Was uns 2018 bringen wird

Wenn das Jahr sich seinem Ende nähert, beginnt traditionell die Zeit der Jahresrückblicke. Doch anstatt zurückzublicken, wollen wir heute in die Zukunft schauen – was wird uns 2018 bringen – in punkto Rente, Sport, Wirtschaft, Politik?

2018 endlich mehr Geld?

Die Debatte, ob es künftig endlich mehr Geld für Rentner geben wird, kommt eigentlich in jedem Jahr auf. Für 2018 hat sich eine durchaus positive Nachricht angekündigt: Die Rentenbezüge sollen zum 1. Juli 2018 um über drei Prozent steigen (3,09 Prozent im Westen, 3,23 Prozent im Osten) – und auch nach 2018 soll die Erhöhung Schritt für Schritt weitergehen. So ist geplant, in den kommenden 14 Jahren eine durchschnittliche Rentenanpassung von 2,2 Prozent pro Jahr durchzusetzen. Ob die geplante Erhöhung zu Juli 2018 letztlich jedoch wirklich so umgesetzt wird, entscheidet sich erst im Frühjahr 2018.

Alle, die aktuell noch arbeiten, können sich ebenfalls freuen: Die Deutsche Rentenversicherung erwartet eine Beitragssenkung von 18,7 auf 18,6 Prozent – zugegeben, eine kleine Entlastung für die Arbeitnehmer, aber immerhin ist es eine. Apropos mehr Geld: Ende 2018 wird die Ausgabe des 500-Euro-Scheins eingestellt und die Banknote somit aus dem Verkehr gezogen. Wir müssen uns also daran gewöhnen, größere Summen bald in kleineren Scheinen zu erhalten.

Olympiade und Fussball WM

2018 ist vollgepackt mit sportlichen Großereignissen. Da ist zum einen die Winter-Olympiade in Südkorea, die Fußball WM in Russland, die Tour de France natürlich und die Hockey WM der Damen. Für Sportbegeisterte endlich wieder ein Jahr, in dem es sich lohnt, sich einen Kalender zum Markieren und Eintragen der Highlights des Jahres anzuschaffen. Wie wäre es mit einem selbst gestalteten Fotokalender? Individuelle Fotokalender kann heute jeder bequem selbst zusammenstellen – ein Blick bei www.cewe.de dürfte jeden überraschen, was alles möglich ist. Übrigens, so ein Fotokalender eignet sich auch prima als Weihnachtsgeschenk. Und hier zum Notieren – die Sport-Events:

  • Die Olympischen Winterspiele finden vom 9. bis 25. Februar 2018 im südkoreanischen Pyeongchang statt – insgesamt gibt es rund 102 Medaillen-Wettbewerbe in 15 Sportarten. Spannung und sportliche Höchstleistungen sind da vorprogrammiert.
  • Nicht weniger spannend dürfte die Fußball-WM werden, die im kommenden Jahr vom 14. Juni bis zum 15. Juli in Russland ausgetragen wird. Die deutsche Nationalmannschaft geht als Titelverteidiger einmal mehr als Favorit in die Weltmeisterschaft.
  • Außerdem steht vom 7. bis zum 12. August die Leichtathletik-EM im Berliner Olympiastadion an.
  • Und die Tour de France startet am 7. Juli auf der Île de Noirmoutier und endet am 29. auf den Champs-Élysées in Paris.

Arbeitslosengeld an der Supermarktkasse

So weit, so gut – passiert 2018 sonst noch was, abgesehen von einer Rentenanpassung und diversen Sport-Events? Durchaus! Die Agentur für Arbeit hat beispielsweise angekündigt, dass das Arbeitslosengeld künftig an Kassen von Drogerie- und Supermärkten bar ausgezahlt werden kann. Darüber hinaus steigt der Regelsatz für alleinstehende Hartz4-Empfänger von 409 auf 416 Euro, bei Paaren wird der Betrag von 368 auf 374 Euro pro Monat und Partner angehoben – die Änderungen treten zum 1. Januar 2018 in Kraft.

Und wer weiß, vielleicht gehen wir 2018 noch einmal zur Urne, um einen neuen Bundestagswahl zu wählen. Die Würfel dafür dürften in den kommenden Tagen fallen.

Ja, dann erwarten uns 2018 noch einige runde Geburtstage, die sicher ihren Widerhall in der Presse finden, darunter beispielsweise

  • der 200. Geburtstag von Karl Marx: 5. Mai 2018
  • der 100. Geburtstag von Hans Scholl:
  • der 200. Geburtstag von Friedrich Wllhelm Raiffeisen: 30. März 2018
  • … und am 24. Dezember vor 200 Jahren wurde das erste Mal „Stille Nacht, heilige Nacht“ aufgeführt

Es wird also spannend 2018!

 

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Wie ein Früchtebrot gelingt und warum jetzt die Zeit dafür ist?

Nur noch wenige Wochen bis Weihnachten, höchste Zeit, mit dem Backen von Früchtebrot beginnen. Warum jetzt die richtige Zeit dafür ist und wie Früchtebrot gelingt?

Ok, zur ersten Frage: Warum jetzt die richtige Zeit zum Backen ist. Weil, Früchtebrot besser schmeckt, wenn es einige Tage lagert. Und zur zweiten Frage: Wie Früchtebrot gelingt, dafür folgt gleich ein bewehrtes Rezept.

Kletzen- oder Hutzelbrot

Früchtebrot ist auch bekannt unter dem Namen „Kletzenbrot“ oder „Hutzelbrot“, einige kennen es vielleicht unter dem Begriff „Schnitzbrot“ oder „Bierewecke“, wobei Biere von Birne kommt, denn ins Früchtebrot gehören vor allem getrocknete Birnen. Übrigens, Hutzeln sind getrocknete Birnen – früher war das eine spezielle Birnensorte, die Hutzelbirne, heute werden Birnen allgemein genommen und getrocknet. Sie zu bekommen, ist nicht ganz einfach. Naturkostläden führen aber meist Hutzel- oder Trockenbirnen.

