Wie Draghi die Deutschen systematisch enteignet

Der Chef der Europäischen Zentralban (EZB), Mario Draghi, lacht sich ins Fäustchen, wenn die Deutschen wegen der Enteignung ihres Vermögens durch die Notenbank klagen. “Selber schuld”, so sein Kommentar. Aber am Fakt, dass die Deutschen durch die EZB enteignet werden, ist nicht zu rütteln.

Und, es wird von Monat zu Monat schlimmer. Im Dezember stieg die Inflationsrate auf 1,7 Prozent, im Januar werden es laut Statistischem Bundesamt bereits 1,9 Prozent sein. Gleichzeitig bekommen die Deutschen immer weniger für Tagesgeld. Laut Ypos Finanzplanung liegt die durschnittliche Rendite für Tagesgeld irgendwo bei 0,07 Prozent. Beim Marktführer ING Diba gibt’s noch 0,35 Prozent. Aber bei den Großen wie der Postbank müssen sich Kunden mit 0,01 Prozent begnügen. Das heißt, wer sein Geld konservativ anlegt, verliert 1,89 Prozent: 0,01 minus 1,9 – im besten Fall immer noch minus 1,55 Prozent.

Der Realzins ist längst schon negativ - schlecht für Geldvermögen Bild: ypos-fp

Der Realzins ist längst schon negativ – schlecht für Geldvermögen Bild: ypos-fp

Wie soll da noch jemand fürs Alter vorsorgen? Nach dem der Ölpreis lange Zeit vergleichsweise tief war, zog er in den vergangenen Monaten wieder an. Auch Lebensmittel werden teurer, nicht zu vergessen die Mieten. Daran wird sich so schnell nichts ändern – im Gegenteil. Die ersten aus der Babyboomer-Generation müssen bereits aus den teuren Schwarmstädten wie München, Frankfurt und Hamburg wegziehen, weil sie sich die Mieten nicht mehr leisten können.

Draghi ist das egal, weil er nur die Südländer im Blick hat. Für die Deutschen allerdings bedeutet seine Politik eine schleichende Enteignung. Die Sparer stecken in der Zwickmühle. Sie könnten ihr nur entkommen, wenn sie mehr in Aktien investieren.

“Die Nullzinspolitik bei steigender Inflation ist verheerend für den deutschen Sparer“, empörte sich Bayerns Finanzminister Markus Söder im “Handelsblatt”. Draghi dürfte sich davon kaum beeindrucken lassen. Niemand sollte damit rechnen, dass die EZB die Zinsen bald wieder anhebt. Draghi betonte erst vor kurzem wieder, dass die Zinsen noch lange niedrig bleiben werden.

Am stärksten gestiegen ist Energie mit einem Plus von 5,8 Prozent, gefolgt von Lebensmitteln (plus 3,2 Prozent). Die Nettokaltmieten sind angeblich “nur” um 1,6 Prozent gestiegen – Münchner können darüber nur lachen.




Die Riester-Rente hat ausgedient – Versicherer steigen aus

Zum 1. Januar 2017 ist die Riester-Rente 15 Jahre alt geworden. Aber so jung sie auch ist, hat sie bereits ausgedient. Die ersten Versicherer steigen aus dem Riester-Geschäft aus – und die Zahl der Riester-Verträge stagniert schon seit 2013.

Schuld daran ist die Zinsflaute. Die Leute haben keine Lust mehr auf Riester, weil die Rendite zu wünschen übrig lässt. Die Zahl der Verträge hat sich bei etwas mehr als 16 Millionen eingependelt – und stagniert auf diesem Niveau. Jetzt haben auch die Versicherer die Lust an Riester verloren. Wer beispielsweise eine klassische Riester-Rente abgeschlossen hat, muss mindestens 83 Jahre alt werden, um die eingezahlten Beiträge einschließlich Zulagen wieder heraus zu holen – bei einigen Anbietern muss er sogar deutlich älter werden.

5000 verschiedene Riester-Varianten

Die Vielfalt an Riester-Verträgen ist groß. So kommt der Finanzprofi Axel Börsch-Supan, einschließlich Produkten wie Banksparplänen, Fondssparplänen und dem 2008 eingeführten „Wohn-Riester“ auf mittlerweile mehr als 5000 verschiedene Riester-Vertragsvarianten.

So lustlos die Kunden, so frustriert sind mittlerweile auch die Versicherer selbst. Die Begeisterung hat schwer nachgelassen. So legt beispielsweise die Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig laut „finanzen.net“ ihr Riester-Neugeschäft vorerst auf Eis. Das gleiche gelte für Cosmos Direkt und die zum Talanx-Konzern gehörende PB Versicherung. Die Debeka wolle erst zum 1. April wieder einsteigen; die DEVK Anfang Mai, die Barmenia frühestens im zweiten Quartal. Mit der Wiederaufnahme von Riester wollen sich auch die Alte Leipziger Zeit lassen und die Nürnberger.

Was ist bloß mit Riester los?

Was ist bloß los mit Riester? Der Absatz von Neuverträgen stagniert und ist bei einigen Anbietern rückläufig, ferner binden die Regularien Ressourcen. Die Kunden sind unzufrieden mit den Renditen von Riester-Verträgen – manche sind sogar richtig sauer auf die Versicherer, weil unterm Strich nur ein paar Euro rauskommen, obwohl sie jahrelang eingezahlt hatten.

Null Durchblick im Tarifdschungel

Problem für Verbraucher sei auch die Intransparenz der Verträge, so die Verbraucherschützerin Dorothea Mohn vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Den Durchblick im Tarifdschungel zu behalten, ist allerdings nicht einfach. „Durch die Komplexität der Verträge wird ein Kostenvergleich selbst für Fachleute beinahe unmöglich gemacht“, so Börsch-Supan. Bei weitgehend gleicher Ausgestaltung gebe es sehr teure und sehr günstige Produkte. Das Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik hat in seiner Studie 36 repräsentative klassischen Riester-Rentenversicherungen verglichen und kam dabei auf erschreckende Differenzen. Der günstigste Anbieter kommt auf eine Kostenquote von 2,5 Prozent und der teuerste von 20 Prozent. Das heißt umgekehrt, wer einen schlechten Anbieter hat, dem geht schon mal richtig viel Rendite flöten.

Rendite blieb auf der Strecke

Hauptproblem ist jedoch, dass die Versicherer die von den Kunden erwarteten Renditen nicht mehr erwirtschaften können. Selbst die Experten von Max-Planck-Institut lügen sich da in die eigenen Taschen. Sie extrapolieren einfach die Verhältnisse aus den Jahren zwischen 2002 und 2015 auf den Zeitraum von 2015 bis 2060. In ihrem Ausgangsszenario gehen sie von einer Verzinsung von 4,5 Prozent pro Jahr aus einer Inflation von 1,5 Prozent – und schwupps kommen sie auf eine reale Verzinsung von drei Prozent. Nur leider hat das mit der Realität nichts zu tun, wie jeder weiß. Ok, einige Seiten später haben sie ihr Szenario revidiert.

