Was ist mit Pinterest?

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Was ist mit Pinterest? Nett, aber kein Traffic-Bringer. Pinterest ist ein soziales Netz für Bilderfans. Mit Pinterest lassen sich Bilderkollektionen und virtuelle Pinnwände zusammenstellen. Pinterest ist immer noch US-lastig – und halt eher für Blogger mit Schwerpunkt Essen, Mode und Lifestyle sowie Reisen. Trendthemen sind denn auch Reisen, Do-it-yourself, Garten, Beauty, Fotografie, Essen, Wohnen und Mode. Nicht geeignet, um Traffic auf die eigene Seite zu lenken – aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren.

Instagram was für visuelle Typen

Ähnliches gilt für Instagram. Angeblich verdienen Teenager dem Branchendienst t3n  zufolge mit Instagram Millionen, indem sie beispielsweise Schleim auf Instagram bewerben – richtig gehört, „Schleim“. So ein Klumpen Schleim kostet dann schon mal zehn Dollar und mehr.

Eines der meist geklickten Schleim-Videos auf Youtube

Instagram ist was für visuelle Menschen wie die BusinessMuse, Künstlerin und Mentorin Birgit Dieker – sie mag „auf Instagram aus vielerlei Gründen nicht verzichten“. Gerlind Hector von Fair-Fashion hat festgestellt, dass ihre „Leser totale Instagramer sind“. Mit Instagram lassen sich eben Bilder schnell verbreiten – deswegen ist Instagram auf meinem Blog eingebunden. Vermutlich habe ich die Möglichkeiten noch längst nicht ausgeschöpft. Aber, was nicht ist, kann ja noch werden. Übrigens, meinem Instagram-Account folgen vor allem 25- bis 34-Jährige, während mein Blog vor allem von 55- bis 64-Jährigen genutzt wird – fällt also ziemlich auseinander. Übrigens nutzen laut “Welt” hierzulande vier Millionen Menschen Instagram. Damit sei Instagram erfolgreicher als Twitter. Für Laura Ewert von der “Welt” ist Instagram “die schädlichste, die böseste und die kaputteste App, denn sie macht süchtig nach einer Lightversion des Stalkings”. Sie versteigt sich sogar zu der Aussage, Instagram mache uns zu Psychopathen. Die Instagramer entwickeln sich zur richtigen Community: Tanja Praske stellt auf ihrem Blog Kultur-Museum-Talk die Münchner Instagramer vor. Anika Meier hat in der “Zeit” beschrieben, wie sich Instagram verändert – in ihrem Artikel “Die Gier nach Likes und Followern”. 

Traffic durch Twitter – wohl kaum

Twitter ist in punkto Traffic-Bringer ein ziemlicher Reinfall, zumindest für mich. Liegt das an meinen Themen, an der Zielgruppe oder an den Tweets? Schwer zu sagen. Zwar lassen sich mit sogenannten URL-Shortenern, sprich Kurz-URL-Diensten lange Internet-Adresse auf ein Minimum verkürzen, so dass sie problemlos in die 140 Zeichen von Twitter passen, aber das ändert nichts am Nutzerverhalten. Übrigens, zu diesen URL-Shortener gehören goo.gl und bit.ly sowie t1p.de. Nun gut, der Aufwand lässt sich auch reduzieren, indem Blogger Facebook mit Twitter verknüpfen, so dass Facebook-Posts auch auf Twitter erscheinen – B2N-Social-Media sagt wie’s geht. Und dann ist da noch Google+. Wie der Name schon sagt, stammt das soziale Netz von Google – und die Inhalte werden natürlich auch von Googles Suchmaschine indexiert. Bei Google+ gibt es Communities mit 100 000 und mehr Mitgliedern – wer das passende Thema hat, dem eröffnen sich hier phantastische Möglichkeiten. „Home Design“ beispielsweise hat mehr als 500 000 Mitglieder, „WhatsApp Deutschland“ mehr als 430 000.

Vlogger schwören auf YouTube

YouTube ist etwas für Vlogger, sprich für Blogger, die gern mit Videos arbeiten. Aber auch YouTube hat seine Communities. Meine Kollegen – und bald Ex-Kollegen, denn ich gehe ja Ende April in Rente – von FOCUS-MONEY haben mit mission money so eine Community aufgebaut. Mission money (Motto „Geldgeil ist unser Lifestyle“), das sind vier Wirtschaftsjournalisten von FOCUS-MONEY – Geld ist das Tagesgeschäft. Die Vier erklären, wie Börse funktioniert, welche Versicherungen etwas taugen und die „Must Haves und No Gos“ – alles andere als „langweilig und staubtrocken“. Ist das die neue Art zu bloggen – per Video? Die Deutschen sind teilweise immer noch Finanzanalphabeten, weswegen es Finanzblogs und -vlogs schwer haben. Muss ja nicht so bleiben.