Mehr als nur Birnen

Natürlich enthält Hutzelbrot nicht nur getrocknete Birnen, sondern auch Dörrpflaumen, Feigen und andere Trockenfrüchte. Darüber hinaus kommen noch Nüsse in den Teig und Mandeln sowie Orangeat und Zitronat.

Die Alemannen haben den Brauch, Hutzelbrot erst am Heiligabend anzuschneiden. Gegessen werden musste es spätestens am Dreikönigstag. Nun gut, heute ist das wohl Vergangenheit. Übrigens gibt es ein Märchen von Eduard Mörike über das Hutzelmännlein, in dem es um ein Früchtebrot geht, das dem Schustergesellen Seppe vom Hutzelmännlein mitgegeben wird und dem magische Kräfte innewohnen. Aufgeführt wird das Hutzelmännlein im Dezember in Stuttgart.

Na dann, guten Appetit – und hier das Rezept

Früchtebrot (Kletzen- oder Hutzelbrot)

 




Was ist Autosuggestion und was bringt sie?

Schon mal von Autosuggestion gehört oder von Coué? Autosuggestion vielleicht, Coué vermutlich eher nein. Was ist das? Was bringt das? Und wer ist überhaupt Coué? Das Fragen lohnt sich – hier die Antworten.

Ist es möglich, sich gesund zu denken? Dieser Frage ist der französische Apotheker Emile Coué im ausgehenden 19. Jahrhundert nachgegangen, nach dem er feststellte, dass einem Kranken nicht nur Medizin hilft, sondern auch der Glaube daran – der Glaube spielt sogar eine entscheidende Rolle bei der Heilung. Wenn er seinen Klientel eine Medikament verkaufte mit positiven Empfehlung, dass ihnen das Medikament sicher helfen werde und es ihnen bald besser gehen werde, so ging es ihnen auch schon bald besser.

Erfahrungen eines Apothekers

Ausgehend von seiner Erfahrung als Apotheker entwickelte Coué die Lehre von der Autosuggestion. Seine Lehre fand nicht nur in Frankreich Tausende von Anhängern, sondern auch in anderen Ländern, darunter Russland, die USA und Deutschland. Das ist allerdings lange her.

1905 formulierte er seine Methode und ging damit an die Öffentlichkeit – und wurde schon bald gefeiert. Er ist der Vater des positiven Denkens, autogenes Training wäre ohne seine Ideen nicht vorstellbar, ebenso die Neurolinguistische Programmierung (NLP).

Und doch ist er in den vergangenen Jahrzehnten in Vergessenheit geraten, obwohl er einer der ersten großen Visionäre der Psychotherapie war. Viele Bücher über Coué sind schon etwas vergilbt, andere schon längst vergriffen, darunter das von Alfred Brauchle „Hypnose und Autosuggestion“.

Wir brauchen Coué wieder

Ob sich das ändert? Könnte sein. Zumindest organisierte sich 2017 – zum 160. Geburtstag von Coué – der immerhin zweite internationale Kongress zur Methode Coués und seiner zeitgenössischen Anwendung. Die Zeit scheint wieder reif zu sein für Coué, den Lehrer, der die Menschen zum Glauben an sich, zum Selbstvertrauen, zum Optimismus in punkto Krankheit erziehen wollte. Denn viele fühlen sich heute überfordert, ausgelaugt, gehetzt und reagieren mit Kopfschmerzen, Bluthochdruck und Rückenproblemen.

In den 20er war Coué  populärer als heute – Couplet von Otto Reutter (1927)

Was ist dran an Coués Lehre. Der französische Apotheker aus Nancy, der in den USA auch mal als „Kaufmann des Glücks“ genannt wurde, erkannte, dass jeder von uns über Selbstheilungskräfte verfügt, die wir gezielt im positiven Sinn einsetzen können – durch Autosuggestion, sprich unsere Einbildung, oder sagen wir Vorstellungskraft, denn Einbildung klingt einen Tick zu negativ.

Coué entwickelte eine einfache Autosuggestionsformel:

„Es geht mir von Tag zu Tag in jeder Hinsicht besser und besser“

oder auf Französisch: „Tous les jours et à tous points de vue, je vais de mieux en mieux“. Coué war davon überzeugt, dass jeder die Chance hat, seine Gesundheit zu erhalten und sich selbst zu heilen. Welcher Einfluss unsere Vorstellungskraft hat, lässt sich an der Wirkung von Placebo ablesen.

Autosuggestionsformel bei Youtube – als kleine Starthilfe

So viel zu Coué und der Geschichte der Autosuggestion, worum aber geht es genau? Coués Grundgedanken – oder auch Grundgesetze – sind, so berichtet Alfred Brauchle in seinem Buch „Hypnose und Autosuggestion“:

Coués Grundgedanken

  1. Jeder Gedanke in uns ist bestrebt, Wirklichkeit zu werden – und er nimmt dabei den Umweg über das Unterbewusstsein. „Solange der Gedanke sich nur im Bewusstsein befindet und keine Beziehungen zum Unterbewusstsein gewonnen hat, wirkt er genau so wenig wie das Pulver in der Schachtel“, schmückt Brauchle Coués Lehre aus.
  2. Nicht der Wille ist die bedeutsamste Eigenschaft in uns, sondern die Einbildungskraft, die Fähigkeit, sich etwas glauben zu machen. Und kommen Wille und Einbildungskraft in Konflikt, dann ist es immer der Wille, der unterliegt, die Einbildung welche siegt. Das klingt paradox und scheint in krassem Gegensatz zu unseren praktischen Erfahrungen. Das „Gesetz der das Gegenteil bewirkenden Anstrengung“ ließe sich auch so formulieren: „Was man mit einer leichten Anstrengung erreicht, verdirbt man sich mit einer großen Anstrenung“, so Brauchle.

Die beiden Grundgedanken Coués lassen sich in dem Satz zusammenfassen:

Jeder Gedanke will sich auf dem Weg über das Unterbewusstsein verwirklichen, sofern wir ihm das nicht durch übermäßiges Wollen verwehren.

Das klingt banal, Coué und der französisch-schweizerische Psychoanalyst Charles Baudoin, der mit Coué zusammengearbeitet hat, haben das „Gesetz der das Gegenteil bewirkenden Anstrengung“ aber mühsam erarbeitet und formuliert.