Wenn selbst die Experten ratlos sind, wie dann erst die Praktiker.

Riester braucht eine Komplett-Reform – oder muss gleich ganz abgeschafft werden.

Schon im August 2016 hat Finanzstaatssekretär Jens Spahn (CDU) eine Reform der Riester-Rente gefordert – passiert ist bislang nichts. Er schlug beispielsweise vor, „ob wir die Entscheidung über die Zulagen nicht doch bei den Finanzämtern ansiedeln können”. Denn, so sein Argument, das Finanzamt prüfe ohnehin schon, ob dem Riester-Sparer Steuervorteile zustünden. Auch das mit der Beantragung von Zulagen will er ändern. Sie solle es automatisch geben, und nicht erst nach Antrag. Fakt ist, dass viele Riester-Sparer die Formulare gar nicht ausfüllen und allein deswegen keine Zulagen bekommen. Ferner kritisiert der die Verwaltungskosten, die viel zu hoch seien. Es sei falsch gewesen, dass die Riester-Rente nicht als verpflichtende Zusatzvorsorge ausgestaltet worden sei. Ja, was die Rendite betrifft, so gebe es zu viele Vorgaben, die eine vernünftige Rendite abschwächten. Aber, wie gesagt, das war schon im August 2016.

 




Was ist Superfood – und brauchen wir es wirklich?

Einige schwärmen von Goji-Beeren und Chia-Samen als „Superfood“. Der Hype geht langsam auf die Nerven. Brauchen wir wirklich Superfood oder geht’s nicht auch eine Nummer kleiner? Was ist Superfood und was kann es?

Schon mal was von Açaí- und Goji-Beeren gehört oder von Noni-Saft, Chia-Samen, Moringa, Matcha, Quinoa, Spirulina oder Süßlupinen? Braucht das jemand – oder nur Clean-Eater und Flexitarier? Spaß beiseite, natürlich lohnt es sich gerade für Bestager aufs Essen zu achten. Es fragt sich eben, ob ausgewogene Ernährung Superfood nicht obsolet macht.

Aber zurück zur Eingangsfrage: Was ist Superfood? Diese Beeren, Samen oder Algen stechen angeblich hervor durch besonders viele geniale Inhaltsstoffe, die gesundheitliche Schäden reparieren oder Anti-Krebs-Wirkung vorweisen sollen. „Superfood“ klingt doch gut – und ist verkaufswirksam. Setzen Drogerien und der Lebensmittelhandel 2013 laut Statista lediglich eine halbe Million Euro mit Chia-Samen um, waren es 2015 bereits annähernd elf Millionen Euro. Der Quinoa-Umsatz hat sich binnen zwei Jahren in etwa versechsfacht auf 8,2 Millionen Euro. Wobei der Umsatz stärker stieg als der Absatz, wie aus den Zahlen der Marketing-Berater-Gruppe IRI Worldwide hervorgeht. Das heißt, die Vermarkter konnten höhere Preise durchsetzen Quinoa ist übrigens eine Getreideart, die aus Südamerika stammt – die Samen sind etwa so groß wie Hirse.

Alles nur eine Masche der Marketiers?

Lassen wir uns da etwas von den Marketiers vormachen? So ein bisschen schon. „Superfood“ ist Wikipedia zufolge ein Marketingbegriff, „der Lebensmittel mit angeblichen Gesundheitsvorteilen beschreibt“. Denn, heimische Früchte können durchaus mit den Exoten mithalten. Ganz abgesehen davon, dass sie nicht um den halben Erdball transportiert worden sind, sondern vom Gärtner um die Ecke kommen oder vom Feld aus der Region. Und noch eins, Superfood aus Übersee muss haltbar gemacht werden, um den Transport zu überstehen – entweder wird es zu Pulver vermahlen, püriert oder getrocknet. Dass Superfood oft gar nicht so „super“ ist, fiel der Zeitschrift „Ökotest“ auf. Die Redaktion ließ 22 Produkte testen und stellte fest: „gar nicht super“. Die Proben seien mit Mineralöl, Blei und Cadmium versetzt gewesen – „so super sei Superfood keineswegs“.

Superfood aus der Region

Wie wäre es denn, sich mal hierzulande nach Superfood umzusehen? Der „Senioren Ratgeber“ hat in der Januar-Ausgabe 2017 verglichen, darunter Sanddorn mit Acerola, Leinsamen mit Chia-Samen sowie Açaí-Beere mit Blaubeeren, Goji-Beeren mit Hagebutten. Teilweise ist heimisches Superfood den Exoten sogar überlegen. So enthalten 100 Gramm Goji-Beeren rund 150 Milligramm Vitamin C, Hagebutten hingegen zwischen 1200 und 1500 Milligramm, Sanddorn 450 Milligramm.

Also lassen wir mal die Vitamin- und Antioxidantien-Lieferanten – Antioxidantien schützen Zellen vor freien Radikalen, die Krebs fördern – Revue passieren:

  • Äpfel

    Ja, Äpfel. Sie enthalten Pektine. „Statte 30 Vitamine, Spurenelemente, Ballaststoffe, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe stecken in einem Apfel“, schreibt der Chacafoods. Es gebe kaum Lebensmittel, dass so viele komplexe und gesunde Mikronährstoffe enthält wie ein Apfel. Dazu kämen Ballaststoffe wie Pektin, die eine Verdauung fördern. Mit dem Genuss von Äpfeln lässt sich sogar der Cholesterinspiegel im Blut senken. Wer Äpfel mit Schale verzehre, nehme ein Lebensmittel mit leicht keimtötender, aber auch abführender Wirkung zu sich, so die hkk Krankenkasse. “Bei Durchfall sollte man davon also die Finger lassen – es sei denn, man reibt den Apfel klein; denn dadurch wird das im Apfel enthaltene Pektin besser freigesetzt – und dieser Ballast- und Quellstoff hat im Verdauungstrakt eine verdickende Wirkung”, so die Krankenkassenexperten weiter. Außerdem wirke das Pektin wie ein Schutzfilm zwischen Darmwand und Stuhl, so dass unser Verdauungsorgan weniger gereizt wird.

  • Bärlauch

    Bärlauch ist sogar noch heilwirksamer als Knoblauch. Bärlauch enthält schwefelhaltige ätherische Öle. Die Sulfensäuren werden im Körper zu antibiotischen Substanzen gegen Pilze und Bakterien umgewandelt. Bärlauch wirkt entgiftend, das gilt besonders für Schwermetallbelastungen durch Quecksilber und Cadmium. Bärlauch ist jedoch nur im Frühsommer, meist schon ab April zu pflücken. Bärlauch hat der hkk Krankenkasse zufolge “eine ganze Reihe von schwefelartigen ätherischen Ölen, die einen positiven Einfluss auf Leber, Galle, Darm und Magen haben. Schon im Mittelalter sei Bärlauch daher bei Erkrankungen des Verdauungstraktes eingesetzt worden. Wie Knoblauch enthalte “Bärlauch zudem Substanzen, die einer Arteriosklerose und dem Bluthochdruck entgegen wirken können”. Übrigens empfiehlt die hkk Krankenkasse, auch mal Giersch, Löwenzahn und Gänseblümchen zu probieren – im Salat beispielsweise.

