Fünf Tipps, wie sich ein Bad ideal fürs Alter anpassen lässt

Ob wir es wollen oder nicht – wir werden älter. Die Muskeln beginnen zu schwächeln und alltägliche Abläufe, die sonst so mühelos von der Hand gingen, werden zum Problem. Gerade im Bad spüren wir diese Entwicklung – höchste Zeit über einen Umbau nachzudenken.

Wie locker sind wir doch früher über den Wannenrand gestiegen und haben uns ins warme Wasser gleiten lassen – und heute? Diese Aktion wird manchmal zum Act. Das muss nicht sein. Es wird Zeit, über einen seniorengerechten Umbau nachzudenken.

Was sich so beiläufig liest, ist eben ganz und gar nicht beiläufig. Worauf müssen Sanierungswillige achten? Fünf Tipps für den Umbau zum barrierefreien Badezimmer.

1. Toilette mit erhöhter Bauform

Für viele führt der Weg am Morgen zunächst mal zur Toilette. Damit das Hinsetzen trotz eingeschränkter Beweglichkeit mühelos klappt, empfiehlt sich eine Toilettenerhöhung. Durch ein paar zusätzliche Zentimeter wächst das WC auf eine Höhe von 46 oder 48 Zentimeter. Da muss niemand mehr allzu tief Knie beugen, wodurch der Toilettengang leichter fällt. Und was für eine WC-Form wählen? Stand-WC oder Hängetoilette? Beide bringen’s auf eine Höhe von 46 oder 48 Zentimeter; bei einer wandhängenden Toilette genügt oft bereits ein verstellbares Montageelement. Wo bekommt der Sanierungswillige ein solches Stand-WC? Bei Calmwaters beispielsweise oder ähnlichen Badshops. Zusätzlichen Halt bieten Griffe neben dem Klosett. Auch auf Reisen muss kein Senior auf den Komfort verzichten – dafür gibt es die Toilettensitzerhöhung. Sie ist transportabel und lässt sich bei Bedarf einfach auf den WC-Sitz legen. Je nach Modell ist sie sogar mit Haltegriffen ausgestattet.

2. Barrierefreier Waschplatz

Seniorengerechte Waschbecken? Was soll da anders sein? Das Waschbecken ist praktischerweise unterfahrbar – heißt, es bietet genug Beinfreiheit. Bei einem solchen Waschbecken ist es auch kein Problem, sich einen Stuhl zu holen, um sich darauf niederzulassen und sich in Ruhe zu rasieren oder zu waschen.

3. Wasserhahn mit gutem Handling

An Retro-Wasserhähne zum Drehen freuen sich vielleicht Vintage-Fans, fürs Alter sind aber Einhebelmischer besser. Mit einer Hand stellen Nutzer die Wassermenge und –temperatur ein, während sie sich mit der zweiten Hand am Beckenrand oder einem Haltegriff festhalten. Empfehlenswert sind Armaturen mit eingebautem Thermostat: Das Wasser kommt richtig temperiert aus dem Hahn. Und dann darf die sensor-gesteuerte Variante nicht vergessen werden – dank eines eingebauten Infrarotsensors erkennt der Kran eine sich nähernde Bewegung, öffnet die Absperrung und schon fließt ein kräftiger Strahl aus dem Auslauf heraus.

4. Bodengleiche Dusche

Wer schon jemals in einem barrierefreien Badezimmer geduscht hat, weiß die Vorteile zu schätzen. Durch die schwellenlose Bauweise der bodengleichen Dusche fällt der Einstieg leicht; maximal 2,5 Zentimeter misst die Duschwanne in der Höhe. Das ist auch für Rollstühle kein Problem. Bei  durchgefliesten Duschboards ist der Übergang vollkommen ebenmäßig. Mit Glastüren statt eines Vorhangs wirkt das Badezimmer größer und offener – und die Türen öffnen sich zur Sicherheit nach außen.

Wer eine Dusche in ein Seniorenbad einbauen will, sollte auf die Maße achten: Für ein barrierefreies Bad misst die Dusche mindestens 1,20 Meter in Breite und Länge; ist die Nasszelle für einen Rollstuhlfahrer gedacht, sollte es mindestens 1,50 x 1,50 Meter sein.

5. Badewannen mit Tür

Das entspannte Bad nach einem anstrengenden Tag möchte kaum jemand missen. Gerade bei müden Knochen und schmerzenden Muskeln sorgt das warme Wasser für wohlige Momente. Besonders leicht klappt der Einstieg bei einer Badewanne mit Tür – die ist entweder bereits beim Kauf integriert oder wird nachträglich in die Wanne eingebaut. Abgedichtet ist die Tür mit einer Dichtung aus Silikon oder Gummi, schließlich soll das Wasser in der Wanne bleiben.

Eine gute Alternative ohne Tür sind in den Boden eingelassene Wannen mit einer Randhöhe von etwa 25 Zentimeter. Optisch erinnern sie stark an die herkömmlichen Badewannen. Selbst die 30plus-Generation ist vom Look begeistert. Den sicheren Halt beim Ein- und Ausstieg garantieren Griffe am Wannenrand sowie an der Wand; eine zusätzliche Antirutsch-Beschichtung im Inneren der Wanne garantiert den sicheren Stand. Seniorenbadezimmer? Das klingt nach viel Aufwand, muss aber nicht sein – und schon gar nicht ist es mit den kargen Bädern im Krankenhaus zu vergleichen. Im Vordergrund stehen Entspannung und Wohlfühlen. Bilder, Skulpturen, Pflanzen und Stores bringen Ambiente ins Bad.  Die Tipps sollen Sanierungswilligen die Orientierung erleichtern – und das Bad bleibt im Alter eine Wohlfühloase.