Die Stimme von Coué

Aber Coué war es, der erkannte, „dass sich durch eine systematische Beschäftigung mit wünschenswerten Gedanken und Gefühlen vor dem Einschlafen – und nach dem Aufwachen – sich seelische und körperliche Funktions- und Strukturveränderungen herbeiführen lassen“, erinnert sich Brauchle. Um es etwas abstrakter zu umschreiben: Die vom Bewusstsein erregte Welle triggert das Unterbewusstsein an und wirkt auf das Organisch-Unbewusste – oder das vegetative Nervensystem – mit dem Effekt, den Körper (oder Geist) zu heilen.


Coué für jeden Tag

Wie funktioniert das in der Praxis? Brauchle rät, bei der Anwendung der Autosuggestion einen solchen Entspannungszustand bei sich auszulösen:

Man bringt sich selbst in die geschilderte Lage – Rückenlage, Arme parallel zum Körper, Beine leicht geöffnet – und schließt ruhig die Augen, streicht zunächst leicht mit der Hand über das Gesicht, um es zu einer Lösung aufzufordern, denkt dann mit seiner Einbildungskraft, indem man hauchartig mit seinen Gedanken durch den Körper hindurchgeht – meine Arme werden ganz bleiern schwer und müd, meine Beine werden ganz bleiern schwer und müd, mein Herz schlägt ganz ruhig und langsam, meine Atmung geht ganz leicht und frei, mein Leib löst und lockert sich vollkommen. Dabei wird man sich ganz plump und schwerfällig auf seiner Unterlage aufliegen lassen, indem man den höchsten Grad der Passivität und der Hingegebenheit anstrebt.

Wer trotzdem nicht zur Ruhe kommen, der konzentriert sich auf seine Atmung und achtet auf das Eindringen und Ausströmen der Luft. Ein Tröpfchen Parfum auf der Oberlippe lässt die Konzentration auf die Nasenatmung leichter fallen.

Morgens und abends 20-mal

In dieser Ruhe- und Entspannungslage flüstere ich mir 20- bis 30-mal in aller Gelassenheit die allgemeine Formel von Coué zu:

„Es geht mir von Tag zu Tag in jeder Hinsicht besser und besser.“

Das sollte zur Routine werden – am besten zwei- bis dreimal pro Tag, vier Wochen lang.

Autosuggestion im Entspannungszustand – so funktioniert’s

Und noch eines empfiehlt Coué: „Sobald sich im Laufe des Tages körperliche oder seelische Schmerzen oder Beschwerden einstellen, fährt der Patient mit seiner Hand über die körperlich schmerzende Stelle oder im Falle eines seelischen Leidens über die Stirn, dabei so schnell wie nur möglich flüsternd vorsagen: „Es geht vorbei, vorbei, vorbei …“ (O-Ton Brauchle).

Das Portal Psychotipps empfiehlt ganz konkret:

  1. Wer Medikamente nimmt, sollte sich bei der Einnahme sagen: „Dieses Medikament wird mir bestimmt helfen – ich werde gesund.““
  2. Sich in Gedanken als genauso fit und gesund zu sehen wie zuvor.
  3. Nie über Krankheiten zu sprechen oder darüber zu denken.
  4. Wer gesund ist, dann zu glauben, gesund zu bleiben. Sich einzuflüstern: Ich bin gesund und bleibe es auch.“
  5. Eine positive Grundeinstellung zu sich, den Menschen und dem Leben zu entwickeln.
    Denn, „positive Gedanken stärken die Abwehr des Körpers und aktivieren Selbstheilungskräfte.“

Welt der Wunder – Spezial über Autosuggestion

 

10-Punkte-Anleitung

Das Hypnose-Institut Deutschland hat sogar einen 10-Punkte-Bauplan. Hier nur ganz kurz die zehn Punkte:

  1. Ziele und Wünsche überlegen
  2. Kategorien und Prioritäten bilden
  3. Ökocheck und Bauchgefühl – was fühlt sich gut an
  4. Kreative Formulierungshilfen
    Formuliere einen vollständigen Satz pro Wunschgruppe
    der im Präsens oder Präteritum steht
    der idealerweise beginnt mit “Ich bin dankbar für...”
    der positiv formuliert ist und keine Verneinungen enthält
    der genau dein Ziel beschreibt, ohne Redewendungen oder gestelzte Ausdrücke
    der deinem Sprach- und Sprechstil entspricht
  5. Alles richtig gemacht?
  6. AffOrmationen als Form der Autosuggestion
  7. Gefühl, Gefühl, Gefühl – Druck und Zwang ist kontraproduktiv
  8. Autosuggestionen wiederholen – die Wiederholung macht’s
    mindestens 2 bis 3 mal pro Tag für die Dauer von mindestens vier Wochen
  9. Verbal, auditiv, bildlich … ganz egal, Hauptsache Gefühl und Wiederholung
  10. Nachkontrolle und Anekdoten
    bei Erfolglosigkeit, ist es sinnvoll seine Affirmation zu überprüfen

Deutsches Coué-Institut

Wer mehr zu Coué wissen will und Autosuggestion selbst ausprobieren will, kann sich beispielsweise von Franz Josef Neffe in die Lehre von Coué einführen lassen. Leffe erforscht, praktiziert, publiziert und lehrt die Autosuggestion in Coué-Qualität seit bald 40 Jahren. Er reist vor allem durch Bayern und stellt den Teilnehmern seiner Vorträge Émile Coué und seine Lehren vor. Es werden praktische Übungen gemacht, und die Teilnehmer/innen erhalten einzelne Blätter mit praktischen Beispielen: Termine für den Winter 2017/18. Leffe hat auf seiner Homepage einige andere Adresse aufgelistet für alle, die sich für Coué und seine Methode interessieren. In einem Interview mit Querdenken-TV erklärt Leffe, warum die Coué-Methode in Deutschland so einen schweren Stand hat. 