  • Blaubeeren

    „Frische Alternative für Açaí-Beere aus der Region sind Blau- oder Heidelbeere“, schreibt der „Senioren Ratgeber“. Blaubeeren enthalten übrigens ebenfalls viel Vitamin C und zudem Polyphenolen – gut für Herz und Kreislauf.

  • Hagebutten

    Wie schon erwähnt, sind Hagebutten wahre Vitamin-C-Bomben. Sie sind leider nicht ganz so einfach zu verarbeiten. Es bietet sich an, sie zu Marmelade zu verkochen oder als Tee zu trinken. „Eatsmarter“  hat noch ein paar andere Ideen, so Habuttenessig, Konfitüre und Hagebuttensoße.

  • Ingwer

    Ok, Ingwer ist zwar nicht heimisch, aber mittlerweile überall zu bekommen – und er lässt sich auch im Gewächshaus ziehen. Ansonsten kommt Ingwer aus China, Australien oder auch Brasilien und Mexiko. Ingwer ist gut gegen Verdauungsbeschwerden und bei einer Erkältung. Hauptwirkstoffe ist Gingerole – und wirkt ähnlich wie Aspirin.

  • Joghurt

    Joghurt ist in Verruf gekommen: Die Organisation „Foodwatch“ zog jahrelang gegen Danone ins Feld und diskreditierte die verdauungsfördernde Wirkung von „Activia“. Angeblich schaffen es die Bakterienkulturen des Joghurts gar nicht bis in den Darm, weil sie bereits von der Magensäure abgetötet werden. Ok, das ist eine Meinung. Andere, wie der Ernährungsmediziner Stephan Bischoff von der Universität Hohenheim, halten entgegen. Die Joghurtmatrix überstünde sehr wohl den Angriff durch die Magensäure. John Cryan vom University College im irischen Cork verweist auf Studien, die darauf schließen lassen die Milchsäurebakterien im Darm bewirken, dass wir uns besser fühlen, stressresistenter sind und sogar unsere Psyche positiv beeinflusst wird. Cryan vom plädiert der „Welt“ zufolge sogar dafür, probiotische Joghurts in der Therapie von Depressionen auszutesten, denn die Darmflora habe einen großen Einfluss auf unser Gehirn. Joghurt helfe auch beim Abnehmen.

  • Leinsamen

    Leinsamen als Konkurrent zum Chia-Samen. Leinsamen enthält Lignane, die krebshemmend wirken. Leinsamen hilft auch, den Cholesterinspiegel zu senken.

  • Sanddorn

    Sanddorn enthält viel Vitamin C, ferner Vitamin B, Vitamin E, Beta-Carotin, Gerbstoffe, Beta-Sitosterol und Flavone. Sanddorn soll das Wachstum von Krebszellen hemmen. Und Sanddorn „lässt dich langsamer altern“, schreibt die „Welt“. Das liege an der Ascorbinsäure. Sie helfe dem Körper freie Radikale unschädlich zu machen, was den Alterungsprozess bremse.

  • Schokolade

    Die Gerbstoffe des Kakaos fangen aggressive Zellen schädigende Sauerstoffverbindungen, sprich freie Radikale, ein. Ein Pluspunkt für Schokolade, die ja Kakao enthält. Wer Schokolade – am besten Bitter-Schokolade – isst, schützt damit sein Herz dank der im Kakao enthaltenen Antioxidantien. Die Flavonoide lassen die Gefäße elastischer werden, wodurch laut „gesundheit.de“ der Blutdruck sinkt. Wer regelmäßig kleine Mengen Bitter-Schokolade esse, könne neben dem Blutdruck auch das Risiko für einen Schlaganfall und Herzinfarkt senken.

  • Tee

    Nein, in dem Fall ist nicht die Rede vom Exoten Matcha, sondern von schwarzem Tee. Und schwarzer Tee soll gesund sein? Nun, schwarzer Tee enthält Mineralstoffe wie Kalium sowie Fluorid. Dem „gesundheits-lexikonzufolge soll der langfristige Konsum von grünem oder schwarzem Tee „zu einer signifikanten Senkung des systolischen als auch diastolischen Blutdrucks führen“. Tee soll zudem die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol dämpfen. Nicht von ungefähr heißt es „abwarten und Tee trinken“. Aber Tee enthält noch weit mehr Mineralien und Spurenelemente. Übrigens, gibt es einen Tee, der geschmacklich zwischen grünem und schwarzem Tee liegt: der taiwanische Oolong. Er soll bei beim Abnehmen helfen wegen seiner Saponine.

  • Walnuss

    Die Walnuss, die ja schon sehr an ein Gehirn erinnert, scheine so die „Welt“ tatsächlich „Futter fürs Hirn“ zu sein. „An der Andrews University im US-amerikanischen Berrien Springs ließ man 64 Studenten acht Wochen lang täglich entweder drei Scheiben Bananenbrot oder aber drei Scheiben Bananenbrot mit einer halben Tasse zerkleinerter Walnüsse essen; danach erfasst man mit einem Test ihre kognitiven Fähigkeiten – und dabei offenbarten sich die Walnussesser als Experten im schlussfolgernden Denken“.

  • Zimt

    Zimt kennen wir schon ziemlich lang, aber die meisten assoziieren damit eher Weihnachten, Milchreis oder Punsch. Zimt hat in der Heilkunde eine wichtige Rolle. Zimt ist krampflösend, hellt die Stimmung auf und fördert die Durchblutung, hilft gegen Blähungen und Durchfall. Im Ayurveda hat Zimt „gesundheit.de“ zufolge einen hohen Stellenwert, so wird er in der Ernährung und bei bestimmten Störungen empfohlen. Daneben werde Zimt auch in der Aromatherapie eingesetzt. Vor einigen Jahren haben Chemiker, darunter der amerikanische Chemiker Richard Anderson, die Entdeckung gemacht, dass Zimt auch die Blutzuckerwerte sinken lässt.

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Wie sich mit richtiger Ohrenpflege ein Gehörverlust vermeiden lässt

Ob wir es wollen oder nicht – im Alter hören wir schlechter. Das merkt jeder, der einmal versucht, in einer größeren Gruppe gezielt einem Anderen zuzuhören. Das ist ein ganz natürlicher Prozess, der sich nicht aufhalten lässt. Also, klaglos hinnehmen? Dagegen lässt sich etwas unternehmen. Wie sich mit richtiger Ohrenpflege einem Gehörverlust oder der Abnahme der Hörfähigkeit entgegenwirken lässt.

