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Pro-Aging, Anti-Aging – wie lässt sich das Altern hinauszögern? Im Dezember, genau am 21. wird sie 78 – Jane Fonda ist ein Phänomen. Die amerikanische Schauspielerin avancierte in den 60er- und 70er-Jahren zum Sexidol. Später mutierte sie zur Aerobic-Queen und sieht für ihr Alter immer noch blendend aus. Wie schafft sie es, so lange, so fit zu sein? Pro-Aging oder Anti-Aging, was ist das Geheimnis der jungen Alten? Wie lässt sich das Altern verlangsamen und die Gesundheit im Altern fördern? Gibt es eine wirksame Altersbremse?

„Der Begriff Anti-Aging, auch Altershemmung, ist eine Bezeichnung für Maßnahmen, die zum Ziel haben, das biologische Altern des Menschen hinauszuzögern, die Lebensqualität im Alter möglichst lange auf hohem Niveau zu erhalten und auch das Leben insgesamt zu verlängern. Verwendet wird dieser Begriff in der Medizin, von Ernährungswissenschaftlern, der Nahrungsergänzungsmittelindustrie und von Kosmetikherstellern“, schreibt Wikipedia

Die Gene sind nicht zu unterschätzen

So viel vorweg: Das Altern und damit auch die Lebenserwartung hängen zu einem gewissen Teil von den Genen ab – wie viel, darüber streiten sich die Gelehrten. Die einen sagen 20 bis 30 Prozent, andere kommen auf einen geringeren Wert. Wer Eltern oder Großeltern hat, die steinalt wurden, hat gut Chancen, selbst alt zu werden. Test wie der von FOCUS-Online fragen deswegen ab, wie alt die Eltern wurden.

Wichtig ist auch der Lebensstil

Aber, „am Altern sind nicht nur die Gene schuld, sondern auch der Lebensstil“, sagt Sportmediziner und Buchautor Martin Halle. Der persönliche Lebensstil, körperliche Aktivität, Ernährung, Rauchen, Alkohol sowie Stress- und Umweltfaktoren spielen seiner Meinung nach ein wichtige Rolle für das biologische Alter.

Und? Wie lässt sich das beeinflussen? Wer bei Wikipedia nachschlägt, findet folgende Anti-Aging-Tipps:

  • Ausgewogene Ernährung
  • Vermeidung von Übergewicht und gemäßigtes „Hungern“
  • Regelmäßige Bewegung (Verbrauch von mindestens 8.370 bis 12.560 kJ an Nahrungsenergie pro Woche, in veralteten Einheiten ca. 2.000 bis 3.000 kcal pro Woche)
  • Verzicht auf das Rauchen
  • Verzicht auf ausgiebige Sonnenbäder und Besuche in Solarien
  • Vermeidung von negativem Stress

Ein Fastentag pro Woche

Gerade gemäßigtes Hungern hilft anscheinend, das Altern zu verlangsamen. Nicht von ungefähr werden Bewohner der japanischen Insel Okinawa älter als die meisten anderen. Sie haben sich eine spezielle Regel auferlegt, das so genannte „Hara hachibu“: „Der Magen soll bestenfalls zu 80 Prozent gefüllt werden – ein sublimes Hungergefühl gehört also auf Okinawa zur Esstradition“, schreibt FOCUS-Online.

In seinem Buch „Zellen fahren gerne Fahrrad“ gibt Halle ein paar brauchbare Tipps. Darunter den, zumindest einen Fastentag pro Woche einzulegen – oder mal nur Obst zu essen, vielleicht auch eine Suppe.

Ernährung und Bewegung spielen wichtige Rolle

Neben der Ernährung spielt die Bewegung eine wichtige Rolle: Er empfiehlt, „Risikofaktoren einfach weg zu strampeln“. Warum denn immer das Auto benutzen – lieber mal mit dem Rad zum Bahnhof oder zum Einkaufen. Das Rezept: möglichst viel Bewegung in den Alltag einbauen. Das heißt, statt mit dem Aufzug zu fahren, besser Treppen steigen.