Ausbildung zum Autosuggestionsberater

In Südtirol gibt es mittlerweile eine Ausbildung zum Autosuggestrionsberater – und zwar beim Mentaltrainer Klaus Dieter Ritter. Ausbildungsgebiet: Die Selbstbemeisterung durch die bewusste Autosuggestion mit praktischer Anwendung für Erwachsene und Kinder, für Alleinstehende und Eheleute, um eine gesunde und entspannte Lebensqualität „in jeder Hinsicht“ zu erlangen.

Auf Autosuggestionsberater habe sich Raphaela und Manfred Gufler aus Südtirol spezialisiert. Sie sind Ansprechpartner für die Autosuggestionsmethode nach Emil Coué in Italien und Autoren des Buchs „Mut-Geschichten für Klein und Groß. Auf Anfrage halten wir Vorträge, Seminare, Workshops, Coachings und Einzelberatungen, sowie Buchvorstellungen – mehr steht auf ihrer Homepage coue.it.

150 Sätze für positives Denken

Elisabeth Grimaud hat sich auf Gehirntraining spezialisiert … und 150 positive Sätze formuliert, 150 Sätze des Gelingens, der Ressourcen, 150 Sätze, die jemandem die Stimmung aufgehellt haben, wenn es ihm schlecht ging. „Lest, pickt euch das Passende heraus, nehmt sie euch, absorbiert sie, macht sie euch zu eigen“, fordert Grimaud auf. Und hier einige dieser 150 Sätze – wer mehr will, sollte Grimauds Newsletter abonnieren. Leider sind die 150 Sätze auf französisch, deswegen hier die Übersetzung zumindest einiger:

  1. Beunruhige dich dich, es wird schon. Fasse Vertrauen, es gibt immer eine Lösung
  2. Ich bin fast fertig. Ich höre jetzt nicht auf
  3. Mal schau’n, was alles möglich ist. Ich Vertrauen ist besser als verzagen
  4. Wo es Probleme gibt, gibt es auch eine Lösung
  5. Prüfungen lassen uns über uns hinauswachsen
  6. Auf, jetzt aber los
  7. Ich habe das nicht für nichts gemacht
  8. In allem steckt etwas Positive, es reicht, die Menschen und Ereignis mit Liebe zu betrachten
  9. Ich blicke zurück, betrachte meine gelösten Probleme und die Befriedigung daraus
  10. Das wird mir die Lust am Leben nicht vermiesen
  11. ……
  12. ……

Psychotherapeuten, die auf Autosuggestion setzen

Es gibt mittlerweile einige heilkundliche Psychotherapeuten, die sich mit Hypnose und Autosuggestion auseinandersetzen.
Hier nur einige Beispiele:

Wer noch andere kennt, bitte mich zu informieren – einfache eine Mail an info@vorunruhestand.de oder als Kommentar unter diesen Blogpost. Danke

 




Hamburg ist auch im Winter eine Reise wert

Rente und Reise – beides fängt nicht ungefähr mit „R“ an. Wer in Rente ist, ist ungebunden und kann spontan verreisen. Wie wäre es denn mit einer Städtereise innerhalb Deutschlands? Herbst und Winter haben einiges zu bieten. Viele Städte zeigten sich dann von ihrer ganz besonderen Seite –  eine davon ist die Hansestadt Hamburg, die auch bei „Schietwetter“ viele Ausflug-Highlights zu bieten hat.

Erlebnis Elbphilharmonie

Viele möchten sich in der kalten Jahreszeit am liebsten in ihre Kissen kuscheln und hinterm Ofen verstecken – schließlich ist es draußen oft ungemütlich nasskalt und windig. Aber gerade der Winter ist die perfekte Zeit, um die im Januar 2017 eröffnete Elbphilharmonie zu besuchen. In dem eindrucksvollen Konzerthaus wird auch im November und Dezember ein buntes Programm für Musikliebhaber geboten, das einen auf besinnliche Weihnachten einstimmt. Wer bereits im Vorhinein weiß, dass er bestimmte Orte wie die Elbphilharmonie besuchen möchte, kann und sollte seine Unterkunft entsprechend wählen. Reisende sparen eine Menge Zeit, wenn sie ihr Hotel in der Nähe der Orte wählen, die sie gerne besuchen möchten. So ersparen sie sich unnötig lange Anfahrtswege während der Tage in Hamburg. Über Portale wie Ab-in-den-Urlaub können sich Städtereisende ihre Unterkunft ganz bequem von zu Hause aus buchen – Filter vereinfachen die Suche entsprechend der eigenen Vorstellungen wie Lage und Ausstattung.

Weihnachtsmärkte in Hamburg

Und warum nicht vor dem Konzert noch über einen der vielen Weihnachtsmärkte in Hamburg bummeln? Hamburg kann da locker mit anderen europäischen Citys mithalten, wie das Hamburger Abendblatt erst kürzlich verkündete. Der Hamburger Weihnachtsmarkt am Rathaus zählt zu den fünf schönsten in Europa,  zumindest der britischen InterContinental Hotels Group zufolge. Ebenfalls unter die Top Fünf haben es übrigens die Weihnachtsmärkte in den Städten Köln, London, Warschau und Ljubljana geschafft. Der Weihnachtsmarkt am Rathaus ist jedoch nicht der einzige, den die Hansestadt zu bieten hat: Auch der Weihnachtsmarkt am Jungfernstieg, der Weihnachtsmarkt St. Petri mit Märchenwald und das märchenhafte Lebkuchendorf am Gänsemarkt lohnen einen Besuch.

Eislaufen im „Planten un Blomen“

Zum Winter gehören Skifahren und Eislaufen – und das auch in Hamburg. Hamburg hat da einiges zu bieten, so beispielsweise die Indoor Eisarena im Park „Planten un Blomen“, übrigens „Europas schönste Open-Air-Eisbahn“, wie die Indoor-Eisarena von sich selbst behauptet. Da macht schon das Zuschauen Spaß, noch besser, wer sich selbst aufs Eis wagt. Und da ist ja noch der Snow Dome in Bispingen mit Skihalle und Rodelpark. Stilvoll feiern lässt sich dort auch. Die Enkel freuen sich sicher darüber.

