehen. Nomen est omen – ihr Blog Raus ins Leben ist wirklich die Tür zum Raus ins Leben




Arm im Alter statt reich in Rente

Wer sich auf die gesetzliche Rente verlässt, ist verlassen. Statt reich in Rente werden viele arm im Alter sein. Das ist immer noch nicht ins Bewusstsein vieler Betroffenen gesickert und wird beflissentlich ignoriert. Das besagen mittlerweile mehrere Studien, wie schon mehrfach hier im Blog erwähnt. Und – das ist neu – Rentner in Deutschland haben offensichtlich ein deutlich höheres Armutsrisiko als Ruheständler in anderen EU-Ländern wie Frankreich, den Niederlanden oder Dänemark. Fast jeder zehnte Rentnerhaushalt liege in Deutschland bei weniger als 50 Prozent des Durchschnittseinkommens, schreibt die „Welt“. Damit liege das Armutsrisiko der Älteren hier aber immer noch unter dem OECD-Durchschnitt. Aber, wie heißt es so schön, „traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“. Denn danach ist die Wahrscheinlichkeit für Schweizer größer im Alter zu verarmen als für Deutsche. Mit Recht fragt Twitterer „Betablogger“, „welche Zahlen wurden (für) die Schweiz verwendet?“. Ob die „sowohl AHV als auch Pensionskassengelder und die dritte Säule eingerechnet“ wurde? AHV steht für Alters- und Hinterlassenenversicherung. Auch Twitterer Markus Schär zweifelt an der Datenbasis. „In DE werden Geringverdiener künftig so wenig Rente beziehen wie in kaum 1 anderen OECD Land“, twittert @OECDStatistik – das allerdings scheint der Realität doch näher zu kommen.

Urheber dieser Studie ist die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Sie hat die Rentensysteme der Mitgliedstaaten verglichen. Danach liegt das Armutsrisiko der Rentnerhaushalte in Deutschland liegt bei 9,4 Prozent, in den Niederlande sind es zwei, in Dänemark 4,6 Prozent – der Durchschnitt liegt bei 12,6 Prozent.

Weil das so ist, müssen die Alten in Deutschland jobben, um ihre Rente aufzubessern.

Klar dürfte sein, dass das Risiko der Altersarmut hoch ist – und eher noch steigt, selbst für die Mittelschicht. „Wer heute 2000 Euro brutto verdient, wird, wenn er 2030 in Ruhestand geht, eine Rente unterhalb der Grundsicherungsgrenze erhalten“, schreibt die „Landeszeitung“. „Das heutige Rentensystem ist eine Armutsgarantie“, urteilt die Zeitung.

Das Thema wird uns also noch für die kommenden Jahre verfolgen, im wahrsten Sinn des Worts.

Wie sieht das Rentnereinkommen im Vergleich zum Durchschnittseinkommen aussieht

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Weiterführende Links:




Award für 50plus-Blogger kommt in die Gänge

Der von Maria Al-Mana ins Leben gerufene„LiebstenAward50plus“ zieht Kreise. Offensichtlich sind ihre Nominierte aktiver als meine – aber immerhin, hat einer den Ball aufgenommen und weiter gespielt: Karl-Heinz Garber beteiligt sich mit seinem Blog Antik Natur an der Aktion. Na ja, und Marias „Mädels“ haben schon eifrig ge-networked. Herzerfrischend, wie sie beschreibt, wer schon alles geantwortet und wie sich der Aufruf zum Award für 50plus-Blogger verbreitet hat. Mehr auf ihrer Seite unruhewerk …

So, jetzt zu Karl-Heinz: Ich selbst trage auch schon seit Jahrzehnten einen Oberlippen-Bart – und würde mich auch nur seeehr ungern davon trennen. Karl-Heinz geht es offensichtlich ähnlich, denn einer seiner Antworten auf die Frage „Gibt es ein Ritual, eine Gewohnheit, die dich dein ganzes Leben begleitet hat“ lautet: „Seit über 40 Jahren trage ich einen Oberlippenbart – und der bleibt dran!“. Sein Engagement sieht er positiv: Auf die Frage „Wie profitierst du von deiner bislang gemachten Erfahrung?“ antwortet er: „Nur positiv. Durch mein Wissen und meine Erfahrung konnte ich mir einen umfangreichen Blog aufbauen, meinen Bekanntheitsgrad erhöhen und den Blog monetarisieren.“

Die von Karl-Heinz Nominierten sind:

vielleicht ist ja da die eine oder andere Anregung dabei

… und seine Fragen lauten:

