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Deutsche Sparer bevorzugen Sicherheit. Die meisten wünschen sich sogar eine garantierte Ablaufleistung, die bis auf die zweite Nachkommastelle genau angibt, wie der Vertrag verlaufen wird. Dieser Fehler könnte eines Tages zu einem teuren Irrtum werden.

Beitrag rebloggt von Jenny’s Blog

Menschen, die keine hohe finanzielle Bildung haben, also fast alle, lassen sich gerne von Verkaufsprofis einlullen. Das Wort “garantierte Ablaufleistung” hört sich für viele sehr sexy an. Auch Garantiezinsen dürfen natürlich nicht fehlen. Doch genau diese Dinge sind es, die dem Sparer Angst machen sollten! Wer Vorsorge betreibt, hat lange Zeit. Oftmals sind das 40, 30, oder 20 Jahre. Über so einen Zeitraum kann einer, der fürs Alter vorsorgen will, auch in einen Mix aus Sachwerten (Aktien, Edelmetalle etc…) investieren. Eine Garantie brauchen Anleger immer nur dann, wenn sie sich gegen Kursrückgänge schützen wollen.

Was bringt es einem 20-Jährigen, wenn er heute weiß, dass er mit 67 eine private Rente in Höhe von 1123,87 Euro bekommt? Es bringt ihm nichts! Die zu stellende Frage ist: Was kann er sich von den 1123,87 Euro in 47 Jahren kaufen? Er weiß zwar, wieviel Geld er bekommt, aber er weiß nicht, was es wert sein wird. Deshalb kann er auch nicht analysieren, ob seine Alterseinkünfte zur Erhaltung des Lebensstandards reichen werden. In einer klassischen Renten- oder Lebensversicherung ist sein Kapital als Kredit unterwegs. Es partizipiert nicht am Wachstum oder der Entwicklung echter Werte. Übrigens: Es gibt für Versicherungsguthaben im Prinzip so gut wie keine Einlagensicherung. Das Aufsichtsamt ist im “Pleitefall” ermächtigt, Auszahlungen zu verbieten oder (garantierte) Leistungen herab zu setzen (VAG § 89). Garantieleistungen sind einfach nur ein guter Marketingscherz. Wer auf Garantien setzt, hat mit Sicherheit zu wenig.

 


Was Jenny’s sagen will: Es lohnt sich auf alle Fälle, selbst über sein Geld und seine Altersvorsorge zu entscheiden. Aktien bringen auf lange Sicht mehr Rendite als eine Versicherung. Das Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts belegt eindeutig, dass über Zeiträume von 20, 30 und mehr Jahren Renditen mit Aktien von sieben, acht und mehr Prozent pro Jahr drin sind – im Schnitt wohlgemerkt. Denn zwischenzeitlich können Aktienkurse auch fallen. Langfristig sind die Dellen noch jedesmal ausgeglichen und überkompensiert worden.

Wer sich das nicht allein zutraut, kann sich auch einem Investmentclub wie den cic! anschließen.


Ach ja, und noch so eine Anregung durch Jenny’s Blog

Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog oder via Twitter an https://twitter.com/dineros 

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

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