 




Wie sich Großeltern und Enkel gegenseitig unterstützen können

Großeltern sein ist eine wichtige und herausfordernde Aufgabe. Für ein Kind ist es sehr schön, Oma und Opa zu haben – die soziale Bindung ist sogar ein Plus für alle Generationen. Manchmal jedoch fühlen sich die älteren gekränkt – zu wenig Zeit mit den Enkeln beispielsweise stellt viele auf die Probe.

Warum die Beziehung wichtig ist

Nach Statistiken des Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) haben mehr als 70 Prozent der Großeltern einen sehr engen Kontakt zu ihren Enkeln. Das ist gut so, denn die Beziehung hilft beiden Seiten. Wenn Enkel ihre Großeltern besuchen, ist das ein anderes soziales Umfeld als jenes, das die Kleinen von zu Hause kennen. Die Bindung zu den Großeltern ist für das Kind wichtig für die Vorbereitung auf das spätere Leben in der Gesellschaft. Bei Oma und Opa lernt es andere Umgangsformen, andere Erziehungsmethoden und lernt zu verstehen, dass es mehr gibt als das, was es von Zuhause kennt. Vor allem Zeit und Gelassenheit finden die Kinder meist eher bei den Großeltern als bei den Eltern.

Im Gegenzug erhalten Großeltern Unterstützung und Abwechslung vom sonstigen Alltag. Viele hält das jung und fit. Gleichsam erleben die Großeltern das Heranwachsen eines Kindes zum zweiten Mal – dieses Mal jedoch haben sie mehr Zeit, es zu genießen und können auf mehr Lebenserfahrung zurückgreifen. Viele Großeltern sehen in den Enkeln auch eine Art Sinnerfüllung, denn sie werden wieder gebraucht.

Warum Neid aufkommt

Häufig möchten Großeltern mehr Zeit mit ihren Enkeln verbringen als sie aktuell erhalten. Bei einigen stellt sich ein Neidgefühl ein, weil die Eltern oder allgemein andere mehr Zeit mit dem Kind verbringen können als sie selbst. Großeltern müssen jedoch verstehen, dass ihre Rolle eine Art flexibles Hilfspotenzial ist, das die meisten Eltern vorrangig in speziellen (Not-)Situationen mobilisieren. Zum Beispiel dann, wenn ein Elternteil länger krank ist, wenn die Kita streikt oder wenn Eltern eine Urlaubspause benötigen, ist die Hilfe der Großeltern wichtig, manchmal sogar notwendig.

Großeltern sollten sich keinesfalls aufdrängen – weder zeitlich noch mit Ratschlägen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie sich gänzlich zurückhalten sollen. Stellen sie eine Schieflage des Verhältnisses der Zeit mit den Enkeln fest, sollten sie das kommunizieren. Dabei sollte weniger vorwurfsvoll, sondern vielmehr mit Verständnis und Respekt umgegangen werden. Wer neidisch ist oder sich gekränkt fühlt, übersieht oftmals etwas. Die Beziehung zum Enkel darf kein Konkurrenzkampf werden, andernfalls wirkt sich das negativ auf Großeltern, Eltern und auch auf das Kind aus. Oma und Opa sollten ein Ruhepol und sicherer Rückzugsort sein, an dem sich die Kleinen wohlfühlen.

Harmonisches Verhältnis schaffen

Um nicht in Schieflage zu geraten – weder mit den Kindern noch den Enkeln – sollte sich Großeltern immer bewusst sein, welche Rolle den Großeltern zukommt. Neben den bereits erwähnten Gesprächen sind Vorschläge für gemeinsame Aktivitäten ein guter Ansatz für mehr Harmonie. Gemeinsame Erlebnisse festigen die Bindung enorm.

Allgemein kennen aktive ältere Generationen den Neidfaktor weniger, denn sie haben von sich aus ein erfülltes Alltagsleben und projizieren nicht sämtliche Bedürfnisse auf das Enkelkind. Die eigenen Ansprüche zu überprüfen und im Zusammenhang mit den Wünschen des Enkels zu vergleichen, ist empfehlenswert – auch, was die Häufigkeit der Besuche betrifft. Großeltern, die weiter weg von den Kindern wohnen, sollten mehrere Besuche im Jahr planen. Besuche sollten aber nicht nur stattfinden, um den Enkeln Geschenke oder Taschengeld zu überreichen. Taschengeld können Großeltern mittlerweile auch per Handy-App, beispielsweise über das Kwitt-System der Sparkasse, an ihre Enkel schicken. Das Prinzip funktioniert ganz einfach und ist quasi eine moderne Taschengeld-Variante.

Zudem sollten Oma und Opa wissen: Großeltern, die zu ihren Enkeln nicht sofort die perfekte Beziehung haben, müssen keine Angst haben, dass etwas nicht stimmt. Es gibt verschiedene Typen von Enkel-Großeltern-Beziehungen. Bei einigen wird die Beziehung erst enger, wenn das Enkelkind älter ist.

 

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Dänen haben beste Altersvorsorge – Deutschland nur Mittelmaß

Bei der Altersvorsorge ist Dänemark Spitze, gefolgt von den Niederlanden, Deutschland ist nur Mittelmaß und rangiert auf dem 13. Platz. Ganz übel sieht es in Indien und Argentinien aus.

Im Vergleich der Altersvorsorgesysteme in 30 ausgesuchten Ländern kommt Deutschland nur auf einen mittelmäßigen 13. Platz. Spitzenreiter war und ist Dänemark, so das Ergebnis des „Melbourne Mercer Global Pension Index 2017“ (MMGPI), der vom Beratungsunternehmen Mercer bereits zum neunten Mal in Kooperation mit dem Australian Centre for Financial Studies erstellt wurde.

