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In Rheinland-Pfalz gibt es nur 696 Euro für Rentnerinnen. Das ist laut „Bild“ 167 Euro weniger als Ost-Berlin. Das sind immerhin 355 Euro. Bei Männern differiert die Rente zwischen Ost und West maximal um 167 Euro. Am stärksten gestiegen sind die Renten in Sachsen – und zwar um 25 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Das sind Durchschnittszahlen, sie zeigen jedoch, mit viel Geld Ruheständler auskommen müssen, die sich allein auf die gesetzliche Rente verlassen haben.

Das meiste geht für die Miete drauf

In München bleibt Rentnerinnen nicht viel übrig, denn nach Abzug der Miete, die in der bayerischen Landeshauptstadt bei 18,44 Euro pro Quadratmeter liegt und bei einer Wohnungsgröße von 30 Quadratmetern macht das 553,20 Euro aus, so dass bei einer Durchschnittsrente von 736 Euro minus 553,20 Euro Rentnerinnen noch 182,80 Euro zum Leben bleiben. Das sind glücklicherweise rein statistische Zahlen – viele Rentnerinnen wohnen schon länger in ihrer Wohnung, so dass sich die Mieterhöhungen im Rahmen hielten. Vermutlich zahlen sie somit weniger als die durchschnittlichen 18,44 Euro pro Quadratmeter. Aber selbst dann, sieht es nicht gerade üppig aus.

Woher die großen Unterschiede zwischen Ost und West?

Wie kommt’s, dass die Unterschiede zwischen West und Ost so groß sind, vor allem zwischen West- und Ost-Berlin. Dazu räsoniert die Bundeszentrale für politische Bildung: „Die skizzierten Unterschiede in der Rentenberechnung sagen noch wenig über die tatsächlich gezahlten Renten in den neuen Ländern aus“, so die Ökonomen der BPB. Es komme bei der Rentenhöhe ja nicht nur auf die Höhe des aktuellen Rentenwerts und auf die Berechnung der Entgeltpunkte an, sondern auch ganz entscheidend auf die Erwerbs- und Versicherungsbiografien, die die Rentner im Laufe ihres Lebens durchlaufen haben. In der vormalige DDR gab’s ja so etwas wie Arbeitslosigkeit gar nicht, das heißt, Ostdeutsche weisen in der Regel eine durchgängige Erwerbsbiografie vor – das zahlt sich im Alter aus. Das gilt übrigens für ostdeutsche Rentnerinnen noch viel mehr. Dank eines gut ausgebauten Krippensystems konnten sie ihre Kinder problemlos unterbringen, anders als westdeutsche Frauen.

In Zukunft gleicht sich das an

Allerdings dürfte sich auch das angleichen, denn die Kinderbetreuung hat sich seit der Wende eher verschlechtert als verbessert. Außerdem ist der Arbeitsmarkt Ostdeutschland nicht ganz mit Verhältnissen wie in Bayern und Baden-Württemberg vergleichbar. Die „nachrückenden Kohorten“ (O-ton BPB) werden deswegen im Osten in Zukunft niedrigere Renten bekommen.

Übrigens, Spätestens 2020 soll es ein einheitliche Rentenwerte geben. Na dann!

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

3 Comments

  1. Helmut Achatz 23. Juli 2015 at 17:14

    Ja, das hast du leider recht. Genau darüber müssten wir in Deutschland auf breiter Basis diskutieren. Aber Griechenland hat uns ja so lang in Beschlag genommen.

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  2. Elfriede Wodzak 22. Juli 2015 at 18:11

    Wir sind doch betrogen die Renten sind halbiert worden , die Mieten und die Diäten der Politiker 1:1 gerechnet also ist doch die Altersarmut damit automatisch vorprogrammiert so was ist betrug. Die alten sind zu teuer die brauchen wir nicht mehr sieht so aus armes Deutschland . Wenn wir die DM behalten hätten 2000 DM jetzt 1000€ und die Mieten Kalt bei 2,5 Zimmer 400-500 € ohne Kosten das sollten mal die von der Regierung debattieren wir haben in Deutschland genug eigene Probleme aber die werden erst mal bei Seite geschoben traurig in diesem Sinne liebe Grüße eure Elfi

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