Es fängt meist damit an, dass irgendwann so ab 50 der Eine oder Andere bei Stimmengewirr immer häufiger mehrmals nachfragen muss: “Was hast du gesagt?”. Hierzulande sind es Millionen mit einer Hörminderung. Bei wem das Gefühl aufkommt, schlecht zu hören, der sollte am besten zum Hals-Nasen-Ohrenarzt gehen und nicht hinwarten. Der HNO-Arzt klärt die Ursache des Hörproblems. Die Lösung kann ein Hörgerät sein.

Wenn der HNO-Arzt dann beispielsweise einen Innenohrschaden diagnostiziert – keine Angst. Fast in allen Fällen lässt sich die Hörfähigkeit mit einem Hörgerät verbessern. Wer hinwartet, schließt sich so ein bisschen von der Gesellschaft aus, die Missverständnisse häufen sich, was die sozialen Kontake verschlechtert – und letztlich Stimmung und Lebensqualität vermiest. Das muss nicht sein, jeder kann etwas dagegen tun. Hinwarten ist, wie schon gesagt, auch keine Lösung. Zugegeben, die Kosten für ein gutes Hörgerät können das monatliche Budget durchaus belasten.

Vorbeugen ist das A&O

Hörgeräte sind das Eine, Vorbeugen das Andere – jeder kann selbst etwas dagegen unternehmen. Hörverluste hingegen lassen sich nicht rückgängig machen. Sind die empfindlichen Haarsinneszellen erst einmal beschädigt, können sie sich nicht mehr regenerieren. Daher gilt es, sie so gut wie möglich zu schützen. Und wie? Lärm und andere hohe Belastungen vermeiden. Bereits ein Geräusch ab 85 Dezibel schädigt das Gehör, zumindest, wenn es häufig vorkommt. Wie laut ist laut? 85 Dezibel beispielsweise erzeugt ein Rasenmäher oder ein Saxofon, nicht zu vergessen Autos, Lkw und Busse auf einer Hauptverkehrsstraße, wie die “Welt” einmal aufgelistet hat. So abstrus es vielleicht anmutet, Konzerte kommen auf einen “Lärmpegel” von teilweise 100 Dezibel. Aber das empfanden wir damals nicht so, wenn Creedence Clearwater Revival, Pink Floyd, Led Zeppelin, AC/DC oder Queen auf der Bühne rockten.

Ok, manchmal geht es kaum, aber häufig lässt sich das Ohr doch gegen Lärm schützen – einfach von der Lärmquelle abrücken und Ohrenstöpsel tragen. Selbst ein dauer-telefonierender Kollege im Büro kann nerven. 55 Dezibel im Büro, sprich an einem Arbeitsplatz mit “vorwiegend geistiger Tätigkeit” gelten als Grenzwert. In Großraumbüros wird der Wert hingegen meist überschritten, kein Wunder, wenn viele gestresst sind. Natürlich lässt sich mit Raumwänden und schallabsorbierenden Teppichen einiges machen, aber häufig bleiben nur noch Ohrenstöpsel. Mittlerweile gibt es Modelle, die Geräusche klar, aber in geringerer Lautstärke durchlassen – ideal für Büro und Konzert. Ja, auch beim Konzert, schließlich soll Musik ja Genuss bleiben. Wir sind einfach empfindlicher geworden als in jungen Jahren. A propos Musik, Musik mit Kopfhörern zu genießen, so klar der Sound auch rüberkommt, ist nicht ganz ungefährlich, zumindest auf Dauer. Eine Stunde Musik hören mit Kopfhörern ist noch kein Problem, aber mehr sollte es nicht sein. Besser ist Musik aus der Stereoanlage. Außerdem, das empfindliche Sinnesorgan freut sich über Ruhepause. Jeder sollte dem Ohr ab und an Erholung gönnen und einfach alle Geräuschquellen ausschließen.

Die richtige Ohrenpflege

Ohren sind besonders empfindlich. Zum Glück reinigen sie sich von selbst. Die feinen Härchen transportieren Schmutz mitsamt dem überflüssigen Ohrenschmalz nach außen. Das Ohrenschmalz kann dann sorgfältig mit einem Waschlappen oder Wattestäbchen entfernt werden. Mit dem Wattestäbchen in den Gehörgang zu pfriemeln ist kontraproduktiv, weil dabei möglicherweise das Trommelfell beschädigt wird. Vor allem sollte ein Pfropfen, der sich bei übermäßiger Produktion von Ohrenschmalz bildet, nicht mit Wattestäbchen entfernt werden. Hat sich ein Pfropfen gebildet, leidet das Hören darunter. Mit handwarmem Wasser lässt sich ein Pfropfen lösen. Die Lösung lässt sich mit einer Spritze ohne Nadel einträufeln oder mit einer Pipette. Einwirken lassen – und dann das Ohr noch einmal vorsichtig spülen. Bleibt das ohne Erfolg: den Ohrenschmalz vom Arzt entfernen lassen.

Bild: © istock.com/mumininan




Was passiert nach Trennung und Auszug eines Partners?

Im Jahr 2015 wurden mehr als 160 000 Ehen geschieden. Im Durchschnitt waren Männer bei der Scheidung 46,3 Jahre alt, Frauen 43,3. Aber auch in der Generation 50plus sind Trennungen häufig. Wer das gemeinsame Haus verlässt, sollte allerdings nicht allzu lange abtauchen, denn sonst ist möglicherweise das Wohnrecht im gemeinsamen Haus verwirkt. Was passiert nach einer Trennung und dem Auszug eines Partners?

Wohin nach der Trennung?

Wer das gemeinsame Leben verlässt und aus dem gemeinsamen Haus auszieht, verkriecht sich oft in einer Wohnung, um erst mal wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Ist die Trennung dann wirklich endgültig, stellt sich gerade für ältere Menschen die Frage “was tun?”. Einige loten neue Wege aus und schließen sich sogar zu einer WG zusammen. Andere entschließen sich indes, in punkto Wohneigentum noch einmal neu anzufangen. Wer sich dafür entscheidet und nochmals den Schritt wagt, setzt am besten auf ein Haus, das in überschaubarer Zeit schlüsselfertig errichtet wird – und überschaubar heißt drei Monate. Für ein Unternehmen wie dieses hier sind das keine leeren Versprechungen. Hout und Poels kooperiert eng mit Viebrockhaus – und dabei hat das Unternehmen mehr als 30 Jahre Erfahrung im Bau von Massivhäusern als schlüsselfertige und wirtschaftliche Alternative. Gerade dann, wenn es schnell gehen soll und der Bauherr den Kopf für anderes freihaben will, ist das Eigenheim aus einer Hand die ideale Lösung.

Wohnrecht verwirkt – Eigentum bleibt erhalten

Wer im Impuls aus dem gemeinsamen Haus auszieht und nicht binnen sechs Monaten nachweislich signalisiert, dass er auch wieder einziehen will, verwirkt genau dieses Recht. Was auf den ersten Blick unfair klingt, bedeutet nicht, dass der Ausgezogene sein Eigentum verliert, sondern lediglich, dass er nicht mehr in der gemeinsamen Wohnung oder im Haus ohne Weiteres mitwohnen darf. Der Gesetzgeber hat dieses Vorgehen im Bürgerlichen Gesetzbuch, § 1361b Abs. 4 geregelt. Dort wird von einem Überlassungsanspruch gesprochen, weiterhin wird der Verlust des Rückkehrrechts auch als Verwirkung bezeichnet.