Ranking Altersvorsorgesysteme

 Ranking     
Land20172016GesamtindexAngemessenheitNachhaltigkeitIntegrität
Dänemark1/301/2778.976.579.881.3
Niederlande2/302/2778.878.073.587.5
Australien3/30 3/2777.175.373.085.7
Norwegen4/30-74.777.061.090.3
Finnland5/304/2772.370.261.391.0
Schweden6/305/2772.067.771.080.3
Singapur7/307/2769.465.266.280.7
Schweiz8/306/2767.660.264.783.3
Neuseeland9/30-67.466.261.577.8
Chile10/308/2767.358.069.179.7
Kanada11/308/2766.869.955.477.7
Irland12/3010/2765.877.943.977.2
Deutschland13/3012/2763.576.576.540.9
Frankreich16/3013/2759.680.438.655.8
Österreich21/3018/27 53.167.619.9 76.4
Durchschnitt59.960.950.871.2

Quelle: Mercer

Dänemark hat die Nase vorn

Die Experten haben die Altersversorgung verschiedener Länder untersucht in punkto Angemessenheit, Nachhaltigkeit und Integrität. Sie haben dabei sowohl die staatliche Rente und die betriebliche sowie private Altersvorsorge unter die Lupe genommen. Dänemark hat mit 78,9 von 100 Punkten die Nase vorn, die Niederlande liegen jedoch nur mit 0,1 Punkten im Rückstand. Einziger Trost bei Deutschland – Deutschland hat im Vergleich zum Vorjahr den höchsten Punktezugewinn mit 4,5 Punkten, wodurch der Gesamtindex auf von 59,0 auf 63,5 Punkte stieg.

Deutschland kann sich verbessern

„Auch wenn Deutschland im internationalen Vergleich einen Rang zurückfällt, zeigt die Studie deutlich, dass unser Rentensystem mit einem ‚gesunden Mix‘ aus gesetzlicher Rente, betrieblicher und privater Altersvorsorge auf einem guten Weg ist“, so Dr. Udo Müller, Rentenexperte bei Mercer.

Das Rang Deutschlands könnte sich weiter verbessern, meinen die Rentenexperten von Mercer, wegen der:

  • Anhebung der Mindestrenten für Niedriglohn-Rentner
  • Weitere Erhöhung der Erwerbsquote älterer Arbeitnehmer
  • Verbesserung der Kommunikation an die Leistungsempfänger
  • Erhöhung der Teilnehmer in der betrieblichen Altersversorgung.

Müller meint, das Betriebsrentenstärkungsgesetz werde etwas bringen. Ob er damit nicht schief liegt? So lange die Doppelverbeitragung von Betriebsrenten und Direktversicherungen nicht aufgehoben wird, wird das nichts mit der Verbesserung, weil die Krankenkassen den Renditerahm abschöpfen. Die Entgeltumwandlung lohnt sich nicht, trotz höherer Zuschüsse, weil bei der Auszahlung mehr als 18 Prozent an die Krankenkasse gezahlt werden müssen.

Rentensystem oft nicht nachhaltig

Wichtigster Faktor ist „Nachhaltigkeit. „Japan, Österreich, Italien und Frankreich sind Beispiele für Volkswirtschaften, in denen die Rentensysteme nicht auf einem nachhaltigen Modell basieren, das aktuelle und zukünftige Generationen tragen kann“, so Jacques Goulet, President Health und Wealth bei Mercer.

Zur Methodik: Jedes Land ist auf einer Skala von 0 bis 100 bewertet. Der Gesamtindex ist der gewichtete Durchschnittswert der drei Sub-Indices Angemessenheit, Nachhaltigkeit und Integrität. Integrität gibt Aufschluss, wie „vertrauenswürdig“ und beständig das Vorsorgesystem ist – und dabei spielen staatliche Aufsicht, Risikostreuung und Kommunikation eine wichtige Rolle. Die Gewichtung liegt bei 25 Prozent.




Männer solidarisiert euch! Für bloggende Männer gibt’s jetzt menbloggers.de

Frauen sind anders, Männer auch – deswegen braucht’s für Männer eine Plattform. Das war der Grund, warum ich menbloggers.de eingerichtet habe: eine Plattform für bloggende Männer.

Bloggende Frauen netzwerken schon längst, Männer sind da etwas zurückgefallen. Das muss ja nicht so bleiben, deswegen gibt es seit Ende Oktober 2017 mit menbloggers eine Plattform für bloggende Männer und Männerthemen.

Natürlich gibt es bloggende Männer und Männerblogs, die sind nicht immer leicht zu finden. Das war der Beweggrund für mich, eine entsprechende Plattform für bloggende Männer zu bauen – menbloggers will diese Lücke schließen. menbloggers ist die Bühne für Männer-Blogger und bloggende Männer

menbloggers ist eine Sammlung von Männer-Blogs und soll die ganze Bandbreite von Themen widerspiegeln. Noch sind es erst zwei Dutzend Blogs von Männern, aber es werden mehr. menbloggers will nicht werten, sondern nur sammeln und helfen, sich zu orientieren.

Freue mich über jeden neuen manblogger. Einfach eintragen unter Blog anmelden

Bitte liebe bloggenden Männer tragt euch bei menbloggers sein, damit möglichst viele erfahren, was Männer so machen.

menbloggers hat eine eigene Facebook-Seite @menbloggers und ist auch in Instagram vertreten unter menblogs

menbloggers ist auch bei Instagram vertreten

menbloggers ist auch bei Instagram vertreten




Warum Deutschland der demografische Wandel ab 2020 mit voller Wucht trifft

Warum trifft Deutschland der demografische Wandel schon bald mit voller Wucht? Ganz einfach, weil Millionen Babyboomer in Rente gehen und ihre Schreibtische und die Werkbänke verlassen. Viele Betriebe, aber auch die Kommunen haben das immer noch nicht so richtig verinnerlicht. Damit dürfte sich einiges ändern in diesem Land.

13 Millionen Babyboomer gehen zwischen 2018 und 2031 in Rente gehen und scheiden aus dem Erwerbsleben aus“, stellt Peter Kupferschmid, Referatsleiter im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) lakonisch fest. Das seien 36 Prozent der Berufstätigen, betont er schon etwas alarmierender. Das stelle für die Gesellschaft eine Herausforderung dar. „Es kann nicht sein, dass wir nicht vorbereitet sind“, seufzt er.

Übergang ist nicht geregelt

Das ist aber nicht nur ein deutsches Problem, denn die „Zahl der Europäer über 65 Jahre wird sich in den kommenden Jahren verdoppeln“. Leider sei der „Übergang ins Alter nicht geregelt“, bedauert er. Es gebe keine Regelstrukturen mehr im Übergang vom Beruf in die Rente, anders als beim Übergang von der Schule in den Beruf.

