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Flüchtlinge und Einwanderer, Flüchtlinge oder Einwanderer, Flüchtlinge als Einwanderer, geflüchtete Einwanderer, eingewanderte Flüchtlinge – wie auch immer. Vor vier Monaten formulierten die Experten der Bertelsmann Stiftung, Deutschland brauche bis 2050 zwischen 276 000 und 491 000 Einwanderer aus Drittstaaten, um die Lücken auf dem Arbeitsmarkt zu schließen. Die Studie war kaum gedruckt, da wurde sie schon von der Wirklichkeit überholt. In diesem Jahr erwarten die Politiker 800 000 Flüchtlinge. Die Frage ist allerdings, ob damit die Lücken auf dem Arbeitsmarkt gefüllt werden und diese Menschen unser Sozialsystem stützen oder erst einmal belasten.

Flüchtlinge und Einwanderer – wie verlässlich ist Demographie?

Normalerweise ist Demographie etwas sehr verlässliches, angesichts der Völkerwanderungen ist jedoch mittlerweile auf nichts mehr Verlass. Kein Mensch in Deutschland weiß, wie sich die gegenwärtige und zu erwartende Flüchtlingsbewegung auf das Land auswirkt. Einwanderer und Flüchtlinge wären zwar gut für unser Sozialsystem und vor allem für das Rentensystem, die Frage ist jedoch, ob sie nicht eher zur Belastung denn zum Vorteil werden.

Rente erst mit 70?

Insofern sind die Berechnungen der Bertelsmann-Stiftung bereits Makulatur. Danach würde das Arbeitskräftepotenzial in Deutschland ohne Einwanderer und Flüchtlinge bis 2050 von heute rund 45 Millionen auf unter 29 Millionen sinken, selbst wenn „genauso viele Frauen berufstätig wären wie Männer und der Renteneintritt ab 2035 erst mit 70 Jahren erfolgen würde, stiege die Zahl potenzieller Arbeitskräfte lediglich um 4,4 Millionen“. Davon kann mittlerweile nicht mehr die Rede sein. Um das Potenzial der geflüchteten Einwanderer oder eingewanderten Flüchtlingen zu nutzen, müssen sie erst deutsch können, ihre Ausbildung an die Bedingungen hierzulande angepasst werden. Die Latte der Aufgaben ist lang – die Liste der Zweifel ebenso.

Aber vielleicht können die Integration ja die Babyboomer übernehmen, die in den kommenden Jahren in Rente gehen. Einige engagieren sich ja bereits, darunter das Ehepaar Otto und Johanna Stender, die 2003 den Verein „Mentor – die Leselernhelfer“ ins Leben riefen. Das Paar sah darin „Hannovers Antwort auf Pisa“. Die Aufgaben sind aber, der massenweisen Einwanderung geschuldet, noch viel größer geworden. Denn die Kinder der Einwanderer und Flüchtlinge – oft genug flüchten (oder wandern ein) ja nur die Kinder ohne Eltern – können kein deutsch, kaum lesen und selten schreiben. Es wird noch mehr „Mentoren“ brauchen.

Vorruheständler und Ruheständler werdet aktiv! Für die Kinder von Flüchtlingen und Einwanderern.

Mentor ist nur eines der Beispiele – wer kennt noch andere?

Würde mich auf euer Feedback freuen.

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Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

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