Gemeinsame Immobilie und Trennung

Rund um das Thema Trennung und Immobilien gibt es noch einige weitere Aspekte, die beide Partner kennen und berücksichtigen sollten – beispielsweise, dass während des ersten Trennungsjahres keine Verpflichtung zur Auflösung des Miteigentums besteht, das kommt erst nach der Scheidung. Dann kann ein Ehepartner vom anderen den Verkauf der Immobilie verlangen. Damit ein Kaufvertrag entstehen kann, müssen allerdings beide Eigentümer zustimmen. Im Notfall kann diese Zustimmung eingeklagt werden, auch eine Teilungsversteigerung kann eine Lösung sein, wenn auch eine schlechte.

Ausgezogen und keine Lust komplett neu anzufangen? Ok, wer sich neu orientieren muss, für den gibt es mittlerweile einige Alternative: Dann lesen Sie mehr über Wohnalternativen, die sich gerade für die Generation 50plus optimal eignen.

Bild: © istock.com/alvarez




Was haben 30 Jahre europäische Zusammenarbeit in der Bildung gebracht?

Alle reden von mehr Zusammenhalt in der Europäischen Union. Wie ernst nehmen wir das? Bildung und Lernen spielen dabei eine zentrale Rolle – und das soll das EU-Programm Erasmus fördern.

Am 24. Januar feiert Erasmus sein 30-jähriges Bestehen in Berlin mit prominenter Besetzung (Einladung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung):

  • Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung begrüßt die Gäste,
  • die Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigt das Programm,
  • Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung,
  • Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie
  • Susanne Eisenmann, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, Präsidentin der Kultusministerkonferenz werden in einem Panel das Panel über Erasmus diskutieren.
  • Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, hält einen Impulsvortrag – und
  • der Film: „Was leistet Erasmus+?“ geht auf die Besonderheiten des Programms ein.

Es ist an der Zeit, darüber nachzudenken, was Europa braucht – und das ist vor allem Bildung, Austausch und Engagement – aber vor allem Europäer.

Erasmus+ ist mit einem Budget in Höhe von rund 14,8 Milliarden Euro ausgestattet. Mehr als vier Millionen Menschen werden bis 2020 von den EU-Mitteln profitieren. Das auf sieben Jahre ausgelegte Programm soll Kompetenzen und Beschäftigungsfähigkeit verbessern und die Modernisierung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung und der Kinder- und Jugendhilfe voranbringen.“

Für Erwachsenenbildung ist übrigens die Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NABIBB) zuständig.

 


 

Wollaktion der vhs Olching

Wollaktion der vhs Olching

Noch etwas in eigener Sache: Ich bin Schriftführer der VHS Olching – und die VHS Olching hat ein Projekt initiiert: BIC Boosting Individual Competences. Für dieses kulturübergreifende Projekt und um einen Patchwork Schal zu realisieren, benötigen wir Wolle und Strick-/Häkelnadeln. Der Schal wird am Ende des europäischen Projekts als Symbol der Vielseitigkeit von unterschiedlichen Kulturen und der Verbundenheit mit Menschen jeglicher Herkunft der EU Kommission übergeben. Anlässlich der Woche gegen Rassismus Anfang März 2017 wollen wir gemeinsam mit Freiwilligen ans Werk gehen. Helfen Sie uns, einen großen, farbenprächtigen Schal zu schaffen!

Sammelstellen vom 10. Januar bis 03. Februar 2017: VHS Olching Stadtverwaltung Olching Haus der Begegnung Olching Das Projekt wird im Rahmen des Erasmus+ Programms mit finanziellen Unterstützung der Europäischen Kommission durchgeführt.

Es wäre schön, wenn sich möglichst viele angesprochen fühlen und bei der Wollaktion mitmachen.




Kriegsenkel, Babyboomer, Generation X – wer sind wir und was steckt in uns?

Ganz ehrlich, das Wort „Kriegsenkel“ ist für viele immer noch neu – für mich auch. Wir, die wir Mitte der 50er und Anfang der 60er-Jahre geboren wurden sind genau diese Kriegsenkel, die Ingrid Meyer-Legrand in ihrem Buch „Die Kraft der Kriegsenkel“ zu Wort kommen lässt. Es regt uns an, darüber nachzudenken, wie wir geworden sind was wir sind – und das ist mehr, als viele denken.

Auf dem Leben der Babyboomer und auch noch der Generation X, der nach 1965 Geborenen liegt ein langer Schatten, den der Krieg und die Ereignisse danach werfen. Diese Jahrgänge sind in den Wirtschaftswunderjahren groß geworden, selbstbewusst und von sich überzeugt. Und trotzdem war da immer etwas, das aus einer weiter zurückliegenden Zeit bis in unsere Gegenwart ausstrahlt. Diesen Schatten will die systemische Therapeutin, die Sozialpädagogik, Sozialwissenschaft und Geschichte studiert hat, ausleuchten und die Umrisse nachzeichnen.

Schwere Hypothek der Vergangenheit

Wir, die wir in einer Zeit des Wirtschaftswunders aufgewachsen sind, waren häufig zu sehr damit beschäftigt, uns mit den Geschichten der Kriegskinder-Eltern zu befassen. Mal ehrlich, wer von uns hat genau hingehört, wenn sie denn überhaupt etwas erzählt haben. Denn es gab nicht nur die Familien, in denen ungefiltert erzählt und teilweise auch heftig diskutiert wurde; es gab auch die anderen, in denen die Vergangenheit verschwiegen wurde. Das Unausgesprochen muss sich wohl wie Mehltau auf die Familie und die Kriegsenkel gelegt haben – eine schwere Hypothek.

Erinnern an Krieg und Gefangenschaft

Ingrid Meyer-Legrand Die Kraft der Kriegsenkel

Ingrid Meyer-Legrand Die Kraft der Kriegsenkel

Manchmal ahnten wir Kriegsenkel nur, wie schlimm das Erlebte gewesen sein muss. Mein Vater hatte ein Ritual: Zu Weihnachten fastete er bis zum Abendessen in Erinnerung an seine Kriegsgefangenschaft, während der oft genug hungerte, weil die Rationen knapp bemessen waren. Sein Bruder war im Krieg vermisst, sein Halbbruder kam mehr tot als lebendig aus der russischen Kriegsgefangenschaft. Eine Kleinigkeit nur, aber beim Lesen des Buchs „Die Kraft der Kriegsenkel“ taucht sie wieder aus dem Nebel auf.

Übrigens, Maria Al-Mana hat auf ihrem Blog “Unruhewerk” ebenfalls eine Rezension zum Buch “Die Kraft der Kriegsenkel” geschrieben. Auch sie fühlt sich “beim Lesen erwischt, getroffen, ziemlich genau beschrieben”.

