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Mein letztes volles Berufsjahr hat begonnen – Zeit, über den Start in die Rente nachzudenken. 2017 wird es so weit sein. Ich beende dann mein Leben als angestellter Redakteur, nach 37 Jahren in verschiedenen Redaktionen. Ich habe mal in meinen Unterlagen gekramt und dabei eine Bestätigung des Bayerischen Journalisten Verbands (BJV) gefunden mit Datum 1. Dezember 1980. So lange arbeite ich nun schon in dieser Branche – und damit soll im kommenden Jahr Schluss sein. Das ist nur schwer vorstellbar – und wird wahrscheinlich so nicht eintreten. Das heißt, das Schreiben wird auch weiter in meinem Leben eine wichtige Rolle spielen.

Von der Redaktion in Rente?

Wie auch immer, 2017 wird eine Zäsur in meinem Leben, ein Einschnitt – und ein Schritt nach vorn. Den Abend des Lebens gilt es zu feiern, zurück zu treten, Abstand zu gewinnen, diese Jahrzehnte zu überdenken und dankbar zu sein, für das was war.

Von der Redaktion direkt in die Rente? Eine schlechte Idee. Deswegen – und um dem Rentenschock zu entkommen – habe ich für mich beschlossen, die neue Phase mit einem Tapetenwechsel einzuleiten und zu verreisen. Das wird nicht irgendeine Reise – keine Weltreise, kein Segeltörn, kein Abtauchen in Südindien oder das Abmühen mit dem Jakobsweg, sondern eine ganz besondere: meine persönliche Tour de France.

Zum Auftakt die Tour de France

Keine Angst, ich muss den Radprofis nicht nacheifern, habe ich doch alle Zeit der Welt. Es geht darum, das Bisherige hinter mir zu lassen, den Kopf frei zu bekommen und die Batterien neu aufzuladen. Es soll Spaß machen, die Sinne und den Geist anzuregen. Natürlich wird es eine Herausforderung, die ich sicher noch ohne vorheriges Training angehen werde. Deswegen werde ich mich bereits in diesem Jahr häufiger als früher in den Sattel meines Rennrads schwingen und ausgedehnte Touren abstrampeln – einfach, um zu sehen, wie’s mir dabei geht. Natürlich geht es auch darum, Kondition aufzubauen. Es soll ja schließlich ein „lustvoller Übergang vom Berufsleben in die freie Zeit danach“ werden, wie es Herb Stumpf in seinem Buch „Wenn das Wochenende 7 Tage hat“ empfiehlt.

Tourverlauf von 1955

Nur so viel vorweg: Ich habe mir den Tour-Verlauf des Jahres 1955 ausgesucht. Warum 1955? Die Tour des Jahres davor bezieht Amsterdam ein, ich wollte aber eine reine Frankreich-Tour. Das hat mich animiert, den Jahrgang 1955 zu nehmen. 1955 hingegen fuhren die Routiers von Le Havre los und stoppten schließlich in Paris. Übrigens, 2017 wird die Tour de France in Düsseldorf starten.

Mehr dazu in einem Folgebeitrag … à bientôt et au revoir

Tortour de France von Tim Moore

Tortour de France von Tim Moore

Übrigens hat schon mal jemand so eine Tour de France unternommen: Der Brite Tim Moore hat darüber ein Buch geschrieben. Es heißt „Alpenpässe und Anchovis – die Tour de France im Selbstversuch“. Der untrainierte und bekennende Faulpelz will’s wissen –  ohne Rücksicht auf Strapazen und Verluste nimmt er die 3630 Kilometer auf sich und unter sein neues Rennrad – allein unterwegs als erlebnishungriger Masochist. Hab’s gleich bestellt.

Davon gibt’s wohl mehrere Auflagen, denn das Buch wird auch mit dem Titel „Tortour de France – das härteste Radrennen der Welt im Selbstversuch“ angeboten.  


Weiterführende Links:

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

3 Comments

  1. […] der eine oder andere noch keinen Kalender für das gerade begonnene Jahr. Die Bilder machen sicher Lust auf einen Frankreich-Urlaub – und stammen aus Roussillon, Lacoste, Aurel und […]

    Antworten

  2. Lieber Helmut
    Vielen Dank für Deinen interessanten Beitrag zu meiner Blogparade! Damit bringst Du tatsächlich einen ganz neuen Aspekt des Reisens ins Spiel. Einen sehr schönen, wie ich finde! Ich werde Deine persönliche Tour de France auf jeden Fall gespannt verfolgen und ich wünsche Dir jetzt schon eine gute Reise in den „Unruhestand“.
    Liebe Grüsse,
    Ellen

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    1. ja, das´freu ich mich schon drauf

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