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Der Alltag vor dem Ruhestand ist ausgefüllt mit Pflichten und Aufgaben, Besorgungen und Notwendigkeiten. Da bleibt wenig Zeit für sich selbst und Achtsamkeit. Im Ruhestand mag das alles anders werden. Bis dahin bleiben noch Wochen oder Monate. Aber warum nicht schon heute damit beginnen, die Achtsamkeit zu schärfen und dem Alltag andere Seiten abzugewinnen.  Anregungen dafür liefert Anja Neuberg in ihrem Blog lebenistansteckend. Sie hat ihre Ideen in einem Gastbeitrag zusammengefasst.


Gastbeitrag von Anja Neuberg

 

„Alltag“ – hmmm, das klingt irgendwie unspannend, trist und ein wenig farblos. Und für Viele hat der Begriff das gewisse NICHTS. Das finde ich schade. Wirklich schade…

Denn der Alltag kann ja schließlich nichts dafür, dass viele ihm keine Chance geben, ihn nicht gestalten, sondern einfach so an sich vorbeiziehen lassen. Mit all den negativen Assoziationen. Und deshalb hier und heute mein JA zum Alltag – verbunden mit dem Aufruf: Mach dir deinen Alltag schön!

Was das bedeutet? Nun, in regelmäßigen Abständen gibt es zukünftig auf meinem Blog www.lebenistansteckend.de ganz persönliche Ideen und Tipps, wie du dir deinen Alltag schön machen kannst. Praxiserprobt und für gut befunden. Und wenn dir etwas davon gefällt, dann probiere es einfach aus und teile deine Erfahrungen. Egal, ob über einen Kommentar auf diesem Blog, eine Nachricht auf Facebook, eine E-Mail oder oder oder… Also dann, los geht`s:

  • Raus aus den Federn und ab an die frische Luft.

Vielleicht rollst du jetzt mit den Augen. Aber Tipp Nummer 1 ist: Stehe zehn Minuten vor allen anderen in der Familie auf, ziehe dir eine dicke Jacke über und geh direkt nach draußen. So müde, so verpeilt, so muffelig du vielleicht auch noch bist. Mache es. Atme ein. Atme aus. Beobachte. Laufe. Oder auch nicht. Genieße. Diese zehn Minuten. Nur für Dich.

  • Stelle etwas her – mit deinen eigenen Händen.

Vielleicht kennst du das? Häufig fehlt uns in unserer digitalisierten Welt am Ende des Tages das Gefühl, nicht nur etwas geschafft, sondern etwas „geschaffen“ zu haben. Mein Tipp: Nimm dir am Abend Zeit dafür. Bei den Naturkindern findest du eine wunderschöne Idee, die einfach umsetzbar ist. Neugierig? Dann einfach hier entlang.

  • Tue jemandem etwas Gutes.

Diese Idee ist ganz einfach umzusetzen und macht gleich zwei Menschen glücklich… probiere es aus. Ganz spontan. Dir fällt nix ein? Eine kleine Geschichte dazu von mir: Vor kurzem saß ich frühmorgens im Wartezimmer einer Arztpraxis. Ich war nicht selbst Patient, sondern begleitete jemanden. Neben uns saß eine ältere Dame mit ihrer Tochter. Wir warteten und warteten… Plötzlich stand die Tochter auf: „Ich hole mir nebenan beim Bäcker einen Kaffee. Mögen Sie auch einen haben?“ Ja, sie meinte tatsächlich mich. Oh, das war …! Denn es war noch so früh und ich war müde und hatte noch nicht gefrühstückt und und und. Tolle Frau.

  • Plane einen Genuss-Abend pro Woche.

Nimm dir deinen Kalender. Gleich jetzt. Sofort. Und dann trage dir bitte in jede kommende Woche einen „Genuss-Abend“ ein. Als festen Termin. Nur für dich. Was du dann machst, ist ganz allein deine Entscheidung. Vielleicht ein schönes Essen kochen, einen Abend mit Freuden verbringen, eine Yogastunde nur für Dich, einen fernsehfreien Abend mit dem Partner genießen, einen Abend für Dein Hobby, eine gute Flasche Wein, einen Spaziergang im Dunkeln… Die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

  • Lass jeden Tag eine Sache weg.

Mit diesem Tipp geht es deiner To-do-Liste an den Kragen. Und glaub mir, sie wird sich dagegen wehren. Also, sei stark und konsequent und lasse pro Tag eine Sache weg, die zwar dringend erscheint, aber nicht wichtig ist. Das macht pro Woche sieben (!) Dinge weniger…

Und jetzt warten wir ganz gespannt auf dein Feedback.


Über die Autorin

Anja Neuberg war viele Jahre lang Marketingfrau mit Leib und Seele. Heute bloggt sie auf ihrem Blog lebenistansteckend über die Lust am Leben, ihre Erfahrungen mit dem Thema Achtsamkeit und den ein oder anderen ganz persönlichen Aha-Moment im Alltag. Nimm dir Zeit  – für dich und ihr Blog… Es lohnt sich.


Es ist ein Vergnügen, die Ideen eines Anderen hier auszubreiten. Anjas Gastbeitrag weist neue Wege, die Wirklichkeit zu sehen. Ihr Blog “Leben ist ansteckend” steckt an, über sich und seine Gewohnheiten nachzudenken. 

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

3 Comments

  1. Ein toller Post … und so wahr …
    Gerade zwischen Weihnachten und Neujahr machen wir uns Gedanken, was ist wichtig in unserem Leben und was wollen wir ändern …
    In diesem Post sind viele gute Ansatzpunkte, dem Alltag schöne Seiten abzugewinnen …

    Herzliche Grüße
    Jutta

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  2. ja, meine Damen und Herren Silver-Ager, das stimmt, was da oben steht..
    Allem voran steht die Achtsamkeit, das “auf sich aufpassen”, sich wahrnehmen, sich schätzen/wirklich lieben. Ruhig mal bissl egoistisch sein in dem Maße, dass in der Tat erst das ICH und dann das DU kommt. Klingt vielleicht bissl blöd, aber wir haben in unserer Gesellschaft nie gelernt oder verlernt, unser Bewusstsein in gesundem Maße auf uns zu richten. Immer wieder hämmern da so olle Glaubenssätze unserer Familie in uns: “nimm dich nicht so wichtig”, “sei nicht vorlaut”, “nimm dich zurück” und vor allem dann die Treiber “ohne Fleiß kein Preis”, “wer bremst, verliert” oder ähnliche uns bewegende Weisheiten, die tief in uns drin sitzen und ihr übles Spiel mit uns spielen. Der Eintritt ins Rentenalter gibt uns die Möglichkeit, -siehe Gastbeitrag- unsere Position neu zu bestimmen, damit Altern nicht beschwerlich sondern gegenteilig inspirierend ist.
    Auf fröhliche, gesunde Jahre in Frieden und Freiheit
    Georg-W. Moeller
    http://www.gwm-coaching.de

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