Alles strukturiere sich in Deutschland um den Faktor Arbeit. Wer in dieses Regelsystem nicht mehr reinpasst, der fällt einfach heraus – wird abgeschaltet. So etwas wie ein Übergangsmanagement gibt es hierzulande schlichtweg nicht. Das dürfte sich für viele Betriebe allerdings noch rächen.

1964 der geburtenstärkste Jahrgang

Deswegen hat das BMFSFJ den „Runden Tisch Aktives Altern“ eingerichtet. Klingt gut, ist gut gemeint, ob das BMFSJ allerdings viel erreicht, darf bezweifelt werden. Andreas Mergenthaler vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung konfrontiert die Anwesenden mit der Größenordnung: „Der Jahrgang 1964 ist der geburtenstärkste Jahrgang überhaupt mit 1,4 Millionen Lebendgeborenen“. Dabei waren auch schon die Jahrgänge davor schon zahlreich. Und diese Jahrgänge gehen ab 2020 so langsam in Rente. Das werde auch eine Herausforderung für die Betriebe. 2015 haben die Babyboomer noch 36,6 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung gestellt, bis 2035 geht ihr Anteil gegen null.

1964 war der geburtenstärkste Jahrgang

1964 war der geburtenstärkste Jahrgang Quelle: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung

Wer kümmert sich um den Übergang?

Dass diese Kohorte in Rente geht und damit den Betrieben fehlen wird, ist das eine, das andere ist, dass sich so gut wie niemand um das Übergangsmanagement kümmert. Klaus Schmitz vom Amt für Senioren und Generationsfragen der Stadt Nürnberg zeigt auf, was notwendig wäre. Übergangsmanagement sei ein Teil der kommunalen Daseinsvorsorge. Er plädiert für kommunales und betriebliches Übergangsmanagement. Die Betriebe müssten seiner Meinung nach endlich begreifen, dass sie sich um eine „lebensorientierte Personalpolitik“ kümmern müssen.

Nürnberg als Vorreiter

Er verweist dabei auf das Zentrum Aktiver Bürger (ZAB) in Nürnberg, das als unabhängige Anlaufstelle für bürgerschaftliches Engagement fungiert. Es soll alle Altersgruppen zusammen bringen, die sich für die Stadtgesellschaft engagieren – ein Ansporn für die jungen Alten, die im ZAB neue Aufgaben finden.

Was bei diesem Runden Tisch auch deutlich wurde: Das Thema Bildung und Digitalisierung spielt beim Aktiven Altern eine wichtige Rolle. Michael Doh von der Psychologischen Alternsforschung der Universität Heidelberg verdeutlichte, welche Chancen die Digitalisierung bietet. Bildung und Digitalisierung haben seiner Meinung nach „positive Effekte auf die sozialen, emotionalen und körperlichen Ressourcen“. Wenn die Babyboomer lernen, mit der Digitalisierung umzugehen, dann bringe das viel für die gesellschaftliche Partizipation. Umgekehrt gilt für ihn, dass die digitale Exklusion zur sozialen Exklusion führt. Es braucht seiner Meinung nach neue Konzepte für die digitale Inklusion und die digitale Bildung.

Digitale Kluft vergrößert sich

Die Babyboomer-Generation ist allerdings alles andere als homogen: Da gibt es zum einen die männlichen Babyboomer im Westen mit guter Bildung, die nicht allein leben und zu 89 Prozent in der digitalen Welt angekommen sind. Und es gibt Frauen in der 60plus-Generation aus dem Osten, alleinlebend mit niedrigem Bildungsstand, die zu weniger als zehn Prozent digitale Medien nutzen. Doh spricht von „digitaler Kluft“.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass die Herausforderungen des Übergangsmanagements groß sind. Es braucht noch viel mehr Seniorennetzwerke und betriebliche Coaches, um diese Aufgabe zu bewältigen.




Wie sich deutsche Sparer systematisch selbst enteignen

Sparen und selbst enteignen – wie passt das zusammen? Ganz einfach, wenn die Inflation höher ist als die Zinsen, dann schrumpft das Realvermögen. Nominal hat der Sparer zwar morgen noch genau so viel auf dem Konto wie heute, nur kann er sich damit immer weniger kaufen. Also wird er immer ärmer.

Das sollte doch auf den ersten und auch den zweiten Blick logisch erscheinen. Dennoch ziehen die Deutschen daraus keine Konsequenzen – nein sorry, nur ganz wenige. Wie anders ließe sich erklären, dass im dritten Quartal 2017 mehr als 2,24 Billionen Euro – in Ziffern 2 247 600 000 000 – unter Matratzen, auf Giro- und Tagesgeldkonten und Sparbüchern schlummerten.

Struktur des Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland 2015

36,5 Prozent des Geldvermögens der deutschen Privathaushalte waren bei den Banken und Sparkassen in Form von Spar-, Sicht- oder Termineinlagen angelegt. Quelle: Statista

„Nur“ 610 Milliarden Euro waren in Aktien und 547 Milliarden in Fonds investiert. Weil es für Sparguthaben aber keine Zinsen mehr gibt und für Tagesgeld fast nichts mehr, aufs Girokonto schon gleich gar nichts, die Inflationsrate mittlerweile jedoch bei 1,6 Prozent angekommen ist, zerbröselt das Vermögen deutscher Sparer Monat für Monat – das sie im Alter so dringend bräuchten, um die Versorgungslücke zu schließen, die sich durch die Absenkung des Rentenniveaus immer weiter öffnet.

Inflation im Vergleich zu den Zinsen

Der Inflationscheck – durch die Inflation werden deutsche Sparer enteignet

Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) und damit Urheber dieser finanziellen Katastrophe, lacht sich ins Fäustchen. Warum sind die Deutschen auch so blöd, denkt er sich im Stillen. „Selber schuld“, so sein Kommentar, den er mittlerweile schon mehrfach geäußert hat. Ihm ist egal, dass die Deutschen durch die Minus-Zins-Politik der EZB enteignet werden.  Dabei fehlen den Deutschen jetzt schon mehrere Tausend Euro für ihre Altersvorsorge, denn so viel hat die Niedrigzinsphase bislang gekostet – und sie ist ja noch längst nicht zu Ende. Seit 2011, so hat die comdirect ausgerechnet, verlieren die Deutschen pro Jahr dieser systematischen Enteignung geschuldet mehr als 34 Milliarden Euro, umgerechnet auf jeden Haushalt sind das 872 Euro Realzinsverlust.

