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Die Bonität oder Kreditwürdigkeit gehört zu jedem wie seine Personalausweisnummer oder sein Geburtsdatum – mit dem Unterschied allerdings, dass sie sich ändern kann und ändern lässt. Vor allem ist es jedoch wichtig zu wissen, wie es um die eigene Bonität steht. Sich zu informieren, kann sich lohnen, um böse Überraschungen zu vermeiden.

 

Es gibt viele Situationen, in denen es auf die Bonität ankommt. Zum Beispiel für den, der darüber nachdenkt, die Bank zu wechseln. Denn, die neue Bank wird sich zuerst über die Kreditwürdigkeit des potenziellen Kunden informieren. Das Finanzinstitut entscheidet über Dispo und Kreditrahmen, falls eine Kreditkarte beantragt wird. Geschäfte, egal ob online oder offline, gehen nach dem gleichen Schema vor, wenn der Kunde seinen Einkauf in Raten zahlen will oder dafür einen Kredit aufnimmt.

Warum die Bonität so wichtig ist

Es ist deswegen sinnvoll, jederzeit seinen Score, das Maß seiner Kreditwürdigkeit, zu kennen. Dank Internet ist das mittlerweile überhaupt kein Problem, denn die Bonitätsauskunft ist auf Plattformen wie Scorekompass kostenlos, das Prozedere ist simpel. Also, keine Angst. Für die Generation 50plus, die mit dem Computer aufgewachsen ist, dürfte das überhaupt kein Problem sein und selbst für Senioren ist der Login-Prozess zu meistern, schließlich ist die Benutzeroberfläche einfach gehalten.

Nun gut, vielleicht sagen einige „Was interessiert mich meine Bonität?“ Das kann ja sein und ist so lange kein Problem, solange keine teuren Reparaturen anstehen oder größere Anschaffungen zu meistern sind. Spätestens dann wird ein Problem daraus, weil im fortgeschrittenen Alter das Geld knapp wird während die Lebenshaltungskosten muntern steigen. In Großstädten wie München, Stuttgart und Hamburg wird es gerade für Rentner immer schwieriger – der Vergleich „Was die Rente wo wert ist“ verdeutlicht das. Und dann spielt die Bonität eben doch eine große Rolle.

Scoring für jedermann

Ob Rentner, 50plus oder mittleres Alter – die Kreditwürdigkeit spielt für alle eine wichtige Rolle. Deswegen sollte auch jeder seinen Score kennen. Wie aber kommt so ein Scoring zustande, sprich der Punktestand bezüglich Bonität? Eine Scoring-Plattform erfasst die Daten der fünf großen Auskunfteien, die diese Funktion schon seit mehr als hundert Jahren erfüllen: Der bekannteste Name ist SCHUFA, doch auch Arvato, Creditreform, Bürgel und Deltavista existieren seit langer Zeit.

Banken und Handel nutzen das System als Fundament für ihre Entscheidungen. Dank digitaler Dienstleistern eröffnen sich für alle neue Möglichkeiten – das gilt für Kreditgeber und -nehmer. Sie alle profitieren von mehr Transparenz. Dazu gehört natürlich, dass die Score-Werte möglichst unkompliziert abgerufen werden können. Wie das funktioniert, belegt Scorekompass, dessen Bewertung auf Arvato-Daten basiert: Jeder Score bewegt sich zwischen 100 und 600 – von „sehr niedrig“ bis „sehr gut“. Anhand der ausgewiesenen Zahl lässt sich leicht ablesen, wie kreditwürdig jemand ist. Dieser Wert ist natürlich auch ausschlaggebend, wie viel Zins jemand für einen Kredit zahlt, denn, je höher der Score, desto niedrigere Zinsen zahlt ein Schuldner.

In der Summe bringt das Internet Bewegung in den Kreditmarkt, sowohl direkt als auch indirekt. Denn viele Kreditvergleiche und -anträge finden bereits online statt; es passt also perfekt ins Bild, dass auch die Bonität am Bildschirm abgefragt werden kann.

 

Bild: © istock.com/andresr

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

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