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Viele der Generation der 50pluser sind Finanzanalphabeten. Dieses harte Urteil ergaben mehrere Studien – eine von der Direktanlagebank, eine von der TeamBank. An diesem Urteil dürfte einiges dran sein, wie sonst ist zu erklären, dass die Deutschen im Schnitt immer noch zig Milliarden auf niedrigstverzinsten Sparbüchern liegen haben. Mit ihre risikoaversen Verhalten und ihrer Angst vor Aktien verlieren sie im Schnitt 2000 Euro pro Jahr, das hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) errechnet.

Angst um die Altersvorsorge

Kein Wunder, dass sie Angst haben müssen um ihre Altersvorsorge. Die Generation 50+ zweifelt an der Absicherung des eigenen Lebensabends. Einer Umfrage der TeamBank zufolge, zu der Easycredit gehört, haben 23 Prozent derzeit kein gutes Gefühl bei der Altersvorsorge. In der Gruppe der 50- bis 59-Jährigen klagen danach sogar 27 Prozent über Bauchschmerzen, wenn es um das Thema Absicherung im Alter geht. Das zeigt die Studie „Liquidität 50Plus“ von  Easycredit. Die Stichprobe ist mit tausend Befragten allerdings vergleichsweise klein, lässt aber doch Rückschlüsse auf das Verhalten der gesamten Altersgruppe (50 bis 79 Jahren) schließen, die 29,2 Millionen Deutsche umfasst.

Weitsicht zahlt sich aus

„Die Prognosen zur Entwicklung der gesetzlichen Renten zeigen immer deutlicher, dass die Deutschen ihre Liquidität langfristig planen sollten“, sagt Alexander Boldyreff, Vorstandsvorsitzender der TeamBank AG, die den easyCredit anbietet. „Neben einem weit reichendem Planungshorizont ist dafür insbesondere gutes Allgemeinwissen in Finanzfragen entscheidend, um den Ruhestand einigermaßen sorgenfrei zu genießen.“

Viele 50pluser sind Finanzanalphabeten

Annähernd ein Drittel dieser Kohorte kennt sich danach in Finanzdingen nicht gut aus – und ausgerechnet bei den 50- bis 59-Jährigen liegt der Wert besonders hoch. Doch vielen angehenden Rentnern fehle nicht nur das Wissen, sondern häufig auch die Übersicht. Bei einem beachtlichen Teil der Generation 50Plus seien beispielsweise die Finanzen gar nicht sauber geordnet: Fast ein Fünftel (18 Prozent) verliert zumindest gelegentlich den Überblick bei Rechnungen und Ausgaben. Das gilt speziell für die über 70-Jährigen. 45 Prozent der Personen zwischen 50 und 79 kennen zudem nur in etwa ihre monatlich verfügbare Summe. „Eine geordnete Einnahmen- und Ausgabenübersicht ist wichtig, um sich nicht aus Versehen zu verschulden“, sagt Finanzexperte Boldyreff.

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Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

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