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Aktien sind alternativlos – na ja, fast. Leider ist es nicht ganz so einfach mit Aktien, denn die Kurse schwanken doch manchmal heftig. Das hält nicht jeder aus. Der Deutsche Aktienindex Dax hat zwischenzeitlich, sprich im April 2015, sogar die 12 000er-Marke überwunden, dann ging ihm aber die Puste aus. Da kommen natürlich vielen Anlegern und Möchte-gern-Anlegern Zweifel. Besonders die „Middle-Ager“ sind skeptisch. Dabei ist doch klar, dass ohne Aktien keine Vermögensbildung, geschweige denn der Erhalt möglich ist. Einer Umfrage der comdirekt zufolge rechnet jeder Zweite nicht damit, dass der Dax die 15 000er-Marke so schnell knackt; jeder Dritte ist hingegen optimistischer und erwartet einen weiteren Anstieg.

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Die Studie deckt ebenfalls auf, dass mit dem Alter auch der Pessimismus steigt. Während die Jüngeren (18 bis 24 Jahre) noch annähernd zur Hälfte davon ausgehen, dass der Dax in den kommenden Monaten steigen wird, sind es bei den Älteren (50 bis 59) nur noch 25 Prozent.

„Dabei spielen sicherlich auch die schlechten Erfahrungen mit dem Neuen Markt eine Rolle – gerade im Hinblick auf immer neue Kurshochs sind die sogenannten Middle-Ager vorsichtig geworden“, sagt Daniel Schneider, Leiter Investing bei comdirect.

Dabei haben die meisten Deutschen gar keine Aktien: Nur 28 Prozent der Bundesbürger haben ihre Ersparnisse in Wertpapiere investiert, 78 Prozent der Befragten vertrauen hingegen weiterhin auf Anlagen wie Sparbuch, Tages- oder Festgeld. Nur neun Millionen Deutsche besitzen dem Deutschen Aktieninstitut Aktien oder Aktienfonds.

„Ein langfristiger Vermögensaufbau ist mit diesen niedrig verzinsten Produkten aber nicht möglich – Wertpapiere sind derzeit fast alternativlos“, so Schneider.

Ja, ohne Aktien ist es zwar schwer, Vermögen aufzubauen, die Deutschen sparen deswegen aber trotzdem: Insgesamt haben die Deutschen im April der comdirekt-Studie zufolge wieder mehr Geld auf die hohe Kante gelegt. So so der comdirect Spar- und Anlageindex gegenüber dem Vormonat um 7,5 Punkte auf aktuell 101,5 Punkte gestiegen. Im Schnitt habe jeder Bundesbürger rund 113 Euro gespart.

Top Ten Geldanlage: So legten die Deutschen im April ihre Ersparnisse an

  1. Girokonto (56 Prozent)
  2. Sparbuch (55 Prozent)
  3. Tagesgeld (39 Prozent)
  4. Bausparvertrag (35 Prozent)
  5. Lebensversicherung (32 Prozent)
  6. Altersvorsorge (30 Prozent)
  7. Bargeld (26 Prozent)
  8. Fonds (19 Prozent)
  9. Festgeld (16 Prozent)
  10. Aktien (13 Prozent)

Übrigens, mit dem Thema Festgeld hat sich Paul Frey ausgiebig beschäftigt. Auf seiner Seite Festgelddeutschland bietet er beispielsweise ein kostenloses E-Book zum Thema Festgeld mit umfassenden Informationen zum Download an. ein kostenloses E-Book zum Download an.

Was das Vermögen der Deutschen betrifft, so geht es um Billionen. Der Deutschen Bundesbank zufolge hatten die Deutschen (Stand Oktober 2016) ein Geldvermögen von 5,4 Billionen Euro. Sage-und-schreibe zwei Billionen Euro liegen auf Girokonten herum oder sind niedrigstverzinst in Tages- und Festgelder investiert. Die eher als börsenscheu geltenden Deutschen entdecken langsam Aktien und Investmentfonds. Das Renditebewusstsein steigt langsam. Beliebt waren im zweiten Quartal 2016 vor allem Renten- und Immobilienfonds. Auch 2016 floss der Großteil der Gelder in Bargeld und Bankguthaben sowie in als sicher geltende Versicherungen und Pensionseinrichtungen. Versicherungen und Pensionskassen bekamen nicht mehr so viel wie in den Vorjahren. Parallel dazu nutzen die Deutschen die niedrigen Zinsen, um Immobilien zu kaufen.

Weiterführende Links:

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

2 Comments

  1. […] gesagt, je jünger du bist, desto mehr Aktien dürfen es sein: Beim S&P 500 sind die Aktien der 500 größten US-Unternehmen gebündelt, beim MDax sind es 50 […]

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  2. […] Aktien sind für den Vermögenerhalt alternativlos Was deutsche Rentenpolitik von der Schweiz lernen kann Sparen fürs Alter und trotzdem gut leben Richtig Geld für den Ruhestand anlegen damit es bis ins hohe Alter reicht Wie Vorruheständler ihr Vermögen retten Wie lässt sich die Versorgungslücke schließen? […]

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