Höhere Rentenbeiträge für höheres Rentenniveau

Höhere Rentenbeiträge für ein höheres Rentenniveau – klingt gut. Wenn es nach der IG Metall geht, sollte das Rentenniveau langfristig wieder steigen. Dafür müssen allerdings auch die Rentenbeiträge der Beschäftigten klettern – und womöglich auch der Bundeszuschuss aus Steuermitteln.

Die IG Metall will das „Renten-Fiasko“ verhindern und schlägt einen Kurswechsel in der Rentenpolitik vor. Ihr Konzept sieht vor, dass die Demografie-Reserve ausgeschöpft wird, der versicherte Personenkreis erweitert wird, der Beitragssatz angehoben und der Bundeszuschuss aus Steuermitteln erhöht wird. Sie hat die Punkten in einer Broschüre zusammengefasst – auf einer eigenen Seite mehr-rente-mehr-zukunft.

Rentenniveau auf 53 Prozent heben

Zuerst soll das Rentenniveau stabilisiert werden, langfristig will die IG Metall allerdings, dass es angehoben wird. Die Gewerkschaft peilt ein Niveau von 53 Prozent an – zurzeit liegt es bei 47,9 Prozent (netto vor Steuern). Das wäre eine Anhebung von 5,1 Prozentpunkten.

Aktive sollen höhere Beiträge zahlen

Ganz ohne Anhebung der Rentenbeiträge wird das nicht gehen. Die IG Metall rechnet mit einer Anhebung auf 25 Prozent – zurzeit liegt er bei 18,7 Prozent. Das würde ein Mehr an Beitrag von 6,3 Prozentpunkten bedeuten. Den aktiv Beschäftigten bliebe damit weniger im Geldbeutel als Konsequenz. Das Versorgungsniveau im Alter, so das erklärte Ziel der IG Metall, soll wieder mehr Gewicht haben.

Alle sollen einzahlen

Die IG Metall will parallel dazu die Versorgungswerke der freien Berufe auflösen und in die Rentenversicherung integrieren. Derzeit werden die gesetzliche Renten vor allem von abhängig Beschäftigten getragen, so das Argument der IG Metall. „Viele Besserverdiener – Ärzte, Anwälte, Notare – bleiben außen vor, genau wie Beamte; um die Rentenversicherung langfristig zu stärken und die Finanzierung auf eine breitere Basis zu stellen, sollten künftig alle Erwerbstätigen in die Rentenversicherung einzahlen (‚Erwerbstätigenversicheru’)“. Na, dann viel Spaß. Das werden sich die vermeintlichen Besserverdiener nicht gefallen lassen, geht es doch an ihre Eigentumsrechte, ganz abgesehen vom Vertrauensbruch.

Die Rentenlüge

https://www.youtube.com/watch?v=Zqa-e5cK-6s

Rentenangst – Der Kampf um die Altersversorgung Erklär-Video

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Den Ruhestand in Spanien genießen — auf der Sonnenseite

Immer mehr Rentner lassen Deutschland hinter sich und verbringen ihren Ruhestand im Ausland. Spanien mit seinen langen Küsten und dem milden Klima ist dabei ein besonders beliebtes Ziel. Was Rentner beachten müssen, um ihren Ruhestand unter der spanischen Sonne genießen zu können. Tipps, Ideen und Hintergründe …

Dass viele Rentner im Ausland ihren Lebensabend verbringen möchten, hat mehrere Gründe. Besseres Wetter und mehr Lebensqualität sind die meist genannten Motive für die späte Auswanderung. Das spanische Festland genauso wie die Kanarischen Inseln und die Balearen sind überaus beliebt bei Ruheständlern, denn es herrscht fast ganzjährig ein angenehmes Klima und die Entfernung zu Familie und Freunden ist trotzdem nicht zu groß. In weniger als zwei Stunden erreichen sie Mallorca von Deutschland aus. Nicht von ungefähr zählt Mallorca beispielsweise zu den Regionen, die besonders viele Deutsche anzieht.