Aktien sind alternativlos

Wer sein Vermögen vor Draghi retten will, muss in Aktien oder Immobilien investieren, weil nur sie zurzeit höhere Renditen abwerfen als die Inflationsrate beträgt. Der Dax ist in diesem Jahr um rund 17 Prozent gestiegen, der MDax sogar um mehr als 20 Prozent – damit lässt der Inflation problemlos Paroli bieten.

Realzins

Zins minus Inflation ist Realzins – und der ist schon lange negativ

Dass sich Mario Draghi mit seiner Enteignungspolitik in Deutschland keine Freunde macht, versteht sich von selbst. Das ficht den Italiener aber nicht an, schließlich denkt er vor allem an seine Landsleute südlich der Alpen, die wegen der hohen Verschuldung höhere Zinsen nicht brauchen können.

Draghi macht Deutsche arm

Alles Mahnen deutscher Ökonomen hilft nichts, Draghi lässt sich nicht beirren. Wer bei diesem Spiel nicht mitspielt, verliert sein Vermögen und damit seine Altersvorsorge. Leider trifft es ja nicht nur die Sparer, sondern auch die Versicherten. Das heißt, wer eine Kapitallebensversicherung hat, wird am Ende deutlicher weniger bekommen, als er einmal gedacht hat. Denn die Versicherungskonzerne verlieren wegen Draghi ebenfalls Geld, da sie das Geld der Versicherten ja weitgehend in Staatsanleihen anlegen müssen, die nichts mehr bringen, zumindest die neueren. Alte, besser verzinste Anleihen laufen aus und müssen durch neue ersetzt werden, deren Zins gegen null tendiert. Also verlieren die Deutschen auch auf diesem Weg ihr Vermögen – schlecht für die Altersvorsorge.

Kopf in den Sand

Statt aktiv auf dieses Dilemma zu reagieren, stecken immer mehr den Kopf in den Sand. „Die niedrigen Zinsen verunsichern viele Anleger“, hat die Postbank-Anlageexpertin Rosmarie Liebl festgestellt. Das spiegele sich in einer wachsenden Verdrossenheit gegenüber Finanzthemen wider. „Vor allem Frauen scheinen zu resignieren“, so ihre Beobachtung. Die Zahl der (von der Postbank) weiblichen Befragten, die sich überhaupt nicht mit Finanzthemen beschäftigen, habe sich verdoppelt – von 15 Prozent in 2015 auf 29 Prozent in 2017.

Düstere Aussichten für die kommenden Jahre, in denen die Babyboomer-Generation in Rente geht, denn parallel dazu wird auch das Rentenniveau von derzeit 48,1 Prozent weiter fallen. Zunehmende Altersarmut ist damit programmiert.




Wie ein original Schweizer Käse-Fondue am besten gelingt

Wie gelingt ein Käse-Fondue – die Nationalspeise der Schweizer? Eigentlich ist das ganz einfach. Wobei es auf das „eigentlich“ ankommt. Es kommt beim Käse-Fondue auf die Zutaten an – den Käse, den Wein und das Caquelon. Das Rezept ist vergleichsweise simpel.

Käse und Wein als Erfolgsrezept

Erfunden wurde das Käse-Fondue aller Wahrscheinlichkeit nach in der Schweiz, genauer gesagt in den Westalpen, im Jura. Der Name Fondue kommt von fondre = schmelzen. Es geht genauer gesagt um geschmolzenen Käse. Vermutlich haben die Senner Käse im Topf geschmolzen und mit Brot gelöffelt. Aus dieser Tradition entwickelte sich dann das Fondue au Fromage, sprich das Käse-Fondue.

Aufs Caquelon kommt es an

Die Zubereitung ist simpel, auf die Zutaten und das Kochgeschirr kommt es an. Ein Fondue sollte nach wie vor in einem Caquelon, dem bekannten Tongeschirr, zubereitet werden – also kein Topf oder gar das Fondue-Geschirr fürs Fleisch-Fondue. Das Caquelon – oder Gagglon wie die Schweizer sagen – ist eine Art Kasserolle aus Steingut oder Porzellan. Dank des Stiels lässt es sich leicht vom Rechaud nehmen, das mit Brennspiritus (oder Brennpaste) beheizt wird.

Mix aus Emmentaler, Greyerzer und Vacherin

„Jedes Fondue ist so gut wie der dazu verwendete Käse“, schreibt das Kochbuch „Ächti Schwizer Chuchi“. Mit einer Mischung aus Emmentaler, Greyerzer (französisch: Gruyère) und einem Bergkäse oder Appenzeller lässt sich nichts falsch machen. Klar, wer die Gelegenheit hat, an einen Vacherin heran zu kommen – umso besser.

Silvaner als Ideal-Besetzung

A propos Wein, es sollte auf alle Fälle ein Wein sein mit etwas Säure. Ideal dafür ist ein Silvaner oder ein trockener Müller-Thurgau, ein Lugana ist sicher auch nicht schlecht. Ein Riesling ist vielleicht nicht ganz so geeignet, auch ein Chardonnay scheint mir eher ungeeignet. Warum nicht mal einen Grünen Veltliner nehmen? Passt vermutlich auch. Das gleiche gilt für Kerner, Scheurebe und Gutedel.

Zur Zubereitung ist nur so viel zu sagen: Das Fondue nicht kochen, sondern nur köcheln lassen – und immer schön rühren. Ich nehme nicht Weißbrot, sondern ein dunkles Brot, weil sich das besser aufspießen lässt.

Noch ein Tipp: Es lohnt sich, die Wein-Käse-Masse in einer Kasserolle vorzubereiten und dann erst ins Caquelon umzufüllen. Früher habe ich das Fondue im Caquelon auf dem Herd vorbereitet, bis mir eines gesprungen ist.

Das Käse-Fondue – das beste Rezept