Petra Lupp von lebensdomizile hat Ingrid Meyer-Legrands Buch rezensiert. Ihr Fazit: “Ein wunderbares Buch zum Selbstlesen und Verschenken!”

Petra Schuseil vom wesentlichewerdenblog hat sich ebenfalls zum Buch “Die Kraft der Kriegsenkel” von Ingrid Meyer-Legrand geäußert. Ihr Fazit: “Wir haben als Kriegsenkel so viele Ressourcen! Meyer-Legrand ermutigt uns, diese zu erkennen und anzuerkennen. Sie zu nutzen in der aktuellen Lebenssituation, die wir gerade haben.”

Kampf ums nackte Überleben

Irgendwie ließ uns das lange unberührt – wir waren auch mit uns selbst beschäftigt. Meine Eltern zumindest, die aus Böhmen vertrieben worden waren, mühten sich, aus dem Nichts etwas zu schaffen. Nach der Vertreibung, die ihnen kaum etwas ließ, die sie als Deutsche unter Deutschen fremd fühlen ließ in einem zerstörten Land, ging es erst einmal ums nackte Überleben. Dann kam der Wiederaufbau, die Verhältnisse bessert sich langsam – und schließlich feierte Deutschland sein „Wirtschaftswunder“.

Traumata werden weitergegeben

In dieser Zeit bin ich und ist die Generation der zwischen 1950 und 1970 Geborenen aufgewachsen. Ich hatte sicher mehr Glück mit meinen Kriegskinder-Eltern. Mein Vater war vergleichsweise resilient – und dazu hatte ich einen Großvater mit viel Zeit und Verständnis. Mit zwei großen Schwester durfte ich mich umsorgt fühlen, anders als viele andere Kriegsenkel, die zu „Eltern ihrer Eltern werden“, wie Ingrid Meyer-Legrand in ihrem Buch beschreibt und von „transgenerationeller Weitergabe von Traumata“ berichtet.

Viel Freiheit zur Selbstverwirklichung

Trotzdem ging es mir so, dass die „Eltern oftmals nicht die Instanz waren, die sagen, was zu tun und was zu lassen ist“. Für andere aus der Kriegsenkel-Generation war das sicher negativ besetzt, weil sie damit schlicht überfordert waren. Für mich war es eher Freiheit – ja, auch die gab es damals in den 60er-Jahren mehr als heute. Viele Straßen waren nur Kiespisten, auf denen kaum Autos fuhren, Bunker aus der Nazi-Zeit und unverbaute Seen und Flüsse waren die Spielplätze. Die Schule war am Nachmittag aus, und es blieb genug Zeit zum Spielen.

Auch das gehört zu unserem Erfahrungsschatz: Wir sind in eine „offen, mobile Gesellschaft hineingewachsen. Uns Kriegsenkel „schien die Welt einfach offen zu stehen“, wie Ingrid Meyer-Legrand schreibt.

Unser Leben ist geprägt von diesem Gefühl, dass uns die Welt offensteht und parallel dazu von dem dumpfen Ahnen, wie schwer es doch für unsere Kriegskinder-Eltern war. Dankbarkeit und Beklommenheit, beides gehört zu unserm Erwachsenwerden dazu, beides prägt uns. Das hat Ingrid Meyer-Legrand erkannt und sensibel in ihrem Buch beschrieben – und mit Fallbeispielen nacherlebbar gemacht.

Wie lassen sich diese beiden Seiten unserer Kriegsenkel-Biografie „in den Blick nehmen“, hat sich Ingrid Meyer-Legrand gefragt. Ein biografischer Verlauf sei nur im Schnittpunkt von individueller und gesellschaftlicher Geschichte zu begreifen. Sie benutzt dafür zwei unterschiedliche methodische Ansätze – das Genogramm und „My Life Storyboard“. Ein Genogramm ähnelt einem Familienstammbaum – und erlaubt eine Diagnose über mindestens drei Generationen hinweg. Damit lasse sich ein schneller Überblick über komplexe Familienstrukturen gewinnen. My Life Storyboard ist der „Prozess einer biografischen Selbstreflexion“. „In der Arbeit mit My Life Storyboard lassen wir explizit die unmittelbare und persönlich erlebt Zeitgeschichte Revue passieren“. Dabei werden biografische Stationen wie Herkunftsfamilie, Schule, Generationenzugehörigkeit, Studium, Berufsausbildung und aktuelle Tätigkeit neu beleuchtet.

Hochachtung vor der eigenen Lebensleistung

Ingrid Meyer-Legrand geht es ums Erzählen, darum, dass die Kriegsenkel zum Erzählen kommen. Dabei hilft das Storyboard mit seinen Skizzen zu den biografischen Stationen.

Dieser Prozess lasse dem Einzelnen seine besonderen Kompetenzen im Umgang mit den Herausforderungen seiner einzigartigen Geschichte erkennen. „Am Ende dieser Arbeit erleben die Personen oftmals eine große Verbundenheit mit dem eigenen Weg und Hochachtung vor der eigenen Lebensleistung“. Die eigene Lebensgeschichte als Prozess zu verstehen und als in einem permanenten Wandel begriffen, das könne so als bereichernd erlebt werden.

Kindheitserinnerungen tauchen aus dem Nebel auf

Das kann ich nur bestätigen. Mir ging es zumindest so. Beim Lesen des Buchs tauchten viele Situationen aus meiner Kindheit wieder auf – wie aus einem Nebel. Mir wurde klar, warum mein Vater beispielsweise „Gerechtigkeit“ auf seine Fahne geschrieben hatte und es auch lebte, weil er sowohl in seiner Ursprungsfamilie Ungerechtigkeit erlebte wie als Deutsche in der Tschechischen Republik zwischen den beiden Weltkriegen. Ich muss seine Tatkraft und seinen Elan bewundern, sich nicht von Krieg und Vertreibung traumatisieren zu lassen. Das Buch fordert geradezu auf, sich mit seinen Kriegskinder-Eltern zu beschäftigen, um für sich selbst zu entdecken, inwieweit die Schatten der Vergangenheit bis in die Gegenwart reichen.

Werden die Kraft brauchen

Vielleicht ist es etwas hochgestochen, wenn sie schreibt, dass „viele Kriegsenkel gestärkt und eigenständiger aus diesem Reflexionsprozess hervorgegangen sind, mit einem gereiften Verständnis für das, was die vorherigen Generationen ihnen als Bürde einerseits hinterlassen, aber auch welche Ressourcen und Kraftquellen sie ihnen vererbt haben“ – und diese Kraft werden wir Kriegsenkel in den kommenden Jahren dringend brauchen, um mit den Herausforderungen fertig zu werden.

Ingrid Meyer-Legrand ist es in diesem Buch – mit vielen Erfahrungsberichten von Kriegsenkeln – gelungen, das „lange ins Private abgeschobene Leid in die Öffentlichkeit zu holen“. Mich hat es angeregt, über meine eigenen Erfahrungen zu reden, wobei mir einiges deutlich geworden ist, was ich bislang nur ahnte.