Rundum abgesichert im Ruhestand

Wer sich fürs Überwintern oder Auswandern entschlossen hat, sollte Kassensturz machen. Die finanzielle Absicherung bringt natürliche die gesetzliche Rente, die prinzipiell weltweit an deutsche Rentner ausgezahlt wird. Die Kosten für die Überweisung ins Ausland müssen Ruheständler allerdings selbst tragen. Eine Kürzung der Rente muss nur dann befürchtet werden, wenn ein Teil der Ansprüche im Ausland erworben wurde. Um auf der sicheren Seite zu sein, ist eine Beratung oder eine ausführliche Recherche im Vorfeld der Auswanderung zu empfehlen.

Auswanderer denken zwar an vieles, vergessen indes manchmal das Thema Versicherung. Wer im Ausland seine Zeit nach dem Arbeitsleben genießen möchte, sollte die nötigen Versicherungen besitzen.

Haftpflichtversicherung ist ein Muss

Eine Haftpflichtversicherung für Rentner im Ausland ist sehr wichtig, ja fast schon ein Muss. Schnell passiert ein kleines oder größeres Ungeschick, das ohne eine Absicherung schnell zur finanziellen Belastung werden kann. Deswegen sollten Rentner darauf achten, eine Versicherung zu wählen, die egal an welchem Wohnort Personen-, Sach- und Vermögensschäden versichert.

Was ist mit der Krankenversicherung?

In Deutschland sind alle Rentner, die in der gesetzlichen Krankenversicherung bestimmte Mitgliedszeiten nachweisen können, in der Krankenversicherung der Rentner pflichtversichert. Wer im Ausland lebt und deutsche Rente bezieht, ist in der Regel nicht versicherungspflichtig in der deutschen Kranken- und Pflegeversicherung der Rentner. Es gibt aber Ausnahmen abhängig vom neu gewählten Wohnsitz des Rentners. Über die Details sollten sich auswanderungswillige Rentner am besten bei der deutschen Rentenversicherung informieren.

In manchen Fällen kann auch ein Wechsel in eine andere Krankenversicherung von Vorteil sein. Wichtig ist, dass sich Vorruheständler und Rentner genau informieren, welche Leistungen die Krankenkasse im Ausland übernimmt.

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Zwang zur Altersvorsorge für Selbstständige

Die Unionsparteien wollen die drei Millionen Selbstständige in Deutschland zur Rente zwingen. Bislang ist es ihnen selbst überlassen, fürs Alter vorzusorgen. Viele legen ja auch Geld zur Seite, eine Minderheit aber eben nicht – damit stehen sie im Alter vor dem Nichts und sind auf die Fürsorge des Staats angewiesen. Das soll sich ändern. Deswegen der Zwang zur Altersvorsorge für Selbstständige.

Immer mehr Selbstständige brauchen den Staat und seine Grundsicherung, um über die Runden zu kommen. Ok, was heißt schon „immer mehr“. Die Zahl der Betroffenen, die hierzulande auf Hartz IV angewiesen sind, ist von 2007 mit 66 910 bis 2014 auf 117 904 gestiegen, so die „Ruhr Nachrichten“ im vergangenen Jahr. Mittlerweile dürfte die Zahl weit über 150 000 liegen – und sie wird weiter steigen, weil es immer mehr Solo-Beschäftigten oder Ich-AGs gibt.

Zwang auf Selbstständige

Momentan zwingt sie keiner, in eine Rentenversicherung einzuzahlen. Das soll sich ändern: Die Unionsparteien wollen die Selbstständigen zwingen, fürs Alter vorzusorgen. Übrigens, hatte das schon 2012 die damalige Bundesarbeitsministerien Ursula von der Leyen, die ebenfalls der CDU angehört, versucht – und ist daran gescheitert. Heute ist sie Bundesministerin der Verteidigung und hat das Thema natürlich ad acta gelegt. Seit dem sind vier Jahre vergangen.