Stress kostet Lebenszeit

Nicht zu vergessen, das Thema Stress. Negativer Stress und Hetze kosten Lebenszeit. Deswegen gilt es, seine Stressresistenz zu verbessern. Helfen kann dabei eine Studie der Techniker Krankenkasse. Es lohnt sich in die Studie „Bleib locker Deutschland!“ der Techniker Krankenkasse einmal reinzuschauen. Ich denke, der eine oder andere nimmt brauchbare Erkenntnisse mit. Darüber hinaus hat  die TK einige brauchbare Tipps als Broschüre heraus gebracht zum Thema „Stressbewältigung.

Gesundheit ist ein Prozess

Wie lässt sich gegensteuern? Wer bis ins Rentenalter gesund bleiben will, muss Risiko- und Schutzfaktoren ausbalancieren. Dabei ist „Gesundheit kein Zustand, sondern ein Prozess“. Es gilt, die Stressspirale „umzudrehen“. Das heißt für den Einzelnen, seine Resilienz zu stärken, sprich seine psychische Widerstandskraft.

Wer ein paar handfeste Regeln sucht, schaut am besten beim „Anti Aging Magazin“ vorbei. Das bietet 15 Regeln für gesundes Älterwerden.

Weiterführende Links:

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

9 Comments

  1. […] Alter faltig wird und nicht mehr pfirsichglatt ist. Mit guter Pflege und UV-Schutz lässt sich der Alterungsprozess jedoch hinausschieben – so kommt es gar nicht erst zu lästigen Beschwerden wie Kontaktallergien […]

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  2. […] Pro-Aging – das Altern hinauszögern durch Bewegung: Am besten in den Alltag einbauen […]

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  3. Ich finde, wir befassen uns sehr, sehr viel mit dem Altern und meistens hat das einen negativen Anklang – wir werden hässlich, müssen abwägen, welche Träume wir uns noch erfüllen können, wenn der Körper immer weniger funktioniert. Deswegen empfinde ich solche Tipps immer als negativ. Ich denke, man sollte in jedem Alter auf seinen Körper hören…

    Übrigens: In diesem Artikel hast ziemlich viele Quellen genannt – mein Leseflüss wurde ständig gestört, weil nicht der Tipp im Vordergrund stand, sondern die Quelle. z.B. „Deswegen gilt es, seine Stressresistenz zu verbessern. Helfen kann dabei eine Studie der Techniker Krankenkasse. “ – ich habe Tipps erwartet, aber du verweist nur auf die Studie. Ich denke, es wöre günstiger, die Links/Quellen notfalls unter den jeweiligen Abschnitt zu setzen.

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    1. Hallo Evy, du hast ganz recht – jeder sollte früh anfangen, alt zu werden. Für uns junge Alte ist es umso wichtiger, gesund zu leben. Wir haben nicht mehr soviel Ressourcen. Na, bei den Tipps bist zu etwas ungerecht: In dem Beitrag habe ich einige Tipps geliefert. Aber ich kann das Thema ja noch stärker mit Details spicken.

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    2. danke für den Tipp, werde die Links wieder stärker nach unten verlagern

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  4. Vielen Dank für eure Kommentare. Sehe ich genauso. Ich gehe einmal pro Woche schwimmen und ziehe meine 50 Bahnen. Außerdem radle ich täglich zum Bahnhof statt mit dem Auto zu fahren.

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  5. Ich denke es liegt ein Teil an der Veranlagung und den Genen. Alles kann man aber nicht darauf schieben. Man hat schon auch Verantwortung für sich und seinen Körper. Wenn man sich selber „gernhat“ ist damit schon viel gewonnen. Sonnige Grüße Leni

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  6. Lieber Helmut,
    Sport treibe ich vom Laufen bis zu Pilates. Alles kann ich wahrhaftig nicht machen.
    Aber ich halte mich fit und wenn ich meine Altersgenossinnen so ansehe, dann habe ich mich ganz gut gehalten.
    Aber die Gene sind natürlich auch sehr wichtig und die haben wir Kinder alle von der Mama mitbekommen. Gottseidank und dafür bin ich dankbar.

    Lieben Gruß Eva

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