Allein deswegen hat sich die Lektüre gelohnt – und sie dürfte sich für viele meiner Generation lohnen.

Zu mir

Ich bin Jahrgang 1954, meine Eltern, meine Schwestern und mein Großvater wurde nach dem Krieg aus Böhmen vertrieben, kamen im Viehwaggon nach Aufkirch bei Kaufbeuren – mein Vater baute im Jahr meiner Geburt ein Haus in Schongau, wo ich aufwuchs.

Das Buch

„Die Kraft der Kriegsenkel“ von Ingrid Meyer-Legrand. Erschienen 2016 im Europa Verlag, München.
250 Seiten, Preis: 18,99 Euro
ISBN-10: 3958900089
ISBN-13: 978-3958900080

“Kriegsenkel – wie wir den Krieg bis heute spüren” – phoenix Runde vom 07.05.2015

https://www.youtube.com/watch?v=pZ1Hb7eRi1A

 

Kriegsenkel-Verein

2010 entstand der gemeinnützige Verein Kriegsenkel e. V. in der Akademie Sandkrughof in Schnakenbek/Elbe. Sein Ziel ist es, diesem generationsspezifischen Thema einen sichtbaren Platz im gesellschaftlichen Diskurs zu geben. Er ist Anlaufstelle für Betroffene und am Thema Interessierte, er bündelt Informationen, ermöglicht Austausch und stößt Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene an.

Übrigens, am 24. – 26. Februar 2017 hält der Verein seine Jahrestagung ab in Schmitten/Taunus

Thema: „Vermächtnis und Vermögen – Perspektiven für Kriegsenkel“

Forum Kriegsenenkel mit vielen weiter führenden Links

Kriegsenkel-Gruppen

Berlin: Kriegsenkel Berlin
           Berliner Kriegsenkel

Lesung

Am 25. Januar 2017 liest Ingrid Meyer-Legrand aus ihrem Buch “Die Kraft der Kriegsenkel” in Berlin

Kriegskinder erinnern sich – eine Doku von 3Sat Veröffentlicht am 02.05.2015

https://www.youtube.com/watch?v=bUkuBIaytU8




Wie hat sich die Rente in 128 Jahren entwickelt?

Was haben Andrea Nahles, Ulla Schmidt, Norbert Blüm, Walter Riester, Walter Arendt, Konrad Adenauer und Otto von Bismarck miteinander zu tun? Viel, denn sie haben die Entwicklung der Rentenversicherung maßgeblich beeinflusst – ob im positiven oder negativen Sinn sei dahin gestellt. Die gesetzliche Rente ist 128 Jahre alt – wie hat sie sich entwickelt?

“Zum Mitschreiben – die Rente ist sicher”, postulierte am 10. Oktober 1997 Norbert Blüm, der damalige Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, im Bundestag.  SPD-Politiker Rudolf Dreßler warnte, Blüm zu glauben. “Wer sich auf das Wort des Bundesministers verlässt, hat auf Sand gebaut”. Genau so ist es gekommen, wie wir heute wissen, zehn Jahre später.

“Kinder kriegen die Leute immer”

Die Geschichte der gesetzlichen Rente ist aber noch von mehr irrigen Annahmen geprägt. Erinnert sei nur an Konrad Adenauer, der davon überzeugt war: “Kinder kriegen die Leute immer”. Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl war doch 1996 noch der Meinung, dass “die Rente das Ergebnis der Lebensleistung eines Menschen ist”. Weit kritischer – und aus heutiger Sicht auch realistischer – war dagegen der Ex-Ministerpräsident von Sachsen, Kurt Biedenkopf, der erkannte, dass es mit dem Generationenvertrag nicht zum Besten bestellt ist, denn “die Generation meiner Kinder hat dadurch, dass sie nur wenige Kinder hat, den Generationenvertrag längst aufgekündigt; die Vorstellung, man könne eine Umlagesystem unbeschadet der demographischen Entwicklung und der Bereitschaft der Bevölkerung, Kapital zu bilden, auf Jahrzehnte hinaus garantieren, ist unrealistisch … Der Generationenvertrag ist demographisch gekündigt”. Ziemlich ehrlich war auch Wolfgang Schäuble, 2007 Bundesinnenminister, der meinte, das Rentenalter müsse über 67 Jahre hinaus verschoben werden.

Sozialdemokraten haben Überaltung verschlafen

Ansonsten sollte niemand einem Politiker glauben, vor allem dann nicht, wenn er etwas verspricht, weil er es ja doch nicht halten kann – wie Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder, der 1999 noch der Öffentlichkeit vorgaukelte, er stehe dafür, dass “auch zukünftige Renten steigen wie die Nettoeinkommen.” Sein Parteigenosse Walter Riester versprach nur ein Jahr später: “Ich kann den Jungen auch sagen, dass zukünftig jedes Jahr die Renten angehoben werden”. Schon 2004 gab es dann gleich drei Nullrunden – so viel zu Riesters Versprechen. Die damalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt log 2002 noch dreister indem sie behauptete, die Rentenanpassung werde nicht angetastet – und “die Vorschläge von Nullrunden kommen von denen, die vom Rentensystem wenig verstehen”. Von ihr stammt auch das Zitat: “Die Bundesregierung will keine Rentenkürzung, und deshalb hat sie sich dafür entschieden, dass die Auszahlung für die Rentner sicher ist, dass die Beitragssätze stabil sind.” Neben Biedenkopf gehört Franz Müntefering zu den wenigen, die zur Selbstkritik in der Lage sind. Er räumte ein, dass “wir Sozialdemokraten in der Vergangenheit die drohende Überalterung unserer Gesellschaft verschlafen haben. Jetzt sind wir aufgewacht. Unsere Antwort heißt: Agenda 2010! Die Demographie macht den Umbau unserer Sozialsysteme zwingend notwendig.”

Schon vor 40 Jahren hätten die Rentenpolitiker gegensteuern müssen, denn es war bereits damals absehbar, dass sich die Demographie verschiebt, statt dessen haben sie ein Wahlversprechen nach dem anderen abgegeben. Sie wiegen die Öffentlichkeit immer noch in Sicherheit und gaukeln ihnen etwas vor, statt die Fakten nüchtern zu analysieren und daraus Folgerungen zu ziehen. Andrea Nahles, die mit 45 Jahren noch immer jüngste Rentenministerin in der deutschen Geschichte, hat die Agenda 2010 wieder zurück gedreht und ist mit milliardenschweren Wahlgeschenken ins Amt gestartet. Erinnert sei nur an die Ausweitung der Mütterrente und die „abschlagfreie Rente mit 63“.