Jeder soll Vorsorge betreiben

Heute wie damals sollen die Selbstständigen die Wahl zwischen verschiedenen Möglichkeiten haben: Sie können, so das Gesetz denn kommt, entweder Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen oder sie entscheiden sich für eine Altersvorsorge. Ein Staat, der bedürftigen Rentnern eine Grundsicherung gewähre, so das Argument der Unionspolitiker, müsse von jedem Mitbürger verlangen, dass er entsprechende Vorsorge betreibe.

Ob es dem jetzigen Vorstoß genau so geht wie damals der Initiative der Ex-Sozialministerin von der Leyen? Es könnte sein, dass dieses Mal mehr Druck dahinter ist, denn auch die jetzige Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) ist dafür, die gesetzliche Rentenversicherung für Kleinselbstständige zu öffnen.

Dass noch vieles im Argen ist, hat vor kurzem der “mdr” berichtet. Der Sender verweist dabei auf eine Studie des deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Köln. Danach sorgen   rund 20 Prozent der 2,3 Millionen Solo-Selbstständige nicht ausreichend für die Rente vor.

Na, mal schauen.

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Macht Merkel Politik für die Babyboomer-Generation?

Was „Opakratie“ bedeutet, haben jüngst wieder junge Briten erfahren, die bei der Frage nach dem „Brexit“ von den Alten dank ihrer Mehrheit überstimmt worden sind. Die Babyboomer-Generation hält die Fäden in der Hand und bestimmt über das Schicksal der Nation – nicht nur in Großbritannien, sondern vor allem auch in Deutschland. Verspielen wir unsere Zukunft? Diese Frage treibt Wolfgang Gründinger in seinem Buch „Alte Säcke Politik“ aus dem Gütersloher Verlagshaus um.

Der Zukunftslobbyisten ist Sprecher der Stiftung Generationengerechtigkeit und hält mit seiner Ansicht über die Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht hinterm Berg. „Merkel macht Politik für die Generation der Babyboomer, und die wollen keine Wunder und keine Experimente, sondern ihre Ruhe“, so der heute 32-Jährige. Ruhe als erste Bürgerpflicht – Merkel verkörpert diese Eigenschaft und vermittelt sich auch den Bürgerinnen und Bürgern.

Ruhe heißt freilich nicht selten Stillstand. Genau das wirft der Anwalt der Jungen Merkel vor. Kein einziges Reformprojekt habe die Kanzlerin zu Ende geführt. „Bildungsrepublik, Regulierung der Finanzmärkte, Energiewende, Rentenreform, Elektromobilität oder digitaler Wandel: Überall regiert die Kanzlerin so vor sich hin und sonnt sich in alternativloser Beliebtheit“. Gündinger belässt es nicht mit Vorhaltungen, er kann sie auch belegen – seine Zeilen sind gespickt mit Anmerkungen und Charts.

Deutschland im Weckglas

Der Aktivist möchte die Gesellschaft mit seinem Buch aufwecken, denn das „Land im Weckglas“ brauche einen Weckruf.  Für diese kollektive Geisteshaltung spiegelt sich sogar in dem Verb „merkeln“ wider – einem der Jugendwörter des Jahres 2015. Übrigens hat sich „Smombie“ – eine Kombinationaus Smartphone und Zombie – durchgesetzt.

„In Deutschland haben die Alten das Sagen“, auch „weil die Politiker in vorauseilendem Gehorsam genau das tun oder genau das unterlassen, von dem sie glauben, dass die Mehrheit der Alten es möchte oder eben nicht möchte“, urteilt Gründinger. Ja, und? Ist das schlimm? Der Politikwissenschaftler meint „ja“, weil wir – und damit meint der Deutschland – unsere Zukunft verspielen. Viele ahnen es vielleicht und sie werden von einem unbestimmten Gefühl umgetrieben. Dafür findet der Autor die richtigen Worte. Seine Generation erbe keine schöne heile Welt. „Wir spüren die Probleme nur noch nicht, die sich zwar unter der Oberfläche, dafür aber umso massiver zusammenballen“, beschreibt er die Stimmung. Die auf Kurzatmigkeit geeichte Politik verwalte den Stillstand. Die Elite dieses Landes analysiert zwar gern die Probleme und begreift den Handlungsdruck, den Worten folgen jedoch keine Taten oder „zu spät, zu verzagt“. Oft genug folgen auch die „gänzlich falschen Taten. Dabei unterscheidet sich Merkel in nichts von der Sozialdemokratie, die „Opakratie“ drückt auch der „Sozialpolitik ihren Stempel“ auf.

