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Spaß oder Muss, viele Rentner müssen arbeiten. Bei manchen reicht die Rente eben hinten und vorne nicht. Obwohl sie schon alt sind, müssen sie dennoch arbeiten, um mit der geringen Rente über die Runden zu kommen.

Bislang gibt es kaum gesicherte Zahlen – jetzt hat die Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz einmal genau nachgezählt. Den Chemnitzer zufolge waren es 2015 mehr als 6800 Männer und Frauen. Das seien etwa 0,4 Prozent der rund 1,5 Millionen sozialpflichtig Beschäftigten – ein Plus von 955 gegenüber 2013.

Für viele ein Muss – Rentner müssen arbeiten

Viele verdienen sich auch ein Zubrot zur Rente. Den Beamten in Sachsen zufolge gingen mehr als 37 500 der über 65-Jährigen einer geringfügigen Beschäftigung nach. Umgerechnet auf alle 233 639 Minijobber in dieser Region waren das 16,1 Prozent. Für etwa 500 sei der Minijob sogar ein Zweitverdienst neben einer anderen Tätigkeit, sprich die Rentner müssen arbeiten.

Natürlich ist die Arbeit neben der Renten nicht immer ein Muss – den Senioren geht es laut Arbeitsagentur nicht nur ums Geld. Vielen mache die Arbeit Spaß, schreibt FOCUS Online. Und weiter: Etwa drei Viertel der jobbenden Senioren ist laut Arbeitsagentur der Zuverdienst zwar wichtig. Aber mehr als jeder zweite habe bei einer Befragung angegeben, dass er darauf eigentlich nicht angewiesen sei. Er wolle sich damit Extrawünsche erfüllen. Weitere Motive seien der Spaß an der Arbeit, Kontakte mit der Arbeitsstelle oder mit anderen Menschen sowie die Abwechslung. Allerdings habe auch jeder Dritte gesagt, dass er das Geld für den Lebensunterhalt benötige.

https://twitter.com/hjbell56594/status/621076935469322240

Und wo arbeiten die Rentner, wenn sie arbeiten? FOCUS Onlien zufolge am häufigsten an den Regalen im Groß- und Einzelhandel. „Sie arbeiten als Reinigungskräfte, in Büros, als Kuriere sowie als Pfleger im Gesundheits- und Sozialwesen oder auch in der Gastronomie.“

Rentnerarbeit als Chance

Den Unternehmen ist das ganz recht – und teilweise sehen sie die Rentner auch als Chance. „Durch Teilzeitarbeit, Minijobs oder Mentoringprojekte kann das Wissen der Älteren, die in den Ruhestand übergehen, für den eigenen Betrieb gesichert werden“, wird der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion, Klaus Schuberth von FOCUS Online zitiert. „Ältere Arbeitnehmer sind oft gut qualifiziert, bringen wertvolle Berufs- und Lebenserfahrung mit und wirken auf Jüngere ausgleichend.“

ein informativer Link: Schuften bis zum Schluss (ZDF 37 Grad)

https://twitter.com/BrigitteLupo/status/621067185029517312

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

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