1. Was hat sich in deinem Leben durch das Bloggen verändert?
2. Welche Tools unterstützen dich beim Bloggen?
3. Wer oder was inspiriert dich momentan am meisten?
4. Was ist Eure liebste Freizeitbeschäftigung? Und warum?
5. Auf was freust du dich im kommenden Jahr am meisten?
6. Welcher Artikel hat dir die meisten Leser eingebracht?
7. Was bedeutet für dich Natur?
8. Was darf/dürfte in deinem Garten nicht fehlen?
9. Gibt es etwas, dass du wirklich jeden Tag machst?
10. Hat Dein Beruf was mit deinem Blog gemeinsam?
11. Wo möchtest du in zehn Jahren sein?

Na, dann kann ich allen nur viel Spaß wünschen!




Rentensystem läuft aus dem Ruder

Hier ein Sonderregelung, dort eine neue Bestimmung – das gesetzliche Rentensystem ist mittlerweile völlig intransparent. Vielen reicht die gesetzliche Rente im Alter nicht für ein würdevolles Leben. Leider wird es nicht besser, sondern eher schlimmer. Erst jetzt wieder hat der Sozialbeirat der Bundesregierung eine dieser Ungereimtheiten aufgedeckt. Wie „Bild“ schreibt, ist die „Ost-Rente viel zu hoch!“. Das Blatt beruft sich auf den Sozialbeirat der Bundesregierung. Bei gleichem Lohn gebe es im Osten 140 Euro mehr Rente – das seien 8,5 Prozent.

Ost-Rente um 140 Euro zu hoch

Im Rentenversicherungsbericht des Sozialbeirats liest sich das so: „Ein Rentenversicherter, der seit der Wiedervereinigung (1990) im Osten ein Einkommen in Höhe des westdeutschen Durchschnittsentgelts (gemäß Anlage 1 SGB VI) erzielt hat, hat bereits bei geltendem Recht während dieser 25 Jahre einen monatlichen Rentenanspruch erworben, der den des westdeutschen Durchschnittsverdieners um 140 Euro pro Monat (bzw. 19,4 Prozent) übersteigt. 20 Nach einer Angleichung der aktuellen Rentenwerte stiege dieser Vorteil sogar auf 211 Euro (bzw. 29,2 Prozent). Je länger auf eine Angleichung der Rentenberechnung verzichtet wird, umso größer fällt dieser Unterschied zugunsten der ostdeutschen Versicherten aus. Im Übrigen ist früher oder später ein Erreichen und schließlich Überschreiten des aktuellen Rentenwerts durch den aktuellen Rentenwert (Ost) allein schon aufgrund der asymmetrischen Wirkung der bestehenden Schutzklausel für die Anpassung Ost vorgezeichnet.“

Interessante Details im Rentenversicherungsbericht

Der Rentenversicherungsbericht enthält noch einige andere interessante Details: Die Kritik am niedrigeren aktuellen Rentenwert (Ost) ist sicherlich auch im Zusammenhang mit der anhaltenden Divergenz der Entgeltniveaus zwischen den alten und den neuen Bundesländern zu sehen. Dabei sollte aber nicht unberücksichtigt bleiben, dass die Kaufkraft der Einkommen durch die Lebenshaltungskosten bestimmt wird, die insbesondere hinsichtlich der Wohnkosten differieren, aber auch bei arbeitsintensiven Dienstleistungen beträchtliche Unterschiede aufweisen.21 Insgesamt sind die Lebenshaltungskosten in Ostdeutschland niedriger.“

Aber geändert soll daran nichts, denn „ein Beibehalten der geltenden Regelungen könnte sich als sinnvoller erweisen als eine Reform: Im Fall der Herstellung einer einheitlichen Rentenberechnung würde zwar formal die als Benachteiligung der Menschen in Ostdeutschland empfundene rentenrechtliche Ungleichbehandlung abgeschafft, tatsächlich würden Versicherte in Ostdeutschland aber schlechter gestellt.“ Wie schreibt doch die „Bild“ so schön – „je nach Art der Reform gebe es viele Verlierer, unter anderem würden die ‚Versicherten in Ostdeutschland schlechter gestellt’, weil sie dann auf dem niedrigeren West-Niveau wären“. Was für eine Logik!

Überhaupt lohnt es sich, das „Gutachten des Sozialbeirats zum „Rentenversicherungsbericht 2015“ zu lesen. Spannend, was da drin steht. Viel Spaß bei der Lektüre!

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