Wir leben von der Substanz

„Deutschland fährt auf Verschleiß“, kritisiert der Kosmopolit und vergleicht uns mit anderen Nationen. Das betrifft Straßen, Wasserleitungen, Schulen, Kitas und Bahn. Die Merkel-Regierung investiert immer weniger in Infrastruktur, ablesbar an der nominalen Investitionsquote. In punkto Internet-Geschwindigkeit sind wir weit abgeschlagen, offene WLANs sind eher die Ausnahme als die Regel. Für Bildung geben wir deutlich weniger aus als Dänen, Isländer, Norweger, Kanadier, Belgier, Finnen und Franzosen. „Wir leben von der Substanz“, klagt Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Das sei alles andere als Generationengerechtigkeit, empört sich Gründinger. „Generationengerechtigkeit heißt nicht nur, dass der Staat nicht mehr Schulden macht, als die nachfolgende Generation an Zinsen ertragen kann; Generationengerechtigkeit heißt auch – die Konsolidierung des Staatshaushalts darf keinesfalls auf Kosten der Zukunftsinvestition stattfinden“, so der Zukunftslobbyist.

Reform der Beamtenpension ist überfällig

Es ist sein Verdienst, diese Lage analysiert zu haben – und aktiv Partei zu ergreifen. Ja, wir Alten müssen uns den Spiegel vorhalten lassen. Wobei, die jüngsten populistischen Rentenentscheidungen gehen nicht von einem „Alten Sack“ aus, sondern von einer 46-jährigen Sozialistin, sprich Andrea Nahles. Sie hat die Mütterrente und die Rente mit 63 eingeführt. Die Arbeits- und Sozialministerien dreht die Reformen der Schröder-Ära nach und nach zurück, egal, ob sie finanzierbar sind oder nicht – und generationenverträglich. Sie verteilt Wahlgeschenke zu Lasten der nachfolgenden Generationen. Dabei leiden die Jungen ja nicht nur unter dem sinkenden Rentenniveau, sie spüren auch noch die anhaltend niedrigen Zinsen – und, die Merkel-Regierung hinterlässt ihnen noch ein herunter gewirtschaftetes Land. Ganz abgesehen davon, dass auf sie gigantische Schuldenberge warten und in der Zukunft abgetragen werden müssen.

Gründinger hat ein Problem verortet, dessen sich die meisten noch gar nicht so richtig bewusst sind: die Beamtenpensionen. Der Staat habe sich „eine gigantische und unsichtbare Last mit seinen Zahlungspflichten für die Beamtenversorgung auferlegt. Die Lasten werden sich Gründinger zufolge von heute 27 Milliarden Euro auf 86 Milliarden Euro im Jahr 2045 annähernd verdreifachen – und dafür gibt es keine Rückstellungen. Das wirklich Schlimme daran: niemand steuert ernsthaft dagegen. Warum das so ist? „Die Beamtenpensionen sind vermintest Terrain, das kaum ein Politiker zu betreten wagt, weil er sich der Abstrafung durch die Beamtenlobby sicher sein kann, jegliche Reformen aber mühselig sind und erst auf lange Sicht wirken“, hat Gründinger ganz richtig erkannt.

Niedrigzinspolitik führt ins Desaster

So brillant die Analyse, so schwach ist seine Handlungsanweisung für eine Änderung der Verhältnisse, die zurzeit gegen die Jungen gerichtet sind. Sich nur zu empören, reicht nicht. Auch der Aufruf, die Märkte zu verändern, führt in die Irre. Der Markt sind wir alle, aber nicht der Markt hat die Niedrigzinsphase eingeleitet, das war der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi. Geld kostet nichts mehr – und das ist fatal. Ja, die Bundesregierung wird noch von den Gläubigern bezahlt, wenn sie Anleihen ausgibt. Was für eine perverse Welt. Er weitet ungestraft die Bilanzsumme der EZB aus und bürdet den nachfolgenden Generationen eine unheimliche Last auf.