Blick zurück in die Geschichte

Insofern lohnt ein Blick in die Geschichte der Rentenversicherung, deren Grundstein Otto von Bismarck vor 128 Jahren legte. Seit dem haben viele am Rad gedreht. “Kaum eine deutsche Regierung, die sich nicht an einer Reform versucht hätte”, schreibt die “Versicherungswirtschaft-heute”. Entscheidend war das Jahr 1957 als das bundesdeutschen Rentensystems unter Bundeskanzler Konrad Adenauer von dem bis dahin zugrundeliegende Kapitaldeckungsverfahren schrittweise durch das umlagefinanzierte Modell ersetzt wurde. Arbeitsministerin Andrea Nahles bildet mit der abschlagsfreien Altersrente ab 63 Jahren und der Mütterrente keine Ausnahme. Sie stehe vielmehr in langer historischer Tradition – und diese Geschichte verdeutlicht die Grafik des Versichererverbands GDV.
Auf den Link "Kinder kriegen die Leute sowieso" (unten) klicken - und in der Grafik die Maus über Jahreszahl oder Kopf bewegen.

http://www.gdv.de/2014/06/kinder-kriegen-die-leute-sowieso-die-geschichte-der-deutschen-rentenreformen/

Wobei bei Ulla Schmidt vergessen wurde, dass sie die Doppelverbeitragung von Direktversicherungen verbrochen hat. 

Wer in den vergangenen Jahrzehnte das Sagen hatte als verantwortlicher Minister(in)

Bundesminister für Arbeit     
NameParteiAmtszeit vonAmtszeit bis
Anton StorchCDU20.9.194929.10.1957
Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung
NameParteiAmtszeit vonAmtszeit bis
Theodor BlankCDU29.10.195726.10.1965
Hans KatzerCDU26.10.196521.10.1969
Walter ArendtSPD22.10.196916.12.1976
Herbert EhrenbergSPD16.12.197628.4.1982
Heinz WestphalSPD28.4.19821.10.1982
Norbert BlümCDU1.10.198227.10.1998
Walter RiesterSPD27.10.199822.10.2002
Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit
NameParteiAmtszeit vonAmtszeit bis
Wolfgang ClementSPD22.10.200222.11.2005
Bundesminister für Arbeit und Soziales
NameParteiAmtszeit vonAmtszeit bis
Franz MünteferingSPD22.11.200521.11.2007
Olaf ScholzSPD21.11.200728.10.2009
Franz Josef JungCDU28.10.200927.11.2009
Ursula von der LeyenCDU30.11.200917.12.2013
Andrea NahlesSPD17.12.2013noch im Amt


Die Zukunft der gesetzlichen Rentenversicherung

 

Ab 2020 gehen die geburtenstarken Jahrgänge in Rente. Damit wachsen die Herausforderungen für die gesetzliche Rentenversicherung. Spätestens ab 2027 dürften die Alarmglocken schrillen, denn da können die ersten des geburtenstärksten Jahrgangs – mit Abschlägen allerdings – mit 63 Jahren in Rente gehen; 2029 folgen die nächsten mit 65 Jahren und 2031 folgen die letzten dieses Jahrgangs mit 67 Jahren. 1964 erblickten 1 357 304 Jungen und Mädchen das Licht der Welt.  1964 war der Peak – “nie zuvor und nie danach wurden in der deutschen Nachkriegsgeschichte mehr Kinder geboren als in diesem Jahr 1964″, schreibt FOCUS. “Was ist schon eine Facebook-Party gegen einen normalen Nachmittag in einem Kleinstadt-Freibad in den 70ern? Ein Witz.” Das ganze Land sei wie ein großes Wimmelbild gewesen. “Die 64er werden auch noch als Rentner die meisten in diesem Land sein”, heißt es weiter. “Schon 2030, ja, das ist übermorgen, wird die Zahl der 60- bis 64-Jährigen um 1,6 Millionen höher liegen als heute” – und das ist eine ziemlich sichere Prognose des Magazins. “Der Generationenvertrag wird nicht mehr funktionieren, auch wenn die Männer und Frauen des Jahrgangs 1964 als Erste überhaupt bis zum 67. Lebensjahr werden arbeiten müssen , um dann kaum das zu bekommen, was ihre Eltern einmal Rente nannten.”

1964 - der geburtenstärlste Jahrgang von Jochen Arntz

1964 – der geburtenstärlste Jahrgang von Jochen Arntz

Zum Jahrgang 1964 gibt es
von Jochen Arntz
das Buch
“1964 – Deutschlands stärkster Jahrgang”
208 Seiten, 19,64 Euro
im SZ-Shop

 

Renten-Diskussion bei Maybrit Illner am 28. April 2016

https://www.youtube.com/watch?v=v5UTOaZdHSg

Mehr zum Thema:

Bundeszentrale für politische Bildung: die Geschichte der Rentenversicherung
Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Geschichte der gesetzlichen Rentenversicherung
RP Online: von der kaiserlichen Botschaft zu Riesters Rentenplan 

Doc Player: 125 Jahre gesetzliche Rentenversicherung 
Mario Wiegel: Politikerzitate




Wie gut kennt ihr euch mit Rente aus? Das ultimative Renten-Quiz

Schau‘ ma mal – wir werden’s ja gleich sehen. Im ersten Quiz auf vorunruhestand.de kann es durchaus knifflig werden. Rente und Demografie ist doch komplexer als viele denken. Also wie gut kennt ihr euch mit Rente aus?

„Rente“ – klingt doch ganz einfach. Da zahlen wir regelmäßig ein und erwarten, dass wir im Alter etwas raus bekommen. Aber, schon das Wort verallgemeinert. Da gibt es die gesetzliche Rente, die Riester- und Rürup-Rente – und dann noch die Mütter- sowie Erwerbsminderungsrente. Wer bekommt was? Was wird alles angerechnet? Wann können wir in Rente gehen? Wie geht Ent-Beruflichen? Mit wie viel dürfen wir rechnen? Alles Fragen im Quiz.

Ach ja, da reden alle von demografischem Wandel. Was bedeutet das für die Rente? Warum mischt sich eigentlich der Staat so oft ein? Was tut er eigentlich für die Rentner? Wer hat die Rente überhaupt erfunden? Was ist der Generationenvertrag? Da ist immer wieder von Hinzuverdienst die Rede – wie ist das geregelt?
„Ach komm, Rente – ist doch noch so weit weg“, sagen sich viele Jüngere. „Altersvorsorge? Juckt mich nicht!“ denkt ein Großteil der 16- bis 29-Jährigen – und werden sich später die Augen reiben, wenn sie ihre erste Rentenmitteilung bekommen, weil es so wenig ist. Deswegen dürfte das Quiz auch für die Jungen interessant sein.

Das Renten-Quiz ist abgelaufen. Vielen Dank fürs Mitmachen. Den Foto-Kalender „Ein Jahr in der Provence – 2017 hat Theo Wulfert gewonnen. Glückwunsch. Der Kalender wird verschickt, sobald ich die Adresse bekommen habe. Ich hoffe, die Bilder machen Lust auf einen Frankreich-Urlaub – und stammen aus Roussillon, Lacoste, Aurel und Uzès.

Renten-Quiz

Das Thema Rente geht Junge und Alte an, denn die Noch-Beitragszahler werden irgendwann selbst Rentenempfänger. Was weißt du über Rente, Demographie, Altern und Ruhestand?

Bestenliste: Renten-Quiz

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