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Das Hotel immer dabei und trotzdem unterwegs – wo gibt’s das schon außer bei einer Kreuzfahrt? Nichts sonst ist damit vergleichbar. Die schönsten Reiseziele besuchen und gleichzeitig Kulinarik und Komfort auf höchstem Niveau genießen – das macht den Reiz einer Kreuzfahrt aus.

Natürlich ließe sich einwenden, dass auch ein Urlaub im Wohnmobil Spaß macht, Wohnmobilisten müssen sich allerdings mit etwas weniger Komfort, Kunst und Kulinarik begnügen. Kreuzfahrten bleiben der Gipfel des glamourösen Reisens. Für viele gehört eine Kreuzfahrt in die Kategorie „Traumurlaub“ – und das zu Recht.

Was macht aber eine gute Kreuzfahrt aus? Worauf sollten Kreuzfahrer besonders achten, wenn sie für 2018 eine Reise auf dem Schiff buchen?

Auf’s Ambiente kommt’s an

Kreuzfahrer verbringen viel Zeit auf dem Schiff, deswegen ist wichtig: Das Schiff sollte maximalen Komfort bieten. Was heißt das genau? Dazu zählt vor allem das Verhältnis von verfügbarem Platz und Passagieren, so dass sich der Urlauber während der Reise nicht eingeengt fühlt – die Passagier-Space-Ratio. Je höher dieses Verhältnis, desto geräumiger das Schiff.

Beispiel gefällig? Hapag Lloyds Europa 2 Schiffe sind ein guter Beleg dafür, dass Stil und Komfort der Schlüssel einer gelungenen Reise sind. Die Europa 2 kommt auf einen Wert von 76,5 – und damit ist sie top.

Noch ein Beispiel gefällig? Viking River Cruises stellten kürzlich ihr 2015 gebautes Viking Star Schiff vor, dessen Innendesign das Gefühl einer stilvollen, nordischen Skihütte vermitteln soll – einfach nur chic.

Spaß kommt nicht zu kurz

Weite, Wellen und Wind sind zwar faszinierend, nur irgendwann will der Kreuzfahrer auch etwas Anderes sehen – er will sich unterhalten lassen. Das wissen auch die Anbieter von Kreuzfahrten und haben sich darauf eingestellt. Vor allem Familien mit Kindern wird mittlerweile einiges auf den Schiffen geboten.

Viele Kreuzfahrtschiffe wie die Disney Dream bieten Familien Spaß mit Attraktionen wie 45 Meter hohen Wasserrutschen und gesellige Schwimmbädern. Und am Abend? Die Gäste auf Kreuzfahrtschiffen erwartet peppige Unterhaltung – dann kommt auch kein Schiffskoller auf. Das Cruise-Team wartet mit Kino, Kasino oder Kabarett auf.

Wer mit dem Kreuzfahrtschiff unterwegs ist, muss aufs Internet nicht verzichten. Auf den meisten Zimmern gibt es mittlerweile WLAN. Passagiere können auch in ihrem Zimmer Mails checken, Netflix abrufen oder sich einfach mit Kasinospielen auf Internetseiten wie Lucky Nugget Casino amüsieren.

Essen und Genießen wichtig

Champagner und Kaviar? Wird auf Kreuzfahrten leicht überschätzt, insgesamt sind Passagieren aber Essen und Trinken wichtig. Wer beispielsweise bei Crystal, Seabourn oder SeaDream eine Kreuzfahrt bucht, schaut natürlich, was die Schiffe in punkto Kulinarik zu bieten haben.

Obwohl ein so großes Schiffe wie die Allure of the Seas über 6300 Passagiere unterbringt, muss dennoch der Service in punkto Essen und Trinken nicht zu kurz kommen – im Gegenteil. Die Schiffe brillieren mit einer gepflegten Auswahl aus fast allen Küchen der Welt. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Die Allure of the Sea

Die Allure of the Sea – das Promenadedeck Quelle: wikimedia

Es ist geradezu beeindruckend, wie es die Köche auf Kreuzfahrtschiffen immer wieder schaffen, rund um die Uhr Frisches aufzutischen – und selbst auf die Kabine liefern, obwohl das Schiff mitten auf dem Ozean schwimmt. Das Schiff nimmt die moderne Welt Huckepack – und lässt uns auf hoher See teilhaben an so ziemlich allen Bequemlichkeiten, angefangen vom Essen, über Konzerte bis zum Roulettespiel.

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

One Comment

  1. Vielleicht, ganz vielleicht, sollte man mal darüber nachdenken, ob die Ökobilanz da auch eine Rolle spielt, ob eine solche Reise als gelungen gelten darf oder nicht:

    Was so ein Schiff an Schweröl verbrennt, ist unvorstellbar. Dagegen sind die Diesel-Fahrzeuge in den Städten „Waisenknaben“. Auch wenn es hier nicht in erster Linie um Feinstaubbelastung von Anwohnern geht, das CO2 blasen sie tonnenweise in die Atmosphäre.

    Was zudem tagtäglich an Handtuch-, Bademantel.. u.a. Kult betrieben wird, welche Tonnen an Wäsche da täglich anfallen, ist das nächste Thema.

    Dann könnte man mal hochrechnen, welche immensen Mengen an Lebensmitteln dort tagtäglich vernichtet werden, weil gerade in den Buffett-Zonen wahnsinnig viel aufgeschaufelt und dann nicht gegessen wird.

    Schließlich könnte man sich mal Gedanken machen, wie Städte wie z.B. Venedig darunter leiden, wenn sich die Riesenschiffe zwischen der Altstadt und Dorsoduro hindurchquetschen.

    Von den Arbeitsbedingungen der Menschen, die vielleicht nicht in propperen weißen Traumschiff-Uniformen herumgockeln sondern monatelang nichts anderes tun als die Schiffe permanent auf Hochglanz zu halten und jeden winzigen Fleck von den Spiegel-, Glas- und Messingflächen wegzuputzen, reden wir lieber gar nicht erst. Klar – das schaut schon chic aus. Klar – die Reisen sind schon luxuriös. Aber auf wessen Kosten geht all dieser Luxus?

    Sorry – dafür fehlt mir das Verständnis. Und ja: Ich war mal auf Einladung meines Vaters mit meiner Familie eine Woche auf so einem Pott und maße mir an, das zu beurteilen.
    Never ever again.

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