Wahrscheinlich muss der Leidensdruck noch viel, viel stärker werden, bis die Gesellschaft reagiert und erkennt, dass die gegenwärtige Politik die Zukunft verspielt. Das wird dann allerdings richtig schmerzen. Eine Vorgeschmack bekommen wir bereits.

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Wie und warum wir im Alter verreisen – Tipps und Ideen

Kein Urlaubsantrag mehr, sondern einfach verreisen können – für Best-Ager beginnt mit der Rente die große Freiheit. Jetzt ist die Zeit für all‘ die aufgeschobenen Wünsche, Ideen und Plänen. Wir wissen auch, wie wir eine Reise planen. Ein paar Tipps können trotzdem nicht schaden, denn das Reisen im Alter ist doch etwas Anderes als in jungen Tagen.

Christiane und Aras Orhon von W.E.G. Worldwide.Elderly.Getaways haben sich mit dem Thema intensiv beschäftigt – und kommen zu beachtenswerten Einsichten und Aussichten.

Hier ihr Gastbeitrag:

Warum beschäftigen wir uns ausgerechnet mit diesem Thema, wo es doch schon Tausende von Blogs dazu gibt. Reicht das nicht? Mag sein, aber wen wir im Fokus haben, sind die Älteren, gerne auch als „Best-Ager“, „Silberrücken“, „Ü-50“ oder „60+“ bezeichnet, die bisher eher vernachlässigt wurden. Das Thema Reisen ist uns einfach zu schade, um es Verkäufern von Heizdecken oder Veranstaltern für begleitete Butterfahrten zu überlassen. Unsere Generation kann und will mehr. Vor allem aber, wir trauen es uns zu.

Wir Älteren haben Lebenserfahrung genug, um zu erkennen, welche Chancen wir haben, weil wir reisen können. Da geht es um Selbstverwirklichung, neue Kontakte, zu Menschen aus aller Welt über Alterstufen hinweg, Erweiterung von Horizonten, Kenntnisse erwerben, Erhalt und Verfestigung unseres Selbstbewusstseins, Verbesserung von Agilität und Fitness, Rauskommen aus den üblen Jahreszeiten. Und das alles zu vernünftigen, finanzierbaren Bedingungen. Das Leben hält noch viel für Dich bereit, greif zu! Wie das geht, zeigen wir auf W.E.G.

Mobil sein war noch nie so einfach, wie in unseren Zeiten. Im Prinzip kann jeder, der einen Pass besitzt und Zeit hat, die Welt bereisen, auch ohne Reichtümer zu besitzen. Damit die Reise ein Erfolg und kein Reinfall wird, gilt es, sich vorzubereiten und zu informieren. Auf unserer Seite präsentieren wir – immer aus der Perspektive unserer selbstgemachten Erfahrungen – Tipps für die Reisepraxis. Nicht jeder braucht immer wieder das Rad neu zu erfinden.

Packlisten, Budgetierung, Länderinformationen – das alles haben wir zusammen getragen. Wie reist sich’s am besten, wo schläft der Reisende am besten und wo isst er am besten. Welcher Reiseführer taugt etwas? Buch oder Internet? Welche elektronischen Helferlein sollten mit auf die Reise und welche Apps? Wie ist das überhaupt mit den Versicherungen? Wir als Ältere müssen uns gegen andere Risiken absichern als die Jungen.


Das alles und noch viel mehr, haben Christiane und Aras gesammelt, systematisiert und kommentiert. Und wer in den tristen Monaten einmal nur mental unterwegs sein will, liest sich die Berichte der Beiden durch. Da kommt keine Langeweile auf, Christiane und Aras sind manchmal kritisch, ironisch, spöttisch oder hellauf begeistert.