Und was ist mit WhatsApp?

Zum Schluss noch zu WhatsApp. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich nutze WhatsApp ausschließlich zur Kommunikation mit Familie und Freunden. Es lässt sich aber auch mehr damit anstellen. Aber das können euch sicher Andere besser erklären.

Tools für Sozialnetzwerker

A propos erklären, Google hat einen „Digitalen Workshop“ eingerichtet, „für alle, die im Web erfolgreich sein möchten“. Da erklärt Google so ziemlich alles, was ein Blogger über sozialen Netze wissen muss. Auch Google kommt auf den Trichter, dass nicht jedes soziale Netz für jede Zielgruppe taugt. Weniger ist mehr – so die Quintessenz. Wer planlos vorgeht, verzettelt sich leicht. Es lohnt sich, die Workshops durchzuarbeiten, unter anderem einen über soziale Medien. Google weist auch auf Tools hin, die Bloggern das Leben erleichtern, darunter Hootsuite, Buffer und Everypost. Natürlich hat Google ein Eigeninteresse daran, dass möglichst viele sozialen Netze nutzen, schließlich erhöht das den Traffic bei Google.

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

6 Comments

  1. […] Facebook und nicht etwa Twitter? Offensichtlich ist Facebook der absolute Platzhirsch, wie eine Nutzeranalyse ergab. Die meisten aus der Altersgruppe werden das bestätigen können. Aber warum üben soziale […]

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  2. Norbert Wichmann 25. April 2017 at 12:25

    Danke für deine Arbeit Helmut! Du zielst auf die Generation 50+ ab und meiner Meinung bist du hier mit Facebook gut aufgestellt für die nächsten 10 Jahre. Ehr wenige in diesem Alter sind auf soziale Plattformen unterwegs und wenn, dann Facebook. Daher würde ich das nicht ausdehnen, denn es geht auch schnell die Übersicht verloren und mehr Arbeit kommt dann ohnehin auf alle zu.

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  3. Lieber Helmut,

    danke für den Kommentar drüben bei mir. Anika Meier hat dir darauf sehr ausführlich geantwortest. Falls du ihr antworten solltest, dann gib doch den Link dieses Artikels hier an. PingBack hat irgendwie nicht funktioniert.

    Auch Anke von Heyl hat bei mir die Community angesprochen, die wichtig ist. Wo du dich mehr bewegst, deine Leserschaft sich aufhält, da erhälst du deinen Traffic her, wenn du authentisch kommunizierst. Bei mir ist zum Beispiel Twitter ein großer Traffic-Garant – liegt daran, weil ich das Medium extrem gerne nutze und dort eine “große” Community habe. Facebook kommt in Fahrt, wenn ich in themenrelevante Gruppen poste bzw. der Artikel den Nerv trifft wie den, den du beantwortet hast: http://www.tanjapraske.de/kultur-erleben/kulturgenuss/instagramer-in-muenchen-was-machen-sie-die-igersmunich/

    Mit Pinterest werde ich mich noch befassen. Auf Instagram spiele ich, ohne Anspruch, macht mir Spaß. Und google+ nutze ich unregelmäßig wegen SEO und den speziellen Communitys, jedoch nicht so konsequent.

    Alles Gute!
    Herzlich,
    Tanja

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    1. Liebe Tanja,

      vielen Dank für die ausführliche Antwort
      herzlichst
      Helmut

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  4. Vielen Dank für den Hinweis. War mir bis dato nicht bewusst.

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  5. Hallo Helmut,
    kleiner Hinweis bezüglich Twitter: du musst deine URLs schon lange nicht mehr verkürzen, da sie bei den Zeichen nicht berücksichtigt werden.
    Pinterest: scheint – wenn man es richtig macht – viel Traffic zu bringen. Dir vielleicht nicht, aber zumindest den angesprochenen Gruppen. Wahrscheinlich sind auch Fotos zu deinem Gebiet dafür suboptimal.
    BG, Peter / PetersTravel

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