Weiterführende Links:

Aber auch zuhause kann es schön sein – hier ein magischer Moment aus München (1. Dezember 2016, 16.30 Uhr)

Himmel in Flammen über #münchen #munich #munich_art #sky #cloudporn

Ein von Helmut Achatz (@dineroxx) gepostetes Foto am




SPD fordert ein Rentenniveau bei 50 Prozent

Die SPD fordert ein Rentenniveau bei 50 Prozent. Nach der Rentenerhöhung ist vor der Rentenerhöhung – so das Credo der Sozialdemokraten. 2017 sollen sich die Ost-Renten weiter den West-Renten annähern. Die Differenz hat sich übrigens zum 1. Juli von 7,4 Prozent im zweiten Halbjahr 2015 auf 5,9 Prozent im zweiten Halbjahr 2016 reduziert. Ferner soll das Rentenniveau von 47,5 auf 50 Prozent steigen, so der erklärte Wille der SPD.

Wer die „10 Thesen für eine gerechte Gesellschaft“ der SPD genau durchgelesen hätte, hätte bereits im vergangenen Oktober gewusst, wohin die SPD rudert. Sie will, so Punkt vier ihres Programms, dass niemand, der “sein Leben lang hart gearbeitet hat, im Alter von Armut bedroht ist“.

Weiter heißt es:

Die SPD muss der Garant dafür sein, dass das Rentenniveau der gesetzlichen Rentenversicherung langfristig bei über 50 Prozent stabilisiert wird. Wir dürfen keine Privatisierung von Lebensrisiken zulassen! Auch muss eine Zukunftssichere Altersversorgung solidarisch unter allen Berufsgruppen organisiert werden. Der Übergang in die Rente soll je nach individueller Lebenssituation flexibel möglich sein, denn jedes Arbeitsleben ist anders und die damit verbundenen Belastungen und Herausforderungen sind unterschiedlich. Eine verlässliche Alterssicherung ist für uns Grundpfeiler einer gerechten Gesellschaft. Rente ist keine Sozialleistung nach Kassenlage, sondern Ertrag von Lebensleistung.”

Da steht es bereits: 50 Prozent Rentenniveau. Der linke Flügel der SPD hat das Ziel fest im Blick und will das Rentenniveau wieder auf diesen Prozentsatz anheben. Die 50 Prozent gelten, wohlgemerkt, für die gesetzliche Rente. Alles, was ein Arbeitnehmer sonst fürs Alter anspart, ist „ergänzend sinnvoll, müssen aber hinter diesem Ziel zurückstehen“, so Matthias Miersch zu „Spiegel Online“.

Damit dreht die SPD die Reformen von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder wieder zurück. Er setzte eine Absenkung des Rentenniveaus durch – und das liegt zurzeit bei 47,5 Prozent. Nach den Plänen von damals wird es weiter auf unter 45 Prozent fallen.

Übrigens will jetzt auch der CDU-Arbeitnehmerflügel eine schrittweise Anhebung des Rentenniveaus auf 50 Prozent. „Wenn wir die Arbeitnehmer zurückgewinnen wollen, die scharenweise Rechtspopulisten gewählt haben, müssen wir die Angst vor Altersarmut ernst nehmen“, so der Bundesvize der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian Bäumler, im „Handelsblatt“ vom 10. Oktober 2016. „Die Verluste der CDU bei Wahlen haben mehr mit der sozialen Ungleichheit in Deutschland als mit der Flüchtlingspolitik zu tun “, argumentiert der CDA-Vize. Die Gewerkschaften wollen in der Kampagne eine neue Rentenpolitik fordern. In der großen Koalition von CDU, CSU und SPD wird derzeit intensiv über Maßnahmen gegen Altersarmut diskutiert. Vor allem die CDU will das Thema aber aus dem heraufziehenden Wahlkampf heraushalten. Na, das bleibt spannend.

Rentenperspektiven 2040 – über die Rente in 25 Jahren und was sie dann wert ist: ein Erklär-Video

https://www.youtube.com/watch?v=d8YofuhuKis

Die Linke der SPD will, dass sich diese Forderung nach Anhebung des Rentenniveaus im Bundestagswahlprogramm der SPD wieder findet.

Was das in der Praxis bedeutet, hat RP Online mal durchgerechnet:

Sollte es, wie von der Gewerkschaft Verdi gefordert, auf 50 Prozent steigen, müssten die Beitragszahler pro Jahr 52 Milliarden Euro zusätzlich aufbringen. Dies geht aus einer Berechnung des Wirtschaftsforschungsinstitut IW hervor. Bereits 2029 läge der Beitragssatz bei rund 25 Prozent – eine enorme zusätzliche Belastung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Weiterführende Links:

https://twitter.com/insm/status/751042569543553024

https://twitter.com/ndaktuell/status/750916545782636544

https://twitter.com/finanzenDE/status/750985470721552384




Mit der Rente geht es richtig rauf

„Heute mehr Geld für alle Rentner“ titelt die „Bild“. Die Rentenerhöhung fällt 2016 ordentlich aus, sprich, mit der Rente geht es richtig rauf. Tatsächlich steigen die Rente für 20,5 Millionen Rentner überdurchschnittlich. Das gilt vor allem für die Ost-Renten, die gleich um annähernd sechs Prozent zulegen, im Westen sind es 4,25 Prozent.

Rentenerhöhung, 4 Prozent im Westen, 5 Prozent im Osten
Die besten Steuertipps für Rentner und Pensionäre
Fürchtet euch vor Altersarmut – Rente wird nicht reichen
Mehr Rente ab Juli heißt auch mehr Steuern

Warum das Plus dieses Mal so hoch ausfällt? Offizieller Hauptgrund der Rentenerhöhung sind die gute Beschäftigungslage und die daraus resultierenden sprudelnden Einnahmen der Rentenkasse. Ferner spielt der Deutschen Rentenversicherung zufolge auch der statistische Effekt eine Rolle. Natürlich schielt die Regierung mit dieser Erhöhung auch auf die kommende Bundestagswahl und will die Rentner für sich einnehmen.

Ein gewisser Abstand zwischen Ost- und Westrente bleibt jedoch auch nach der aktuellen Anhebung. Der Abstand schrumpft allerdings auf 5,9 Prozent im zweiten Halbjahr 2016. Das Bundessozialministerien Andrea Nahles arbeitet aber auch an der vollkommenen Angleichung – demnächst ist mehr von ihrem Ministerium zu erwarten.

Was heißt das nun konkret?

  1. Die Rentenerhöhung gilt für alle Renten aus der gesetzlichen Versicherung, sprich auch Erwerbsminderungs- oder Hinterbliebenenrenten.
  2. Für Ruheständler, die schon vor März 2004 in Renten gegangen sind, heißt das, sie bekommt die Rente für den Juli im Voraus, die nach April 2004 in Renten gegangen sind erst zum Monatsende.
  3. Natürlich wirkt sich das Plus bei der Rente auch auf die Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung aus. Das betrifft vor allem den Zusatzbeitrag bei der Krankenversicherung und den Beitrag zur Pflegeversicherung, den allein die Rentner zahlen.
  4. Zudem werden viele Rentner durch die Erhöhung steuerpflichtig. Wie viel Rentner an den Fiskus abdrücken müssen, hängt von ihrem Gesamteinkommen ab, zu dem ja auch Mieteinnahmen und Anderes zählt. Der steuerfreie Grundbetrag liegt zurzeit bei 8652 Euro – kann gut sein, dass einige darüber fallen.

Rentenerhöhungen der vergangenen Jahre

JahrWestOst
20000,600,60
20011,912,11
20022,162,89
20031,041,19
2004--
2005--
2006--
20070,540,54
20081,101,10
20092,413,38
2010--
20110,990,99
20122,182,26
20130,253,29
20141,672,53
20152,102,50
20164,255,95
20171,5e2,0e
e=erwartet

https://twitter.com/tagesschau/status/748786895400738816

https://twitter.com/Linksfraktion/status/748528696810684416

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